#274 - 30.000 Kilometer mit Robert Müller
Shownotes
Straps und Flo begrüßen „Aerobert“ Robert Müller zum Jahresauftakt und stolpern mit ihm in ein Radabenteuer, das kaum zu glauben ist. Während Flo noch über die verpassten 20.000 Jahreskilometer flucht, erzählt Robert, wie er seit über einem Jahrzehnt täglich im Sattel sitzt – im Regen, im Schnee, ohne Rollentraining, einfach draußen. Von chaotischen Etappenrennen in Westafrika, bei denen Startzeiten wandern, Favoriten aussteigen und die Räder mehr leiden als die Fahrer, rollt die Geschichte weiter in Ghana, wo Robert statt Siegerehrung Zelt, Machete und Hühnerfüße serviert bekommt.
Zurück in Europa fährt er Rennen um Rennen: gewinnt East Germany, weil sein stärkster Gegner in Führung einfach aussteigt, und kämpft sich bei Mittelgebirge Classique mit Platten, Stürzen, aufgeweichten Füßen und einem völlig zerstörten Freilauf 900 Kilometer ins Ziel – ohne Schlaf und mit dem Gefühl, permanent einen Schritt hinter dem Rennen herzufahren. Bei Race Across Austria wird das Kühtai zur Nachtfalle, als sein Licht versagt und er sich in einer Tourismusinfo in eine Rettungsdecke wickeln muss, bevor er im Morgengrauen weiterfährt.
Als ob das nicht reicht, sammelt er Höhenmeter und Siege bei Les Géants und Marseille–Napoli, fährt durch Frankreich und Italien, badet zwischendurch im See, klettert den Vesuv am Ende eines 64-Stunden-Ritts ohne Schlaf hinauf, landet im Rathaus von Neapel in Flip-Flops – und feiert mit einer Szene, die lieber raucht als wattgesteuert trainiert. Am Ende bleiben aufgeschnittene Schuhe, ein frisch aufgebautes Scheibenbrems-Rad, kein Lebkuchen-Sponsor und ein Kalender, der schon wieder voller Abenteuer steckt. Nächstes Stop: Indien. Und wer selbst probieren will, wie sich Roberts Welt anfühlt – im Mai führt er zehn Wagemutige mit auf ein Bikepacking-Wochenende über die 500-km-Strecke von Rund Sachsen.
Robert Müller auf Instagram: https://www.instagram.com/radbert_m/ Robert Müller auf Strava: https://www.strava.com/athletes/2067075
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Transkript anzeigen
00:00:01: Herzlich willkommen bei SitzFlesch,
00:00:03: dem Podcast mit der Scheibenbremse.
00:00:06: Mit
00:00:06: Christoph Strasser
00:00:08: und Florein Kraschitzer.
00:00:21: Mit welcher Scheibenbremse Flo?
00:00:23: Ja, vielleicht werden wir es im Laufe der Episode aufklären, aber wenn ich es richtig verstanden habe, ist der allerletzte Verfechter der Feldenbremse vom Glauben abgefallen und fährt jetzt auch mit Scheibenbremse.
00:00:38: Ja, ich möchte, wie haben wir heute?
00:00:41: Uns ausgemacht, wir starten zum neuen Jahr direkt, ohne viel herumgeplappert.
00:00:48: In der Episode haben wir mich noch ganz kurz als Einstimmung vorher mit was beginnen.
00:00:59: Und zwar hat uns der Radlsepp geschrieben.
00:01:02: Er ist seit längerer Zeit begeistert, der See-Flash-Podcast-Hörer und hat aber in letzter Zeit den Podcast sehr renn-
00:01:09: und
00:01:10: TCR-lastig
00:01:11: gefunden.
00:01:13: Zum Beispiel war seine Lieblingsfolge die Episode mit den beiden Roaming-Pedals, die durch Afrika geradelt sind.
00:01:19: Die hat ihm extrem gefallen und er hat es sehr interessant gefunden.
00:01:22: und jetzt möchte uns anregen, dass wir zur Abwechslung mal wieder etwas mehr Bike-Backing-Stories bringen und vielleicht speziell jetzt in der kalten Jahreszeit, weil es gibt ja unzählige Leute, die ständig auf allen Kontinenten mit dem Rad unterwegs sind.
00:01:36: Und der Radlesapp wird sich über etwas mehr Abwechslung wieder freuen.
00:01:40: Und liebe Grüße!
00:01:41: Schickt uns und ich denke, das passt perfekt oder zu unserem heutigen Thema?
00:01:48: Ja, ich hoffe, unser heutiger Gast kann da ein bisschen Abhilfe schaffen.
00:01:54: Kurz noch zum TCR.
00:01:56: Vorgestern hat die Registrierung geschlossen.
00:02:00: Ich wünsche allen, die sich beworben haben, alles Gute und viel Glück, dass da in den nächsten Wochen und Monaten die heißersehnte E-Mail im Post-Eingang ist.
00:02:12: Und hoffe, dass ihr alle das geschafft habt, wenn ihr euch das vorgenommen habt.
00:02:16: Die Aufnahmsprüfung.
00:02:17: Die Aufnahmsprüfung beim TCR am Start zu stehen.
00:02:22: Ja, und ich möchte auch noch kurz so sagen, nämlich wir haben noch ein Feedback gehabt von der Andrea, die hat uns auf Spotify zur letzten Folge geschrieben, dass sie gerade das Werbethema so interessant gefunden hat, wo uns der Daniel ein bisschen Einblicke gegeben hat in die Auswahl der Werbepartner und sie sagt ein großes Danke, dass wir so auf die Hörerinnen, Rücksicht nehmen und nicht jede Anfrage quasi nehmen.
00:02:47: Und da muss jetzt noch kurz dazu sagen, diese Biene und ich haben in unserem Ultra Cycling Shop auch wieder ein paar Neuigkeiten, nämlich wird es von Cyclyde eine Musette geben, Flo, die dir so taugt, mit Sitzfleisch Branding, die kommt in den nächsten Tagen zum Vorbestellen, wird dann im Frühling ausgeliefert.
00:03:07: und auch ein Bike-Towel zum Indoor-Training, also dass man das Rad perfekt verkleiden kann, dass es nicht mit Schweiß irgendwie komplett versaut wird, mit einem Sitzfleisch Schriftzugamels neu dabei und das ist jetzt hoffentlich auch eine Eigenwerbung, die interessant ist.
00:03:24: Sehr cool, ich habe auch noch ganz kurzes Feedback und zwar hat mir der Stefan geschrieben wegen meiner Brille mit Seestärke, wie ich das mache, wie ich das gefunden habe.
00:03:35: Und die haben dann geschrieben, was sie haben und wir haben dann ein bisschen hergeschrieben und sind dann eigentlich im Schluss gekommen, dass da keine allgemein gültige Antwort zu geben ist und dass man sich da am besten an den Optiker und die Optikerin seines ihres Vertrauens wendet, weil das doch sehr, sehr individuell ist.
00:03:53: Die Brille, die bei mir perfekt passt, hat beim Stefan nicht gepasst, kriegt er tränende Augen, weil sie nicht ganz windig abschlägt.
00:04:04: Ja, sehr individuelles Thema, am besten da auch eine individuelle Lösung finden und nicht auf das Vertrauen, was ich
00:04:11: sage.
00:04:14: Ja, und was wir in der letzten Episode auch gesagt haben, das müssen wir so ein bisschen revidieren, dass ein gutes Podcast ja war, das war es nämlich eigentlich nicht, weil wir haben ein ganzes Jahr lang keine Sitzfleisch-Episode gehabt mit Erobert Radbert.
00:04:32: Müller.
00:04:34: Und dann muss ich mich selber an der Nase nehmen, damit das nicht noch einmal passiert.
00:04:37: Da haben wir gesagt, gleich erste Folge im neuen Jahr, fragen wir den Robert, ob er Zeit hat für uns.
00:04:44: Und er hat mir dann geantwortet, ja gern, aber er will dich Flo nicht stören, wenn du deine zwanzigtausend Kilometer voll machst.
00:04:53: Und ich würde sagen, Wir begrüßen ihn jetzt gleich und dann kannst du Flora zöhnen, wie es laufen ist mit dem Projekt.
00:05:01: Also, Robert, scheint, dass du wieder da bist.
00:05:03: Hi.
00:05:06: Ja, sagen wir so.
00:05:09: Ich wäre nicht daran gescheitert, dass wir heute am zweiten, ersten aufnehmen.
00:05:15: Also, ich hätte es ja schon bis vorgestern fertig werden müssen.
00:05:22: Also... Ich bin gescheitert, aber nicht am Robert, sondern einfach daran, dass ich es von den zwanzigsten zwölften durchgehend krank war und nicht mehr fahren habe können.
00:05:33: Aber ja, es ist eine Zahl und dieses genau eine Jahr vom ersten, ersten bis einunddreißigsten zwölften, das ist ein sehr willkürlicher Zeitraum.
00:05:45: Wenn ich es jetzt in den nächsten Wochen noch vor, dann könnte ich... Von Jena bis Jena, die zwanzig tausend schaffen, da sieht man, wie willkürlich das ist.
00:05:55: Aber es war ein gutes Jahr für mich, trotz allem, auch wenn ich jetzt um ein paar hundert Kilometer daneben bin.
00:06:01: Robert, wie war's für dich?
00:06:02: Du bist ja ein großer Fan, oder von den Postings am Jahresende gibt jeder seine Kilometer und inklusive den Indoor Kilometern, die halt irgendwie von irgendeiner Formel berechnet werden, mehr oder weniger realistisch?
00:06:15: Also ich nehme das überhaupt nicht ernst, wenn jemand Indoor Kilometer damit reinzählt.
00:06:18: Weil auf der Rolle fährt mir nun mal keine Kilometer, keine Distanz.
00:06:22: Und die Umrechnung ist ja auch völlig unrealistisch meistens.
00:06:26: Ja und ich, also ich freue mich halt schon immer am Jahresende, wenn ich sehe, was ich so gefahren bin und hab festgestellt, dass ich jetzt über die letzten zehn Jahre alles auf Strava hab, also fast alles, was ich je gefahren bin in den letzten zehn Jahren und dass da einiges zusammengekommen ist in der Zeit.
00:06:41: Ja,
00:06:41: du bist, sagst
00:06:42: gleich, wieviel?
00:06:43: Jedes Jahr deutlich über dreißig tausend oder ein, in den schwächeren Jahren.
00:06:47: Ja, also das Schwächste war dreißig.
00:06:49: Das meiste war vierzig letztes Jahr, genau vierzigtausend.
00:06:52: Und im Schnitt bin ich jetzt zehn Jahre lang, vierneinzig Kilometer am Tag gefahren.
00:06:58: Mit tausend Einwärtshöhenmetern.
00:07:00: Also jeden Tag über zehn Jahre im Schnitt.
00:07:02: Das finde ich selber ziemlich verrückt eigentlich.
00:07:05: Wenn man sich das mal so vorstellt, es waren drei Stunden, dreinzwanzig Minuten Training.
00:07:09: Jeden Tag über zehn Jahre.
00:07:12: Ich glaube, das macht auch kein Profi.
00:07:14: Weil die fahren alle so um die dreißigtausend Kilometer, tausend Stunden.
00:07:18: Kaum jemand fährt, fährt sich eigentlich gar nicht mehr, das gibt es heutzutage nicht mehr.
00:07:23: Früher war ja Eric Zabel, der ist mal fünfzigtausend fast gefahren.
00:07:26: In seinem letzten Jahr war der der Rekordhalter.
00:07:29: Da ist er alle drei großen Rundfahrten gefahren, sechs Tage Rennen im Winter und alles Mögliche.
00:07:34: Aber heutzutage fährt mir nicht mehr so viel.
00:07:37: Und ich fahr halt alles draußen, nie auf der Rolle.
00:07:40: Also alles echte Kilometer bei mir.
00:07:42: Ja,
00:07:42: also ich finde das krasseste.
00:07:46: Deine Werte sind unglaublich und krass, aber man muss halt sagen, du bist eben kein Profi und du fährst sehr, sehr viel alleine.
00:07:52: Das Krass ist, wenn man sich anschaut, die dreißigtausend Kilometer vom Wout van Aard, das ist gefahren in knapp über acht hundert Stunden.
00:08:01: Und das fährst halt nur in einem Pelleton mit einem Fünfervierzigerschnitt.
00:08:04: Sonst kommst du da nicht hin und wenn du sehr viel allein spulst, dann musst du viel mehr Zeit investieren, um auf die gleichen Kilometer zu kommen.
00:08:13: Also meine Durchschnittsjahresgeschwindigkeit, die ist deutlich runtergegangen.
00:08:16: Die war am Anfang von den zehn Jahren von der Periode noch so bei dreißig, weil ich da auch viele normale Radrennen gefahren bin und den Gruppen trainiert habe.
00:08:24: Und jetzt bin ich nur noch so bei siebenundzwanzig, glaube ich.
00:08:27: Also Jahresdurchschnittskamenhasen sind schon ganz schön runtergegangen.
00:08:32: Und jetzt fahre ich fünfundneinzig Prozent alleine.
00:08:35: Aber die, ich meine das vorher jetzt nicht so ins Gewicht, in Relation, aber die Langlaufkilometer im Winter, zuerst du auch als normale Kilometer mit, oder?
00:08:44: Ja, also das waren jetzt von den Vier und Neunzig waren zwei Kilometer pro Tag Langlauf.
00:08:48: Also in Summe so sieben Tausend über die zehn Jahre.
00:08:51: Und das sind ja auch echte Kilometer, also ziehe ich die da schon mit rein.
00:08:56: War so fünfhundert, knapp, oder fünfhundertfünfzig Stunden Langlauf in zehn Jahren.
00:09:01: Hey, wie wollen wir es angehen?
00:09:02: Ich habe mal ein paar Fragen überlegt, aber eigentlich so ist sie mich, ja, einfach... Ein Überblick sein über das, was du jetzt in letzter Zeit so gemacht hast, wo wir mit Afrika starten, auch gerade so das Thema Bikepacking.
00:09:16: Du warst ja dort zu einer Rundfahrt.
00:09:18: Ich weiß nicht, ob es dann wirklich eine Rundfahrt war, es hätte eine sein sollen.
00:09:22: Es ist dann irgendwie so eine Mischung aus Verkürzungen, Absagen, Verschiebungen geworden, wo ich mir einfach denke, wie heulterst du das nervlich aus, wenn das so komisch oder einfach so unsicher organisiert ist.
00:09:34: Und bis dann noch länger tut, blieb zum Bikepacken.
00:09:36: oder wollen wir es irgendwie kanologisch machen und erzählst uns, wie das Jahr so gelaufen ist von Anfang an.
00:09:42: Ja, ich war ja zweimal in Afrika, also im April und jetzt im November.
00:09:47: Und das gehört eigentlich schon zusammen, weil das war beides Westafrika, zwei Nachbarländer.
00:09:52: Und die haben auch mit ihr dann zu tun, die beiden Rundfahrten nicht da gefahren sind.
00:09:54: Also müssen wir eigentlich schon mit der ersten starten.
00:09:57: Und die war auch mein erstes Rennen dieses Jahr.
00:09:59: Dann
00:09:59: machen wir das wieder.
00:10:01: Also das war im April in der Elfenbahnküste.
00:10:04: sind wir, ich weiß nicht, wie die hieß, Tour du Nord oder so, obwohl sie gar nicht im Norden war von der Elfmann Küste, in eine Rundfahrt gefahren und ich weiß auch gar nicht mehr richtig, wie ich da zugekommen bin.
00:10:18: Ich glaube, irgendjemand hat mich gefragt und dann haben wir so ein Team aufgestellt, zusammengewürfelt, also es war jetzt kein wirklich existierendes Team, sondern einfach ein paar Leute aus Deutschland haben sich zusammengestoßen, haben Ich glaube sogar, wir haben uns Equip Swiss genannt, weil unser sporlicher Leiter in Schweizer war.
00:10:34: Dann wieder einfach Team Schweiz.
00:10:37: Klamotten von Castelli gesponsert bekommen dafür und sind dann einfach hingeflogen, hatten eigentlich gar keine Ahnung, was uns erwartet.
00:10:44: Haben so ein Roadbook gekriegt ein paar Tage vorher, wo ich schon auf dem ersten Blick gesehen habe, das ist so ambitioniert.
00:10:50: Das würde selbst in Deutschland nicht hinhauen von der Organisation her.
00:10:53: Weil er war immer geplant, dass wir jeden Tag zwei Etappen fahren.
00:10:56: Einmal einen Rundstreckenrennen.
00:10:58: in der Stadt oder in einem größeren Ort und dann nachmittags oder nachmittags meistens noch eine Transfer-Etappe von A nach B zum nächsten Ort, wo wir dann am nächsten Tag wieder in den Rundsteigen gehen.
00:11:08: Und die
00:11:08: hätte Zählen sollen als eigene Etappe.
00:11:11: oder war das quasi so neutralisiert?
00:11:14: Nee, als eigene Etappe.
00:11:15: Also zwei Rennen pro Tag und das über vier Tage.
00:11:18: Also hätten acht Rennen ungefähr in vier Tagen sein sollen.
00:11:21: Und habe ich schon gewusst, das klappt sowieso nicht.
00:11:23: Also das wäre so ambitioniert aufgestellt, der ganze Zeitplan.
00:11:26: Aber wie es dann vor Ort, wie katastrophal es dann geworden ist, das konnte keiner erahnen, weil, ich muss jetzt mal kurz überlegen, wir sind am Ende, also die Rundfahrt hätte, glaube ich, sechshundert Kilometer sein sollen und wir sind zweihundertzwanzig Gefahrende davon.
00:11:44: Von den achtet haben wir vier gefahren und zwar nur diese Grundstreckenrennen in den Dörfern untersteten und die ganzen Transfert haben.
00:11:51: von A nach B sind wir im Bus zurückgelegt.
00:11:54: Im Endeffekt war die ganze Rundfahrt eigentlich eine Busfahrt durchs Land, mit ein bisschen eine Stunde Radfahren oder eine Stunde Rennfahren am Tag.
00:12:01: Weil die Etappen waren dann so fünfzig Kilometer im Kreisfahren.
00:12:04: Und auch das Feld war extrem klein, das waren vielleicht dreißig, vierzig Mann.
00:12:10: Von Material her waren die Fahrer leider sehr schlecht ausgerüstet, also die hatten zwanzig Jahre alte Fahrräder teilweise mit Gruppenmix.
00:12:18: Also ich habe Räder gesehen, da waren alle drei Gruppen, SRAM, Campagnolo und Shimano, an einem Rad verbaut.
00:12:24: der eine Hebel von Schwemm, der andere von Shimano, wild durchgemixst, neunfach, zehnfach, elffach, die Ketten durchgefahren, keine Lenkerbänder mehr dran, keine Bremse, also an den Bremshebeln, die Gummis weg, weg, einfach nicht mehr da, die Sättel kaputt gebrochene Helme sind die Leute gefahren.
00:12:43: Es gab auch leider Stürze.
00:12:44: deswegen, wenn die angetreten haben, sind entweder die Ketten gerissen oder durchgerutscht oder Pedalplatten gebrochen, die sind aus dem Pedal gekommen und dann gab es Stürze, in jedem Sprint gab es eigentlich einen Sturz.
00:12:56: Also das habe ich so auch noch nie erlebt, obwohl ich ja schon in Afrika und sonst überall auf der Welt in vielen Südostasien gefahren bin.
00:13:03: Aber so schlechtes Material und dadurch auch so eine Chancenungleichheit habe ich eigentlich noch nie erlebt, weil wir waren natürlich deutlich besser ausgerüstet.
00:13:12: Wir haben auch alles gewonnen im Endeffekt.
00:13:13: Wir haben jede Tappe gewonnen, die Gesamtwertung.
00:13:16: Aber das war jetzt vom sportlichen Wert her, war das also eigentlich nichts wert, würde ich sagen.
00:13:21: Und wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich auch nicht hingefahren.
00:13:23: Jetzt muss ich noch mal ganz kurz.
00:13:24: Wir sind jetzt so direkt einigestartet.
00:13:29: Vielleicht gibt es noch welche, die uns zuhören, die dich noch nicht kennen.
00:13:33: Du bist jetzt früher viele, viele Jahre Schrausenrennen gefahren und Rundfahrten gefahren und hast dann ab den langen Strecken angefahren.
00:13:41: Und jetzt seitdem kombinierst du das eigentlich immer.
00:13:43: Du hast irgendwie nur so ein, zwei Rundfahrten im Jahr und ansonsten fährst du durch die Ultradistanzen.
00:13:49: Und bist, glaube ich, einer der letzten oder ganz ganz wenigen, die das beides noch kombinieren, weil irgendwann entscheidet man sich dann meistens für entweder das eine oder das andere.
00:14:01: Und ja, jetzt hast du jetzt quasi im Frühling den Saisonauftakt in Afrika bis du dann auch länger dort blieben.
00:14:08: Also ich bin zehn Tage, zwei Wochen war ich da, weil ja direkt im Anschluss war das Unknown Waze.
00:14:14: Und ich bin ja direkt von Afrika nach Mainland geflogen und von Mainland mit dem Flixbus über Nacht.
00:14:19: nach Luca gefahren, dass ich dann, das Anony war ein paar Tage nach dem Ende von der Rundfahrt in der Elfenbahnküste.
00:14:28: Und das war wieder mal eine verdammt dumme Entscheidung.
00:14:31: Letztes Jahr habe ich es ja so ähnlich gemacht.
00:14:32: Also ich kam von thirty-fünf Grad Hitze in Afrika, dann zu Dauerregen und null bis fünf Grad Temperaturen in einer Tascale in Luca.
00:14:44: Also es war wieder mal komplett dumm eigentlich.
00:14:46: In Afrika was vergessen oder was verloren oder irgendwas ist weggekommuniert, was ist kaputt worden, oder?
00:14:51: Weil du warst dann in Luca, wo wir uns getroffen haben und hast dann noch einen neuen Radl-Computer gekauft und irgendwie die Bike-Backing-Tasche ist in Afrika geblieben, oder?
00:15:01: Nee, ich hab meine Daunjacke verloren.
00:15:03: Irgendwo auf dem Weg zwischen Meilen der Flughafen und Luca.
00:15:06: Also hatte ich dann keine Daunjacke mehr.
00:15:08: Was flöd war, weil ich hab ja im Zelt übernachtet.
00:15:10: Ich hatte kein Hotel in Luca und hab unter so einer Brücke im Zelt geschlafen.
00:15:13: Ich hatte keine Daunjacke mehr und es war ja nachts schon ordentlich kalt.
00:15:28: Ja, ich hab
00:15:42: das Bild noch im Kopf bei der Registration in Luca bis zu gestanden mit diesem riesigen, auffoldbaren Manual und hast versucht zu verstehen, wie der funktioniert.
00:15:55: Ich glaube, die Beschreibung war sogar französisch.
00:15:58: Irgendwie.
00:16:00: Ja, ich glaube auch.
00:16:02: Aber so die Basic Funktionen, Bluetooth, Connect und so, die hat man dann irgendwie sich raus lösen können.
00:16:10: Aber das mit den Routen überspielen, das war dann ein bisschen schwierig noch.
00:16:14: Ja, ich habe irgendwie eine... Eine Connection zu Komot dann hinbekommen, dann konnte ich auf dem Handy auf Komot planen.
00:16:21: Ich glaube, ich habe es dann tatsächlich geschafft, das auf ein Tacho aufzuladen.
00:16:25: Ich bin ja dann nur zwölf Stunden im Rennen gefahren und bis dahin hat es schon funktioniert so einigermaßen.
00:16:29: Außer, dass natürlich die Planung mit Komot immer schlecht ist.
00:16:32: Weil man ja dann wieder auf irgendwelchen Schotterwegen landet, so kleinen Drecksstraßen.
00:16:37: Aber das ist dann wieder das Komotproblem.
00:16:39: Bittungsweise das Problem vom Unknown Race.
00:16:44: Wollen wir darüber jetzt gleich reden oder noch über Afrika?
00:16:47: Bleiben wir bei Afrika.
00:16:49: Aber es war nur so ein Einwurf.
00:16:53: Ich
00:16:53: kann
00:16:55: mich erinnern, du hast mir mal geschrieben, dass es ganz heikel ist oder wie man das Land richtig ausspricht oder wie man es richtig bezeichnet.
00:17:06: Ach ja, also man darf es nur Côte d'Ivoire nennen, also die französische Bezeichnung.
00:17:10: Und wenn man im Land drin das Land irgendwie übersetzt den Namen oder anders das nennt, ... ist es unter Strafe verboten.
00:17:16: Du darfst nicht sagen, elfen mein Küste oder ... ... Ivory Coast musst immer Co-Divor sagen.
00:17:21: Das ist so eine eigene Regel.
00:17:23: Ja, also wir haben vielleicht diesen Podcast ... ... irgendwie mit einem Geoblock hin versehen, damit uns da niemand zuhört.
00:17:29: Nicht, dass du nachträglich jetzt noch Probleme kriegst.
00:17:31: Ja, glaub ich eigentlich nicht.
00:17:33: Aber was das Problem war, bei der Organisation ... ... war einfach, dass der Organisator schon über ... ... achtzig Jahre alt war ... ... und alles alleine gemacht hat.
00:17:41: Also er ... Er war der einzige, der wusste, wie alles funktioniert, wo überhaupt die Strecken sind, wann Start sein soll.
00:17:50: Mit über achtzig Jahren hatte es ihn mal eigentlich nicht mehr hinbekommen und jeder hat ihn immer gefragt, wann ist das?
00:17:56: Und er war komplett überfordert, obwohl er das Rennen schon dreißig Mal, glaube ich, veranstalte hatte.
00:18:01: Aber andere haben uns gesagt, so schlecht wie dieses Jahr war es noch nie.
00:18:04: Und es war auch das letzte Mal, dass er das gemacht hat, weil es geht einfach nicht mehr.
00:18:08: Und deswegen war es dann das reinste Chaos.
00:18:10: Die Startzeiten haben sich immer ewig verschoben.
00:18:12: Wir haben stundenlang gewartet jeden Tag auf den Start.
00:18:14: Es hieß dann irgendwie zehn Uhr morgens Start oder neun Uhr.
00:18:18: Und dann ist vor zwölf Uhr Mittags nichts passiert.
00:18:21: Und dann sind wir halt eine Stunde Rennen gefahren auf einer improvisierten Strecke, die dann auch immer verkürzt wurde, damit es leichter ist, abzusperren.
00:18:28: Obwohl es nie wirklich abgesperrt war, das war immer Verkehr auf der Strecke auch.
00:18:31: Man musste das sehr aufpassen.
00:18:34: Die Ortsansässigen Leute wussten auch nichts von dem Rennen.
00:18:36: Deswegen war die Begeisterung jetzt auch nicht so, wie man es eigentlich in Afrika kennt.
00:18:39: Also wenig Zuschauer, weil niemand eigentlich wusste, was wir da machen.
00:18:44: Die Leute waren dann mehr mit sich beschäftigt und wussten gleich, dass wir da gerade Radrennen fahren.
00:18:49: Und dann haben wir immer, nach diesem Rundstrecken-Rennen, hier ist es dann diese A nach B-Etappe, starten wir jetzt erstmal mit den Bussen und dann unterwegs steigen wir irgendwo aus und fahren dann noch eine Stunde Rennen zur nächsten Ort.
00:19:02: Und dann haben wir immer festgestellt, das wird bald dunkel und das geht, das geht sich nicht mehr aus.
00:19:06: Also einmal sind wir dann sogar ausgestiegen, irgendwo im winzlichen Ort.
00:19:10: Dann hieß es, wir fahren jetzt noch vierzig-fünfzig Kilometer Rennen, haben die Räder ausgeladen und so angefangen umzuziehen.
00:19:17: Dann kam ein Riesengewitter, es hat geschüttet, gedonnert und dann hieß es, ja, wir packen alles wieder ein, wir fahren doch mit dem Bus.
00:19:25: Und andermal waren wir auch kurz davor zu starten, für die ich danach bete.
00:19:28: Und dann hat er gemerkt, in einer halben Stunde wird es dunkel.
00:19:31: Das können wir jetzt doch nicht mehr machen.
00:19:33: Es ging nur so.
00:19:35: Wir saßen viel, viel mehr im Bus und in so kleinen Schrottbussen total überfüllt, wo sich ... viel zu viele Leute reingequetscht haben.
00:19:44: Und wie gesagt, Rennen fahren war halt so eineinhalb Stunden am Tag.
00:19:48: Ja, weißt, wie würde das, wenn jetzt nicht das Gewitter kommen wäre, wie würde das überhaupt funktionieren?
00:19:53: Ich meine, du kannst ja nicht einfach irgendwas sagen, hey, hier ist der Start oder ich meine, du brauchst dann wieder Zeitnehmung oder zumindest, dass du den Spreckenverlauf warst, weil wenn du sagst, vierzig oder fünfzig Kilometer, das warst du nicht mehr so genau ein Konstituor, der Rätisch nicht attackieren oder irgendwie Tempo forcieren, wenn du nicht warst, wo das Ziel ist.
00:20:10: oder wie würde das theoretisch funktionieren?
00:20:12: Also in Afrika funktioniert es alles anders.
00:20:15: Die Straßen meistens geht es ja nur geradeaus und es gibt keine großen Möglichkeiten irgendwo abzubiegen.
00:20:20: Es gibt dann eine getärte Straße von einem Ort zum nächsten, die geht dann halt vierzig, fünfzig Kilometer geradeaus.
00:20:25: Also das ist dann kein Problem.
00:20:26: Und der Staat wird einfach improvisiert irgendwo gemacht.
00:20:30: Und dann jetzt bei der zweiten Rundfahrt, die ich gefahren habe, in den Ghana, haben sie dann auch mal gesagt, wir sollen bei der eine Etappe, wo es auch von A nach B ging, irgendwie die ersten siebzig Kilometer als Feld zusammenbleiben und dann dürfen wir erst attackieren, zwanzig Kilometer vom Ziel, dürfen die Attacken anfangen und bis dahin muss das Feld geschossen zusammenbleiben, damit sie das mit dem Absperren oder mit dem Verkehr aufhalten und so hinkriegen und das keiner sich verferrt.
00:20:52: Also es wird dann alles improvisiert und dann heißt auch irgendwann, ja Ziel ist jetzt in zehn Kilometern, während des Rennens.
00:20:56: manchmal wird es dann so gesagt.
00:20:58: Also man kann sich nie darauf einstellen, auch wenn man jetzt so eine feste Angabe hat, das Rennen ist so und so lang.
00:21:07: Das kann man nicht ernst nehmen.
00:21:08: Das kann zwanzig Kilometer kürzer sein, fünfzig Kilometer länger.
00:21:12: Auch wenn dann irgendwann mal ein Schild kommt, zwanzig Kilometer bis zum Ziel, kann es sein, es ist trotzdem nur noch zehn Kilometer oder es sind noch dreißig.
00:21:18: Man weiß es nie genau.
00:21:19: Am besten ist immer wirklich auf Ortschilder zu schauen, wo dann Distanzen draufstehen.
00:21:24: Zum Zielort sind es fünfzig Kilometer, darauf kann man sich dann verlassen.
00:21:29: Stiehen wir diese Verkehrsschüter?
00:21:32: So halbwegs, ja.
00:21:32: Also wenn es welche gibt, so plus, minus stimmen die schon, so ein paar Kilometer.
00:21:36: Aber auf alle Angaben im Roadbook oder vom Veranstalter kann man sich weniger verlassen.
00:21:40: Also am besten sind auch diese Verkehrschilder, die offiziellen.
00:21:43: Es ist brutal, also nervlich.
00:21:45: Ich bin... ich bin grundsätzlich ruhig und getourtig.
00:21:49: Aber wenn ihm Rennen nicht klar ist, wo das Ziel ist oder wie weit es noch geht oder was der, wenn, wenn... Keine Ahnung, bei Racer Cross America, wenn das Betreuerteam... weil es einfach schlechte Infos haben, sagen, hey, es sind nur mehr als dreihundert Höhenmeter bis zur Parsehöhren in Wirklichkeit, sonst vier oder fünfhundert.
00:22:05: Das kann in der Situation einfach wirklich brutal sein.
00:22:09: Ja, und ich kann mich auch erinnern, ich bin mal in der Türkei gefahren, da wurde es taktisch eingesetzt vom Veranstalter.
00:22:15: Also da sollte es pro Etappe zwei Goldsprints geben.
00:22:19: Das heißt Sprints, wo die ersten drei Fahrer Goldmünzen bekommen.
00:22:23: Und es stand aber nirgendwo, wo die Bekannte geben, wann genau die sind.
00:22:27: Da hieß es immer, das wird vorher angekündigt.
00:22:29: Dann bist du immer halt ins Rennen gefahren, dann war irgendwo ein Banner, noch ein Kilometer bis zum Goldsprint, dann ging es von der Hauptstraße ab in so ein Dorf, ging dreimal um die Kurve und plötzlich war dieser Sprint da, hundert Meter nach der Kurve.
00:22:40: Und alle Einheimischen wussten es aber nur die außerirdischen Fahrer nicht.
00:22:44: Die türkischen Fahrer wussten immer, wo das ist und wir Ausländer wussten es nicht, dann haben die immer die Goldsprints gewonnen.
00:22:49: Das wurde also taktisch eingesetzt, damit die Einheimischen Fahrer das gewinnen.
00:22:53: Man konnte sich da nur daran orientieren, wenn man gesehen hat, die sind jetzt alle hektisch geworden und nach vorne gefahren.
00:22:59: Und es ist stressig geworden, dann hatten wir gewusst, jetzt muss gleich was sein und das kann nicht mehr weit sein, bis zu diesem Goldsprint.
00:23:05: Also wird manchmal sogar taktisch eingesetzt noch, vom Veranstalten.
00:23:10: Und die Einheimischen wissen schon meistens besser Bescheid, wer das schon mal gefahren ist oder wer sie in der Gegend auskennt, der hat dann schon einen Vorteil.
00:23:18: Ah, du bist schon gefahren in Burkina Faso, jetzt in Cote d'Ivoire und dann im Herbst jetzt in Ghana.
00:23:25: Soll uns einmal wie in Ghana war.
00:23:28: Ja, erst mal warum wir da hingefahren sind.
00:23:29: Also in der Elfenbeinküste war das Team aus Ghana auch am Start.
00:23:32: Und die haben sich auch aufgeregt über das ganze Chaos und haben gesagt, ah, das ist ja furchtbar hier, das funktioniert gar nichts.
00:23:38: Bei unserer Rundfahrt in Ghana, da ist es ganz anders, da funktioniert alles nach Plan, es ist gut organisiert, da müsst ihr hinkommen, wir laden euch ein, kommt unbedingt zu unserer Rundfahrt.
00:23:47: Und da haben wir gedacht, naja gut, wenn die das sagen und die sich auch aufregen über die ganzen Verspätungen und das Chaos, kann es ja bei ihrer Rundfahrt nicht so schlimm sein.
00:23:56: Und dann haben sie uns auch eingeladen.
00:23:58: und dann war der Termin, das war jetzt Ende Oktober, Anfang November, war auch ganz gut, also das Saison war vorbei, es gab keine anderen Rennen.
00:24:04: Dann haben wir halt gesagt, okay, dann machen wir das, geben wir den ganzen noch mal eine Chance und sind nach Ghana geflogen.
00:24:12: Und da hat auch von Anfang an eigentlich das Chaos, also es hat schon angefangen, am ersten Tag das Chaos.
00:24:18: Das nicht klar war, in welches Hotel wir müssen und dann waren wir in dem einen Hotel, dann wurden wir ins andere geschickt und dann gab es zu wenig Zimmer und dann waren wir in verschiedenen Hotels aufgeteilt.
00:24:27: dann war nicht klar, wann ist der Transfer zum Start von der ersten Etappe.
00:24:31: und dann sind wir ja dem Prolog, also die Grundfahrt hat begonnen mit dem Prolog über knapp zweieinhalb Kilometer und danach haben wir erst mal zwei Ruhetage gehabt.
00:24:43: Ist der Prolog ein Einzelzeitfahren oder einfach sowas wie ein kurzes Kriterium, Massenstart?
00:24:49: Nee, das
00:24:49: waren zweieinhalb Kilometer Zeitfahren und das war in der Hauptstadt in Accra, wo auch der Flughafen ist, wo man auch ankommt.
00:24:57: Das war ganz in Ordnung, war abgesperrt komplett.
00:25:01: So die Startzeiten, es hat alles so halbwegs funktioniert.
00:25:03: Aber danach, am Tag danach, hätten wir einen langen Transfer haben sollen, zum Start von der ersten Etappe, von der ersten richtigen Etappe.
00:25:13: Und dieser Transfer, das waren eigentlich nur hundertfünfzig Kilometer, hat sich über den ganzen Tag gezogen bis Mitternacht, weil wir viel zu spät losgefahren sind.
00:25:24: Ja, wir hatten das genau.
00:25:25: Es war nur Chaos.
00:25:27: Wir wurden vom Hotel abgeholt zum Fußballstadion gebracht, wo der Sammelpunkt war von allen Teams.
00:25:33: Dieser Transfer vom Hotel abgeholt zu werden, hat sich schon mal um zwei, drei Stunden verschoben.
00:25:37: Dann am Fußballstadion wurde festgestellt, es sind nicht genug Busse da und kein Lkw für die Räder, weil der war zwar vor Stunden schon mal da, haben sie gesagt, wurde aber von irgendjemandem wieder weggeschickt.
00:25:47: Dann war kein Lkw da für die Busse, er für die Fahrräder.
00:25:51: Und bis der dann da war, hat Stunden gedauert, bis genug Busse da waren für alle, hat Stunden gedauert.
00:25:55: Dann ist wir losgefahren.
00:25:57: Nach fünf Minuten ist ihn aufgefallen, die ganzen Fahrzeuge sind nicht vollgetankt.
00:26:02: Nachdem wir drei, vier Stunden am Stadion gewartet hatten, sind wir erst mal alle tanken gefahren, was wieder eine halbe Stunde gedauert hat.
00:26:08: Dann war es Stau in Agra, weil wir dann voll im Berufsverkehr waren abends, und dann war es dunkel, und dann hat sich das bis Mitternacht hingezogen, von hundertfünfzig Kilometer, also den ganzen Tag.
00:26:19: Und dann sind wir irgendwann... Und
00:26:21: du sitzt eigentlich die ganze Zeit?
00:26:22: Oder kannst du dich nicht bewegen?
00:26:24: Du kannst ja nicht locker irgendwie eine kleine Runde treten, zum Beine ausfahren.
00:26:29: Du sitzt einfach dort, weißt nicht, was passiert und bist frustriert oder belustigt oder wie auch immer.
00:26:38: Ja, also, es war so, genau.
00:26:39: Dann sieht auch der Transfer, wir fahren nur bis zu irgendeiner Brücke in den Bussen und da steigt man aus und dann fahren wir mit dem Rad noch rennen zu dem nächsten Auto irgendwie.
00:26:49: Wir hätten auch Rennen fahren sollen in dem Tag.
00:26:51: Dann wurde das Rennen immer kürzer und kürzer.
00:26:54: Erst hieß es, wir fahren wie hundert Kilometer, dann siebzig, fünfzig, weil die Zeit immer knapper wurde.
00:27:00: Und dann nachmittags irgendwann um fünfzehn Uhr nachmittags wurde gesagt, wir fahren kein Rennen mehr, wir fahren jetzt nur mit dem Bus dahin.
00:27:07: Und dann haben wir die Fahrer angefangen zu trinken, also Bier zu trinken.
00:27:11: Und dann hat sich jeder entspannt, weil bis dahin war immer noch Stand im Raum, wir müssen noch Rennen fahren.
00:27:16: Da muss man sich ja schon so ein bisschen auf Abruf bereithalten.
00:27:20: Und als es dann klar war, es gibt keinen Rennen, dann war die Stimmung eigentlich schon gelöst.
00:27:23: Und dann irgendwann, also am Anfang ist man sehr genervt.
00:27:27: Und dann denkt man sich, warum funktioniert hier nichts?
00:27:29: Und wann geht endlich mal was voran?
00:27:31: Aber irgendwann kommt dann so ein Punkt, dann ist einem alles egal.
00:27:34: Dann kippt es so, die Stimmung auch so in so Belusssichte.
00:27:37: Und es ist einfach alles wurscht irgendwie.
00:27:40: Und ob das dann noch eine Stunde länger dauert oder zwei, das ist dann je mir egal irgendwann.
00:27:44: Also so ein bisschen so für Fatalismus macht sich dann breit.
00:27:46: Und man kann eh nichts machen.
00:27:48: Man muss sich dem Ganzen ergeben und es einfach hinnehmen.
00:27:51: Und das ist ja auch so.
00:27:53: Man denkt dann, wenn ich mal eine Stunde Radfahren gehe, in der Stunde sind wir immer noch hier.
00:27:58: Wird ja nix passieren in der Stunde.
00:28:00: Aber du weißt es halt nicht.
00:28:00: Es kann dann jederzeit passieren, dass einer rumnäuft, Stress macht, mit der Triller Pfeife pfeift und sagt in fünf Stunden geht's los.
00:28:07: Also es kann auch immer ganz schnell dann passieren, dass dann doch irgendwas losgeht.
00:28:10: Aber wann das ist, das weiß man nicht.
00:28:13: Deswegen kann man sich auch nicht mal eine Stunde aufs Rad setzen.
00:28:16: Leider.
00:28:18: Wie wird dann der nächste Tag, was war geplant und was ist tatsächlich passiert?
00:28:22: Am nächsten Tag hätten wir in Hohe, das ist in der Wolter Region, ist eine sehr schöne Gegend, mit Anstiegen auch und sehen, hätten wir eigentlich schon Rennen fahren sollen, aber es wurde dann irgendwie abgesagt.
00:28:36: Und dann sind wir halt trainieren gegangen, sind wir so eine hundert Kilometer runtergefahren, aber warum genau, weiß ich jetzt auch nicht mehr.
00:28:43: Und dann war die erste richtige Tappe, war dann nach zwei Ruhetagen, also erst am dritten Tag der Rundfahrt.
00:28:50: Und die hat planmäßig
00:28:51: funktioniert?
00:28:52: Naja, da hieß es auch erst.
00:28:53: Ich glaube, wir fahren eine Runde und es ist so und so lang und dann irgendwann wurde gesagt, wir fahren einfach vierzig Kilometer raus, U-Turn und vierzig Kilometer wieder zurück.
00:29:02: Und der Start hat sich auch von zehn Uhr auf, glaube ich, dreizehn Uhr verschoben, dreizehn Uhr nachmittags.
00:29:08: Du siehst halt dann, du fährst dann irgendwann, du ist halt Frühstück drei Stunden vorm Start, fährst dann rechtzeitig mit dem Rad vom Hotel zum Start.
00:29:17: wäre es sich dann da ein bisschen warm noch und wartest und denkst halt, es geht dann um zehn Uhr los.
00:29:21: Also okay, wir dachten es nicht, wir wissen ja mittlerweile, das ist in Afrika also zehn Uhr, wenn es heißt zehn Uhr start passiert vor zwölf Uhr nichts, darauf kann man sich einstellen.
00:29:29: Also so weit waren wir dann schon im Lernprozess, dass wir das wussten, aber man kann nicht hundert Prozent sicher sein, es kann trotzdem sein, dass es dann relativ zeitnah losgeht.
00:29:39: Ja und dann sitzt man halt da rum und wartet und dann fährt man mal noch eine Runde und dann wartet man wieder und dann heißt es immer Irgendwann, ja, ein fünf Minuten Scharp ist Start um so unsere viel Uhr.
00:29:49: Dann ist kurz hektik und dann steht es aber wieder ein und dann passiert doch nichts.
00:29:53: Dann dauert es halt noch eine halbe Stunde oder so.
00:29:56: Naja, und dann sind wir ja irgendwann da trotzdem diese vierzig Kilometer einfach rausgefahren und wieder zurück.
00:30:01: Und es war erstaunlicherweise ein ziemlicher Berg drin, was niemand wusste.
00:30:04: Also kurz vor dem Wendepunkt war ein Anstieg so von, weiß ich nicht, drei, vier Kilometer, relativ steil auch, wo denn das ganze Feld zerrissen ist.
00:30:13: Dann ging es runter zum Wendepunkt und dann diesen gleichen Anstieg von der anderen Seite wieder hoch.
00:30:17: Es war dann doch selektiver als gedacht, die Etappe.
00:30:20: Mein Teamkollege ist da weggefahren in diesem Anstieg und hat dann die Etappe bei einem ganz guten Vorsprung gewonnen.
00:30:30: Wir hatten auch schon den Prologue gewonnen, aber der hatte nicht gezählt zur Gesamtwertung.
00:30:34: Aber dann hatten wir nach der ersten Etappe das Gelbbetriege um den Team.
00:30:38: Die Etappenplanung klingt wie die nächste Räder Tour de France.
00:30:42: Alptos rauf und runter und am nächsten Mal wieder rauf und runter und nochmal rauf.
00:30:48: Also, die große Kreativität ist nicht daheim bei der Etappenplanung.
00:30:54: Ja,
00:30:54: und das hat dann so halbwegs funktioniert.
00:30:56: Dann die zweite Tappe war auch wieder, vierzig Kilometer raus, Wendepunkt fährt sich wieder zurück, aber diesmal in die andere Richtung.
00:31:04: Und das war dann relativ flach.
00:31:07: Und da war das, ich glaube, da waren dann drei Belger vorne raus und einer davon ist übrig geblieben.
00:31:11: Also, es war ein belgisches Team auch da.
00:31:13: Ein niederländisches Konjunentalteam.
00:31:16: Wir als deutsches Team, auch einem Österreicher dabei.
00:31:21: Und waren das die drei Europäischen.
00:31:24: Ja, ich glaube, das waren die drei Europäischen Teams und dann halt afrikanische Teams.
00:31:28: Ja, da hat er in Belia gewonnen und wir haben das gelbe Träger aber verteidigt.
00:31:33: Und dann am dritten, die dritte Tappe ist dann wieder ausgefallen.
00:31:37: Da war dann wieder Ruhetag.
00:31:39: Und da gab es eine Exkursion zum angeblich höchsten Berg Garnas, organisiert von Veranstalten.
00:31:45: Und... Wieso
00:31:47: angeblich?
00:31:49: Ja, das hatte ich vorher schon gelesen.
00:31:50: Es gibt den Afajato Mountain.
00:31:53: Der wird überall beworben, als der höchste Bergarter ist, mit achthundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.
00:32:14: Also es kann nicht der höchste sein, aber jeder behauptet es.
00:32:17: Und wenn es so behauptet wird, dann ist es halt so.
00:32:21: Und das war auch die Exkurs.
00:32:23: Nun war ich ganz lustig, weil wir sind dann auch wieder natürlich viel zu spät losgefahren mit den Bussen.
00:32:28: Über schlechte Straßen dahin getuckert.
00:32:31: Hat auch zweieinhalb Stunden gedauert, glaube ich, im Bus.
00:32:34: Dann, als wir da angekommen sind, gab es einen tropischen Regenfall.
00:32:37: Mussten wir auch erst mal abwarten.
00:32:39: Und dann sind wir auf so verschlammten Wegen durch den Dschungel.
00:32:41: Also da ging es wirklich richtig schön durch den Dschungel.
00:32:44: Da hochgewandert.
00:32:46: Das waren vielleicht dreihundert Höhenmeter auf sechshundert Meter.
00:32:50: Und es war schon steil und relativ anspruchsvolles Gelände und da sind manche mit Flipflops hochgelaufen.
00:32:57: Und okay, hoch ging ja noch, aber die mussten auch wieder runter mit Flipflops.
00:32:59: Also dir könnte so was nie passieren, oder dass du im schlechten Gelände mit Sandalen oder Flipflops unterwegs bist.
00:33:04: Das ist für dich völlig undenkbar.
00:33:08: Ja, das ist mir natürlich auch schon passiert, der Fehler.
00:33:10: Aber jetzt bei dem, bei der Wanderung war der Vorteil, wir hatten einen Schuhsponsor.
00:33:15: und haben vorher gute Turnschuhe bekommen von Lova.
00:33:19: Mit diesen Schuhen war das einmal frei zu laufen, aber das ist gar kein Problem.
00:33:23: Sonst hätte ich auch einer sein können, der mit Flipflops da hoch geht.
00:33:28: Und beim Runterlaufen ist auch hinter mir einer mit Flipflops runtergelaufen.
00:33:34: Und es war so schlammig.
00:33:36: Es war ein Wunder, dass niemand sich schwer verletzt hat.
00:33:39: Der hinter mir hat immer gerufen, oh my God, my legs are shaking.
00:33:42: Und es ist immer so rumgerutscht.
00:33:44: Und ich hatte die ganze Zeit Angst, dass der mich mitreist, wenn er ausrutscht.
00:33:46: Und es wird zusammen irgendwie zehn, zwanzig Meter runterrutschen.
00:33:49: Und er hat sich immer überall festgehalten in den Bäumen und hat die ganze Zeit irgendwelche Sachen gesagt.
00:33:55: Also es war schon ein bisschen heikel, dass runterlaufen werden.
00:33:58: Ich weiß dann, was mir das Ganze irgendwie erinnert.
00:34:01: Ich glaub, Flavius würden über das sowieso mal ein eigenes, äh, ein eigenes Episode machen.
00:34:06: Kennt ihr den Barclay Marathon, also diese Ultraläufe?
00:34:10: Ja.
00:34:10: Habe ich die Dogos gesehen?
00:34:11: Ja, da ist das mit dem Startprozedere ja so.
00:34:14: Niemand weiß, wann der Start ist.
00:34:16: Und irgendwann zwischen Mitternacht und Mittag.
00:34:19: Es ist bis zum Schluss völlig geheim.
00:34:23: Und dann eine Stunde vor dem Start bläst der Veranstalter in so ein Horn.
00:34:27: Und dann der tatsächliche Start ist ja irgendeine beliebige Zeit, wo er sich eine Zigarette anzunimmt.
00:34:31: Das ist sozusagen das Startsignal.
00:34:34: Und du weißt nicht, ob es um drei in der Nacht ist oder um sieben in der Früh.
00:34:37: Da gibt es ja so viele kuriosere Sachen bei diesem Rennen.
00:34:40: Der Anmeldeprozess auch, da musst du Geschenke mitbringen.
00:34:43: Ein Kennzeichen musst du mitbringen von deinem Land.
00:34:47: Und jedes Jahr ein anderes Geschenk an den Veranstalter.
00:34:49: und dann musst du ja unterwegs immer Seiten aus Büchern rausreißen, die deiner Startnummer entsprechen.
00:34:55: Du darfst kein Handy mitnehmen.
00:34:56: zur Navigation.
00:34:58: Dann gibt es ja verschiedene Runden, die werden dann immer einmal so rum, einmal anders rumgelaufen.
00:35:03: Da gibt es, das ist Wahnsinn, da gibt es so viele lustige kleine Sachen, die das besonders machen.
00:35:08: Ja, ich kenne das.
00:35:08: Ich habe das schon viel drüber gesehen und gelesen.
00:35:10: Ja, und das Ponton dazu am Radl ist sozusagen die Tour de Ghana.
00:35:16: Oder generell würde ich sagen, nicht die UCI-Radrennen in Westafrika.
00:35:21: Elfmalen Küste oder Ghana, ja, ist so ungefähr das Ponton dazu.
00:35:27: Weil die Zeitmessung ist auch zum Beispiel... Ach ja, das kommt auch noch dazu, es gab eigentlich nie Ergebnislisten.
00:35:32: Also von manchen Tappen gab es einfach keine Ergebnislisten.
00:35:34: und wenn dann nur vorhand geschrieben die ersten zehn, weil es gibt keine Transponder, es gibt keine richtige Zeitmessung.
00:35:40: Es wird irgendwie ein Ergebnis gemacht, mit Hand geschrieben, mit Handy gestoppt.
00:35:44: Beim Prolog haben wir zum Beispiel die Zeiten überhaupt nicht gestimmt.
00:35:47: Da hatten wir auf Strava, also die Strecke war als Segment bei Strava drin.
00:35:50: Da hat man dann gesehen, dass die Strava-Zeiten um zwanzig, dreißig Sekunden abweichen von den offiziellen Zeiten, die sie bei Hand gestoppt haben.
00:35:58: Also die Zeitmessung ist auch höchst fragwürdig.
00:36:02: Und es kann dann auch passieren, dass der Sohn vom Veranstalter, der auch mitfährt, der dann im Prolog auf einmal deutlich schneller ist.
00:36:07: Als deine Strahwahrzeit.
00:36:10: Solche Sachen kommen dann auch vor.
00:36:12: Nach der Bergwanderung hat es dann noch Radrennern gegeben oder was ist das dann schon?
00:36:17: An dem Tag war ja Ruhetag.
00:36:19: Und dann am nächsten Tag hätte wieder Ruhetag sein sollen.
00:36:23: Und da haben aber wir europäischen Teams den Veranstalt überredet, dass wir einfach die erste Tappe noch mal fahren.
00:36:28: Also die gleichen vierzig Kilometer raus und rein von der ersten Tappe, dass wir das als dritte Tappe fahren, damit wir nicht den xen Ruhetage nacheinander haben.
00:36:35: Und da haben sich dann auch darauf eingelassen.
00:36:37: Und dann sind wir die erste Tabel quasi als dritte Tabel noch mal gefahren, identisch.
00:36:44: Und
00:36:45: das war der erste Tabel?
00:36:47: Das hat gewonnen.
00:36:49: Nee, also es wird natürlich schon getrickst.
00:36:53: Also ich habe dann berghoch gesehen, dass wir mir auch wieder diesen langen Anstieg gefahren.
00:36:56: Obwohl es vorher extra nochmal gesagt würde, es sollen alle fair fahren, es soll sich niemandem im Auto festhalten.
00:37:02: Aber natürlich habe ich dann gesehen, an dem langen Anstieg, dass die Leute sich doch am Auto festhalten.
00:37:06: Was ein Problem bei so exotischen Rundfahrten generell ist, das habe ich schon überall gesehen.
00:37:11: Teilweise in der Türkei ist es, aus meiner Sicht am unfährsten, oder steigen Leute sogar Sprinter, die am Berg abgehängt werden, steigen in ihr Begleitfahrzeug, werden im Auto nach vorne gefahren und steigen irgendwo vorne wieder aus und steigen wieder ins Rennen ein und gewinnt dann in eine Berghetappe.
00:37:26: Teilweise mit viertausend Millimetern, gewinnt dann Sprinter.
00:37:30: Und Klinke fahren, also am Autofest halten, Windschatten fahren, ist auch weit verbreitet.
00:37:35: Da in Ghana jetzt habe ich es eben auch wieder gesehen.
00:37:38: Und er habe gewonnen, hat dann trotzdem wieder mein Teamkollege.
00:37:41: Also das Ergebnis war, glaube ich, sogar relativ, die ersten drei waren die gleichen, wie auf der ersten Etappe.
00:37:46: War wieder identisches Ergebnis.
00:37:49: Und was noch lustig war, am ersten Tag, also bei der ersten Etappe sind wir den ersten Anstieg, weil es geht direkt fünf von den Meter nach dem Start ging es hoch, sind wir dann bei der dritten Etappe diesen Anstieg neutralisiert gefahren, damit da nicht schon das Feld auseinanderfliegt.
00:38:03: Und da hat auch einer in Neutralisation gerufen, Slow down, I'm dying!
00:38:10: Hatte bestimmt zehnmal gerufen und wir haben alle nur gelacht, weil es war jetzt wirklich nicht so schnell das Tempo, aber ihm war es anscheinend schon zu schnell.
00:38:16: Das fand ich schon lustig.
00:38:19: Aber ich hatte da auf der ersten Tabel.
00:38:20: in diesem ersten, das war nur so ein kurzer Anstieg, so eineinhalb Kilometer hatte ich auch schon ordentlich zu kämpfen, weil der sofort voll attackiert wurde.
00:38:25: Da war ich sehr froh, dass wir dann beim zweiten Mal das neutralisiert gefahren sind und erst oben gestartet haben.
00:38:31: Wie viel Tabel hat es so einen Schluss endlich geben?
00:38:34: Also wir sind dann im Endeffekt... Wir sind dann die vierte Etappe gefahren, das war eine A nach B-Etappe, auch in den Rundstrecken.
00:38:44: Und dann noch einen Rundstrecken.
00:38:45: Wir sind ein Prolog gefahren, vier, achtzig Kilometer Etappen.
00:38:50: Und dann am letzten Tag ein Rundstreckenrenn in Accra, ich glaube, sechszig Kilometer, aber das hat auch wieder nicht mehr zur Gesamtwertung dazugezählt.
00:38:58: Also zur Gesamtwertung haben nur diese vier, achtzig Kilometer Etappen gezählt.
00:39:02: Und bei dem Rundstreckenrenn am Ende in Accra, also das ging auch... Wie lange waren da die Runde?
00:39:10: Ich weiß nicht, wir sind dreißig, vierzig Runden gefahren.
00:39:14: So eine eineinhalb Kilometer Runde und ging halt auch auf der einen Seite hoch, U-Turn, auf der anderen Seite wieder runter, wieder U-Turn.
00:39:20: Und da wurde vorher überall groß angekündigt, der Präsident kommt.
00:39:23: Der Präsident von Akra kommt zum Zuschauen.
00:39:26: Wurde auch Social Media angekündigt und auch von Anfang an, weil es immer das Wichtigste ist, dass am letzten Tag der Präsident kommt.
00:39:32: Und da muss alles funktionieren und so.
00:39:34: Und der Präsident kommt, macht die Siegerehrung und ganz viel los.
00:39:37: Und Riesen-Event.
00:39:39: Und dann, natürlich ist er nicht gekommen.
00:39:43: Und dann war es auch wieder so mit dem Start.
00:39:45: Ich denke, es ist auch erst die Tappe, es ist irgendwie hundert Kilometer, dann haben sie gesagt, ne, achtzig und die Runde ist so und so lang.
00:39:52: Und dann, als der Start hätte sein sollen, haben sie gerade erst mal angefangen, so einen Ziehbogen aufzubauen und so eine Tribüne für die Siegerehrung.
00:39:59: Da war auch wieder klar, es verschiebt sich alles.
00:40:01: Und am Ende hat er dann gesehen, ah, in eineinhalb Stunden wird es dunkel, wir können nur noch eineinhalb Stunden fahren, also manchmal sechzig Kilometer auf einer kurzen Strecke hoch und runter.
00:40:10: Das war deine letzte Tappe.
00:40:11: Ja, das heißt, du hast, ähm, keine Ahnung, vierzig Runden oder so gehabt.
00:40:16: Das heißt, achtzig Mal U-Turn.
00:40:19: Ja, so ungefähr.
00:40:20: Ist auch nicht ganz ungefährlich, oder?
00:40:23: Ja, und eine Einkurve lag auch noch Sand in.
00:40:25: Da muss man immer ein bisschen außen fahren, weil in Sand lag.
00:40:27: Und auf der Strecke lag auch ein toter Hund, der verwest ist und total gestunken hat.
00:40:31: Also in jeder Runde sind wir an so einem verwesten Kadaver vorbeigefahren.
00:40:36: Aber für mich war das die beste Tappe, weil ich bin ja früher wahnsinnig viele Kriterien rundstreckenrennen gefahren.
00:40:41: Und bei den anderen vier Taben vorher hatte ich schon so meine Probleme mit der Hitze auch oder mit diesen harten Attacken und Tempowechseln und einem Berg.
00:40:50: Aber letzte Tabel ging es relativ gut bei mir, weil ich das immer noch kann.
00:40:54: Diese U-Turns, dieses Antreten danach, ich weiß halt, wie ich richtig um die Kurve fahren muss, dass ich herunterschalten muss davor, damit ich so nach einem leichten Gang wieder antreten kann.
00:41:02: Und obwohl das schon richtig schnell war, das Tempo, und die Holländer und Belger können ja sowas auch hervorragend, die sind da schon richtig rad rein gefahren und trotzdem bin ich gut mitgekommen.
00:41:11: Also, da kam mir wieder zu gut, dass ich das eben über viele Jahre aufgemacht habe.
00:41:16: Obwohl es ja eigentlich eine ganz andere Belastung ist, als das, was man in den Ultarien macht.
00:41:21: Okay, und dann Siegärung, ohne Präsident,
00:41:24: aber mit Tribüne.
00:41:27: Ja, die waren ja sogar auf der Straße vor der Tribüne, war auf der Tribüne, saßen dann die Ehrenträger, also irgendwelche offiziellen und Funktionäre.
00:41:34: Und dann gab es irgendwie kein Licht, da haben sie mit dem Krankenwagen die Senderie beleuchtet, so sperrlich beleuchtet.
00:41:41: Und mein Teamkollege hat dann auch die Gesamtwertung gewonnen, hatten einen schönen Pokal bekommen.
00:41:46: Und was ich noch weiß, wir mussten dann im Dunkeln zurück zum Hotel fahren, weil wir hatten nicht damit gerechnet, dass es dunkel wird.
00:41:55: Unser Teamauto war viel zu klein für alle.
00:41:57: Dann sind wir so zwanzig Kilometer teilweise im Stock dunkeln durch Accra zum Hotel zurückgefahren.
00:42:04: Also auch auf Hauptstraßen, auf mehrsprünger Hauptstraßen ohne Beleuchtung, ohne Straßenbeleuchtung einfach im Dunkeln dann zum Hotel zurück.
00:42:13: Also die Rundfahrt insgesamt war wieder wahnsinnig chaotisch, aber diesmal nicht, würde ich sagen, wegen... Also in der Elfmann-Küste war es ja, weil der Veranstalter einfach zu alt war und es nicht mehr auf die Reihe gekriegt hat.
00:42:27: Diesmal war das Chaos mehr so durch Korruption und Inkompetenz begründet, würde ich sagen.
00:42:33: Weil Einheimische haben uns dann gesagt, dass der Verband korrupt ist, die Funktionäre da korrupt sind, dass die Geld von Sponsoren einsammeln, sich das dann selber einstecken.
00:42:43: und immer viel mehr Versprechen und Ankündigungen als sie dann halten.
00:42:46: Und zum Beispiel, wir hätten auch gut Preisgeld verdient, womit wir ein Teil der Flüge hätten finanzieren können, aber das haben wir natürlich nie gesehen.
00:42:54: Und ja, das hat sich dann wieder irgendeinen Funktionär halt angesteckt.
00:43:00: So läuft es dann da.
00:43:01: Ach ja.
00:43:03: Klingt irgendwie, ich bin mir nicht sicher, ob's, also jetzt die Geschichte natürlich, wenn du sie jetzt so ist, klingt super und auch heutzarm und irgendwie zum Schmunzeln, aber so richtig lustig ist es eigentlich nicht.
00:43:14: Nein, also bei mir geht es ja noch.
00:43:16: Ich habe Zeit und jetzt keine großen Verpflichtungen, aber meine Teamkollegen haben sich ja extra Urlaub dafür genommen.
00:43:22: Also der eine hat fast sein ganzen Jahresurlaub für diese beiden Rundfahrten geopfert und dann haben wir ja auch alle selber bezahlt.
00:43:29: Also wir hatten jetzt keine großen Sponsoren, wir haben die Flüge selber bezahlt und vor Ort noch Ausgaben gehabt.
00:43:34: Teilweise mussten wir auch Hotels selber bezahlen, weil die von Veranstaltungen nicht bezahlt wurden.
00:43:37: Und dann wollten die Hotels uns nicht auschecken lassen.
00:43:40: Also einmal hat es ein Hotel, zum Beispiel Holländer, beim Frühstück einfach eingesperrt.
00:43:44: Da hat sie nicht ausgelassen, bis das Hotel bezahlt war.
00:43:47: In der Veranstaltung hat es aber nicht bezahlt.
00:43:48: Und dann haben sie Teamfahrzeuge auch festgehalten.
00:43:51: Und die durften dann nicht aus dem Hof rausfahren, haben sie die Hof-Einfahrt mit dem Schloss zugemacht, damit da keiner rauskommt, bevor die Rechnung bezahlt ist.
00:44:00: Weil es war nie Hotels bezahlt, es war nie das Benzingengeld für die Begleitfahrzeuge bezahlt.
00:44:06: Jedes europäische Team hatte ein Begleitfahrzeug mit einer einheimischen Fahrer.
00:44:10: Der war nicht bezahlt, den Scheinessenunterkunft war nicht bezahlt, das Benzingeld nicht.
00:44:16: Und ja, also für meine Teamkollegen, die da extra Urlaub genommen haben, für die war das schon teilweise sehr ärgerlich, weil sie auch vom Sportlichen jetzt.
00:44:23: Also wir sind vierhundert Kilometer gefahren in zehn Tagen und das ist keine richtige Rundfahrt.
00:44:29: Also normalerweise würde ich für sowas nicht dahin fliegen, das lohnt sich ja gar nicht.
00:44:34: Aber wir wussten es halt vorher nicht und dann war es ja schon vom Sportlichen auch ärgerlich, dass man einfach nicht wirklich eine Rundfahrt fährt, wo man es so geplant hat.
00:44:45: Aber damit es sich lohnt, hast du noch einige Woche Bikepacking angehängt.
00:44:50: Und jetzt kommen wir vielleicht dazu dem, was uns der Radlsepp ganz am Anfang geschrieben hat, der wünscht ja ein paar Bikepacking-Stories.
00:44:57: Wie hast du das dann gemacht?
00:45:00: Hast du Ausrüstung mit gehabt?
00:45:01: Bist du minimalistisch unterwegs gewesen?
00:45:03: Hast du überlegt, wo es die nächsten Tage, Wochen hingeht?
00:45:06: Oder bist du einfach... quasi spontan drauf losgestartet, um das Land irgendwie zu erkunden.
00:45:14: Also ich hatte mir vorher schon meinen Rückflug so geplant, dass ich nach der Rundfahrt noch zweieinhalb Wochen Zeit habe, um Bikepacking zu machen, aber ich hatte überhaupt keine Ahnung, ob Ghana dafür geeignet ist, wo ich hinfahre, wo ich übernachte, wie ich das alles mache.
00:45:28: Ich habe einfach nur meinen Rückflug halt zweieinhalb Wochen nach der Rundfahrt Ende gebucht und hatte dann das große Glück, dass der Fahrer von unserem Begleitfahrzeug selber auch Bikepacker ist.
00:45:38: Also der war schon in Europa Bikepacken, der war schon in Deutschland, Österreich, Schweiz.
00:45:42: Der macht jedes Jahr einen Ausflug nach Europa oder weltweit eigentlich und macht da auch Bikepacking.
00:45:47: Also der kennt sich aus und auch in Ghana selber war er auch schon und hat mir dann schon gesagt, wo ich hinfahren soll, was ich lohnt, welche Gegend ich meiden soll, weil es gibt in Ghana zum Beispiel so ein Goldabbaugebiet.
00:45:59: In Ghana leben eine Million Menschen vom Goldabbau und viele vom illegalen Goldabbau.
00:46:03: Da gibt es ein Gebiet im Südwesten.
00:46:07: wo es eben stattfindet.
00:46:08: Und das soll ich auf jeden Fall meiden, hat er gesagt.
00:46:10: Das ist ziemlich gefährlich da.
00:46:12: Und ganz im Norden gibt es Grenzkonflikte mit Burkina Faso.
00:46:16: Das soll ich auch nicht hin, hat er mir gesagt.
00:46:17: Das ist auch gefährlich.
00:46:18: Da wusste ich schon, wo ich hin kann, was ich meiden muss.
00:46:21: Da hat er mir auch gesagt, ich soll, wenn ich ein Hotel brauche, oder ein Zimmer in Gästehauses übernachten und wie viel es kostet und was da die realistischen Preise sind.
00:46:31: Ja, und ich hatte dabei, also Bikepackentaschen.
00:46:33: Zählt hatte ich dabei.
00:46:35: Schlaf sagt nicht, weil ich wusste, es ist eh warm genug.
00:46:37: Brauche ich nicht.
00:46:38: Weil die Temperaturen waren immer so zwischen dreißig und vierzig Grad.
00:46:42: Und auch nachts nie unter zwanzig Grad.
00:46:45: Und dann habe ich die Ausrüstung, also mein Rezziest-Gepäck habe ich dann in Agra bei jemandem gelassen.
00:46:52: Ein Kumpel von unserem Fahrer, der war nicht weit weg vom Flughafen, habe ich dann meinen Radkarton und mein Gepäck, was ich nicht gebraucht habe gelassen und bin dann eben mit Leichengepäck und Bikepacking-Ausrüstung gestartet.
00:47:05: zu zweieinhalb Wochen Bikepacking durch Ghana eben.
00:47:10: Meine Route war dann so, ich bin erst mal von Akra aus am Meer entlang ganz nach Osten gefahren, zur Grenze zu Benin.
00:47:20: Dann bin ich hoch in Norden gefahren, zur Grenze von Burkina Faso.
00:47:23: Aber jetzt nicht da, wo es gefährlich ist, sondern da, wo es eben nicht so gefährlich war.
00:47:28: Und dann bin ich auf der anderen Seite quasi im Westen wieder runtergefahren.
00:47:31: Also einmal so eine Runde durchs ganze Land, kann man sagen.
00:47:35: Und wie ist es in Ghana?
00:47:36: Also wie viele Kilometer vorst du dann ungefähr pro Tag, wenn du dann in Bikepacking-Modus wechselst?
00:47:43: Ist es empfehlenswert, sind Straßenverhältnisse oder Schotterstraßen irgendwie gut zum fahren und zur Verpflegung unterwegs?
00:47:52: Ja, also das finde ich immer das Spannende.
00:47:53: Wenn wir jetzt in so ein Land kommen wie Ghana, hat mir wenig Vorstellung davor.
00:47:57: Also ich hatte jetzt, ich wusste nicht, wie wirklich die Gegebenheiten da sind.
00:48:02: Ich finde es mir so spannend, ich habe mir jetzt vorher auch nicht so viel darüber angelesen oder irgendwelche Routen gesucht, die ich fahren könnte.
00:48:10: Und dann finde ich diesen Prozess selber rauszufinden.
00:48:13: Den finde ich dann so spannend.
00:48:14: Also am Anfang mit der Währung erstmal zu schauen, was sind realistische Preise für was?
00:48:18: Was kostet eine Flasche Wasser?
00:48:19: Was kostet was zu essen?
00:48:21: Was kostet ein Zimmer für die Nacht?
00:48:24: Dann die Straßen habe ich bei der Rundfahrt schon gemerkt.
00:48:26: Es gibt eben viel nicht asphaltierte Schotterstraßen oder so braune Lehm so festgefahren.
00:48:32: Und das weiß man aber nicht.
00:48:33: Also auf Google Maps Straßen, die aussehen wie Highways, können trotzdem Schotterstraßen werden.
00:48:38: Das kann man nicht wissen vorher.
00:48:39: Und da habe ich mir auch noch andere Reifen drauf gemacht.
00:48:43: Also ich habe dann hinten ein zweindreißiger Reifen mit bisschen Profil vorne ein dreißiger Reifen.
00:48:48: Weil mit den fünfundzwanziger Reifen, die ich im Rennen hatte, wusste ich, das wird nix.
00:48:52: Habe ich die Reifen noch vorher gewechselt?
00:48:54: Ja, und dann bin ich einfach losgefahren und habe unterwegs so herausgefunden, zum Beispiel, dass ich kein Wasser in Flaschen kaufen darf, weil das auf Dauer zu teuer wird, wenn ich zehn Liter pro Tag brauche.
00:49:03: sondern dass man Wasser kauft in so fünfhundert Milliliter Plastiksäcken, was sehr günstig ist, aber was auch verträglich ist, also das ist gutes Trinkwasser, dass ich das immer kaufen muss.
00:49:15: Und dann, wo ich Street Food habe, habe ich mir Marc natürlich auch mir belegt, was kann ich da essen, was nicht, weiß man immer nicht so richtig.
00:49:21: Habe ich dann irgendwann herausgefunden, was gutes Street Food ist, was ich gut essen kann.
00:49:26: Und dieser Prozess dauert so ein paar Tage und am Anfang bin ich immer ziemlich lost, also ziemlich verloren und weiß gar nicht so richtig.
00:49:33: Wie mache ich das alles?
00:49:34: Und wo fahre ich hin?
00:49:36: Und nach ein paar Tagen ist man dann so richtig drin.
00:49:37: Und am Ende, nach den zweieinhalb Wochen, habe ich dann gedacht, ah, ich kann mich jetzt voll aus hier in Ghana.
00:49:42: Ich könnte jetzt hier Gruppenreisen anbieten.
00:49:44: Ich weiß genau, wie der Hase läuft.
00:49:47: Und diesen Prozess finde ich immer sehr spannend.
00:49:48: Also am Anfang ist es so unkomfortabel, weil man keine Ahnung hat, wie was funktioniert.
00:49:53: Und so nach ein, zwei Wochen ist man dann voll in der Komfortzone, weiß genau, ah, hier krieg ich das, da krieg ich das, so läuft es hier.
00:50:01: Den kann ich, ich kann Leute fragen.
00:50:04: Das hab ich in vielen Ländern schon so erlebt.
00:50:05: Ich war ja schon Bikepacking überall.
00:50:08: Und das ist mir sehr spannend.
00:50:10: Ja, und wie viel ich am Tag gefahren bin?
00:50:11: Also meistens so ... ... hundertfünfzig bis zweihundertdreißig.
00:50:17: Aber auch mal einen Ruhetag, wo ich nur fünfzig, sechzig gefahren bin.
00:50:21: Und ich hatte ja keinen Stress.
00:50:21: Also ich hab mir extra Zeit gelassen, ruhig gemacht.
00:50:24: Wenn ich an einem schönen Wasserfall war, mittags rum, bin ich da einfach über Nacht auch geblieben.
00:50:29: hab dann halben Tag verbracht und erst den nächsten Morgen weitergefahren.
00:50:33: Ich hab mir keine Tagesziele gesetzt, ich will jetzt an dem Tag unbedingt bis dahin.
00:50:38: Außer ich hatte jetzt eine Einladung ne Feste, weil es kam natürlich auch vor, dass ich von Leuten eingeladen wurde und bei Leuten benachtet hab.
00:50:43: Und wenn ich das aber nicht hatte, dann hab ich mir einfach treiben lassen und wie ich Lust hatte, bin ich dann gefahren.
00:50:50: Abgesehen von den Einladungen, also dann immer draußen im Zelt geschlafen und das war immer problemlos.
00:50:59: Ja, also ich hab... Ich habe mir zweimal ein Zimmer genommen, ein Gästhaus, weil ich meine Klamotten waschen musste, mal duschen musste.
00:51:08: Ich habe, glaube ich, viermal bei Leuten übernachten, wo ich eingeladen wurde und die restlichen Nächte im Zelt verbracht.
00:51:16: Und das war eigentlich, ja, war eigentlich problemlos, außer einmal.
00:51:21: Es war auch kein Problem, aber da habe ich, also ich achte immer darauf, wenn ich im Zelt übernachte, dass ich erst, wenn es dunkel wird, mir den Platz sucht, damit mich möglichst keiner sieht, wie ich dahin fahre.
00:51:30: Und dann ist selten auch erst aufstellen, wenn es dunkel ist.
00:51:34: Und manchmal bin ich dann wirklich einfach, sobald es dunkel wurde, von der Hauptstraße rechts abgebogen, hundert zu hundert Meter irgendwo reingefahren und habe da mein Zelt hingestellt.
00:51:43: Dann im einen Abend habe ich das auch wieder so gemacht.
00:51:45: Ich habe so ein altes Seegewerk gefunden, was überdacht war, so ein Wellblechdach, weil es da auch leicht geregnet.
00:51:52: Ich habe da mit den Boden angeschaut, ob ich da das Zelt gut hinstellen kann.
00:51:56: Ich wollte gerade anfangen, das Zelt aufzustellen und auf einmal stand einer mit der Machete.
00:52:01: im Dunkeln, aus dem Nichts, stand neben meinem Rad und hat mich angeschaut.
00:52:04: Da war es wirklich ein richtig stockdunkel und ich habe nicht gesehen, wie der gekommen ist, stand plötzlich einfach da, mit so einer halben Meter langen Machete in der Hand und hat mich angeguckt.
00:52:12: Hast du da,
00:52:13: ich habe
00:52:13: diese Glam Stories gemacht, oder?
00:52:15: Ich kann mir erinnern, das habe ich gesehen.
00:52:18: Ja, ja, ich habe schon immer mal was gepostet.
00:52:20: Und da habe ich ihn gefragt, ob das in Ordnung ist, wenn ich da mein Zelt hinstelle für die Nacht und ich bin morgen früh auch gleich wieder weg, wenn es hält wird.
00:52:26: Da hat er gesagt, nein.
00:52:27: Ich dachte, ah, Scheiße.
00:52:29: Er hat gesagt, nee, komm mit, du kannst von mir schlafen, ich lad dich ein.
00:52:33: Dann hab ich gedacht, ja, okay, mach ich halt.
00:52:37: Dann bin ich ihm hinterhergelaufen in sein Dorf.
00:52:39: Das war ein Fünfundermeter oder so.
00:52:42: Das war wirklich so ein kleines Dorf, und er hat ganz einfach gewohnt auf dem Land in so einer Weltblechhütte.
00:52:48: Ein Hof voll gehabt mit Ziegen, Schwein, Hühnern.
00:52:51: Ein paar Kinder rumgelaufen, überall in Ghana.
00:52:55: Es laufen überall kleine Kinder rum.
00:52:56: Und dann hatte ich mir da so ein Zimmer zurecht gemacht, da war es aber wahnsinnig heiß drin und stickig, weil diese Wellblech-Hütten oder Wellblech-Zimmer, die heißen sich ertag sieber total auf und die Sonne jetzt drauf knallt.
00:53:08: Da war auch nur ein kleines Fenster drin.
00:53:10: Dann habe ich so eine Picnic-Decke als Matratze bekommen, also keine wirklichen Matratze, sondern nur so eine Picnic-Decke.
00:53:17: Und dann, also es war in Ordnung auf jeden Fall.
00:53:20: Und da hatte ich mir noch was zu Essen angeboten, und zwar das Nationalgericht von Ghana quasi, Fufu heißt das.
00:53:27: Das ist so ein Brei aus Maniok und Kochbananen.
00:53:32: Das ist wie so Rohrplätzchen-Teig und das ist so ein bisschen fermentiert auch.
00:53:35: Also das ist so leicht säuerlich.
00:53:37: Das kriegt man so eine Schüssel und da ist so eine Sauce dabei.
00:53:40: Und dann hat er mir das gegeben und habe ich schon gesehen in dieser Suppe und Sauce, da schwimmt so ein Fischkopf drin mit rum, der Schwanz von dem Fisch.
00:53:49: Und da habe ich so angefangen zu essen.
00:53:51: und dann kam er nochmal und hat gesagt, Try Animal und hat mir so einen Hühnerfuß mit reingeschmissen in diese Suppe.
00:53:58: Also wirklich den Fuß von einem Huhn mit Kreien dran und hat ganz begeistert gesagt, ich soll das probieren.
00:54:06: Try animal.
00:54:09: Und ich wollte es natürlich nicht essen.
00:54:11: Fischkopf und Hühnerfuß.
00:54:13: Ich denke, jetzt kommt frut die Mare und den Flo sein verhängnisvollen Pizzagenuss, wenn ich an Fischkopf denke.
00:54:21: Ja, genau.
00:54:21: Da muss man schon ein bisschen vorsichtig sein.
00:54:23: Und ich weiß nicht, wo der Fisch herkam.
00:54:26: Ich weiß nicht mehr.
00:54:26: Ich war ziemlich weit weg von mir.
00:54:30: Und dann waren Hunde, sind da so Hunde rumgelaufen, dann habe ich überlegt, wie ich das hinkriege, dass ich das unhauffällig in einem Hund gebe, damit ihr das frisst, damit ich das nicht essen muss.
00:54:38: Aber im Endeffekt habe ich es keinem Hund gegeben, ich habe es einfach liegen lassen, habe dieses Fufu gegessen mit der Suppe und habe die ganzen tierischen Sachen nicht angerührt.
00:54:47: Und habe es ihm einfach zurückgegeben.
00:54:49: Und er hat dann auch nichts gesagt.
00:54:52: Ja, aber also solche Sachen erleben wir dann halt auch.
00:54:54: Und dann, die Nacht war aber sehr kurz, also erstmal was wahnsinnig heiß und stickig in diesem Zimmer.
00:54:59: Dann gab es natürlich Mücken, viele.
00:55:01: Obwohl ich mich eingesprüht hatte mit den Sektenspray, war natürlich trotzdem Mücken überall.
00:55:06: Und ab fünf Uhr morgens ging ein Rad daulos, die Hühner haben gekreet, die Tiere alle ein Lärm gemacht, die ersten Menschen aufgestanden, ein Lärm gemacht.
00:55:15: Und da war die Nacht halt um fünf Uhr morgens vorbei.
00:55:18: Wie sind das eigentlich sprachlich?
00:55:20: Wie kommunizierst du mit den einheimischen Dorfs?
00:55:23: Englisch, Deutsch, Französisch?
00:55:27: Nee, Ghana ist englischsprachig.
00:55:29: Also es gibt wahnsinnig viele Dialekte in den Regionen.
00:55:33: Aber fast jeder spricht Englisch.
00:55:34: Mal besser, mal schlechter.
00:55:35: Aber Englisch ist eigentlich schon so die Hauptsprache.
00:55:38: Und auf dem Dorf, die Leute, sprechen jetzt rudimentäres Englisch.
00:55:40: In der Stadt, die sprechen schon ziemlich gut Englisch.
00:55:43: Das war der Vorteil gegen Beelfbeinküste, was französisch ist.
00:55:46: Also da kam man mit Englisch nicht so weit.
00:55:48: Da war französisch schon die Sprache.
00:55:50: Aber Ghana ist englisch, ist gut möglich.
00:55:55: Aber was der Nachteil wieder ist, dann... In der Elfmann-Küste gibt es überall wahnsinnig gute französische Bäckereien, wo es Baguette gibt, süße Teichen im Croissant und solche Sachen.
00:56:06: Und es gibt es in Ghana gar nicht.
00:56:07: Also ich habe überhaupt keine Backkultur.
00:56:08: Ich habe keine Bäckerei gefunden, die gutes Brot oder Brötchen oder irgendwas verkauft.
00:56:14: Das war schade.
00:56:15: Diese Bäckereien hätte ich mir gewünscht.
00:56:17: Aber das ist schon eine sehr deutsche Einwand.
00:56:23: Ja, aber weil ich halt verwöhnt war von der Elfenmeinküste.
00:56:25: Also da waren wir mehrmals am Tag bei diesen Bäckereien zum Frühstück und dann nochmal zwischendurch, weil das eben wirklich gutes, französisches Gebäck war.
00:56:32: Dann hab ich gedacht, in Ghana ist das auch so, aber dann hab ich leider festgestellt, gab's da gar nicht.
00:56:36: Sie haben sich überhaupt nicht das abgeguckt von ihrem Nachbarland.
00:56:39: Und ich meine, das ist jetzt nicht so relevant zum Radelforn, aber Flo, du hast jetzt zum Beispiel gesagt, wie du in Rwanda warst, du warst überrascht vom Mobilfunknetz.
00:56:48: Also du hast fast überall Empfang gehabt, wirklich gute Verbindungen.
00:56:52: Und man hört dann immer, dass in Deutschland eigentlich das schlimmste Telefonnetz gibt überhaupt.
00:56:59: Wie ist da der Vergleich?
00:56:59: Deutschland kleiner?
00:57:02: Ja, also Internet ist natürlich viel billiger.
00:57:04: So eine SIM-Karte, die kostet ein paar Euro und hält ewig das Startmolumen, was man da hat.
00:57:10: Aber ich hatte schon öfter auch Nächte, wo ich, oder im Abend, wo ich keinen Empfang hatte.
00:57:14: Wenn ich irgendwo, ich war mal ganz im Norden, ist im Nationalpark, da gab es keinen Empfang.
00:57:18: Deswegen habe ich auch nicht jeden Tag was gepostet, weil ich hatte Tage, wo ich keinen Empfang hatte.
00:57:23: Also, das ist ungefähr wie in Deutschland.
00:57:25: Und auch diese ganze Rundfahrt hat mich auch sehr in die deutsche Bahn erinnert.
00:57:29: Ich fahre ja viel mehr in die deutschen Bahn, und da ist es auch so.
00:57:31: Du warte stundenlang, du weißt nicht, ob ein Zug kommt oder nicht, wo der aufhört, ob du zu deinem Ziel kommst, von welchem Gleis der Pferd, da gibt es spontane Änderungen.
00:57:39: Also eigentlich ist viel mit der deutschen Bahn fahren ist eine super Vorbereitung für Rundfahrten in Afrika.
00:57:47: Herrlich, das kann man schon sagen.
00:57:49: Wir sprechen in einem Podcast ja viel über Bikepacking Setup und wenn du Bikepacking bist, dann darf eins natürlich nie fehlen, die Taucherprille.
00:57:57: Du bist der passionierter Schnorch, ja.
00:58:00: Hast du in Ghana auch ein paar Tage am und im Meer verbrauchten?
00:58:05: Ja, also ich war am Anfang ja mehr unterwegs und auch am Ende wieder.
00:58:09: an der Goldküste, weil ich an wunderschönen Stränden, wo... Also, das sind wunderschöne breite Sandstrände und da ist nichts los.
00:58:16: Das sind vielleicht drei deutsche Touristen noch.
00:58:18: Deutsche Touristen gibt's ja überall.
00:58:20: Aber sonst ist da wirklich niemand und... ja, das ist wunderschön.
00:58:25: Aber ich hatte meine Taurebrille, also ich hatte sie bei dem Trip dabei, aber ich hab sie dann in Akra gelassen und nicht mit zum Bikepacking genommen, weil ich gesehen hab, beim Schnorcheln wird's wahrscheinlich nichts.
00:58:34: Wo man sogar Wale irgendwo sehen kann und Delfine.
00:58:37: Aber nur zu bestimmten Zeiten, an bestimmten Orten.
00:58:41: Und ich habe auch dann gesehen, als ich an den Stränden war, es geht ja sehr flach ein, es sind relativ hohe Wellen.
00:58:46: Also zum Surfen ist es geeignet, aber zum Schnorcheln eher nicht so.
00:58:49: Ich
00:58:49: habe
00:58:49: die dann auch nicht vermisst.
00:58:51: Wenn du jetzt dir irgendwie Wale schauen wirst, wirst du das nicht mit der Schnorche-Prile oder mit der Taucher-Prile machen, oder?
00:58:56: Ja, wahrscheinlich nicht.
00:58:57: So einen offiziellen Trip buchen und dann kriegt man sowieso die ganze Ausrüstung.
00:59:02: Aber ich habe dann gesehen, das Einheimische da aus dem Meer schon auch... große Fische rausziehen, mehrere Schildkröten direkt aus so Netzen diese am Strand auslegen und das dann auf den Strand rausziehen.
00:59:14: So ein Meeresketeel.
00:59:16: Du hast über das Rennen auch auf Radsport News berichtig geschrieben, die kann man noch nachlesen.
00:59:26: Da komm' ich wieder zurück zum Rennen.
00:59:28: Du bist dann zwischen den zwar Afrika Rennen, Etappenrennen.
00:59:34: Auch in Europa aber Bikebacking oder Ultra-Rennen.
00:59:39: So, das ist das Wort, das ich suchte.
00:59:41: Ultra-Rennen gefahren.
00:59:42: Ansupportet.
00:59:43: Ansupportet Ultra-Rennen.
00:59:45: So, jetzt haben wir's.
00:59:47: Als ob wir nie darüber reden würden, Flug, dass wir vergessen, wie der Sport hast eigentlich.
00:59:53: Also ich bin bei sieben Stücke startet.
00:59:54: Ich habe extra mal mal nachgeschaut, wieviel es genau waren.
00:59:56: Und eins bin ich nicht durchgefahren, aber sechs bin ich durchgefahren.
01:00:01: Wir lassen uns einmal in einem schnellen Durchlauf bitte, oder nehmen uns mit.
01:00:06: Also vom Unknown Race haben wir voriges Jahr eh schon ausführlich quasi berichtet.
01:00:12: und da bist du ausgestiegen bei Schneeregen und irgendwie Starkregen und Hagel, wo eigentlich viele, viele fast ausgestiegen werden.
01:00:21: Ein paar sind ausgestiegen, ein paar haben sich durchgekämpft und dann waren ein paar Rennen in Deutschland, oder?
01:00:29: Ja genau, dann bin ich Race Across East Germany gefahren, neues Rennen vom gleichen Veranstalter wie rund im Sachsen, wo ich schon zweimal gefahren war.
01:00:37: Und da ging es am ersten Mai in Rügen los, am Cup Arcona, also ganz in Norden von Deutschland.
01:00:41: Da habe
01:00:41: ich mir nämlich gedacht, Robert Müller, ich habe da eine Instagram Story gesehen und ich habe schon wieder so Strandfotos gemacht.
01:00:47: Das gibt es ja nicht.
01:00:48: Jetzt war er gerade in Afrika, der soll doch jetzt einmal ordentlich Rennen fahren und jetzt postet er wieder so Urlaubsfotos vom Straunt.
01:00:54: Dabei war das quasi am Start in Rügen.
01:00:57: Ja genau, da hatte ich nämlich die Nacht vorm Rennen einfach in Rügen am Strand geschlafen, also direkt am Kap Akrona an der Steilküste unten am Strand eben übernachtet.
01:01:06: Und am nächsten Tag dann am ersten Mai gestartet zum Rennen.
01:01:09: Das waren elevenhundertfünfzig Kilometer mit zehntausend Höhenmeter.
01:01:14: Und das Besondere bei dem Rennen ist es zweigeteilt.
01:01:17: Also die ersten sechshundertfünfzig Kilometer sind flach.
01:01:21: Und da gibt es eigentlich als Schwierigkeiten nur Kopfsteinpaste und Wind.
01:01:25: Und dann... Diese Zehntausend Höhenmeter kommen auf den zweiten, fünfhundert Kilometern geballt.
01:01:30: Weil dann fährt man durch den Thüringer Wald, durch Erzgebirge und zieht es auf den Fichtelberg in Sachsen.
01:01:37: Also auf Tausend, einhundertfünfzig Meter Höhe ungefähr.
01:01:39: Gassisch, Bergankunft
01:01:40: eigentlich, oder?
01:01:41: Bergankunft,
01:01:42: genau.
01:01:43: Bei dem Rennen war das Tolle, das Wetter war super.
01:01:46: Es war wunderschön, schönes Frühlings, Frühsommerwetter, warm, auch nachts echt warm.
01:01:53: Und die zweite Nacht ging dann durch mein Trainingsgebiet.
01:01:57: im Thuringewald eben von Oberhof über Neuhaus am Rennweg bis nach Sachsen.
01:02:02: Das kenne ich alles ziemlich gut.
01:02:03: Da fahre ich oft trainieren.
01:02:05: Da waren auch ein paar Leute dran, die mich angefeuert haben.
01:02:09: Und dann hatte ich nur das Problem.
01:02:11: Beim letzten Checkpoint war ich zu früh.
01:02:15: Es gibt auch bei dem Rennen, ich glaube, es gab vier Checkpoints, wo man Sachen hinterlegen konnte, Beutel abgeben konnte.
01:02:21: Beim letzten Checkpoint war mein Beutel noch nicht da, weil ich zu früh war.
01:02:24: Und dann hatte ich nicht mehr genug Verpflegung bis zum Ziel.
01:02:28: bin am Stoß ziemlich ein Hungerass gefahren.
01:02:31: Also auf dem Fichtelberg hoch hab ich dann, war ich wirklich ziemlich leer und knapp vom Hungerass und hab mich dann dann noch gerade so hoch gerettet.
01:02:39: Und hab dann aber gleich Frühstück, weil ich war dann frühs, acht, neun Uhr war ich oben, nach zwei, nach ungefähr achtundvierzig Stunden und hab dann da Frühstück bekommen, oben auf dem Fichtelberghaus, wird mir veranstaltet, dass ich am Frühstück gegessen.
01:02:51: Und dann war es wieder in Ordnung.
01:02:53: Das war auch ein Duell, oder wie du es schon mal gehabt hast, mit Konrad Pfützner?
01:02:58: Ja, genau.
01:02:59: Wie das sehr knob.
01:03:01: Also der Konrad ist hinter mir, also da gibt es Einzelstaats auch, jeder hat einen Einzelstaat und der ist hinter mir gestartet, da sind halbe Stunde oder so, haben mich dann relativ schnell auch eingeholt im Flachen.
01:03:12: Mit einem wahnsinnigen Tempo ist er mir vorbeigeheizt und er setzt auch sehr auf Aero, also der fährt dann mit Scheibe hinten, mit Aerohelm, mit Einteiler, alles sehr optimiert auf Aerodynamik und er ist generell sehr professionell.
01:03:26: Er hat ein Trainer, er hat alles ausgerechnet.
01:03:29: Er hat sogar vorher noch ein Leistungstest gemacht, eine Spiroerogummetrie, um genau zu wissen, wie viel Kohlendetrate er bei welcher Leistung verbraucht hat, wie viel er zuführen muss, dass er die Leistung aufrechterhalten kann.
01:03:39: Also, es ist wahnsinnig professionell angegangen.
01:03:41: Er hatte auch einen ganz ausgeglückten Zeitplan, wann er wo sein will, wie schnell er fährt, wie viel er aufnehmen muss und so weiter.
01:03:48: Und ist er eben mit einem wahnsinnigen Tempo vorbeigefahren, habe ich schon gedacht, boah, das wird verdammt hart gegen den zu bestehen.
01:03:54: Und dann sind wir auf dem Brocken gefahren, am zweiten Tag irgendwann.
01:03:59: Und das ist ja eine Sackgasse, also im Harz auf dem Brocken auf auch tausend irgendwas Meter hoch.
01:04:03: Da fährt man dann zehn Kilometer hoch und wieder runter.
01:04:08: Und da kam er mir dann, als ich hochgefahren bin, entgegen.
01:04:10: Und da habe ich gesehen, der Abstand ist so eine halbe Stunde oder so.
01:04:14: Aber er sah verdammt gut aus.
01:04:16: Und dann habe ich mich sehr gewundert nach dem Checkpoint beim Kiffhäuser bei Erfurt.
01:04:23: Sehe ich ihn auf einmal an so einem Kopfstandfest der Anstieg vor mir, wie er vom Rad absteigt und ein Auto da ist und er steigt in das Auto ein und ich fahre ihn auf, was ist los?
01:04:33: und er sagt, ich höre auf, ich bin raus.
01:04:35: Also er war noch in Führung vor mir und hat dann direkt vor mir an diesem Anstieg quasi aufgegeben.
01:04:42: Weil er hatte so ein Mediatheam dabei, die glaube ich ein bisschen fotografiert haben und die waren dann relativ schnell zur Stelle.
01:04:48: und dann ist er bei denen eingestiegen und hat aufgehört, weil ich glaube, weil er dass ich falsch ernährt hatte oder diese Pacing-Strategie nicht aufrechterhalten konnte und gedacht hat, er kann es so nicht mehr gewinnen, hat er dann halt aufgehört und dann war ich schon in Führung und hatte jetzt keinen großen Stress mehr.
01:05:10: Der zweite Fahrer war dann, ich weiß nicht wie weit hinter mir, er war dann schon in Abstand und dann habe ich deshalb relativ souverän gewonnen.
01:05:19: Obwohl dann der Bernard Steinberger, kam glaube ich zwei Stunden nach mir ins Ziel, zwei, drei Stunden, Aber der war supportet unterwegs.
01:05:25: Bei dem Rennen gab's an supportet und supportet.
01:05:28: Gleichzeitig im gleichen Rennen und bei der Steinberger.
01:05:31: Der Bruder vom Rheiner Steinberger war eben mit Begleikruh unterwegs.
01:05:35: War aber trotzdem zwei, drei Stunden hinter mir.
01:05:38: Ja, geniales Resultat.
01:05:43: Wir haben immer wieder Gesprächspartner und wir sind selbst ja immer so zwischen den Welten unterwegs.
01:05:50: Manchmal ... Unbekümmert drauf los, ist faszinierend, wenn Leute so drauf sind, hat Vorteile, Nachteile vielleicht auch.
01:05:57: Aber auch wenn man alles perfekt plant oder versucht, alles perfekt zu planen, ist das keine Garantie, dass es auch tatsächlich aufgeht.
01:06:03: Weil wenn du sehr, sehr lange an einem Plan festhaltest und vielleicht nicht früh genug merkst, dass es ein bisschen in die falsche Richtung geht oder das Wahnsignale vom Körper, du vielleicht nicht akzeptieren willst, weil du hast den Plan und du bleibst fix dabei.
01:06:20: Dann kann das natürlich auch noch hinten losgehen irgendwie.
01:06:24: Ja, und der Konrad hatte mich ja im Jahr davor bei rund um Sachsen souverän geschlagen.
01:06:28: Also da ist sein Plan voll aufgegangen und da ist er wahnsinnig stark gefahren und hat mich da echt ziemlich alt aussehen lassen.
01:06:34: Und dieses Jahr ist er bei rund um Sachsen supported Europameisterschaft.
01:06:39: Da wird er auch wieder am Start sein, zusammen mit dem Lukas Kaufmann und einigen anderen starken Leuten.
01:06:45: Also er wird es richtig abgehen.
01:06:46: Sebastian Meier hat sich angekündigt, was ihr gesehen habt.
01:06:48: Ja, genau.
01:06:49: Also ich werde nicht fahren, weil ich will nicht mehr supportet fahren und es ist doch ziemlich zeitverlastlich.
01:06:55: Du musst viel auf den Zeitfahrrad fahren, musst da drauf trainieren, das alles abstimmen, optimieren, da habe ich kein Lust drauf.
01:07:00: Deswegen werde ich da nicht fahren dieses Jahr.
01:07:02: Und Ruckum sagst du, bist du letztes Jahr schon auch gefahren, oder?
01:07:04: Wieder ansupportet?
01:07:05: Ja, letztens zwei Jahre.
01:07:07: Also im ersten Jahr hat ich es gewonnen und letztes Jahr war ich dann eben nur zweiter in einem Konrad.
01:07:12: Also Konrad hat quasi wieder zurückgeschlagen nach dem East Germany.
01:07:16: Nee, das war letztes Jahr.
01:07:17: Also vor letztes Jahr.
01:07:20: Ich bin noch im alten Jahr.
01:07:21: Also, ums Sachsen gewonnen gegen mich.
01:07:25: Und bei East Germany ist er dann ausgestiegen.
01:07:29: Und dann startet er wieder bei der EM.
01:07:37: Da bin ich nicht gefahren, aber ich glaube, er hat auch wieder gewonnen.
01:07:42: Ich denke schon.
01:07:42: Du warst nicht dabei.
01:07:44: Da war ich nicht dabei.
01:07:44: Das kann ich jetzt nicht so genau sagen.
01:07:46: Der Flo
01:07:46: ist schon komplett ausgestiegen.
01:07:49: Ich habe mich ausgeklickt.
01:07:52: Ich komme mit den Jahren noch ein bisschen durcheinander.
01:07:54: Ich bin noch eigentlich im alten Jahr.
01:07:57: Und dann war man zum nächsten Rennen.
01:07:59: Ja,
01:08:00: genau.
01:08:00: Du bist da zweimal Raka gefahren.
01:08:02: Vielleicht ist es nur kurz, weil da haben wir sehr viel darüber berichtet.
01:08:06: Und wir haben beide richtigerweise erraten, was dir am Kühtal passiert ist.
01:08:12: Wie wir dich beim Dot-Watch'n gesehen haben, wie du am Kütaar eingekehrt bist, kurz nachdem's finster geworden ist.
01:08:19: Und erst in der Früh weitergefahren bist, da haben wir beide den Verdacht gehackt, dass dir das Licht eingangern ist.
01:08:26: Ja, das war das zweite Rack, also das erste war Nord-Süd, dieses letztes
01:08:29: Jahr.
01:08:29: Race Across Austria, Nord-Süd, start in Linz.
01:08:33: Start und ziehen in Linz, genau.
01:08:34: Bis zum nördlichsten Punkt, wieder zurück nach Linz, dann bis zum südlichsten Punkt und wieder zurück nach Linz.
01:08:39: Da war ich zweiter und dann bin ich... Das war dann zwei Monate später ungefähr, Raka Ost-West gefahren von...
01:08:48: Wie heißt es da?
01:08:49: Nickelsdorf.
01:08:49: Nickelsdorf nach Feldkirchen.
01:08:53: Genau, und da waren auch sehr starke Leute am Start.
01:08:56: Der Nils Oyen, der das Mittelgebirge-Klasse gewonnen hatte, wo ich auch gestartet war.
01:09:01: Und der Stefan Fettes als ansupportet Europameister.
01:09:06: Und noch der Nikolas Lindert, also waren eigentlich vier wirklich gute Leute am Start.
01:09:10: Und dann in der... hat es am zweiten Tag angefangen zu regnen.
01:09:16: Und dann ist einer, der Stefan Fett ist.
01:09:19: dann, also beides der Stefan Fett ist und der Nikolas Linder sind dann ausgestiegen wegen Regen und schlechten Wetter und so.
01:09:26: Und dann waren quasi nur noch der Nils und ich übrig, die sich gebettelt haben um den Sieg.
01:09:31: Und in der zweiten Nacht ist mir dann im Anstieg zum Kühtai, das konnte ich meine, oder habe ich vorher schon gemerkt, dass ich mein Licht nicht mehr aufladen kann, weil irgendwie Wasser reingekommen ist oder im Endeffekt lag es wahrscheinlich an dem Kabel.
01:09:45: an dem USB-Aufladekabel, weil ich konnte weder meine Stirnlampe, noch mein Licht, noch mein Handy, nichts mehr aufladen mit diesem Kabel.
01:09:54: Wie
01:09:54: ist das mit Ersatzlicht?
01:09:56: Du hast zwei Lichter dabei gehabt oder?
01:09:57: Und beide waren dann schon zu schwach oder fast leer?
01:10:00: Ja, beide waren leer und beide waren mit dem gleichen Kabel aufzuladen und ich hatte keine Ersatzkabel dabei.
01:10:07: Und dann bin ich, was auch noch lustig war, unten am Kütei hat die L in der Roch, hat da auf mich gewartet.
01:10:14: Da hab ich kurz angehalten, wie ihr gesprochen.
01:10:16: Hab ich jedes Schnellzähl, dass ich nicht mehr aufladen kann.
01:10:18: Und nicht weiß, wie ich oben ... Also, dass ich natürlich noch bis hochkomme.
01:10:22: Bei hoch ist mir langsam, da ist kein Verkehr.
01:10:25: Das war mitten in der Nacht, also, Mitternacht um.
01:10:28: Kann man auch ohne Licht hochfahren, aber für die Abfahrt brauchst du denn Licht.
01:10:32: Und hab ich noch so im Scherz gesagt, na ja, ich bin hier nicht abfahrt schon so oft gefahren, ich kenne die, ich kann da auch ohne Licht runterfahren.
01:10:37: Und da ziehen mir von ihrem Sturz erzählt, beim Race Around Austria letztes Jahr, wo sie in der Abfahrt auch gestürzt ist.
01:10:43: weil sie irgendeinen Huppel auf der Straße übersehen hat und hat mich da gewarnt, dass ich das nicht auf die leichte Schulter nehmen soll.
01:10:49: Und als ich dann ohne Licht oben angekommen bin, war mir auch klar, es hat geregnet, es war stockdunkel, dass ich ohne Licht nicht runterfahren kann, es geht einfach nicht.
01:10:59: Und ich hatte da was in so ein Uhr nachts, ich hatte keine Möglichkeit, ein Kabel zu kaufen oder ein Licht zu organisieren oder irgendwas.
01:11:07: Und da war mir klar, ich muss jetzt warten, bis es hell wird.
01:11:10: Und ich hatte oben die Nils getroffen, wir waren zeitgleich oben.
01:11:13: Der war aber eine Stunde nach mehr gestartet, also ich war eine Stunde in Führung.
01:11:17: Und er war aber gut ausgerüstet, ist dann weitergefahren und ich musste dann oben eben warten bis es hell wurde.
01:11:22: Und habe dann zum Glück in der Tourismusinformation eine offene Tür gefunden, wo ich mich dann in den Vorraum legen konnte, weil ich hatte auch nichts dabei, um zu benachten.
01:11:29: Ich wollte es ja ohne Schlaf durchfahren.
01:11:32: Ich hatte keine richtige Jacke dabei, kein Schlafsack, nichts.
01:11:34: Dann habe ich dann die Rettungsdecke eingewickelt, in den Vorraum von der Tourismusinformation gelegt auf so kalten Boden.
01:11:40: Und dann von ein Uhr bis zum Endeffekt acht Uhr morgens.
01:11:44: Da ausgeharrt, es war halb geschlafen, halb nicht.
01:11:48: Und es wurde zwei, sechs Uhr, dreißig wieder hell, aber ich war dann so unmotiviert.
01:11:52: Weil ich ja wusste, der Sieg ist weg, ich habe wahnsinnig viel Zeit verloren.
01:11:55: Es war kalt, es hat immer noch geregnet, es war nur so sechs, sieben Grad, dauerregen.
01:12:00: Und dann von zweitausend Meter, da erst mal tausend Meter runterfahren, war ich so unmotiviert, dass ich dann von sechs Uhr, dreißig bis acht Uhr gebraucht habe, um die Motivation zu finden, weiterzufahren.
01:12:11: Und ja, das ist mir dann sehr schwer gefallen, dann bin ich halt noch fertig gefahren.
01:12:14: Ich habe das beim Zuschauen mir gedacht, ihr beobachtet, wo du bist und wie lang du stehst.
01:12:20: Wenn du jetzt wirklich ein technisches Problem hast, eigentlich könntest du schon längst wieder am Rad sitzen, wenn es hell genug ist.
01:12:26: Dann haben wir kurz ein bisschen so angemacht, so vielleicht steigst du doch aus, vielleicht ist das doch körperlich ein Problem.
01:12:32: Aber jetzt verstehe ich.
01:12:33: Und ich habe mir das damals schon gedacht, eigentlich so fertig zu fahren, wenn Aussicht auf die gute Platzierung weg ist und du weit hinten bist.
01:12:43: Da ist die Motivation und eher den Antrieb wiederzufinden.
01:12:47: Echt schwierig.
01:12:49: Ja, also was mich da motiviert hat, ich habe dann andere Leute gesehen.
01:12:52: Ich sag dann immer noch deine Tourismusinformation.
01:12:54: Dann hab ich draußen vor der Straße andere Leute vorbeifahren gesehen.
01:12:58: Weil es gibt ja verschiedene Streckenlängen und es gibt ja die Adventure, die schon einen Tag vorher starten.
01:13:03: Und da sind dann andere eben auch vorbeigefahren und hab ich mir immer gedacht, wenn die alle fahren, dann muss ich jetzt auch wieder raus und weiterfahren.
01:13:08: Trotz Regen und Kälte.
01:13:09: Und das haben mich dann motiviert, überhaupt wieder weiterzufahren.
01:13:12: Weil eigentlich wollte ich so lange warten, bis es aufhört zu regnen.
01:13:14: Aber dann hätte ich, glaube ich, lange warten können.
01:13:18: Und dann bin ich halt noch die letzten, ich weiß gar nicht mehr, wie weit es dann noch war, hundertfünfzig oder so ein bisschen ziel, fertig gefahren und bin erstaunlicherweise noch zweiter geworden.
01:13:28: Das war mit großem Abstand da vorne, aber immerhin noch zweiter.
01:13:34: Aber dieses Jahr, dieses Jahr, wo er ja beim Racer Cross austritt, die Originalstrecke, inklusive Cross Glockner.
01:13:41: Ja, genau.
01:13:41: Um welche Zeit warst du am Glockner?
01:13:44: Und wie war diese Überfahrt?
01:13:48: Ah, wann waren das?
01:13:50: Später Vormittag, glaube ich.
01:13:53: Und das Problem war, es war wahnsinnig windig da oben.
01:13:56: Also, Regen war bei mir nur leichter Regen.
01:13:58: Den Fahrer später hatten auch richtig Regen.
01:14:00: Aber wir alle hatten wahnsinnigen Sturm.
01:14:04: Und es teilweise sind Leute gelaufen, auch bergunter.
01:14:06: Es gibt diese Zwischenabfahrt, da vom Hochtor Richtung Edelweißspitze.
01:14:10: Wir mussten auch bis zur Edelweißspitze, bis ganz hoch.
01:14:12: Die Kopfstand fester Straße da.
01:14:14: Und da war so ein Wind von der Seite, hat es da so reingeblasen, dass es ein wirklich manchmal die Lenker so versetzt hat und man musste wirklich sich enorm konzentrieren in Lenker festhalten.
01:14:23: Manche sind da auch gelaufen, weil es war echt gefährlich.
01:14:26: Gerade wenn man noch vorne am Lenker so eine Lenkertasche hat, so eine Aerotasche, wo der Wind nochmal richtig reinfahren kann.
01:14:32: Ja, also das war echt... Haarricht teilweise mit dem Wind.
01:14:37: Aber der Regen kam bei mir dann zum Glück.
01:14:38: erst, als sie wieder unten war, hat der Regen dann angefangen.
01:14:40: Nach der Abfahrt quasi.
01:14:42: Wir sind dann ja kühltag jetzt sehr geregnet und dann später kam noch Handenjoch, da hat es auch geregnet.
01:14:47: Und hat es bis zum Ziel ziemlich durchgeregnet.
01:14:50: Ja, es ist bei Anserportetrennen immer sehr, sehr frustrierend teilweise oder auch wirklich hart, wenn es dann so viel schlechtes Wetter hat und so regnet und so kalt ist in den Bergen.
01:15:01: Also, das ist schon ein sehr, sehr großer Unterschied zu rennen, wo du mit Begleitung unterwegs bist und halt dann eine Softshelljacke, eine Regenjacke oder eine Jacke zum Wechseln dabei hast.
01:15:13: Ja.
01:15:15: Ja, das ist leider so.
01:15:17: Du hast dann noch zwei Rennen gemacht, die neu für dich oder eigentlich generell neu waren?
01:15:26: Also ich bin aber vor diesen beiden Racer Cross Austria noch das Mittelgebirge-Klasse gefahren.
01:15:32: Und das ist eigentlich, zum Erzählen würde ich sogar sagen, das Interessanteste Rennen.
01:15:35: Weil der so viel schief gelaufen ist.
01:15:38: Also ich bin ja
01:15:39: das nicht das erste Mal bei dir, also mit dem Rennen aus der Errechnung offen.
01:15:45: Und also ganz noch kurz für die, die es nicht kennen.
01:15:47: Also das ist inzwischen schon wirklich echt etabliert im Ansupport, das Ultra-Rennkalender.
01:15:53: Das ist auch sehr viel prästisch.
01:15:55: Also eine wunderbare Strecke, eine super Organisation und ein super Starterfeld.
01:16:02: Das ist nur so, nehmen bei und jetzt erzähl du von deinem
01:16:06: Versuch.
01:16:07: Ich bin da vor zwei Jahren schon mal gestartet und musste in Führung liegend aufgeben, weil mir der Schaltzug gerissen war oder nie.
01:16:14: eine Hülle vom Schaltkabel, dann ist das ganze, die ganze Schaltzug Außenhülle in den Rahmen gerutscht und ich konnte nicht mehr schalten hinten.
01:16:22: Das war Sonntagabend, da musste ich warten bis Montagmorgen die Radläden aufmachen, um das zu reparieren.
01:16:27: Und habe so viel Zeit verloren, dass ich dann aufgegeben habe.
01:16:30: Und dann bin ich es ein Jahr nicht gefahren und dann habe ich dieses Jahr, oder im zweiten Versuch gestartet, bin dann gut gestartet, aber nach zwanzig Kilometern habe ich einen Platten gehabt vorne.
01:16:44: Und dann fing das Drama eigentlich an.
01:16:45: Also dann habe ich den schlauch gewechselt und habe aber den Reifen nicht richtig auf die Felge bekommen.
01:16:51: Weil ich dann da vor Ort beim Wechseln festgestellt habe, ich habe einen Tubeless Ready Reifen drauf, den ich aber mit schlauch gefahren bin.
01:16:59: Und der war von, ja ich sage es mal von Schwalbe.
01:17:02: Und der
01:17:02: geht wahrscheinlich extrem schwer oder über die Felge?
01:17:06: Also ich habe den schon montiert bekommen, aber der ist nicht eingerastet in die Felge.
01:17:09: Die müssen ja dann diese Tubeless Reifen quasi so einrasten.
01:17:11: Das macht dann so ein Plopp auch.
01:17:14: Und er lief dann total unruhnt und hatte so einen Höhenschlag.
01:17:17: Weil ich habe nicht genug Druck drauf bekommen, dass der richtig in die Fäge einrastet.
01:17:21: Und dann bin ich so erstmal weitergefahren, was total beschissen war, weil der Lenker dann immer so gehobbelt hat.
01:17:25: Und den Abfahrten natürlich ist es extrem beschissen.
01:17:28: Weil da war ein richtig ordentlicher Höhenschlag drin.
01:17:30: Und da habe ich an verschiedenen Tankstellen versucht mit Adapter genug Druck draufzukriegen, dass der so rein ploppt und einrastet.
01:17:35: Ich habe das aber nicht geschafft.
01:17:38: Bis dann nach... abends irgendwann auf einem berg im schwarzwald der veranstalter stand mit dem womobil und die hat eine standpumpe und seifenlauge weil das ging.
01:17:50: mit der standpumpe allein haben wir es auch nicht geschafft mit vereinten kräften.
01:17:54: ich muss den reifen dann wirklich ein seifen mit dusch gehen dass der flutscht und dann mit der standpumpe richtig viel druck drauf damit er einrastet und das hat mich auch dann noch mal ewig zeit gekostet habe ich das aber irgendwann geschafft und dann ist es wieder gelaufen habe ich gedacht geil jetzt bin ich wieder im rennen.
01:18:09: bis dahin Bin ich so unmotiviert rumgefahren, war auch, ich weiß nicht an welcher Stelle, aber irgendwie, also nicht an erster Stelle auf jeden Fall.
01:18:17: Und dann hab ich gedacht, gar jetzt läuft es wieder, jetzt bin ich wieder im Rennen.
01:18:21: Aber ich darf jetzt kein Platten mehr fahren, weil dann hab ich das Problem ja wieder.
01:18:25: Und dann, hundert Kilometer später, mittlerweile war es, glaub ich, zwei Uhr nachts in der Schweiz irgendwo, es hat mittlerweile auch wieder geregnet, war kalt, Dauerregen.
01:18:34: Bin ich nachts in dem Schweizer Dorf, hat auf einmal rechts in der Straße so ein Radweg angefangen.
01:18:39: Rot markiert.
01:18:42: Farblich abgesetzt von der Straße und ich wollte mit dem Rad, mit dem Lenker, nur so rüber schwenken, um da drauf zu kommen.
01:18:48: Ich habe im letzten Moment gesehen, dass da noch so ein Bordstein dazwischen war, zwischen Fahrbahn und Radweg.
01:18:52: So ein weniger Zentimeter hoher Bordstein, so zwei, drei Zentimeter, den ich mir der verschmierten Brille im Regen nachts nicht gesehen hatte.
01:18:59: Dann habe ich mir da mit dem Vorderrad ran über den Lenker geflogen, habe mir die Hüfte aufgeschürft, Knie, Schulter, die üblichen Verletzungen.
01:19:09: Schaltweit ein bisschen verbogen, dann habe ich das Rad so zurecht gebogen, bin aufgestiegen, habe gedacht, naja, fahre jetzt trotzdem weiter, habe dann gemerkt, vorne wieder platt.
01:19:18: Und in dem Moment habe ich gedacht, scheiß jetzt, muss ich wieder in den Schlauch wechseln, dann habe ich wieder das Problem.
01:19:23: Dann habe ich mich dann in so eine Bushaltestelle gesetzt, habe das eben wieder Schlauch gewechselt, wieder montiert und hatte das gleiche Problem wieder, dass der nicht eingerastet ist und dass ich diesen Höhenschlag hatte.
01:19:33: Und während ich das saß, ist der Nils Ojen vorbei gefahren an der Bushaltestelle.
01:19:37: Das war der spätere Sieger.
01:19:38: Der hat das Rennen gewonnen.
01:19:40: Und ich saß halt in der Bushalte Stelle mit Sturzverletzungen, mit defekten Schlauch.
01:19:46: Und er ist da vorbeigefahren.
01:19:47: Und da habe ich in dem Moment auch gedacht, soll ich jetzt überhaupt weiterfahren oder lasse ich es jetzt einfach.
01:19:51: Da war ich auch sehr unmotiviert.
01:19:54: Aber nachts um zwei, ich war nass und keilt habe gefroren.
01:19:57: Ich hatte eigentlich gar keine andere Wahl.
01:19:59: Wenn ich aufgegeben hätte, hätte sich nichts verändert.
01:20:02: Also ich musste weiterfahren.
01:20:03: Dass ich auch wieder warm wäre.
01:20:05: Das war nicht die einzige Möglichkeit.
01:20:08: Wie hast du den Reifen wieder repariert?
01:20:09: Ich
01:20:11: hab dann halt einen neuen Schlauch eingemacht, ich hatte ihn noch ein.
01:20:13: Hat's dann
01:20:14: mit den Reifen besser funktioniert, dass er einrastet?
01:20:17: Er ist wieder nicht eingerasst und ich hatte wieder diesen Höhenschlag.
01:20:20: Das ist
01:20:21: für mich eigentlich der Grund, oder die größte Angst, die ich habe bei Tubeless, weil sie immer heißt, okay, startest Tubeless, die Dichtmilch, alles super.
01:20:29: Und wenn es überhaupt nicht mehr geht oder wenn es dann größer in den Effekt ist, dann zieht man halt einen Schlauch ein.
01:20:34: Aber genau das ist halt das, wovor ich Angst habe, warum ich weiterhin mit Schlauch fahre, weil du halt einfach den Druck brauchst, damit der Tubelsreifen einrostet und es geht bei gewissen Schlauch- und Felgenkombinationen nicht echt schwer.
01:20:46: Genau.
01:20:47: Du brauchst den Druck und du musst eigentlich den Reifen einseifen, damit der flutscht.
01:20:50: Das gibt da auch extra so Mittel, so Fluitflutschzeug, aber kannst du mit Seife oder Buschgeldes auch machen.
01:20:58: Manche kriegst du wirklich nur mit viel Druck und... und unsere Seifenlösung da drauf.
01:21:03: Und manche, du brauchst den ganzen Druck auf A-Moi, also es hilft ja nicht einmal ein Standbumpe, wenn du das immer nur Stoß für Stoß reinbumst, sondern ich habe so eine Pumpe, die hat ein extra Zylinder, den Pumps zerst auf und dann kannst du den ganzen Druck auf A-Moi ablassen und dann gehen die Zubelsreifen eine auf A-Moi, also dann gibt es der ganze Druck.
01:21:28: mit Armstoß reinenden Reifen.
01:21:31: Ja, genau.
01:21:32: Also mit der Handpumpe unterwegs im Kalten ist natürlich, bring's das nicht zusammen.
01:21:38: Ja, und ich hab mich so geärgert, weil das halt selbst verschuldet war durch den Sturz, dass ich dann wieder den Platten, also ich war grad mal hundert Kilometer gekommen mit einem ordentlich laufenden Vorderrad und dann hatte ich wieder diesen Höhenschlag drin.
01:21:51: Und so bin ich dann halt weitergefahren.
01:21:53: Und dann haben sich noch zu dem Problem mit dem Höhenschlag im Vorderrad, haben sich dann immer mehr weitere Probleme dazugezählt.
01:22:00: Also mein Freilauf ist dann irgendwann kaputtgegangen.
01:22:02: Erst hat es wahnsinnige Geräusche gemacht, hinten in der Narbe, also so Knaz und Knackgeräusche und irgendwann habe ich dann gemerkt, der Freilauf geht nicht mehr.
01:22:13: Die Kette zieht es mit, wenn ich aufhört zu treten, zieht es die Kette so rum und die hängt dann so durch und schlägt dann gegen die Speichen.
01:22:21: Und ich musste dann immer mitreden in den Abfahrten.
01:22:23: Also auf den letzten zweihundertfünfzig Kilometer musste ich permanent mitreden und eben ab sechzig kam er dann bremsen, damit ich nicht zu schnell wäre, damit ich weiterhin mitreden kann, weil ich dann quasi in Fixie gefahren bin.
01:22:35: Und das Problem war, dass hinten, ich konnte das auch auseinandernehmen, also ich konnte ohne Werkzeug den Kassettenkörper abziehen von der Narbe und da reingucken und hab dann schon gesehen, dass das ganze Kugellager löst sich auf und da ist so Kugellager-Schlamm drin.
01:22:51: Das hat dann immer wieder blockiert.
01:22:55: Das war dann ein Problem.
01:22:56: Dann habe ich meine Füße nach eineinhalb Tagen, weil meine Füße komplett aufgeweicht von den ganzen Regen.
01:23:00: Ich hatte das richtig tiefe Furchen, die dann total geschmerzt haben.
01:23:05: Dann bin ich immer ohne Socken gefahren, damit die ein bisschen trocknen vielleicht.
01:23:08: Du hast
01:23:09: da keinen
01:23:09: Platz mehr in den Schuhen, weil der Fuß wird irgendwie größer.
01:23:12: Du brauchst eigentlich größere Schuhe mittlerweile.
01:23:15: Und dann hast du so eingeengte, eingepferchte Füße.
01:23:19: im zu kleinen Schuh.
01:23:20: Das ist echt Schmerzhaft, wirklich.
01:23:23: Ja, aber ich habe jetzt zum Glück meine Schuhe schon vor längerer Zeit aufgeschnitten an der Seite, rechts und links, damit ich mehr Platz habe.
01:23:29: Und das hat mir dann ein bisschen geholfen.
01:23:31: Aber ich hatte trotzdem richtig Schmerzen durch diese tiefen, aufgeweichen Furchen in den, also Grabenfuß, nennt man das, glaube ich.
01:23:38: Dann hatte ich diese Probleme.
01:23:41: Und dann hatte ich noch starke Müdigkeitsprobleme, weil im Endeffekt war ich dann sechzig Stunden unterwegs und habe keine Minute geschlafen.
01:23:49: Also ich hatte zwar sechzig Stunden... Ich hatte zwar sechs Stunden Standzeit, also ich hatte sechs Stunden Standzeit, bin fünfundfünfzig Stunden gefahren, also hatte ich sechszig Stunden Rennzeit, aber ich habe keine Minute davon geschlafen, weil ich mich nur mit den ganzen Problemen rumschlagen musste.
01:24:03: Und die haben zu so viel Standzeit gefühlt.
01:24:05: Ich habe zwischendurch mehrmals gedacht, ich höre auf oder ich fahre irgendwo zum Radladen, komme mir ein anderes Laufrad, versuche dann, Lager zu kriegen, aber im Endeffekt hat das, habe ich das alles nicht gemacht.
01:24:15: Und haben mich halt irgendwie da durchgekämpft, was enorm viel mentale Kraft gekostet hat.
01:24:21: Weil ich habe dann auch den Denils, der das Renn später gewonnen hat, den habe ich mehrmals zum Rennen noch getroffen.
01:24:26: Einmal habe ich ihn zum Beispiel gerade eher geschlafen in so einem Post- oder Bankvorraum und ich bin gerade außen vorbeigefahren.
01:24:33: Und da ging mein Freilauf noch, hatte mein Freilauf gehört und hat sich dann so aufgesetzt und hoch geschaut und hat mir so zugewunken und ich bin gerade draußen vorbeigefahren.
01:24:42: Da habe ich natürlich gewusst, er steigt jetzt auch gleich wieder auf und dann hat er mich später auch wieder eingeholt.
01:24:46: Und ich habe ihn also in der Bushaltestelle gesehen, dann bei dieser Schlafpause und dann irgendwo noch meine Abfahrt hat er mich beholt.
01:24:51: als ich dann schon nicht mehr richtig die Abfahrten fahren konnte.
01:24:55: Und da wusste ich immer, also egal wie schnell ich fahre und was ich mache, die Probleme halten mich so auf, dass ich immer wieder zurückfall.
01:25:04: Naja, und im Endeffekt bin ich dann dritter geworden und hat mich wahnsinnig viel mentale Kraft gekostet, das überhaupt fertig zu fahren.
01:25:10: Aber ich wollte es fertig fahren, damit ich es wenigstens... einmal beendet habt ihr's denn?
01:25:15: Ja, ist schon brutal mit solchen Rückschlägen umzugehen und das trotzdem fertig zu fahren.
01:25:20: Mir war das nicht bewusst, dass das so problematisch war und so unrund gelaufen ist, das ganze im wahrsten Sinne des Wortes.
01:25:27: Ja, also ich war ab Kilometer zwanzig immer einen Schritt zurück und hatte nur Probleme.
01:25:33: Und zwischendurch, diese Hundert Kilometer kann man sagen, zwischendurch, wo das mit dem Vorderrad ging, da ist es mal halbwegs gelaufen, aber Die letzten neunhundert war ich wieder ein Schritt zurück oder zwei und hatte nur Probleme.
01:25:42: Du bist neunhundert mit dem Höhenschlag im Vorderreifen fertig gefahren.
01:25:48: Ja, neunhundert Kilometer mit... Du hast das dann nicht
01:25:49: mehr.
01:25:50: irgendwie später dann beim Radlgeschäft oder so hinbekommen, dass es dann wieder rund lauft.
01:25:56: Also ich bin neunhundert Kilometer mit Höhenschlag im Vorderrad gefahren, zweihundertfünfzig ohne Freilauf, wo ich immer mitreden musste.
01:26:03: Im Regen mehr als die Hälfte, im Dauerregen.
01:26:07: Ich hatte Taubehände am Ende, Schulterschmerzen, ab dem Sturz hatte ich auch Sturzverletzungen an der Hüfte, an der Schulter, am Knie, am Knöchel unten.
01:26:16: Also ich bin ziemlich ramponiert im Ziel angekommen.
01:26:21: Und wie lange ist dann in so einem Fall bei dir die Regenerationszeit, weil ich meine, das ist immer eine gute Frage, wenn man so ultra strecken fort, wie lange braucht man zum Regenerieren, wann ist man wieder fit, wann hat man wieder so die gute Form wie vor am Start, wenn es jetzt natürlich so angeschlagen bist und so durchkämpfen muss.
01:26:37: Da wartest du wesentlich länger.
01:26:39: Du hast schon so viel Lebenskilometer in dir, bei dir ist das vielleicht anders wie bei vielen, aber trotzdem spürst du, du bist da ein Mensch und du spürst da die Schmerzen.
01:26:48: Ja, das Problem war ja, dass ich genau zwei Wochen nach Mittelgebirge-Klassik beim Raka gestartet bin.
01:26:54: Beim Raka Nord-Süd.
01:26:55: Also ich hatte zwei Wochen und ich habe dann während des Raka festgestellt, es war zu wenig.
01:27:00: Weil ich bin da, würde ich sagen, ein gutes Rennen gefahren, aber ich habe so einen Müdigkeitseinbruch gehabt am zweiten Tag.
01:27:07: dass ich immer wieder, also tagsüber auch, so müde und so langsam geworden bin und die Fokus verloren habe.
01:27:14: Und ich, im Nachhinein kann ich mir nur das damit erklären, dass mir diese Mittelgeberks-Klassik eben noch drin gesteckt hat, wo ich ja die Sechzehstunden durchgefahren war.
01:27:23: Und da bin ich dann ja auch beim Raka nur zweiter geworden, hab gegen den Michael verloren, der eine Stunde vor mir war,
01:27:30: gegen den man was schon auch verlieren kann, weil der dann das Transiterika gewonnen hat.
01:27:38: Genau, also der ist ein sehr gute Fahrer, der hat Transiberika gewonnen, der hat Raka nicht so sehr gewonnen.
01:27:43: Das Jahr davor hat er auch irgendein Spanien-Eins gewonnen, wo auch der Sofiane Serhili am Start war.
01:27:50: Er ist schon eine sehr gute Fahrer auf jeden Fall.
01:27:52: Aber ich hatte damit Problem zu kämpfen, die ich glaube, dass die daran liegen, dass sie noch nicht erholt war von Mittelgebirge, dass die zwei Wochen zu wenig waren.
01:28:02: So, mit Blick auf die Uhr, werden wir jetzt... Die anderen, die restlichen beiden Rennen, etwas kürzer halten.
01:28:11: Also vielleicht magst du ganz kurz Berichten von... Vielleicht sprichst das selber auch so französisch, weil mein Französisch das möchte niemanden zumuten.
01:28:22: Das war da in der Gegend...
01:28:26: Ja, rund um Anne-Sie.
01:28:28: Also Anne-Sie, wie die Franzosen sagen, bin ich légion gefahren.
01:28:31: Das waren siebhundert Kilometer mit siebzehntausend Höhenmeter.
01:28:35: Also relativ kurz, aber sehr bergig.
01:28:37: und da waren wunderschöne Berge dabei, wie Kolde, Lacroix de Ferre, Kolde Isran, bei Alpe d'Iesse mal vorbeigefahren und es war eben sehr höhlmieterlastig, gutes Wetter, gut organisiert.
01:28:49: Kann man sagen, das ist auch so wie Race Across the Alps, Frankreichs, so in die Richtung, es ist extrem viele Berge, große Pässe.
01:28:59: Kann man sagen, aber halt Ansupporte, Fetz allein.
01:29:02: Und da bin ich, es ist offiziell, glaube ich, nennt es jetzt gar nicht Rennen wegen... Genehmigung, was weiß ich, aber ich bin als erster angekommen, rechtzeitig, bevor die zweite Nacht angefangen hat, also bin nur eine Nacht durchgefahren, hatte noch Zeit im See zu baden, bevor ich ins Ziel gefahren bin.
01:29:16: Weil es war sehr heiß, es war im August, und da bin ich zehn Kilometer vom Ziel, es fährt mir am See entlang, lag auch eine See, und da bin ich noch baden gegangen und dann erst ins Ziel.
01:29:24: Und da habe ich auch noch im Nach, also ich bin schon mit dem Rad hingefahren, bin danach noch mit dem Rad durch die Schweiz heimgefahren, hab den Pierre Bischof besucht bei sich zuhause, hab einen ehemaligen Rennfahrerkollegen besucht in Losland und hab da so ein Bikepacking-Trip gehabt über Auch zwei, drei Wochen.
01:29:38: Frankreich, Schweiz.
01:29:39: Ich weiß gar nicht, wo ich dann noch war.
01:29:42: Deutschland.
01:29:43: Und irgendwann warst du nur in Napoli.
01:29:46: Genau.
01:29:46: Und dann zum Jahresende wollte ich noch
01:29:49: ein neues Rennen, das sehr, sehr interessant ausschaut, das auch sehr gut organisiert zu sein scheint.
01:29:59: Und mit dem der Straps auch ein bisschen geliebt hat, als Saisonabschluss.
01:30:05: Masse Napoli.
01:30:07: Genau.
01:30:08: Also das war auch eine sehr spezielle Srenn.
01:30:10: Also bin ich auch wieder im Rad angereist, war da vorhin bei der Europameisterschaft in Frankreich.
01:30:16: Hab mir da alles Frauenrennen angeschaut und bin dann im Rad so allmählich nach Marseille gefahren.
01:30:21: Über, äh, wie heißt es?
01:30:25: Na, ist egal.
01:30:26: Auf jeden Fall bin ich nach Marseille gefahren im Rad.
01:30:27: Auf jeden Fall hast du uns ein Foto geschickt von dir und Karina Schremf, wie du sie
01:30:31: vor der
01:30:32: EM getroffen hast.
01:30:33: Bei der EM getroffen und ich hab mich auch erkannt und haben auch über ein Podcast bisschen geredet, wo wir beide ja schon waren.
01:30:38: Das war sehr nett, hab ich's immer kennengelernt, genau.
01:30:41: Und dann Marseille, Napoli waren... ...tausend dreihundundzwanzig Kilometer mit... ...sechzehntausend Höhenmeter.
01:30:47: Ebenwie, wie schon gesagt, von Marseille nach Napoli.
01:30:51: Fickse Strecke.
01:30:52: Viel am Meer entlang, aber auch über Pässe, wie Col de Turini.
01:30:56: Dann sind wir Poccio gefahren bei San Remo, dann oberhalb von Cinque Terre, durch die Berge.
01:31:01: Äh, an Rom vorbei.
01:31:05: Und am Schluss noch auf dem Vesuv.
01:31:08: Bevor wir dann... Das Ziel in der Apel hat.
01:31:11: Und da war die Besonderheit, das war dann im Oktober schon, dass die Nächte eben zwölf Stunden lang waren.
01:31:16: Aber wir hatten das Glück, es war Vollmond.
01:31:18: Also man hat selbst nachts relativ viel gesehen, weil alles beleuchtet war durch den Vollmond.
01:31:24: Und da bin ich äh, vierundsechzig Stunden lang gefahren und hab auch gewonnen.
01:31:30: Und das war mein bisheriger Rekord.
01:31:31: Also vierundsechzig Stunden, genau zweieinhalb Tage.
01:31:34: Bin in die dritte Nacht noch reingefahren.
01:31:37: Und da war ich voll am Limit.
01:31:38: Also am Sturz sind wir so hoch.
01:31:40: Ich bin ja schon mal beim Tu Volcano Sprint gefahren.
01:31:44: Da fährt man ihn als ersten Berg direkt nach dem Start.
01:31:46: Jetzt bin ich ihn als letzten Berg gefahren, am Ende von dem Rennen.
01:31:50: Und da bin ich so langsam hochgekochen und war so müde und so fertig, weil ich eben nicht geschlafen hatte.
01:31:56: In der zweiten Nacht wollte ich eigentlich schlafen, aber dann war es zu kalt.
01:31:58: Da ging es dann so auf zwei Grad runter und ich hatte nichts dabei zum Schlafen.
01:32:02: Habe mich mal kurz hingelegt, aber habe so gefroren, dass ich gar nicht schlafen konnte.
01:32:06: Bin also ohne Schlaf, das ist auch durchgefahren.
01:32:09: Und dann die Stimmung in Neapel, also das Sieb am Mieten in der Stadt.
01:32:13: mitten im Zentrum von die Apel.
01:32:16: Das war sehr schön, weil da kommt man dann die Tage danach, da in der Stadt rumstromen, überall günstige Street-Food-Essen, also gibt es noch Pizza für vier Euro, teilweise sogar die gefaltete Pizza, das ist eine Street-Food-Pizza, die kann man auf der Hand essen, wird so gefaltet, kostet keine vier Euro, normale Pizza fünf Euro, dann kann man da am Startstrand im Meer baden gehen und durch die Startstromen und dann war noch Konzert irgendwo.
01:32:41: bin ich danach auch noch ein bisschen da geblieben, bin an der Malfi-Küste lang gefahren, mehrmals, hab da im Zelt geschlafen.
01:32:49: Also das war sehr schön zum Ausklang.
01:32:51: Und das Rennen war auch echt, die Organisation war auch speziell, weil es war nicht so ernst alles.
01:32:58: Auch das Teilnehmerfeld, also die Fahrer waren jetzt nicht so die typischen Ultrafahrer, würde ich sagen.
01:33:02: Das waren alles eher so Künstler und Freigeister.
01:33:05: Vieles mit Stahlrädern gefahren.
01:33:08: Fast jeder war tätowiert.
01:33:09: Die Hälfte hat nach dem Ziel direkt erst mal angefangen zu rauchen.
01:33:15: Ich sag mindestens fünfzig Prozent der Teilnehmer hat geraucht.
01:33:18: Die Absturzparty in Marseille, in Neapel war der Wahnsinn.
01:33:22: Da haben sie ein DJ gehabt und Bühne und Laserschum.
01:33:25: Was weiß ich?
01:33:27: Das war krass.
01:33:28: Das ist beim Race Across Italy schon so.
01:33:31: Als finnischer Bart, die haben da komplett ihre Musik.
01:33:36: Das ist, du kommst so aus deiner Letzagier oder wenn du da gelang um Radl sitzt, nix geschlafen hast, du bist ein bisschen langsam im Kopf.
01:33:44: Und dann fahr'n wir kommt ein DJ mit Fuygas, Disco Musik, es ist irre und so laut.
01:33:48: Also feiern können die, der leh'n ja definitiv.
01:33:51: Oh ja.
01:33:52: Ach ja, was auch noch lustig war, wir hatten dann Empfang im Rathaus von eine Apel.
01:33:56: Und hab' ich gedacht, also ich als Sieger muss es auf jeden Fall hin.
01:33:58: und ich dachte, das ist so ein steifer Termin im Rathaus mit Politikern.
01:34:01: Und ich hatte nix zum Anziehen dabei, also T-Shirt, kurze Hose, Flip Flops.
01:34:05: Dann habe ich aber gesehen, weil wir sind dann da alle zusammen als Gruppe hin.
01:34:09: Viele, die gerade ins Ziel gekommen sind mit den verschwitzen, schmutzigen Radklamotten, war alles egal.
01:34:13: Wir sind dann mit einer großen Gruppe von vierzig, fünfzig Mann ins Rathaus von Neapel spaziert und hatten da einen Empfang von Bürgermeister.
01:34:20: Und das war auch sehr lustig.
01:34:22: Dann haben wir ein Metall in den Bereich bekommen.
01:34:24: Und die ganze Stimmung war einfach super, da im Zielbereich.
01:34:27: Und es gab einen Checkpoint unterwegs, da war die Stimmung auch klasse.
01:34:30: Und die haben wahnsinnig lustige Videos gemacht auf dem Instagram-Kanal.
01:34:34: Also die lohnt sich wirklich mal anzuschauen.
01:34:35: zum Beispiel haben wir sind strahli bianca auch gefahren.
01:34:37: ein stück haben sie sich hingesetzt an so ein tisch und haben mit nummern bewertet wie gut die fahre da von der abfahrt um die kurve fahren so von eins bis zehn.
01:34:45: die war als kunsthaft und die schilder so hochgehalten und das so bewertet.
01:34:50: Also der instagram kanal ist sehr lustig die videos in der hamme und der wollen sie sogar noch auf film drüber machen.
01:34:56: Ja und die ganze organisation es war eher alles so locker.
01:34:58: die leute sind auch in gruppen zusammengefahren.
01:34:59: windschatten fahren war zwar offiziell verboten haben sie trotzdem gemacht.
01:35:02: also das war alles nicht so streng Für Einsteiger.
01:35:05: daher würde ich sagen auch gut geeignet.
01:35:07: Warst du, ob es das Rennen wieder geben wird oder war das einmalig?
01:35:10: Nee, die wollen es schon wieder machen, aber vielleicht andersrum nächstes Jahr.
01:35:13: Von Neapel nach Marseille.
01:35:14: Das wissen sie noch nicht genau.
01:35:16: Aber die ganze Stimmung und die Einstellung, das war alles sehr locker, lebensvoll, lustig.
01:35:22: Also wahnsinnig guter Vibe so.
01:35:23: Und würde ich sagen für Einsteiger auch gut geeignet.
01:35:27: Aber als Nichtraucher darf er trotzdem mitfahren, oder?
01:35:31: Ja, aber wenn man tätowiert ist, raucht und ein Stahlrad fährt, ist man voll dabei.
01:35:35: Dann kriegst du die Note zehn, wenn du aus der Kurve kommst.
01:35:38: Wahrscheinlich.
01:35:41: Ein Wahnsinn.
01:35:42: Hey, ganz kurz.
01:35:43: Als Abschluss.
01:35:46: Wie schaut's aus mit deinem Lebkuchen-Sponsoring?
01:35:48: Wir haben uns letztens wirklich bemüht, dich zu unterstützen, damit du endlich ein Lebkuchen-Sponsor kriegst.
01:35:54: Ich bin aber... Noch nicht wirklich drauf kommen, ob du jetzt was draus geworden ist, eher nicht, oder?
01:35:59: Nee, ist nichts draus geworden.
01:36:01: Ich habe mich auch nicht mehr drum bemüht.
01:36:03: Ich habe einen Vorrat gekauft für den restlichen Winter noch.
01:36:07: Der hält hoffentlich bis zum Ende.
01:36:08: Aber ich bin gar nicht mehr so lange jetzt im Winter.
01:36:10: In zwei Wochen geht es schon wieder weg.
01:36:12: Bis dahin wird es schon noch halten.
01:36:14: Für nächstes Jahr ist noch keine Pläne.
01:36:16: Also
01:36:16: wie gesagt, in zwei Wochen geht es wieder weiter nach Indien diesmal.
01:36:20: Ich fahr die erste Uzi-Rundfahrt, die es jemals in Indien gibt oder geben wird.
01:36:24: Also ein UCI-Rennen, eine Rundfahrt wieder in Indien.
01:36:28: Und ich bin gespannt, ob das jetzt vielleicht zu Afrika noch schlimmer wird oder eher besser.
01:36:34: Also das Roadbook lässt darauf schließen, dass es sehr gut organisiert ist.
01:36:37: Aber was das wert ist, sieht man erst vor Ort an.
01:36:39: Und ich habe immer gedacht, Indien ist das Land, wo ich auf keinen Fall rennen fahre.
01:36:43: Das ist einfach viel zu chaotisch.
01:36:44: Der verkehrt einen Prozent fünf Milliarden Menschen in dem Land.
01:36:49: So viel verschiedene Kulturen.
01:36:50: und ich habe gedacht, Indien Du kannst da keinen Radrenn fahren, das ist viel zu chaotisch.
01:36:56: Aber jetzt veranstalten Sie eine UZI-Rundfahrt.
01:36:59: Und im Anschluss daran gibt es sogar noch ein Ultrarennen, was ich vielleicht fahre.
01:37:02: Von mit Schalunzin in Goa.
01:37:06: Und ich probiere das jetzt einfach mal.
01:37:07: Also ich habe keine Ahnung, was das wird, aber ich probiere es mal.
01:37:11: Also Radsport, Kultur in Indien, dazu kann ich wenig sagen.
01:37:15: Ich weiß nur, dass es eine extrem begeisterte Race Across America Szene gibt in Indien auch.
01:37:22: Es gibt jedes Jahr Starter aus Indien beim Rhyme und
01:37:27: Qualifier Rennen fürs Rhyme gibt es in Indien?
01:37:31: Ja, ich habe gesehen, es gibt sogar Race Across India von Nord nach Süd, viertausend Kilometer mit Russland und es gibt verschiedene Ultrarinnen.
01:37:36: Ja,
01:37:36: verschiedene, einige und ich bin jedes Jahr kriege E-Mails, was das so ganz in dem indischen Englisch, das ist irgendwie sehr, sehr lustig ist, wenn man es hört und jedes Mal... wird man nicht nacheigelegt, sieh bitte komm mal mal und fahr doch mit.
01:37:49: und ich denk mir so, es ist es ist so weit weg und es geht sich nicht aus und irgendwie es ist mir einfach eine Spur zu heftig.
01:37:56: Einfach jetzt die Reise an sich.
01:37:59: Also das eine Rennen, was ich jetzt gefunden habe, das ist Ende Januar in Goa und das ist irgendwie, ein Tausend, sechshundert Kilometer nonstop, aber es gibt trotzdem drei Etappen und nach, es gibt einen Massenstart und nach der ersten Etappe gibt es eine Zwangspause von vier Stunden und dann ist wieder ein Massenstart zur zweiten Etappe.
01:38:17: Aber ich weiß nicht, diese Zwangspause von vier Stunden, die muss ja für den Letzten gelten.
01:38:22: Damit der die vier Stunden Pause einhalten kann und dann beim Massenstab wieder dabei sein kann.
01:38:26: Das heißt, der Erste hat ja viel, viel länger Pause.
01:38:28: Und dann aber zwischen zweiter und dritter Tabel gibt es dann keine Zwangspause.
01:38:31: Also die kannst du dann durchfahren.
01:38:32: Zumindest steht es so im Roadbook, wie es tatsächlich wird.
01:38:36: Pasca-Menschen.
01:38:37: Es
01:38:37: ist sehr confus und ich frag mich eh, wie man diesen indischen Straßenverkehr alleine und ansupportet fahren soll.
01:38:44: Ah, wichtige Frage noch.
01:38:45: Was ist mit deinem Kanister?
01:38:47: In den letzten Rennen?
01:38:48: auf den Fotos war kein Erokanister mehr zu sehen.
01:38:51: Ja, dann hab ich ja letzt, also, zwanzig, vierundzwanzig zweimal eingesetzt beim Radkart, danach war er kaputt.
01:38:56: Ich war einfach zu faul, das wieder neu zu basteln und zu machen, weil bei der Anreise mit Bus und Bahn und geht es dann auch, geht er dann kaputt oder ich hab einfach keinen Nerv gehabt, mich da wieder tun zu kümmern.
01:39:09: Ich muss ja das neue Rad aufbauen.
01:39:10: Ach ja, das haben wir auch gar nicht besprochen.
01:39:12: Vom Anfang von Podcast und den Scheibenbremsen.
01:39:16: Ja, bist jetzt auch gefallen, beziehungsweise dein altes Rad entgültig kaputt und es gibt keine Räder mehr ohne Scheibenbremsen anscheinend.
01:39:27: Also da ist auch eine Geschichte dahinter, ich erzähle es jetzt noch schnell.
01:39:30: Ich bin Rundfahrt gefahren, dieses letzt, also zwanzigundzwanzig, Tour de Martinique und ich war der Einzige in meinem Team mit Felgenbremsen.
01:39:39: Und auf der dritten Etappe habe ich einen Platten gefahren und wusste, wir haben keine Ersatzlaufräder für Felgenbremsen dabei.
01:39:44: Alle haben nur Scheibenbremsen.
01:39:46: Dann habe ich während des Rennens versucht den Schlauch zu wechseln.
01:39:51: Dabei hat mir jemand von einem anderen Team geholfen, hat mir total in Hektik und Stress den Schlauch gewechselt und habe ich versucht mit zwei verschiedenen Pumpen aufzupumpen, was nicht funktioniert hat, weil der andere, der mir geholfen hat, den Schlauch kaputt gemacht hat, habe ich im Nachhinein gesehen.
01:40:06: Durch die Hektik hatte ich ihn eingeklemmt, dann ist er kaputt gewesen.
01:40:08: Und dann musste ich auf der dritten Etappe die Rundfahrt aufgeben.
01:40:12: Aus dem Grund, weil ich eben noch Felgenbremse fahre als Einzige.
01:40:16: Und das war für mich dann das Signal, jetzt ist Schluss, jetzt steige ich um auf Scheibenbremse.
01:40:21: Ich kann nicht mehr mit veralteten Material rumfahren, weil es war auch zum ersten Mal seit vielen Jahren, dass ich aus einer Rundfahrt geflogen bin und es ist eine sehr schöne Rundfahrt auf Martinik.
01:40:29: Die ging auch über acht, neun Etappen und ich war nach drei Etappen schon raus.
01:40:33: Und dann in der Folge habe ich auf der Insel allein trainiert, bin dabei noch vom Auto angefahren worden, war im Krankenhaus, konnte eine Woche nicht fahren, mein Lenker war gebrochen, mein Rad war kaputt.
01:40:41: Und dann, das war das Signal, jetzt steige ich um auf Scheibenbremse.
01:40:45: Also das steckt dahinter.
01:40:47: Und dann habe ich mir selber einen Rad aufgebaut, habe mir die ganzen Einziteile bestellt, also alles Einzelnenrahmen, Gruppe, Laufräder, Lenker, weil ich wollte auch dann bestimmte Sachen haben.
01:40:55: SRAM Hebel rechts, Shimano Hebel links, Campagnolo Umwerfer vorne.
01:41:01: Nee, ganz so nicht.
01:41:02: Aber ich wollte auf keinen Fall elektronische Schaltung, aber zwölffach.
01:41:05: Und da gibt es nur noch eine Gruppe, die mechanisch zwölffach ist, gibt es nur noch die Shimano Hundert Fünf.
01:41:09: Also habe ich die genommen.
01:41:10: Dann wollte ich ein Sechsunddreißiger Lenkern schmalen, dann wollte ich ein Hundertsechzigter Kurbel.
01:41:15: Und wenn ich jetzt ein Rad von der Stange gekauft hätte, was mir eh zu teuer gewesen wäre, aber hätte ich das alles ändern müssen, dann habe ich mir gesagt, ich baue einfach von Grund auf mir ein eigenes Rad auf, kann ich alles gleich so konfigurieren, bestellen, wie ich es brauche.
01:41:27: Und das habe ich dann aufgebaut und seitdem fahre ich damit.
01:41:31: Wenn du jetzt dann in Indien bist, du kommst aber pünktlich harm oder bist, Zweiundzwanzigsten Mai, weil ... Es ist nämlich lustig, ich habe das Tiefen, der rund um Sachsen organisiert und das Race Cross ist Germany, der macht auch mit mir jetzt Ende Jänner organisiert, der für mich die Vorträge, ich habe so fünf Vortragstermine in Deutschland und er hat mir letztes Mal erzählt, wie wir uns kurz abgesprochen haben.
01:41:54: Ja, er würde gerne mit dir, Robert, so eine Bikepacking-Trainingslager so in die Richtung machen, aber du sagst immer zu ihm, hey, Ich kann doch nicht vorausplanen, über keine Ahnung, ob ich in Mai zu Hause bin oder in Afrika oder in Südamerika oder sonst wo.
01:42:08: Aber scheinbar habt ihr ja hier irgendwas ausgemacht, weil es wird jetzt so eine Bikepackentour mit dir geben.
01:42:17: Ja genau, also ich habe mich jetzt dazu bereit erklärt, das zu machen.
01:42:21: Am twenty-zwanzigsten Mai ist der Start in Oschatz bei Leipzig.
01:42:26: Und wir fahren dann die fünfhundert Kilometer Strecke von rund um Sachsen.
01:42:29: Also die lange Strecke da ist neunhundert Kilometer, das ist eben Europameisterschaft.
01:42:33: Dann gibt es noch die fünfhundert Kilometer und die fahre ich dann mit zehn Leuten, die da Bock drauf haben, einfach als Bikepacking-Tour mit Übernachtung.
01:42:42: Also nicht als Renn, sondern gemütlich und erzählen ein paar Geschichten und zeig den Leuten, wie ich das so mache, wo ich jetzt übernachte, Verpflegung, wie man das alles so macht.
01:42:51: Und wer der Interesse daran hat, kann sich gerne anmelden auf der Seite von rund um Sachsen.
01:42:56: Und wir wollen dann, also es geht von Freitag bis Sonntag.
01:42:59: So zwei, drei Tage.
01:43:01: Und da ist auch ein ohrschatzgroßes Festivalorganisiertes Steven da, also da ist viel los.
01:43:07: Und da kann man auch dann, es gibt einen Vortrag auch vom Lukas Kaufmann über Real Estate Cos America und was weiß ich alles.
01:43:14: Und da kann man mit mir eben auch so eine geführte Bikepacking-Tour machen.
01:43:17: Schlauft
01:43:17: man dann mit dir in deinem Zelt oder in einem Hostel oder wie schaut das aus?
01:43:23: Also ich habe nur ein Einmannzelt.
01:43:25: Wie das alles genau ablaufen wird, das... muss ich dann sehen, wer sich anmeldet, auf was die Leute Lust haben, ob die im Zelt schlafen wollen, wie das Wetter auch wird und so weiter.
01:43:32: Das sehen wir dann.
01:43:34: Cool.
01:43:36: Also schnell sein, es gibt nur zehn Plätze und wer ein Abenteuer möchte, aber der eine Rundfahrt in Indien sich noch nicht zutraut, einmal klein anfangen und wir im Urbalk drei Tage ein längeres Wochen eine Bikepacken gehen.
01:43:53: Ja, genau.
01:43:55: Ich glaube, das nutzt mir jetzt einfach als Schlusswort.
01:43:59: Ich bin nicht gefreut, dass du heute wieder da warst, dass du auch so viel Zeit gehabt hast.
01:44:04: Wir haben uns nicht gedacht, dass es gleich so eine Marathon-Fallgebiet, aber passt eh gut zum Neustart ins Jahr.
01:44:11: Und du hast dich gesagt, für Heia hast du nichts geplant.
01:44:16: Ich hoffe schon, dass wir uns bei ein paar Rennen vielleicht damit sehen, dass wir wieder gemeinsam am Start stehen.
01:44:22: Wäre super.
01:44:23: Ja, würde mich auffallen.
01:44:28: Ja,
01:44:28: schon Pläne, also Trends Continental, wenn ich angemüttert, rund um Sachsen steht sehr hoch auf meiner Wunschliste und das Unknown Race ist auch wieder sehr hoch auf meiner Wunschliste.
01:44:39: und bei ein paar anderen überlege ich noch, aber ich mache sicher nicht sieben Rennen so wie du, das muss ich ehrlich sagen, ist mir einfach zu heftig.
01:44:46: Und das, das muss ich sagen, das Rennen nach Napoli oder von Napoli, das hat mir sehr gut gefallen, deine Beschreibung.
01:44:57: Vielleicht
01:44:57: wird es tatsächlich
01:44:58: so.
01:44:59: Als es so ausklang, ist es wirklich gut.
01:45:01: Kann ich echt empfehlen.
01:45:02: Vor allem die Party.
01:45:02: Das passt so gut als finnischer Party des ganzen Jahres.
01:45:06: Das ist so ein Endparty.
01:45:11: Danke dir für die Zeit.
01:45:13: Alle die noch dran sind.
01:45:14: Danke fürs Zuhören.
01:45:16: Das ist
01:45:16: eine
01:45:17: lange Folge.
01:45:18: Man muss es ja nicht am Stück anhören.
01:45:19: Man kann es jetzt auch zweimal anhören.
01:45:21: Und ja, ich muss jetzt los zum Tats und die werde jetzt da... Vor dem Halbfinale, vor den Halbfinals noch meinen Weltmeister-Tipp abgeben.
01:45:32: Gian van Veen und dann schauen wir mal bei der nächsten Aufnahme, ob ich recht behalten sollte.
01:45:39: Also ich weiß nicht wovon du redest Flo, aber viele wissen es wahrscheinlich schon.
01:45:45: Ich habe auch keine Ahnung.
01:45:46: Ich habe heute einen Cyclocross geguckt, das war wieder richtig spannend.
01:45:49: Eierheit war das im Schnee, oder?
01:45:50: Das muss ich in den Scheiben morgen noch, da haben wir noch gar nicht...
01:45:52: Van.
01:45:53: der Pool ging von Art im Schnee.
01:45:54: Ja, das ist nett verraten, ich schau mir das morgen an.
01:45:59: Schön wars.
01:46:00: Vielen Dank.
01:46:01: Ja, danke euch.
01:46:02: Ciao.
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