#275 - Sebastian Trimborn: 12h Zwift mit 279 Watt

Shownotes

Diese Episode wird euch präsentiert von JOIN. Alle Infos unter: www.join.cc/sitzfleisch

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In dieser Episode von Sitzfleisch geht es tief hinein in die Welt des Indoor-Trainings und weit über das hinaus, was man sich unter „Rolle fahren“ normalerweise vorstellt. Während Straps und Flo selbst aktuell fast ausschließlich drinnen trainieren, holen sie sich diesmal einen Gast dazu, der Indoor-Cycling auf ein neues Level gehoben hat: Sebastian Trimborn.

Basti hat vor wenigen Wochen einen neuen Zwift-Weltrekord aufgestellt: 536 Kilometer in 12 Stunden, gefahren mit 279 Watt im Schnitt – live gestreamt, mit tausenden Zusehern und einer Spendensumme von rund 45.000 Euro für einen guten Zweck. Er erzählt, wie dieser Rekord zustande gekommen ist, welche Regeln und Kontrollen es bei Guinness gibt, warum der organisatorische Aufwand fast so fordernd war wie die sportliche Leistung selbst und weshalb die letzte Stunde härter war als alles davor.

Im zweiten Teil wird es grundsätzlicher. Basti erzählt offen von seinem Weg in den Ultra-Radsport, von seinen Anfängen bei 24-Stunden-Rennen, vom Traum Race Across America und von seinem ersten großen Unsupported-Rennen, dem Hellenic Mountain Race. Dort lief vieles schief: fehlende Vorbereitung, keine Schlafstrategie, massive Verpflegungsprobleme und schließlich ein Hungerast, der das Rennen vorzeitig beendete. Warum das Aufgeben in diesem Fall die richtige Entscheidung war, was er daraus gelernt hat und wie sehr ihn diese Erfahrung für kommende Rennen geprägt hat, erklärt er detailliert und ehrlich.

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Die Termine für den neuen Multi-Media Vortrag von Christoph Strasser finest du hier: https://www.christophstrasser.at/vortraegecampstermine/terminuebersicht/

Danke an alle Steady- und Apple Podcasts Supporter*innen! Auf https://steady.page/de/sitzfleisch/about findest du alle Infos zu den Support-Paketen und auch auf Apple Podcasts kannst du den Podcast werbefrei abonnieren.

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Sitzfleisch, dem Indoor Trainings Podcast mit Florian Kraschitzer und Christoph Strasser.

00:00:15: Ja, und nicht nur Indoor Training, sondern auch Indoor Rennen und Indoor Rekordversuche.

00:00:23: Ja, genau.

00:00:23: Wir haben heute ein sehr spezielles Thema.

00:00:26: Bastler wäre ganz gut zur Jahreszeit und wir, also ich bin selber kein Experte.

00:00:34: Beim indoor Training, also schon im Sinne von wie vor, sehr oft und sehr gern und sehr viel im Winter drinnen, aber ich war nicht auf Zwift.

00:00:42: Ja, mehr will ich mir gar nicht verraten.

00:00:46: Starten wir gleich mal mit deinem Fail, den hast du mir schon angekündigt und ich bin gespannt.

00:00:57: Also ich mache jetzt erst dich fragen Flo, wie viel bist du jetzt in den ersten Tagen im Jänner im neigen Jahr schon draußen gefahren mit dem Rennradl?

00:01:06: Null Kilometer und Null Stunden und Null Minuten.

00:01:10: Alles Null.

00:01:11: Also ich bin natürlich meine normalen Pendelwege immer gefahren, auch durch Schnee und Eis.

00:01:17: Das ist egal.

00:01:18: Aber trainiert habe ich noch Null Kilometer.

00:01:22: Bei mir ist das Ganze so.

00:01:23: Und es ist jetzt einfach jetzt momentan.

00:01:26: Es hat docks über selten Null Grad oder mehr.

00:01:29: Meistens hat es minus Grad in den ganzen Tag.

00:01:31: Minus eins, minus zwei.

00:01:33: Heute in der Früh hat es minus siebzehn gehabt.

00:01:36: Ja.

00:01:37: Wie ich das Haus verlassen habe.

00:01:40: Da war selbst mit der dicken Daunenjacke nicht so geil.

00:01:43: Und auch wenn es teilweise trocken ist, es gibt dann doch immer Passagen.

00:01:46: Du fährst im Schotten oder es ist irgendwo im Wald ein bisschen, weiß ich nicht, feucht und rutschig und eisig die Straßen.

00:01:53: Also, aus voll überzeugen fahr ich jetzt momentan herinnen.

00:01:56: Es ist mir einfach zu kalt.

00:01:57: Und dann hat man letztes Wochenende die Carina Schrempf geschrieben.

00:02:03: Sie wohnt ja im Instaal, also weiter nördlich in der Steiermark und da ist es nochmal eine Spur Kälter.

00:02:08: Dafür haben Sie keinen Schnee abgekriegt, der ist heuer bis jetzt aus dem Süden gekommen.

00:02:14: Ja, es hat schon auch... Ich hab schon Fotos auch gesehen, was dort oben schneit.

00:02:18: Und auf jeden Fall hat mir die Karina geschrieben, sie kommt quasi ins warme Graz morgen, das hat sie ungefähr vor einer Woche geschrieben, und weil ich sie oben im Instaal zu koet.

00:02:30: Und jetzt kommt sie nach Graz, weil da ist es so angenehm, da hat sie mich nur minus eins.

00:02:33: Und sie geht fünf Stunden trainieren, aber ich Lust habe zum Mitfahren.

00:02:38: Und ich habe ihre Alter gehört.

00:02:39: Na, erstens ist morgen vom Trainingsplan ein Ruhetag und zweitens, ich muss ehrlich sagen, bei minus eins kann ich nicht fünf Stunden draußen fahren.

00:02:45: Es halten meine Finger, meine Füße und einfach ich, also gar unser, ich hol's nicht aus und ich mag's einfach nicht.

00:02:53: Und ich habe mich da nur gedacht, hey, es gibt schon einen anderen Härtegrad.

00:03:00: Bei gewissen Leuten, also, wenn einmal jemand das Sonnekes Trainingslager machen will, bei minus eins Grad, kommt es noch grad.

00:03:09: Aber ich fahre nicht mit.

00:03:11: Ja, also ich war dreimal langlaufen, da war es auch nicht warm, das war auf der Hebamme, da ist noch richtig der Wind gegangen.

00:03:20: Aber ja, irgendwie vom Gefühl her anders.

00:03:25: Also, da muss ich mich nicht so überwinden wie... bei den Temperaturen wir aufs Raal setzen.

00:03:30: Vielleicht auch, weil man ein bisschen langsamer ist und der Fahrtwind an nicht so abkühlt.

00:03:35: Ja, es ist halt echt der Fahrtwind.

00:03:36: Also, gerade bei den Zehen und bei den Fingern, wenn du stundenlang den Fahrtwind hast und wenn es nur auf im Jahr zwanzig, dreißig keinem Haar sind, das saugt auf Dauer einfach die Wärme komplett, komplett aussah.

00:03:47: Das ist ganz schlimm, deswegen ja... Sehr beliebter im Winter, mehr Mountainbiken oder Gravelbike, weil du fährst du vielleicht im Wald, wo es windgeschützt ist und nicht so schnell.

00:03:56: Du hast weniger Fortwind, aber auf der Straße ist es echt brutal.

00:04:01: Ja, weil ich jetzt da die ganze Zeit am Snacken bin.

00:04:05: Jetzt muss ich dir von kennst du den Merci-Trick.

00:04:10: Du meinst Merci-Schokolade, die man meistens als kleine Anerkennung jemanden schenkt, wenn man sich für was betonkt?

00:04:17: Genau, diese kleinen Schokoladen-Riegel, die einzeln verpackt sind.

00:04:24: Ja, ich kenn's, ja.

00:04:26: Ja, und kenn's den Trick, wie man die eigentlich richtig ist?

00:04:29: Ich hab gesagt, aufmachen und einischirmen.

00:04:33: Ja, aber wie man sie richtig aufmacht, achtunddreißig Jahre alt werden müssen, um das zu lernen.

00:04:39: Man greift sie nämlich unten auf dem richtigen Papier an.

00:04:43: Und das Zellophane drüber, das kann man einfach abziehen und dann hat man eine Halterung und dann verschmiert man seine Finger nicht.

00:04:50: Genial.

00:04:51: Aber natürlich nur dann sinnvoll, wenn man das Stück nicht auf einmal ganzer ist, was ich eigentlich dann immer mache.

00:04:57: Du hast das trotzdem kurz mit den Fingern in der Hand.

00:05:01: Und so ist hygienisch natürlich auch nicht.

00:05:03: Dann muss man das Schokostück nicht mit seinen... Also meine Mind war geblohnt, wenn man das so sagen kann, wie ich das erfahren habe.

00:05:14: Ich sehe jetzt, dass eigentlich wir schon unseren Gast im Warteraum haben.

00:05:19: Jetzt möchte ich nochmal kurz die Brücke schlagen, wie wir dazu gekommen sind, ihn einzuladen.

00:05:31: Und das war jetzt Karotter Cut, sondern das war unser eleganter Weg dorthin.

00:05:36: Wir sind nämlich über ein Feedback auf den heutigen Gast aufmerksam gemacht worden.

00:05:41: Genau, wir haben auf Spotify einen Kommentar gekriegt.

00:05:45: Und zwar von C.T.

00:05:46: Witt.

00:05:48: Interessant wäre es für uns Hörer einmal den Basti einzuladen.

00:05:52: Der Streckrekord beim Razer Cross Germany von Flensburg nach Garmisch gefahren ist und, dass Razer Cross America gewinnen wird.

00:06:02: Zumindest ist das sein Ziel.

00:06:03: Wenn man sehen möchte, was man alles für Fehler beim Ultra Cycling machen kann, dann ist Basti's YouTube Video vom Hellenic Mountain Race unbedingt zu empfehlen.

00:06:11: Kette rechts.

00:06:14: Und das haben wir uns zu Herzen genommen und der Sebastian sitzt im Warteraum, also lasst man einfach rein und legen los mit der Episode.

00:06:26: Sebastian Trinborn.

00:06:29: Schön, dass du da bist.

00:06:30: Hi.

00:06:31: Ja, hi.

00:06:32: Schön, dass ich da sein darf.

00:06:33: Vielen Dank für die Einladung.

00:06:34: Ich freue mich sehr.

00:06:36: Wir sagen danke, dass du dir die Zeit genommen hast.

00:06:39: Ja, Strabs.

00:06:41: Das Feedback der Woche hat das schon angekündigt.

00:06:44: Vielleicht möchtest du ganz kurz einen Abriss geben und den Sebastian vorstellen.

00:06:50: Ja, also Sebastian, ich bin auf die, oder Basti, haben wir gesagt, okay, nennen wir dich

00:06:56: schon.

00:06:56: Es wird dich

00:06:59: wahrscheinlich nicht überraschen, aber ich hab dich kennengelernt, zumindest online dein Profil kennengelernt.

00:07:06: Du hast dich einmal vorgestellt, du hast über deine Pläne erzählt, über das Race Across America, das den großes Ziel ist.

00:07:13: Darüber reden wir später noch.

00:07:15: Und seitdem hab ich natürlich ein bisschen mitverfolgt, was du machst und möchte als erstes einmal gratulieren zu dem extremen Orgen Zwift-Rekord über zwölf Stunden, den du vor... zwei Wochen ca.

00:07:28: aufgestellt hast.

00:07:30: Ja, danke schön.

00:07:31: Ja, ich meine das ist jetzt einfach so, aktuell, jetzt möchte ich die gerne mal fragen, du bist da fünfhundertdreißig Kilometer gefahren in zwölf Stunden.

00:07:39: Genau.

00:07:40: Es soll ein Livestream geben, es waren sehr, sehr viele Leute online, ihr habt Spenden gesammelt für einen guten Zweck, es waren fünfhundvierzig tausend Euro, was ihr da reinbräuchte, zumindest während des Streams, ich weiß nicht, ob es dann vielleicht mal mehr geworden ist.

00:07:53: Also wirklich, ja, Glaublich, geile Sache, Wahnsinnsleistung.

00:07:57: und dazu mal allergrößten Respekt und herzliche Gratulation.

00:08:01: Und dann die Frage, ob du wieder

00:08:02: fit

00:08:03: bist, wie es jetzt geht.

00:08:05: Ja, ich bin jetzt wieder fit.

00:08:07: Es waren so zwei, drei Tage, wo ich echt müde war.

00:08:10: Also nicht nur körperlich, sondern auch geistig vom Kopf, weil die eine Sache war natürlich die zwölf Stunden Rolle fahren, zwölf Stunden Fahrrad fahren.

00:08:20: Aber ich hatte halt auch zwölf Stunden lang drei Monitore vor mir, hatte immer alle Spenden im Blick, hatte den Mikrofon, wo ich immer wieder reingeredet habe, habe parallel noch teilweise mit der Regie, die das super gemacht haben, aber teilweise hatte ich dann immer noch so ein bisschen, dass ich da noch mitorganisieren musste.

00:08:35: Und das war tatsächlich neben der sportlichen Leistung so mental doch sehr herausfordernd.

00:08:41: Ich habe so drei, vier Tage wirklich gebraucht.

00:08:43: Ruhe und Entspannung.

00:08:45: Und ja, mittlerweile läuft es wieder.

00:08:47: Ich bin wieder im Training.

00:08:49: Und ja, macht euch wieder Bock, falls ihr mir wieder fit.

00:08:54: Jetzt gleich mal am Anfang.

00:08:56: Wie kommt so ein Rekord zustande?

00:08:59: Vielleicht gibt es eine Art Homologisierung, woher weiß man, dass das wirklich fünfhundertdreißig Kilometer sind oder fünfhundertdreißig Zwift Kilometer?

00:09:09: Kann ich da nicht mein Gradient auf minus drei, das immer leicht bergabroll einstellen?

00:09:16: Kannst du das auch vielleicht kurz?

00:09:18: die die Regeln dazu erklären.

00:09:21: Ja also am Ende waren es tatsächlich, also fünfhundertdreißig Kilometer musste ich brechen.

00:09:24: Das war der aktuelle Rekord und ich habe jetzt fünfhundertsechsunddreißig Komma sechs.

00:09:30: Und ja bei Swift geht es einfach darum oder da gibt es ja diese gewisse Windschand Komponenten.

00:09:35: also es gibt eigentlich auf Swift läuft es so ab wie draußen.

00:09:39: Man fährt in der virtuellen Welt.

00:09:41: Es war eine relativ flache Strecke und man darf auch.

00:09:44: oder bei Swift ist es so, man kriegt von allen die mitfahren in dieser Welt auch unterwegs sind und knapp v.a.

00:09:50: fahren, so wie draußen Windschatten.

00:09:54: Und das war jetzt eine Strecke, die war neunzehn Kilometer mit dreißigvierzig Höhenmetern ungefähr.

00:10:01: Und die bin ich halt immer wieder gefahren.

00:10:03: Und wenn es dann bergauf geht, wenn es ein Prozent bergauf geht, dann wird der Widerstand der Rolle natürlich auch höher.

00:10:10: Und ja, es ist eigentlich so wie draußen, dass man dann halt mehr treten muss gleichzeitig.

00:10:15: ist es auch so, dass Bergauf dann der Windschatten weniger zählt, wenn man langsamer wird.

00:10:19: Und ja, deswegen war das so ein bisschen, es war auch nicht eine konstante Durchschnittsleistung, sondern es waren immer wieder höhere Spitzen drin.

00:10:26: Wenn ich zum Beispiel jetzt die Gruppe ein bisschen verloren habe, so wie draußen das auch passiert, man fällt so ein bisschen aus dem Windschatten raus, dann muss man nochmal extra Gas geben, wieder hinzukommen zur Gruppe.

00:10:36: Gleichzeitig diese kurzen Anstiege, ja, so läuft das bei Swift ab.

00:10:43: Es ist relativ unrhythmisch sogar.

00:10:45: Denkt man vielleicht nicht, wenn man sagt zwölf Stunden Rolle, das ist ja relativ konstant, aber man muss tatsächlich immer wieder härter reintreten, um wieder diese Dynamik mitnehmen zu können.

00:10:56: Wie ist das mit Anerkennung?

00:11:00: Ich kennst z.B.

00:11:02: von meinem vierundzwanzigstunden Straßenrekord oder von vierundzwanzigstunden auf der Bahn.

00:11:06: Du hast ja da ziemliches Prozedere, du musst da Anträge ausfüllen und dann brauchst du offizielles Studies quasi überwachen, dass du da irgendwie regelkonform unterwegs bist, dass du dann alle Richtlinien halt hast.

00:11:15: Du hast das ja auch für Guinness Buch der Rekorde gemacht, dass du dann, glaube ich, noch zusätzlich oder ein bisschen andere auflagen wie bei der World Ultra Cycling Association der WUKA.

00:11:26: Wie viel Aufwand war das im Vorfeld?

00:11:29: Weil ich kann mir erinnern, das war eine wahnsinnige Gefühl und das geht ziemlich auf die Nerven und du musst ein halbes Jahr vorher schon anfangen mit dem Papierkram und das irgendwie anmögen, dann musst du das Datum fixieren, was zum Beispiel bei Outdoor Geschichten halt schwierig ist.

00:11:42: oder kannst du dann nicht sagen, hey, heute regnet sie vor als besser morgen oder so, sondern du hast das Datum dann irgendwie schon in einem relativ knappen Fenster fix vorgegeben, das du dir natürlich aussuchst oder du kannst es dann nicht schnell noch ändern oder so.

00:11:56: Äh, wie war denn der Prozess?

00:11:58: Vielleicht nimmst du uns da mal kurz mit.

00:12:00: Ja, also die Idee, die hatte ich schon vor vor vierzehn Monaten, ähm, äh, Okto, ne, November, vierundzwanzig.

00:12:09: Da kam mir das erste Mal die Idee.

00:12:10: Die Grundidee oder dieses, dass ich zwölf Stunden auf der Rolle fahre, das habe ich tatsächlich.

00:12:15: und dabei Spendensammel und versuche, fünfhundert Kilometer zu fahren, habe ich tatsächlich schon dreimal gemacht.

00:12:21: Ähm, ich weiß gar nicht, ob du dich noch dran erinnerst.

00:12:24: Vielleicht bin ich einfach mittlerweile... vielleicht siehst, also ich vielleicht weißt du nicht mehr, wer ich bin, aber ich hatte dich mal als Gast dabei.

00:12:32: Du warst mal bei mir in einem Spendensstream als Gast.

00:12:34: Ich weiß gar nicht, ob du dich noch erinnerst.

00:12:36: Vielleicht habe ich mich so verändert, dass du dich nicht mehr daran

00:12:38: erinnert.

00:12:38: Na doch, jetzt, wo du sorgst, aber das ist schon relativ lang her.

00:12:42: Genau, also ich mache das eigentlich schon seit fünf Jahren.

00:12:45: Ja, stimmt.

00:12:47: Dass ich immer einmal am Ende des Jahres... Event mache und dabei spenden sammeln und das beste event von den spenden oder es hat angefangen hat das zwei tausend neunzehn oder zwanzig?

00:13:01: ne zwei tausend zwanzig habe ich das erste mal gemacht.

00:13:03: bei mir zuhause im kinderzimmer habe eine woche vorbereitungszeit gehabt gesagt okay ich fahre dieses raffa festiv fünfhundert in zwölf stunden auf swift und stream ist live auf youtube und sammelt spenden und das war relativ ja Überraschend erfolgreich, sodass nach einer Woche, eine Woche Vorbereitung habe ich es gemacht und dann kamen da schon zehntausend Euro Spenden zusammen.

00:13:23: Und das fand ich halt mega.

00:13:24: Also so eine Woche Vorbereitung einfach mal machen, das war ein Fünfhundert Kilometer, da habe ich mir selber so eine Challenge gesetzt.

00:13:29: Dann habe ich darauf das Jahr das nochmal gemacht und darauf das Jahr nochmal.

00:13:34: Da warst du dann auch zu Gast.

00:13:35: Das heißt, ich habe es jetzt schon dreimal im Vorfeld gemacht, dann habe ich zwei Jahre ausgesetzt und dann habe ich im November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November, November überlegt und gesprochen habe ich ihm gesagt, so, ich habe jetzt eine Idee, wir machen in einem Jahr nochmal einen Spendenstream, nochmal so ein zwölf Stunden Event, aber wir brauchen eine sportliche Herausforderung und wir gehen einfach auf den Weltrekord.

00:14:00: Weltrekord ist was, was zieht.

00:14:01: Wo Leute wissen, okay, daran kann man ein Messen, also ein Weltrekord auf YouTube zu streamen, live ist cool, ist interessant zu gucken.

00:14:09: Ist auch was, wenn viele Leute zuschauen, kann man möglichst viele Spenden sammeln.

00:14:12: Das war eigentlich so die Kernidee, was können wir machen, um halt wirklich Spenden zu sammeln.

00:14:17: Ja, und das war vor vierzehn Monaten.

00:14:19: Und dann ging der Papierkram los.

00:14:22: Also das eben gesagt, was es so viele Regularien gibt.

00:14:26: Erst mal musste ich mich da einlesen, wie man sich dabei Guinness überhaupt registriert.

00:14:29: Dann hatte ich mich da registriert.

00:14:31: Dauert es aber auch ein paar Monate, bis die Richtlinien dann kommen.

00:14:35: Und dann

00:14:36: hatte ich die Richtlinien.

00:14:37: Außer du zuerst ein paar Hundert Euro extra, dann geht's auf Halloween von ein paar Tagen.

00:14:41: Ja, ja, genau.

00:14:42: Du bist ja noch nicht gewinnt orientiert, gines.

00:14:45: Ja, ja, das stimmt, das stimmt.

00:14:46: Ja, und da hatte ich jetzt weniger Interesse dran.

00:14:49: Und vor allem, weil ich auch relativ früh dran war, habe ich das dann einfach mal diesen langsameren Weg gehen lassen.

00:14:54: Und als ich den Rekord angemeldet hatte, lag er noch bei fourhundertsechzig Kilometern, offiziell bei Guinness.

00:15:01: Und da war auch alles gut, alles war soweit eingereicht.

00:15:05: Und sechs Wochen vorher kam dann raus, dass der Rekord, ich wusste das auch, dass er eigentlich inoffiziell schon mal gebrochen wurde, aber offiziell von Guinness anerkannt, wurde es dann sechs Wochen vorher vor dem ganzen Event und das waren dann fünfhundertdreißig Kilometer.

00:15:19: So, und dann wurde das natürlich nochmal, da habe ich auch einen, meinem Kumpel, mit dem ich das zusammen organisiert bzw.

00:15:24: den ich da relativ früh mit ins Boot geholt habe, habe ich gesagt, ey, wir können das absagen.

00:15:28: Also ich fahre nicht zweihundertsiebzig Watt im Durchschnitt.

00:15:30: Also ich fahre nicht zwölf Stunden, zweihundertsiebzig Watt.

00:15:32: Das geht gar nicht.

00:15:33: Das macht keinen Sinn.

00:15:35: Man hat eher noch gesagt, doch, doch, du machst das und du fährst zweihundertsachzig, zweihundertneunzig macht das einfach.

00:15:39: Du kriegst das hin.

00:15:40: So, und ja, so waren dann die letzten Wochen noch mal ziemlich intensiv.

00:15:43: Vor allem auch diese ganzen, also bei Guinness gibt es zum einen die Regularien, man muss unabhängige Zeugen haben.

00:15:52: die nicht mit mir verwandt sind oder irgendwie in Interesse daran haben, dass der Rekord gebrochen wird.

00:15:57: So, das können... Man kann entweder ein Guinness-Judge organisieren, der kostet ein paar tausend Euro oder man nimmt eben verbeamtete Lehrerpolizisten irgendwie, die beim Amt arbeiten, die halt irgendwie in der Öffentlichkeit stehen.

00:16:10: Die haben auch eine deutlich höhere Glaubwürdigkeit laut Guinness und die müssen sich dann abwechseln.

00:16:15: So, jetzt war das Problem.

00:16:17: Diese ganze... Also Problem eigentlich nicht, aber wir hatten für die ganze Veranstaltung meinen ersten Radsportverein mit als Veranstalter drin, damit ich nicht für das Ganze da haften muss, weil wir auch eine Live-Veranstaltung hatten und die ganzen Spenden auf meinem Privatkonto sammelt, ist keine gute Idee.

00:16:33: Deswegen hatten wir den Verein mit drin und wir hatten als Organisator oder Schirmherrschaft noch den Bürgermeister und damit die ganze Gemeinde mit drin.

00:16:41: Mit der Gemeinde ist aber eigentlich Ja, wenn man dann bei der Gemeinde angestellt ist, jetzt im Gemeindebüro oder ich weiß nicht irgendwie, da hat man ja schon wieder irgendwo ein Interesse, dass der Rekord gebrochen wird.

00:16:51: Das heißt, die kam auch wieder nicht in Frage.

00:16:53: Und also die Zeugen zu finden, das war gar nicht so einfach, hat aber geklappt.

00:16:57: Ja, und so.

00:16:58: konnte es dann am siebenzwanzigten losgehen, das war sehr viel Vorbereitung tatsächlich.

00:17:03: Ja und auch das Stream, also wie ihr das gemacht habt, das war wirklich super und ihr habt Gäste mit dabei gehabt, mit Interviews und richtig aufwendig und deshalb laden wir jetzt noch eine wahnsinnige Vorbereitung zusätzlich sein zu dem Papierkram.

00:17:16: Ja, tatsächlich war mein ganzes Wohnzimmer dann der Halle.

00:17:18: Also, meine Couch, mein Wohnzimmerteppich, Fernseher, natürlich jegliche Monitore, selbst im Wohnzimmer schränke ich dann mit auf der Bühne, damit das da halbwegs cool aussieht.

00:17:30: Ja, das gehört auch noch mit dazu zur ganzen Vorbereitung.

00:17:32: Es war fast ein TV-Studio, kann man so sagen.

00:17:36: Ist eigentlich der Stream jetzt noch online?

00:17:39: Kann man denn nachträglich schauen, das, was damals zwölf Stunden live gestreamt wurde?

00:17:44: Kann man noch, ja.

00:17:45: Also man kann bei YouTube, kann man leider nur elf Stunden, fünf und fünfzig hochladen.

00:17:49: Deswegen bricht das ganze zwanzig Minuten vom Ende ab.

00:17:52: Aber ich schneide gerade noch so ein After-Movie oder Vlog vom ganzen Tag.

00:17:58: Und das Video kommt wahrscheinlich nächste Woche Sonntag online.

00:18:01: Also wahrscheinlich jetzt.

00:18:03: In drei Tagen.

00:18:04: Bis, ja, ne, da rauf die Woche.

00:18:06: Also in zehn Tagen.

00:18:09: Ja.

00:18:10: Und da ist dann, da kann man das dann nochmal nachschauen.

00:18:12: Da haben wir auch mehr drin, also da ist noch mal so vom Frühstück an, von morgens bis zum Ende, was so auch im Hintergrund passiert, weil es war auch an dem Tag noch mal stressiger, sagen wir so.

00:18:25: Ja und dein YouTube-Kanal ist so sehr zu empfehlen, also du hast sehr viele sehr gute Videos und wer Motivation braucht beim Wintertraining auf jeden Fall mal reinschauen, das ist ein ganz ganz guter Tipp, wie uns auch schon vor im Feedback der Woche gesagt wurde.

00:18:41: Danke schön.

00:18:42: Ja, vielen Dank.

00:18:43: Genug vom organisatorischen Koma zum Sportlichen, du hast das schon angerissen, um den Rekord zu brechen, wären zweihundertsiebzig Watt über zwölf Stunden im Schnitt notwendig gewesen.

00:18:56: Das ist den Rekord gebrochen, also können wir davon ausgehen, dass es mehr als zweihundertsiebzig Watt waren.

00:19:00: Ja, zweihundertsiebzig waren sie jetzt am Ende.

00:19:04: Das ist echt krass, das ist echt krass.

00:19:10: Wie schlimm waren die zwölf Stunden?

00:19:15: Ich bin ehrlich, die ersten, also das kann man noch, also als ich die Wattauswertung im Nachhinein gesehen habe, ich bin in diesen zwölf Stunden mein neunzig Minuten Bestwert aller Zeiten gefahren.

00:19:24: Das waren die ersten anderthalb zwei Stunden.

00:19:27: Ich weiß nicht, ich war voller Adrenalin.

00:19:30: Ich hatte so eine Überpower gefühlt.

00:19:32: Also ich konnte einfach drücken.

00:19:33: Ich habe auch nichts gespürt.

00:19:35: Ich habe mir noch mal die ersten Minuten angeguckt.

00:19:37: Da bin ich die ganze Zeit so dreihundertfünfzig mal vierhundert und ich habe das nicht gemerkt.

00:19:42: So.

00:19:42: Und dann habe ich irgendwann gesagt, ich muss das mal die Wattzahl ein bisschen runterbringen, weil ich war noch mitten in der Organisation.

00:19:48: Es war auch dazu, der Rekordversuch hat sich um zwanzig Minuten fast verzögert von dem Startpunkt oder zehn, zwanzig Minuten, weil die Rolle hatte nicht verbunden.

00:19:56: Das heißt, ich hatte dadurch auch noch mal so extra Stress, extra Adrenalin und das ist dann da die ersten anderthalb zwei Stunden.

00:20:03: in die direkt in Watt umgewandelt wurden.

00:20:07: Also die ersten zwei Stunden, die lief es richtig, richtig gut.

00:20:10: Eigentlich so die ersten drei, da hatte ich auch noch dreihundertzehn Watt im Durchschnitt, glaube ich, dreihundert, irgendwie so um den Dreh.

00:20:17: Und ja, dann habe ich zwischendurch, es war auch so gedacht, dass ich die ersten Stunden ein bisschen Geschwindigkeit rausholte, ein bisschen Puffer habe, um dann hinten raus ein bisschen nachlassen zu können.

00:20:28: Also dass ich so einen gewissen Puffer habe.

00:20:32: Ich wusste auch in der Halle nicht, wie ist die mit der Sauerstoffversorgung, wie ist das mit der Kühlung, wie ist das mit der Temperatur.

00:20:39: Das war halt alles so ganz viele verschiedene Sachen und von daher war so wirklich der Plan, die ersten drei Stunden erst mal Puffer rausfahren.

00:20:44: Ich glaube, da lag ich auch noch bei einem siebenvierziger Schnitt fast.

00:20:48: Und dann erst mal ein bisschen Pause, ein bisschen ruhiger machen, zwischen drin, mittendrin noch mal ein bisschen Gas geben.

00:20:53: und hinten war eigentlich der Plan, hinten die letzten ein, zwei Stunden noch mal richtig Gas zu geben, aber die allerletzte Stunde, die war, das war... Die gefühlt die längste Stunde, die ich jemals auf dem Fahrrad verbracht habe.

00:21:05: Es war unendlich lang.

00:21:06: Es lief also... Normalerweise dachte ich, wenn du dann die letzte Stunde bist, dann fliegst du, dann wirst du getragen.

00:21:13: Aber es war das komplette Gegenteil.

00:21:15: Es war wirklich die Hölle, die letzte Stunde.

00:21:18: Aber es hat geklappt.

00:21:20: Ja, ich möchte nur ganz kurz einwerfen.

00:21:22: Ich kann mir an einen vierundzwanzig Stunden Rekord erinnern, der auch nicht um sechzehn Uhr gestartet ist, sondern... Einige Minuten später, weil wir noch einen Reifen aufgepumpt haben.

00:21:34: Ach krass, das echt, ja?

00:21:35: Ich glaube, Flo, du hast, ich glaube, wir wollten um sieben zu nur starten.

00:21:38: Also eh schon so später, damit es auf keinen Fall Stress geben kann und dann war es trotzdem ein paar Minuten später bei mir.

00:21:46: Wie ist es, wenn man so lange in dort fährt vom Sitzen und vom Spitzen, also wir kennen irgendwie alle das, du bist ja... Viele andere Sachen auch schon gefahren, Race Across Germany, Hellenic Mountain Race und so.

00:22:01: Du weißt hier, wie das ist, wenn man zwölf Stunden, vierzehn Stunden oder mehr fort.

00:22:06: Aber Indoor, du gehst weniger aus dem Sottel, du sitzt irgendwie statisch am Radl, du schwitzt ganz anders.

00:22:13: Also ich kenn's ja auch vom Training, wenn du die Radlhose da einfach komplett nass, komplett durchgeschwitzt nimmst, das ist für unangenehmer teilweise wie draußen.

00:22:25: In dem Punkt irgendwie noch zusätzlichen Stress geben, körperlich?

00:22:31: Nee, tatsächlich eigentlich.

00:22:32: Also ich bin ehrlich, das lief erstaunlich gut.

00:22:36: Also dafür, dass es indoor war auch.

00:22:38: Ich habe gar nicht so im Kopf, also indoor ist schlimmer, könnte ich jetzt so gar nicht unterschreiben jetzt im Nachhinein.

00:22:46: Natürlich schwitzt man viel und schwitzt anders.

00:22:50: Aber auch so die Sitzprobleme hatte ich jetzt weniger.

00:22:53: Ich hatte tatsächlich irgendwann, dass durch den Schweiß, hatte ich so ein bisschen im Hüftbeuger, also an den Außenseiten, dass ich da so ein bisschen Wund war irgendwann, weil da halt so viel Salz war, was die ganze Zeit gerieben hat.

00:23:05: Aber das war jetzt nicht irgendwie schlimmer.

00:23:07: Ich glaube, wenn ich es jetzt für zwanzig Stunden gemacht hätte, dann wäre das nochmal was anderes gewesen, weil dann reibt es noch mal mehr auf.

00:23:12: Jetzt war es halt so ein bisschen aufgeschworen.

00:23:14: Aber es war wirklich erstaunlich gut.

00:23:18: Sitzprobleme hatte ich eigentlich auch... keine.

00:23:20: Ich bin öfter halt mal aufgestanden.

00:23:22: Also immer, ich hatte auch immer so einen Wechsel in der Trittfrequenz.

00:23:24: Das sieht auch im Leistungsprofil sehr interessant aus.

00:23:26: Wenn man wirklich immer sieht, wann ich stehe, weil dann hatte ich eine fünftiger, teilweise fünftierziger Trittfrequenz.

00:23:32: Oder sechziger war noch hoch, gerade gegen Ende.

00:23:35: Weil es halt dann doch schon relativ zermürbend war.

00:23:38: Auch weil ich ja keine, ähm, ich konnte ja nie rollen lassen.

00:23:43: Ähm, ich konnte auch nie, also ich musste ja die ganze Zeit irgendwie treten und dann kam zwischen durch immer diese ekelhaften Diese kleinen dieser kleine anstieg und da musste ich halt immer so auf drei hundert fünfzig watt hochgehen und das dann auf dauer war dann doch relativ unangenehm.

00:23:58: aber diese ganzen sitzpositionswechsel haben da schon viel viel gemacht.

00:24:03: tatsächlich.

00:24:05: und jetzt noch mal zur zu zwiftechnik wenn du mit der leistung alleine fahren würdest also so quasi einzelzeit fahren ohne windschatten Was würde dann circa für Distanz oder für Geschwindigkeit rauskommen, weil wenn jetzt nur deine Leistungswerte sehe und deine Geschwindigkeit, also wenn man aerodynamisch am Zeitvorher draußen im Freien allein fortskommt, kommt man sehr, sehr ähnlich dorthin.

00:24:31: Also das ist von dem jetzt superrealistisch.

00:24:33: Ich bin bei meinen vierzehn Stunden zum Beispiel ähnliche Zäune und ähnliche Geschwindigkeit gefahren, aber halt ohne Windschatten.

00:24:39: Deswegen jetzt die Frage, wie sich der Windschatten auswirkt.

00:24:43: Oder wie es wäre, wenn du ohne Gruppe auf Zwieft fährst?

00:24:46: Ja, da habe ich tatsächlich auch länger mit den zwei Moderatoren drüber nachgedacht, Johannes und Johan, die auch beide mit mir für Bundesliga-Rennen gefahren sind und ich glaube beide auch jetzt aktuell noch machen.

00:24:57: Also die haben auch richtig Plan von so Windschatten-Thematiken.

00:25:02: Also die Sache ist, dieses Ich glaube SWIFT, das ist wirklich alles so reingefühlsache.

00:25:08: Also erste Frage, wenn ich glaube ich auf SWIFT ohne Windschatten fahren würde, dann käme ich auf so ein zweinvierziger Schnitt mit der Wattzahl ungefähr, also zwei Kmh ungefähr langsamer würde ich schätzen.

00:25:20: Normalerweise ist es aber ja jetzt so, wenn man wirklich so ein großes Feld ist und wir hatten teilweise also über zwei tausend Leute, haben aktiv sich für dieses Event bei SWIFT eingetragen, dass sie mitfahren wollen im Vorfeld.

00:25:31: Und wir waren immer so eine Gruppe von so hundert, teilweise zweihundert Leuten.

00:25:35: Wenn ich jetzt überlege, ich fahr draußen in einem Feld mit zweihundert Leuten in einem Bundesligarennen oder irgendwo in einem, in einer Rundfahrt oder irgendwas, dann habe ich sogar das Gefühl, wenn ich hinten zweiundachtzig watt fahre, dann bin ich sogar deutlich schneller draußen mit der Wattzahl.

00:25:48: Also ich glaube, Swift ist bis zu einem gewissen Grad, also mit zweihundert Watt ist das unrealistisch, was bei Swift bei rauskommt, da fährt man teilweise im fünfundreißiger Schnitt.

00:25:56: Also ich glaube nicht, dass man draußen mit zweihundert Watt alleine im fünfundreißiger Schnitt fährt.

00:26:02: Dann ist aber irgendwo dieser Punkt, wo das ungefähr gleich ist, also wenn man wirklich so, keine Ahnung, fünf, sechs Leute hat, die Windschatten geben, dann ist das glaube ich relativ realistisch zu draußen.

00:26:12: Wenn es aber noch mehr Leute werden mit Windschatten, dann ist irgendwann bei Swift dieser maximale Windschatten erreicht und hat das keinen Effekt mehr.

00:26:19: Dann ist das so, dass man im Windschatten zwei Hundert, achtzig Watt treten muss, wo man eigentlich draußen, wenn man das kennt, wenn man in einem großen Feld fährt, dann fährt man teilweise hinten hundert Watt und die fahren vorne vierhundert.

00:26:30: So, das ist halt so krass bei Swift dann nicht.

00:26:33: Deswegen glaube ich ab einem gewissen Punkt kommt das dann doch... Ist man draußen mit Windschatten doch mal schneller.

00:26:40: Und jetzt, wenn du sagst, deine Werte waren auch ähnlich und Geschwindigkeit auch ähnlich, ohne Windschatten, dann ist das vielleicht jetzt genau dieser Punkt, wo Swift dann ein bisschen zu langsam rechnet mit Windschatten.

00:26:50: Und wenn man Windschatten rausrechnen würde, wäre man aber jetzt hier nur bei ... ungefähr bei Swift.

00:26:56: Ja, und bei Swift wird natürlich nicht Rücksicht darauf genommen, wie du am Rad sitzt.

00:27:00: Also ob du jetzt irgendwie aufrecht oben sitzt oder in der Aero-Position oder am Unterlenke ist natürlich für die ...

00:27:06: Das stimmt.

00:27:07: Wie die

00:27:07: virtuelle Fahrt, egal.

00:27:09: Das macht's vielleicht ein bisschen angenehmer, weil du musst dich nicht permanent in dieser Aero-Haltung irgendwie halten.

00:27:13: Definitiv.

00:27:14: Also wenn ich mir vorstelle, ich müsste diese Wattzahl über ... ... vierundzwanzig Stunden in Aero-Position fahren.

00:27:20: Ja, ist das nochmal eine andere Nummer, ne?

00:27:23: Also du hast ja noch genug Zeit.

00:27:26: Wir können jetzt vielleicht eher ein bisschen von dem Swift-Ding wecken.

00:27:30: und zu dir generell.

00:27:32: Also du bist im Jahr zweitausend geboren und ... Du hast schon mit zwanzig Jahren erst vierzehn Stunden Mountainbike-Rennen gemacht, sehr, sehr erfolgreich.

00:27:41: Da bist du ein paar Jahre Straßenrennen gefahren und dann bist du zum Ultrasycling gekommen, nicht so wie dem Flo, die Frage weg, wie du eigentlich zum Rabelfang gekommen bist.

00:27:50: Entschuldigung.

00:27:51: Ja, tatsächlich habe ich mit vierundzwanzig Stunden angefangen, mit fünfzehn Jahren schon.

00:27:58: meine allerersten rennen meine ersten vierzehn also mein allererstes rennen waren vierzehn stunden mount migran im vierer team sogar da er darauf.

00:28:04: das jahr waren wir noch zu zweit und haben wir das drei jahre zu zweit gemacht.

00:28:07: aber ich habe immer schon die leute gesehen die die solo fahren.

00:28:11: das waren für mich die absoluten helden.

00:28:13: das war immer so boah dass irgendwann will ich das auch mal machen und zwei tausend acht zehn neunzehn rum acht zehn haben wir noch ein eigenes team gegründet und das ist eigentlich eine lustige geschichte.

00:28:24: da kam dann Dann haben wir Trikots gemacht über Ohio und dann kam so eine Zeitschrift und da war tatsächlich ein Poster von dir drin und das hing dann mit fünfzehn, sechzehn Jahren bei mir an der Wand.

00:28:38: Und dann habe ich immer gesagt, irgendwann fahre ich das Race Across America.

00:28:43: Ja, lustige Geschichte.

00:28:44: und jetzt sitze ich hier bei euch im Podcast.

00:28:49: Du hast da schon deinen Ratverein angesprochen, du bist dann wahrscheinlich über den Ratverein... zu den Straßenrennen gekommen, bis da Zeitlang vorhin.

00:28:57: Was hat dir dann wieder zum Ultra zurückgebracht, quasi?

00:29:02: Ja, auch das war so ein bisschen, das war, das war zum Radrennen, zum Straßenrennen bin ich eigentlich gekommen.

00:29:10: Ich war, im Jahr zwei Tausend neunzehn bin ich beim Vierundzwanzigstunden Mountainbike Europameisterschaft in Portugal zweiter geworden, beim zweiten Solo Vierundzwanzigstundenrennen.

00:29:19: Und danach kam aber im Jahr zwei Tausend zwanzig, wo ich Abi gemacht habe.

00:29:22: Und da wollte ich einfach ein Jahr Mountainbike Marathons fahren, weil da hab ich gesagt, ich muss jetzt kürzere Sachen fahren, weil ich bin noch so jung.

00:29:29: Lange Sachen kann ich irgendwann mal später machen.

00:29:31: Ich will lieber kurze Sachen fahren.

00:29:32: Dann kam aber Corona und dann konnte man das ganze Jahr nix machen.

00:29:36: Also dann gab es keine Rennen eigentlich.

00:29:39: Und dann habe ich im Winter über meine damalige Trainerin, bin ich dann nach Mallorca gekommen, zu jemanden, der in der... Profi-Radsport-Szene, Rennradszene, Tour de France-Bereich.

00:29:53: Sehr, sehr viele Leute kennt verschiedenste und da war ich dann einfach sechs Wochen auf Mallorca bei ihm zu Hause und durfte direkt mit der österreichischen Bahnrad-Nationalmannschaft trainieren mit den Fahrern von Bora Hansgrohe.

00:30:03: Ich war auf einmal da in dieser Worldtour-Bubble drin, wo ich einfach rein gerutscht bin und war auf einmal da und hatte immer das Ziel, den Traum, wo ich irgendwann mal Tour de France fahren will.

00:30:13: Hab dann auch über den Kontakt auf Mallorca einen Kontakt zu Berlin bekommen.

00:30:17: Im Bundesliga-Team bin dann da zwei, drei Jahre gefahren und hatte immer den Traum, irgendwann Tour de France, ich will dahin.

00:30:23: Hab dann aber gleichzeitig auch schon durch die ganzen Kontakte gesehen, irgendwie will ich das gar nicht.

00:30:27: Also ich hab dann gesehen, wie halt verschiedenste Worldtour-Fahrer leben, was die machen.

00:30:32: Und irgendwo war immer noch, ich hab auch während der Zeit halt immer diese zwölf Stunden Streams gemacht, auf YouTube immer im Winter, einmal zwölf Stunden.

00:30:39: Ich fand das immer, das war immer mein Jahreshighlight gefühlt.

00:30:43: Und ich habe dann auch gesagt, wenn ich aufhört zu studieren, dann höre ich auf, wenn ich es bis dahin nicht geschafft habe, höre ich dann auf mit diesem Rennradrennen.

00:30:50: So, dann habe ich wirklich, da war mein Studium fertig, ich habe aufgehört mit dem Rennradrennen, ich hatte auch keinen Bock mehr darauf auf diese kurzen Bundesligarennen, also kurz bis zu hundert- und achtzig Kilometer.

00:30:58: Ist ja eigentlich auch nicht unbedingt kurz, aber für Ultra ist es kurz.

00:31:02: Ja, und dann habe ich erst ein halbes Jahr gar nichts mehr gemacht.

00:31:06: Und irgendwann kam mir dann die Idee, eigentlich das, wo ich immer so viel Spaß dran hatte, waren diese Ultrasachen.

00:31:12: Ich bin auch mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit... mit Zehntausend Abonnenten, das war so meine Deadline, also das, was ich erreichen wollte.

00:31:46: Entweder schaffst du das, dann machst du weiter.

00:31:48: Und wenn du es nicht schaffst, hörst du auf.

00:31:49: Mit diesem ULTRAG, zumindest mit dem Videos dazu.

00:31:52: Ja, und dann bin ich da irgendwie wieder so reingerutscht.

00:31:56: Meine erste Tour waren auch da in die Vierhundert Kilometer, die zweite war tausend Vierhundert Kilometer in vier Tagen von Köln nach Mallorca.

00:32:02: Und das war mein erstes YouTube-Ding, was auf einmal geklickt wurde.

00:32:07: Also ich hab das gar nicht, auf einmal kam die ersten Zehntausend, die zweiten Zehntausend, die dritt.

00:32:11: Er hatte diese Videoreihe, auf einmal, ich glaub, die ist jetzt bei zweihundertfünfzigtausend aufrufen.

00:32:16: Und ich hab gedacht, was passiert hier?

00:32:17: Also warum, das gucken sich Leute an.

00:32:19: Da ist irgendwas.

00:32:21: Und gleichzeitig wusste ich auch, okay, die Leistung, das ist ja auch das, was ich am besten kann, diese Ultrasachen.

00:32:26: Und so bin ich dann da wieder reingerutscht in die Rennen auch dann später wieder.

00:32:32: Ja.

00:32:33: Was war dann dein erstes Rennen?

00:32:36: Also, wir haben schon gesagt, du bist Hellenic Mountain Race gefahren und Race Across Germany.

00:32:41: Nord-Süd-Variante.

00:32:44: Was war da das erste?

00:32:46: Das erste war das Hellenic.

00:32:48: Das Hellenic Mountain Race.

00:32:49: War das erste?

00:32:50: Da möchte ich ganz kurz aufs Feedback der Woche eingehen.

00:32:54: Da ist gesagt worden... Ist gespannt.

00:32:58: Wie war das, wenn man sehen will, was man alles nicht machen soll beim U-Karrennen, dann dieses Video anschauen?

00:33:05: Genau, es ist geschrieben worden, wenn man sehen möchte, was man alles für Fehler beim Ultra machen kann, dann ist dein Hellenic Mountain Resert zu empfehlen.

00:33:12: Ja, es ist ein interessanter Kommentar, ich habe mir schon fast gedacht, dass sowas in die Richtung kommt.

00:33:20: Ja, das war tatsächlich dann mein erstes Ultra-Rennen und ich bin da auch so rangegangen, dass ich gesagt habe, ich bereite mich nicht drauf vor.

00:33:29: Ich fahre einfach mit.

00:33:31: Ich habe natürlich ein bisschen trainiert, aber jetzt auch nicht super viel.

00:33:34: Ich bin mein Mountainbike, habe ich die Woche vorher bekommen.

00:33:38: Ich bin auch bis dahin dann in diesem Jahr kein Mountainbike gefahren.

00:33:41: Fitting hatte ich nicht gemacht.

00:33:42: Ich habe währenddessen mal mein Sattel irgendwann ein bisschen höher gestellt.

00:33:45: Ich habe die Radhose.

00:33:47: Ich wollte unbedingt so eine mit Taschen an der Seite haben.

00:33:50: Die kam halt ein bisschen spät an und dann habe ich die im Vorfeld nicht getestet.

00:33:54: Das war so eine Sache.

00:33:56: Schlafstrategie hatte ich keine.

00:33:58: Ich hatte Schuhe, die komplett neu waren, die ich noch nie versucht hatte zu laufen, weil ich habe zwar gesehen, man muss beim Hellenic Mountain Race ein bisschen laufen.

00:34:04: Aber ich habe mir den After-Movie vom Veranstalter angeguckt und habe mir gesagt, die Passagen kannst du auch fahren.

00:34:14: Und ja, ich wurde mit allem überrascht.

00:34:17: Also ich bin da angekommen, bin einfach losgefahren,

00:34:20: hatte keine

00:34:20: schlafe Strategie.

00:34:21: Ganz

00:34:21: kurz nur, ganz kurz, dann sorg uns, wie lange ist die Strecke, wie viele Höhenmeter und wie viele Tage kann man dunkel verrechnen, weil wir wissen nur, Es ist mit dem Silkrock Mountain Race, mit dem Atlas Mountain Race, quasi das Dritte von den drei großen Mountain Races, Offroad unsupportiert.

00:34:38: Ja.

00:34:38: Ja, das ist tatsächlich, also die ganze Atlas oder die ganze Mountain Race Serie ist ja irgendwo so ein bisschen die Champions League so ein bisschen, also zumindest in diesem ultra Mountain Bike Rennen.

00:34:50: Also ich glaube Mountain Bike Rennen, die Anspruch soll voller Sinn von der... Verpflegungsthematik, Resupply, Wanderpassagen, da gibt es ja nicht viel Vergleichbares.

00:35:04: Ich wusste, dass das hier Linik Mountain Race hart ist.

00:35:09: Ich habe aber auch nur die Daten gesehen.

00:35:10: Also die Daten sind achtundundachtzig Kilometer und siebenundzwanzigtausend Höhenmeter.

00:35:15: Auf die Höhenmeter, auf die Kilometer gesehen ist es, dass Rennen mit den meisten Höhenmetern pro Kilometer von diesen drei Rennen und gilt wohl auch technisch, als das anspruchsvollste.

00:35:28: Auch das war mir alles nicht klar.

00:35:30: Ich hab halt gesehen, da ist ein Rennen, das hat achtzig Kilometer.

00:35:33: Ich hab auch noch gesagt, ja, mir hat schon der eine oder andere gesagt, das ist das anspruchsvollste wohl von dem, also ich glaube, Silk Road ist eine andere Art von anspruchsvoll, oder ein Atlas ist auch eine andere Art von Anspruchs.

00:35:45: Die haben ja alle ihre gewisse, ihren Schwerpunkt, sag ich mal.

00:35:50: Aber für mich war eigentlich die Idee, direkt eines der härtesten zu fahren, das maximale lernen zu können, weil ich dachte mir, okay, komm, du gehst da einfach hin, bereite dich gar nicht so viel vor, weil du machst eh Fehler, dann mach lieber in einem Renn alle, oder fast alle, dann lernst du es nämlich richtig.

00:36:07: Ja, und ich hab's richtig, richtig gelernt in allen Bereichen.

00:36:12: Also,

00:36:14: ja.

00:36:14: Was war so das, was die am meisten überrascht hat oder wo du am wenigsten damit gerechnet hast, dass das ein Problem sein wird?

00:36:22: Die Wanderpassagen hab ich, ich, also, Wir hatten teilweise acht Kilometer lang, fast tausend Höhenmetern, die man nur wandern musste.

00:36:32: Und als ich die erste Wanderpasse... Also es gab Fahrer, die wussten das.

00:36:36: Also weil es gibt ja auch Leute, die sich vorbereiten.

00:36:38: Das ist ja wahrscheinlich der Großteil.

00:36:41: Und ich bin halt... Was

00:36:43: ist die Strecke immer gleich?

00:36:44: oder wird die jedes Jahr verändert?

00:36:47: Das war diesmal tatsächlich die gleiche wie im Feuer.

00:36:50: Die hatte keine Änderungen, so was ich weiß.

00:36:53: Es gibt schon regelmäßige Erinnerungen.

00:36:56: Ich glaube jetzt die Strecke dieses Jahr vom Hellenig, die ist auch wieder neu, zumindest der Anfang.

00:37:02: Aber diese Strecke sind tatsächlich schon Leute auch gefahren.

00:37:05: Ich hatte auch Kontakt mit dem einen oder anderen.

00:37:06: Wanderpassage

00:37:06: hätte man wissen können theoretisch.

00:37:08: Ja, schon.

00:37:11: Also man hätte das schon.

00:37:12: Der Veranstalt hatte das sogar auch geschrieben in seinem Buch.

00:37:15: Da muss man wandern.

00:37:16: Aber ich habe mir diesen After Movie angeguckt von vor zwei Jahren und ich habe mir gedacht, nein.

00:37:23: Nee, also da wo die jetzt gefilmt haben, nee, nee, das kannst du.

00:37:27: So leicht, überheblich vielleicht auch.

00:37:28: Aber gleichzeitig habe ich mir wirklich gedacht, ich meine, wenn man diese Aftermovies sieht, von verschiedensten Rennen, da sieht man ja meistens nicht die härtesten Passagen, weil da kommt der Kameramann gar nicht hin.

00:37:39: Und

00:37:41: deswegen habe ich es komplett unterschätzt.

00:37:44: Also komplett.

00:37:44: Und diese ganzen Wanderpassagen, ich weiß noch, in einer Situation, war diese Wanderpassage und... Ich war bergauf eigentlich immer einer der schnellsten und bergab technisch auch.

00:37:57: So.

00:37:58: Ich habe aber regelmäßig verloren beim Wandern.

00:38:01: Und das ist so deprimierend.

00:38:05: Also ich habe das nicht verstanden.

00:38:07: Irgendwann hat dann der Nierländer, ich komme gerade nicht auf den Namen.

00:38:13: müssen wir sonst vielleicht nachreichen.

00:38:14: Aber er meinte irgendwie, mitten im Rennen meinte er so zu mir, also hab ich ihm gesagt, boah, dieses Wandern, ich kann das nicht mehr.

00:38:19: Und dann meinte er nur so, ja, ich hab deine Schuhe schon am Start gesehen und hab gemerkt, der wird Probleme kriegen.

00:38:24: Oder wusste, der wird Probleme kriegen.

00:38:25: Hab mich so ein bisschen ausgelacht.

00:38:27: Und der hatte halt so wirklich Schuhe, die man halt mit dem wandern konnte.

00:38:29: Aber ich hatte halt,

00:38:31: ja,

00:38:31: die beste Caponsone, weil ich dachte, ich muss die Kraft übertragen, ich brauch die Kraft auf dem Pedal.

00:38:36: Und das hat dann nicht so gut funktioniert.

00:38:42: Ja.

00:38:43: Weil du bist ja schlussendlich, du bist nicht ins Ziel kommen oder du hast unterwegs abbrechen müssen oder dich dazu entschieden und da kommen ja meistens mehr Dinge zusammen, die dann irgendwann den Punkt dich erreichen lassen, dass du sagst, es macht keinen Sinn mehr.

00:38:58: Ja, da kam sehr, sehr viel zusammen.

00:38:59: Also ich bin in dieses Rennen reingegangen und hatte ja keine Strategie.

00:39:05: Ich wusste nur, ich will einfach... Ballern und einfach Gas geben, nicht schlafen.

00:39:10: Das war so Schlaf war so die die Horrorvorstellung bei mir und ich wollte einfach nur durchfahren, ankommen und fertig.

00:39:18: Und ich bin gestartet und habe da gemerkt, okay das Tempo am Anfang, es war schon relativ hoch, dann habe ich gesagt, okay, fahren wir dein eigenes Tempo und war dann so auf Platz acht, neun, um den Dreh, direkt am Anfang.

00:39:29: Wusste aber, ich habe mir die Leute am Start ein bisschen angeguckt und ich wusste bei einigen Die können das Tempo halten, da war ich mir sicher, okay, die lasst die ziehen, die fahren das zwar durch, aber dann lasst die, lasst die ihr Ding machen, da vorne ist alles cool.

00:39:42: Aber bei anderen den habe ich schon angesehen.

00:39:45: Man hat ja manchmal so ein gewisses Gefühl, die überpelsen hier gerade komplett.

00:39:48: Also wenn jemand schon am Start kaum Luft bekommt, weil er da an der Gruppe dranbleiben will.

00:39:55: Dann weiß man, der fährt hier schon mehr als am Limit.

00:39:58: Und das Rennen ist halt vier Tage lang.

00:39:59: Ich habe gesagt, ich nehme jetzt meinen Tempo und fahre ein bisschen ruhiger.

00:40:03: Bin gefahren, gefahren, gefahren, konnte mich immer weiter vorarbeiten und lag nach der ersten Nacht auf Platz drei.

00:40:08: So, und ich war dadurch, dass ich unvorbereitet da drin war, hat das mir so... Ich hatte dann bei jeder Situation das Gefühl, du musst jetzt weit, darfst nicht schlafen, weil du bist auf Platz drei.

00:40:19: Das war so überraschend und ich dachte, du musst diesen Platz verteidigen.

00:40:22: Also bin ich immer bergauf.

00:40:23: wirklich am Limit gefahren, bin direkt ab eigentlich auch am Limit gefahren, also auch so Trails, wo man sagen würde, okay, da könnte man eigentlich ein bisschen ruhiger machen und ein bisschen vorsichtiger sein.

00:40:34: Ich bin in die verrücktesten Halluzinationen reingefahren, weil ich nicht wusste, ich hatte ja keine Schlafstrategie.

00:40:40: Und ich glaube, mein großes Problem war dann, dass ich dann ohne Schlaf Auf einmal in die Situation kam Halluzination zu, also ich hatte Halluzination, hatte aber keine Idee, was mache ich eigentlich im Fall einer Halluzination, weil ich da gar nicht so mal nachgedacht habe im Vorfeld.

00:40:55: Und ich habe dann tatsächlich irgendwie wie so ein geteiltes Wahrnehmungsverhältnis gehabt.

00:40:59: Also ich hatte die Wahrnehmung, ich wusste, es macht gar keinen Sinn mehr weiterzufahren.

00:41:04: Aber die andere Seite vom Kopf, die hat mir gesagt, nee, du musst hier weiter, du bist in der Achterbahn.

00:41:08: Ich hatte das Gefühl vor mir in der Lichtpegel, das ist ein Computerspiel, den muss ich folgen.

00:41:12: Und bin einfach... überhaupt nicht empfehlenswert, aber einfach immer weitergefahren, bis ich irgendwann es dann geschafft habe, mit mir selber auch zu reden.

00:41:21: Ich habe mich auch teilweise so von außen gesehen und hab gesagt, du musst jetzt hier anhalten, weil ich bin so Schlangenlinien gefahren, da irgendwo bergab und ich lag ja auf Platz drei, ich hatte auch richtig Vorsprung, ich konnte eigentlich schlafen, das habe ich mir versucht einzureden, aber mein Körper hat sich strikt dagegen gewährt.

00:41:35: Ich glaube, wenn ich mir die Schlafstrategie im Vorfeld schon überlegt hätte oder gewusst hätte, was mache ich, wenn ich Halluzination habe?

00:41:42: Da lege ich mich hin und schlafe, ist ja vollkommen logisch.

00:41:44: Da habe ich beim Vorfeld nie darüber nachgedacht.

00:41:46: Und wenn man dann das erste Mal darüber nachdenken muss, was macht man, wenn man Halluzination hat?

00:41:51: Wenn man die gerade hat, ist das keine gute Kombi.

00:41:54: Und ich habe es dann irgendwie geschafft, mich dann doch irgendwann davon zu überzeugen, dass es sinnvoll wäre, mich hinzulegen.

00:42:00: Ich habe dann das erste Mal geschlafen, nach vierzig Stunden für eine Stunde.

00:42:07: Und war danach erstaunlich fit, bin weitergefahren, lag immer weiter auf Platz drei, hatte Checkpoint eins, hatte Checkpoint zwei, kam dann auf Platz drei liegend zu Checkpoint drei.

00:42:19: Und Checkpoint drei war der Knackpunkt des ganzen Rends, weil da ist eigentlich mein allergrößter Fehler passiert.

00:42:24: Ich kam nach, es müssten so sechzig Stunden gewesen sein, kam ich nachts um ein Uhr am Checkpoint drei an.

00:42:35: Ich bin in den Checkpoint reingegangen und das erste was ich zu den Leuten am Checkpoint sage, Food.

00:42:42: Also gibt's irgendwas zu essen.

00:42:44: Ich brauche was zu essen.

00:42:46: Nee, wir haben nichts mehr.

00:42:47: Das ist geradezu, die Küche hat zu.

00:42:50: Ja, und jetzt?

00:42:51: Also was machen wir denn jetzt?

00:42:53: Dann meinen die so ja dann, um vier Uhr macht da drüben eine Bäckerei vielleicht auf.

00:42:58: Vielleicht.

00:42:59: Also vielleicht haben sie immer noch hinterhergeschoben.

00:43:01: Und ich habe da aber auch nichts rausgefunden, ob die wirklich aufmacht.

00:43:04: Und ich hab dann sogar noch abgesucht, da standen, da war so eine Kaffeeecke.

00:43:10: Da hab ich noch guckt, ob da Würfelzucker ist.

00:43:12: Auch das war nicht, es gab halt nichts.

00:43:14: Ich hab die noch gefragt, ist irgendwas da?

00:43:16: Es gab nichts.

00:43:17: Und da hab ich mein Stempel abgeholt, hab da sogar, glaub ich, noch zwanzig Minuten noch mal geschlafen, zumindest versucht.

00:43:26: Hat aber auch nicht geklappt, hab mich dann auch einen Riesenfehler, können wir nachher noch mal darüber reden.

00:43:30: Ich hab mich dann da noch mal eine Stunde ... mit den Leuten am Checkpoint unterhalten.

00:43:34: Ich hab mich im ganzen Rennen zusammengerechnet fast zehn Stunden mit Fotografen oder Organisatoren unterhalten, ohne zu schlafen.

00:43:44: Also, das ist so absurd, das ist schon fast wieder ein bisschen lustig ist.

00:43:48: Aber das war mein... Ich hab nicht geschlafen, ich hab in der Zeit geredet, weil ich irgendwie die sympathisch fand.

00:43:53: Ich weiß es nicht.

00:43:54: Ich hab mit denen geredet.

00:43:55: Es gibt sogar eine Szene, da sagt Nils in der Veranstalter, ah, bist du jetzt live auf YouTube?

00:43:59: Das war am Checkpoint eins.

00:44:00: Checkpoint eins habe ich insgesamt fünf Stunden verbracht fast.

00:44:03: Ich habe keinen Auge zugemacht.

00:44:04: Ich habe zwei Teller Nudeln gegessen und ich habe sonst mit denen geredet.

00:44:08: Wo ich mich frage, was machst du in der Zeit?

00:44:11: Also das ist mir jetzt auch erst im Nachhinein aufgefallen.

00:44:13: Wenn ich da wirklich einfach, ich bin mitgefahren, ohne Plan in allen Bereichen.

00:44:18: Auf jeden Fall, wir sind jetzt bei Checkpoint drei.

00:44:20: Es gab nichts zu essen.

00:44:22: Und dann dachte ich irgendwann, ja gut, dann fährst du jetzt einfach weiter.

00:44:24: Bis dahin war auch der vielplatzierte da.

00:44:26: Da bin ich raus.

00:44:28: auf die Straße, bin fünf Meter weitergefahren und sehe rechts neben mir eine Disco.

00:44:33: Da war richtig was, also da war noch was los, da war laute Musik und dann wusste ich, okay, in der Disco, die werden mindestens mal Chips oder irgendwas während die ja haben.

00:44:41: Also bin ich dann mit voller Montur in die Disco reingelaufen.

00:44:47: Bin bis zur Bar, bis zur Tegel und hab gesagt hier, ich brauch was zu essen.

00:44:51: Und dann haben die mir tatsächlich zwei Sandwiches, Käse Sandwiches mit ein paar Chips gebracht.

00:44:57: Und... Da hab ich das gegessen und bin weitergefahren.

00:45:02: Ist dir Uso auch angeboten worden?

00:45:07: Nee, tatsächlich nicht.

00:45:09: Nee, das ist mir nicht angeboten worden.

00:45:10: Ich weiß nicht, ob ich die ja gesagt hätte.

00:45:13: Ja, aber du hättest den plaudern können eigentlich

00:45:15: nicht.

00:45:15: Also da in der Disco zu sein, mit wirklich... Ja, ich hätte wieder plaudern können, das stimmt.

00:45:20: Ich war aber relativ laut, deswegen hat sich das nicht so angeboten.

00:45:23: Die Musik war sehr laut.

00:45:27: Ja, das stimmt, das stimmt.

00:45:29: Ja,

00:45:29: aber

00:45:30: ich bin dann tatsächlich einfach ohne Verpflegung.

00:45:34: Also ich hab mir nichts mehr weiter eingepackt.

00:45:35: Ich glaub, ich hab mir noch einen Schokomuffin da genommen.

00:45:38: Also es gab da auch Schokomuffins, so abgepackte.

00:45:41: Die hab ich mir noch genommen, ein Stück hab ich mir vorne noch ins Foodpouch reingepackt.

00:45:45: Und ich hab halt gedacht, ja gut, da wird schon was kommen.

00:45:49: Also verpflegungsmäßig, fahr los, in paar Stunden, wenn's hell ist, dann ist da irgendwo ein Shop, dann kannst du dir was holen.

00:45:58: Ich bin dann weitergefahren und nach so zwei Stunden war wirklich so mein allerletzter Riegel leer.

00:46:02: Ich hatte nichts mehr, ich hatte keine Riegel mehr, ich hatte keine Gels mehr, ich hatte diesen letzten Muffin da noch aufgegessen und ich war, hab auf einmal realisiert, weil ich da nochmal auf die Karte geguckt hab.

00:46:15: Ey, du hast, du kriegst ein Problem.

00:46:17: Du hast nichts mehr, allein ein, zwei Stunden ohne Essen zu fahren ist schon unangenehm.

00:46:21: Ich hab dann aber auf die Karte geguckt und ich wusste, ey, das sind zweihundertvierzig Kilometer.

00:46:27: Also wenn die Karte stimmt, muss ich jetzt zweihundertvierzig Kilometer mit zwölf kmh im Durchschnitt ohne Esse fahren.

00:46:37: Und ich hab dann gedacht, das kann ja nicht sein, da wird schon irgendwas kommen.

00:46:40: Und was soll ich machen?

00:46:41: Ich konnte ja auch nicht zurückfahren.

00:46:42: Das kam für mich gar nicht in Frage zurückzufahren, sondern man will ja dann schon weiterfahren.

00:46:45: Vielleicht wäre es schlau gewesen nochmal mehr bei Google Maps nochmal zu gucken, ob irgendwie von der Strecke abseits was wäre.

00:46:52: Aber dazu hatte ich gar keine mentale Leistungsfähigkeit mehr und kam da auch gar nicht drauf.

00:46:57: Jetzt im Nachhinein sag ich so, hättest du mal gucken können?

00:46:59: Habe ich aber nicht gemacht.

00:47:00: Ich bin dann einfach stur weitergefahren und ja, ich hatte den Hungerast.

00:47:12: und bin weitergefahren.

00:47:13: Ich hatte einen doppelten Hungerast, weil irgendwann, also eine Mehrsteigerung geht ja irgendwann nicht mehr, hatte die erste Stunde ohne Essen, die zweite Stunde ohne Essen, die dritte, die vierte, die fünfte, die sechste und habe dann irgendwann gemerkt, okay, jetzt langsam wird es wirklich kritisch, weil irgendwann ist man ja wirklich leer, ich war halt schon siebzig Stunden unterwegs und bin dann sechs Stunden ohne Essen gefahren.

00:47:32: Bin dann noch weitergefahren, hab mich dann da wirklich abgequält und bin dann insgesamt sieben Stunden ohne Essen gefahren.

00:47:41: und kam dann in den Ort.

00:47:44: Also das hört sich jetzt auch so, ich war wirklich am Ende, also ich konnte nichts mehr.

00:47:48: Ich bin dann wirklich diese letzten fünfhundert Meter hoch in den Ort, wo eigentlich ein Resupply hätte sein sollen.

00:47:56: Also laut Veranstalter wäre da ein Resupply gewesen in diesem Ort.

00:48:01: Das Problem war, zwei Tage vorher bei dem letzten Rider Briefing, hat der Veranstalter noch gesagt, dass es diesen Resupply nicht geben wird.

00:48:09: Das habe ich aber auch gekonnt, überhört.

00:48:12: Oder gedacht so, ja, vielleicht ist das ja doch da.

00:48:15: Ja, auf jeden Fall bin ich dann in diesem Ort und ich war so am Limit, dass ich wirklich, ich wusste, ich konnte nichts mehr.

00:48:21: Ich konnte meinen Lenker nicht mehr halten.

00:48:23: Meine Hände haben schon zugemacht, meine Hände waren verkrampft.

00:48:26: Ich hatte auch insgesamt viel zu wenig noch dazu getrunken, weil es waren halt über dreißig Grad.

00:48:31: Trinken gab es auch kaum.

00:48:32: Ich hatte sieben Stunden nichts gegessen.

00:48:34: Ich konnte keine Pedale, ich konnte die Pedale nicht mehr drehen.

00:48:37: Ich konnte nicht mal absteigen.

00:48:38: Ich konnte nicht mal, als ich dann da saß, ich konnte nicht mal wieder richtig aufsteigen.

00:48:42: Und dann habe ich mich irgendwie geschafft, in diesem Ort zu quälen, kam mit diesem Ort an und habe mich erst mal auf so ein Mäuerchen gesetzt.

00:48:50: Und ich weiß auch gar nicht, wie es dann passiert ist, aber auf einmal kam so ein älteres Ehepaar.

00:48:58: Für mich war aber eigentlich schon klar, du bist so am Ende, es geht hier nichts.

00:49:02: Also es ging nichts.

00:49:03: Ich war wirklich kurz davor, dass ich wirklich zusammenbreche und da liege.

00:49:08: Und wenn dann keiner kommt, dann liege ich da heute immer noch so.

00:49:11: Es war wirklich sehr, sehr kritisch.

00:49:14: Und dann kam dieses ältere Ehepaar, hat mich gesehen und hat gemeint, ja, hier aus dem Ort haben uns welche angerufen, weil wir sind eigentlich die, die hier diesen Resupply gehabt hätten.

00:49:21: Aber wir konnten den nicht machen.

00:49:23: Aber wenn du Bock hast, dann kannst du bei uns jetzt Mittag essen.

00:49:27: So, die haben halt auch gesehen, dass ich sehr am Limit bin.

00:49:29: Und für mich war dann auch klar, okay, du gehst da jetzt mit.

00:49:33: Du nimmst auch diese Hilfe an, weil laut Ansupport und Regularien wäre das ja auch outside assistance, wäre ich ja sowieso raus aus dem Regelwerk oder aus der Wertung.

00:49:43: Das war für mich aber in dem Fall komplett egal.

00:49:45: Also da habe ich gar nicht mehr drüber nachgedacht, weiterzufahren.

00:49:48: Auch so regelmäßig, also regelkomfortmäßig in der Wertung, weil ich so sehr am Limit war und weil ich auch... irgendwie mir dieses Erlebnis bis dahin nicht kaputt machen wollte.

00:50:00: Also ich bin dann wirklich mit ins Wohnzimmer bei denen in die Küche, die haben mir da Sachen aufgetücht, wirklich.

00:50:07: Also vom Feinsten wirklich das Maximale, was man da machen konnte.

00:50:12: Ich war bestens versorgt, war da zwei, drei Stunden bei, den habt ihr in der Zwischenstelle schon den Veranstalter geschrieben, mir geht's gut, alles ist gut, aber ich bin aus der Wertung, habe ich dem direkt geschrieben und bin dann nach drei Stunden wieder aufs Rad gestiegen.

00:50:25: und auch da ging gar nichts.

00:50:29: Dieses Ehepaar hatte mir dann noch ein Hotel gebucht, sieben Kilometer weiter.

00:50:34: Davon waren sechs Kilometer bergab und ein Kilometer leicht bergauf.

00:50:40: Ich bin diese sechs Kilometer bergab, musste ich schieben, weil ich mich nicht halten konnte.

00:50:45: Ich habe dann versucht zu rollen, es ging nichts, obwohl ich euch schon wieder was gegessen habe.

00:50:50: Ich hab dann irgendwann auch mit einem Kumpel telefoniert.

00:50:53: Ich hab gesagt, ich bin hier im Nürnigen, wo ich kann nichts mehr.

00:50:56: Ich weiß nicht, ich lege auf die Straße und warte bis ein Auto kommt und halte die an, auch wenn da kaum Autos kam, aber irgendwann kam dann doch ein Pickup.

00:51:04: Und der hat mich dann sogar noch zum Hotel gebracht, weil ich selbst die letzten sieben Kilometer, ich konnte nicht mal die sechs Kilometer bergab rollen, weil ich nicht mehr hier halten konnte.

00:51:11: Mit Verpflegung schon wieder im Vorfeld.

00:51:14: Und dann wurde ich ...

00:51:15: Flo, kannst du dir rinnen, wir haben mal über unsere ärgsten Hundert-Este geredet.

00:51:20: Also ich hab mir jetzt also hundertprozentig gepasst, ist das Tier noch viel dreckiger gegangen, logisch.

00:51:25: Aber ich hab das bisher ein einziges Mal erlebt und das war bei einer Trainingsfort im Sommer nach dem Rhyme, wo es um nichts gegangen ist, da war man im Vortag ein bisschen unterwegs, war in der Frühgabe noch nicht ganz fit, also den haben wir vorhanden.

00:51:40: Bier getrunken und ich habe da den schlimmsten Hungerausgab, ich bin auf der Ebene mit zwanzig Gemahre, ich habe nie mehr fahren können, ich bin am Straßenraum gesessen mit Schüttelfrost bei dreißig Grad und die Beine haben brennt, wie wenn du den zwanzigsten Sprint machst.

00:51:57: Also wer so einen echten Hungerastonie kennt, du hast das jetzt super beschrieben, es ist echt brutal und auch nicht mehr ungefährlich, wenn du da keine Hüfe kriegst oder so, dann bist du echt wirklich.

00:52:09: Wirklich in einer extrem problematischen Situation.

00:52:13: Ja, dann geht da nicht mehr viel.

00:52:15: Also bei mir war es dann auch so, ich bin dann da ins Hotel gekommen, tatsächlich.

00:52:19: Hab dann da geschlafen, mehr hat doch der Veranstalt geschrieben, mehr fahrt auf wenigstens noch zu Ende.

00:52:23: Ich teile das ja immer alles relativ nah auch beim Rennen auf Instagram.

00:52:27: Ich hab da auch jede Menge Stories gemacht und hab dann da auch gesagt, ist es jetzt vorbei, es geht nicht?

00:52:32: und haben mir Leute geschrieben, ey, aber ruhe dich aus und fahr morgen weiter.

00:52:35: Ja, gut, ich hab dann das mal, ich hab gesagt, okay, ich entscheide morgen früh, ob ich weiterfahren kann oder nicht.

00:52:40: Ich bin am nächsten Morgen aufgestanden und es ging immer noch gefühlt gar nicht.

00:52:44: Ich bin die Treppen, bin ich wirklich komplett zerstört runtergelaufen.

00:52:48: Ich konnte die eigentlich gar nicht mehr laufen.

00:52:50: Man muss dazu sagen, es war nur noch hundert Kilometer eigentlich bis ins Ziel, wo ich da aufhören musste.

00:52:54: Aber ich hab dann gesagt, okay, du bist eh aus der Wertung.

00:52:58: Du fühlst dich, als wärst du ... Fünfmal so alt wie du eigentlich bist.

00:53:04: Du kannst grad gar nichts mehr.

00:53:04: Ich konnte mich nicht mehr bewegen.

00:53:06: Es ging nichts.

00:53:07: Und dann hab ich auch gedacht, okay, du hast dieses geile Erlebnis.

00:53:11: Du bist in so ein Ultrarennen reingegangen, ohne Vorbereitung.

00:53:14: Also spezifische Vorbereitung, meine ich jetzt.

00:53:18: Ohne Plan, ohne Strategie.

00:53:20: Lachs auf Platz drei.

00:53:23: Und jetzt hier einfach auf Kram weiterzufahren, obwohl du aus der Wertung bist.

00:53:26: Im Zweifel passiert sogar noch irgendwas.

00:53:29: Und es macht ja dann auch kein Spaß mehr.

00:53:31: Also diese hundert Kilometer, glaube ich, die hätten mir nichts gebracht, auch null Freude oder irgendwas.

00:53:35: Und ich mache das halt eigentlich auch, weil es mir Spaß macht, diese ganzen Rennen.

00:53:39: Und da habe ich gesagt, okay, du hörst jetzt hier auf, behältst dir lieber die guten Erinnerung und nimmst die Learnings mit.

00:53:47: Du nimmst das, was du falsch gemacht hast, einfach mit ins nächste Rennen, bereitest dich dann darauf vor und machst dann die Fehler nicht mehr.

00:53:55: Und klar... Um Ultra gibt es immer diese Diskussion.

00:53:59: Aufgeben ist das eine gute Idee oder nicht?

00:54:01: Viele sagen auf gar keinen Fall niemals aufgeben, immer finish.

00:54:04: Aber ich fand auch jetzt im Nachhinein, auch jetzt ein Jahr später, fast oder ein halbes Jahr später, bin ich mit dieser Entscheidung so fein und so happy, dass ich die genauso getroffen habe.

00:54:13: Aber jetzt ist gerade meine Motivation für die nächsten Rennen so immens hoch.

00:54:19: Und auch die Vorbereitung habe ich jetzt deutlich ernster genommen.

00:54:21: für das nächste, dass ich sage, okay, ich habe gelernt, ich habe mein Ziel erreicht zu lernen.

00:54:26: und will jetzt einfach, dass im nächsten einfach nur besser machen, aber mich dazu zerstören, habe ich mich einfach wirklich gefragt, wofür.

00:54:31: Also deswegen habe ich dann im Nachhinein eigentlich mit einer, es war eine relativ klare Entscheidung für mich.

00:54:37: Es ist jetzt auch nicht mal so, dass ich sage, es war eine schwere Entscheidung, sondern es war für mich völlig klar.

00:54:40: Ich habe dann hundert Kilometer vorm Ziel aufgegeben, das Rennen beendet und habe quasi das Hellenic Mountain Race mit einem Did Not Finish, obwohl ich die ersten achthundert Kilometer auf Platz drei lag.

00:54:54: Ja, aber ich behalte dann lieber im Hinterkopf, du konntest irgendwie vorne mitfahren, obwohl du dich nicht vorbereitet hast, dann geh aufs Nächste und nimm die Learnings mit.

00:55:02: Und deshalb bin ich voll fein mit dieser Entscheidung.

00:55:05: Wir folgen jetzt ein Episode ein, wo wir mit der Marianne Gredarton Flo über das Reisecross Austria und wo sie gesagt hat, es ist so extrem dreckig gegangen, da war es irgendwie brutale Schlechtwetter am Groß Glockner und sie hat was gesagt, was sie immer echt mitnimmt, nämlich... Dass man manchmal im Nachhinein, wenn die Zeit vergeht, die schlimmen Dinge vergisst und nur mal so das Positive in den Regen anhat, aber bei so echt kritischen Dingen, glaube ich, muss man sich im Nachhinein auch bewusst sein, dass das schon heftig ist und dass wir das nicht noch einmal machen, der auf Aussicherheitsgründen.

00:55:39: Und nicht beim nächsten Mal denken, ja, komplett ohne Verpflegung weiterfahren, ist nicht so schlimm.

00:55:44: Das ist schon schlimm, also das muss man sich dann so bewusst glaube ich, beibehalten, dass man sagt, das darf so weit, darf ich nicht mehr gehen oder das darf nicht noch einmal passieren.

00:55:53: wenn es zum K. Eberhostet irgendwie verköstigen, dann...

00:55:58: Ja, ich hab tatsächlich wirklich auch zwischendurch, als ich mir... Ich hab den Vorteil, in gewisser Weise glaube ich, dass es wirklich ein Vorteil ist, Sachen selber zu analysieren, dass ich ja alles gefilmt hab.

00:56:08: Also ich hab am Tag acht Stunden gefilmt.

00:56:12: Ich hatte über dreißig Stunden Videomaterial.

00:56:17: Und... Dadurch vergesse ich diese schlimmen Situation nicht.

00:56:23: Als ich das Video noch nicht geschnitten habe, habe ich wirklich gehardert.

00:56:27: Da habe ich gesagt, warum bist du nicht zu Ende gefahren?

00:56:29: Diese Phase gab es kurz.

00:56:31: Und dann habe ich aber angefangen, das Video zu schneiden und dann wurde mir noch mal klar, das war so eine schlaue Entscheidung, das wirklich so durchzuziehen.

00:56:40: Und ich weiß auch nicht, ob ich alle Fehler so behalten hätte, wenn ich es nicht gefilmt hätte.

00:56:45: Und ich glaube, das ist schon ein gewisser Vorteil, dass ich eben alles gefilmt habe, dass ich das auch jetzt so ... im Nachhinein noch mal verarbeiten konnte, was da eigentlich passiert ist.

00:56:54: Und ich hoffe, dass ich dann in so eine Situation nicht mehr komme.

00:56:57: Aber auch wenn ich noch mal in so eine Situation kommen würde, würde ich auch nicht weiterfahren.

00:57:01: Dann würde ich nicht sagen, okay, jetzt beim letzten Mal hast du aufgegeben, jetzt wärst du weiter.

00:57:05: Sondern ich würde dann wieder sagen, okay, du weißt, dass das die einzig sinnvolle Entscheidung eigentlich ist.

00:57:11: Vor allem, weil die Gesundheit ja schon irgendwo dann wichtig ist.

00:57:15: Du hast gesagt ... Du hast viel gelernt, du hast auch schon angeteasert, du hast dich viel besser vorbereitet aufs nächste.

00:57:22: Vielleicht kann man jetzt sagen, das nächste startet wirklich schon bald.

00:57:27: Du bist beim Atlas Mountain Race am Start und hast sogar im Vorfeld die Strecke besichtigt.

00:57:34: Das machen ganz wenig.

00:57:38: Das ist komplette Gegenteil.

00:57:39: jetzt zu dem, was du uns gerade erzählt hast.

00:57:42: Ja, äh, genau.

00:57:43: Ja, ich hab die Strecke, die ersten dreihundertfünfzig Kilometer mir jetzt sogar schon mal angeguckt.

00:57:48: Ähm, ja, das, ähm, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

00:57:54: Also ich hatte jetzt die, ich wusste, okay, hat Hellenic Mountain Race, hast du abgebrochen, du willst das bei dem nächsten besser machen?

00:58:02: Also hab ich geguckt, welches ist das nächste, was kann ich nehmen?

00:58:04: Und Atlas fand ich einfach geil.

00:58:06: Irgendwie, ich fand's cool.

00:58:07: Ähm, auch so von einfach in Afrika da unterwegs zu sein, ist auch ein bisschen weniger Höhenmetallastik.

00:58:14: Jetzt die neun, drehundfünfzig Kilometer sind tatsächlich dieses Jahr Höhenmetallastika als die letzten Jahre.

00:58:20: Aber ja, deshalb habe ich mich da angemeldet.

00:58:25: Und ich bin jetzt von der Vorbereitung, von Null Vorbereitung, glaube ich, auf Hundertzehn Prozent Vorbereitung gegangen.

00:58:34: Also ich glaube, mehr kann man eigentlich kaum mehr machen.

00:58:39: Es macht doch grad relativ viel Spaß, sich da wirklich so sehr rein zu fuchsen und wirklich so, so tief rein zu gehen.

00:58:49: Also ich hab das jetzt zusammen mit Fritz und Max, also Fritz Meinke und Max oder Skatepunk auf YouTube.

00:58:56: Wir wollten zusammen in den Trainingslager fahren.

00:58:58: Wir hatten gedacht, okay, wir machen ein bisschen Trainingslager und irgendwann kam uns die Idee, weil die beiden das auch fahren, wir können uns einfach die dreihundertfünfzig Kilometer angucken.

00:59:05: Also macht ja irgendwie Sinn.

00:59:07: Und dann hatten wir die Idee und haben es einfach umgesetzt.

00:59:11: Bevor wir jetzt nach Spanien fliegen eine Woche oder zwei, haben wir gesagt, okay, wir fliegen eine Woche, als zehn Tage waren es, glaube ich, nach Marokko und gucken uns die Strecke an.

00:59:20: Und ich glaube, weil diese Dynamik zwischen uns oder das einfach so gut passt und wir uns alle gerade so intensiv darauf vorbereiten und alle so ein bisschen, ja, sich einfach dieses Austauschen überlegen, wo man welche Schlafsack nimmt, welche Isomatte.

00:59:36: Wo schläft man?

00:59:36: Was macht man für eine Schlafstrategie?

00:59:38: Es macht einfach, also jetzt gerade diese Vorbereitung auf dieses Rennen macht gerade irgendwie wirklich besonders viel Spaß und mit diesem, dass man wirklich da war, ist gerade ein ganz anderes Gefühl.

00:59:48: Also ich habe wirklich das Gefühl, also ich denke so gefühlt jede zweite freie Minute ans Atlas und überleg, was man noch besser machen könnte.

00:59:56: Ja, also die Vorbereitung ist jetzt auf einem ganz ganz anderen Level.

01:00:00: Und ich habe jetzt auch wieder einen Trainer.

01:00:02: Also ich hatte auch das bei mir Linik, habe ich auch ohne Training wirklich Also mit eigenem Training halt so ein bisschen nach Gefühl.

01:00:07: Und jetzt seit vier Monaten hab ich wieder einen Trainer, den Max und den Zapp.

01:00:13: Und bin sehr happy, dass das so klappt.

01:00:15: Und auch das hab ich jetzt optimiert.

01:00:17: Also Training ist optimiert, Verpflegung ist optimiert, Strategie ist optimiert, Setup ist optimiert.

01:00:25: Losgehen wird's im Februar, Mitte Februar ungefähr?

01:00:29: Äh, sechster Februar.

01:00:30: Sechster

01:00:30: Februar.

01:00:32: Ja, ja.

01:00:32: Also ist jetzt die Vorbereitung so weit, dass ich jetzt letztens Er warnt es hier zu Hause minus vier Grad und dann, als ich beim Fluss war, war es noch minus zwei.

01:00:40: Beim Atlas wird es eine Flussdurchquerung geben, etwas längere.

01:00:44: Und es kann sein, dass es da auch minus gerade sind, weil es hier gerade in Deutschland so schön kalt ist.

01:00:48: habe ich am Sonntag mein Rad genommen, habe einen Power-Nap auf dem Berg gemacht bei minus zwei Grad in meinem Schlaf-Setup, bin den Berg runtergefahren und bin dann bei minus zwei Grad, fünfzehn Meter lang durch den Fluss gelaufen, der mir bis zur Hüfte stand und bin dann wieder aufs Rad und bin weitergefahren, um mich auch daran zu gewöhnen und auch das zu trainieren.

01:01:08: Und ich weiß auch nicht, wie viele Leute das bei den Temperaturen trainieren.

01:01:11: Aber das habe ich jetzt auch mal gemacht.

01:01:13: Also, soweit geht gerade die Vorbereitung.

01:01:15: Der

01:01:15: Flo und Iomin in der Einleitung, bevor du dazukommst, bist gerade über das Thema kredet, wir trainieren nur so jeden Tag.

01:01:23: Ach so?

01:01:24: Ja, das ist Landarzt bei uns.

01:01:26: Ja, gut, das ist gut.

01:01:28: Wichtige Frage.

01:01:30: Bei der Flusssuchwährung Schuhe aus oder Schuhe anlassen?

01:01:34: Anlassen.

01:01:35: Interessanter Take, aber ja.

01:01:38: in Anlassen.

01:01:38: Ich habe tatsächlich, ja ich meine es gibt ja eigentlich im Ultraseigen Sack, aber es gibt keine Geheimnisse.

01:01:44: Aber ich habe für mich die ideale Flussdurchquerungsstrategie gefunden.

01:01:53: Und zwar heißt diese ideale Flussdurchquerungsstrategie vor dem Fluss Velotous anziehen und im Vorfeld hier... so eine Notfalldecke mit noch in die Schuhe.

01:02:10: Und diese Velotous sorgen dafür, dass das Wasser zwar von unten leicht reinkommt in die Schuhe, es aber keine Zirkulation gibt und somit das Wasser sogar warm wird.

01:02:20: Dann hast du keine kalten Füße.

01:02:22: Sogar bei minus zwei Grad.

01:02:24: Und als ich das jetzt getestet habe und das so gut funktioniert habe, ich freue mich jetzt.

01:02:27: Ich hoffe, es wird schneiden.

01:02:29: Ich hoffe, es gibt Minusgrade und ich hoffe, wir müssen bei Minus vier Grad durch diesen Fluss.

01:02:33: Und ich

01:02:33: hoffe, dass das bis da nicht zu viele hören.

01:02:35: Aber

01:02:36: ich finde es gut, dass wir in einem Ultra Cycling-Podcast über zu Fuß durch Flüsse gehen, reden.

01:02:43: Ja, so weit ist es gekommen.

01:02:46: Dann gehen wir zurück auf die Straße, vielleicht in Anbetracht der Zeit.

01:02:51: Ganz kurze Zusammenfassung, Race Across Germany, Nord-Süd auf der Straße ansupportet.

01:03:00: Und wie wir schon im Feedback der Woche vor zu deiner Vorstellung vorgelesen haben, du warst zwar unter dem Streckenrekord, aber es war noch jemand unter dem Streckenrekord, du warst dann zweiter und hast am Schluss irgendwie alles gegeben.

01:03:14: Und es hat sehr, sehr viel, sehr gut funktioniert, offensichtlich.

01:03:19: Und was ich an den Spaunern finde so... Unterschiedsstraße zu Offroad.

01:03:25: Also ich glaube zum einen war beim also Resicost Germany war dann tatsächlich auch nur vier oder sechs Wochen nach dem Helinik.

01:03:32: im Nachhinein war das viel zu nah dran.

01:03:35: Also viel zu nah.

01:03:36: Ich bin gestartet und war um achtzehn Uhr das erste Mal müde und das Rennen ging um acht Uhr morgens los.

01:03:42: Um achtzehn Uhr war ich müde und dachte ich so, du kannst ja jetzt keinen Powernet machen.

01:03:46: Also kannst ja nicht um achtzehn Uhr schon schlafen, das geht ja nicht.

01:03:51: Aber an sich lief es halt von Anfang an gut, also ich hab den jetzt auch schon direkt wieder nach achtzehn Uhr gesprungen, aber ich bin halt das Rennen gestartet und ich wusste, ich will einfach jetzt, jetzt schon, die Fehler, die ich beim Helinik gemacht hab, nicht mehr machen und einfach besser sein und einfach jetzt mal zeigen, dass ich auch was kann.

01:04:11: Also bei Wilinik, da habe ich danach schon gedacht, du warst schon gut vorne mit dabei.

01:04:16: Aber Ende Kanada sagen, gut, er hat ja nicht gefinnigt.

01:04:18: Das ist ja Kanada.

01:04:19: Und dann dachte ich, du willst jetzt irgendwie mal so einmal zeigen, dass du das auch durchziehen kannst.

01:04:25: Das war mir ganz, ganz wichtig, dass ich das auf jeden Fall finnische und dass ich mich gut versorge.

01:04:30: Ich meine, in Deutschland kriegt man immer eine Tankstelle.

01:04:33: Deswegen, da ist es, glaube ich, gar nicht so schwer, sich zu verpflegen.

01:04:37: Klar, irgendwie nachts muss man schon gucken.

01:04:39: Ich bin das wirklich strategischer angegangen und bin von vorne rein relativ aggressiv in das Rennen reingegangen.

01:04:46: Also ich bin relativ schnell gestartet und lag dann auch eine Zeit lang eigentlich auf Platz eins.

01:04:55: Was da so ein bisschen schwierig war, war das Tracking.

01:04:58: Ich dachte dann zwischendurch noch, ich bin auch auf Platz eins.

01:05:01: Man hatte aber nur Punkte auf der Karte und musste sich selber ausrechnen, wer es waren gestartet, musste dann überlegen, wo ist der gerade, musste damit Google Maps gucken, wie lang brauche ich bis dahin und sich das hochrechnen.

01:05:10: Und ja, deswegen hatte ich auch zwischendurch gedacht, ich bin auf eins, war es aber im Nachhinein, glaube ich gar nicht.

01:05:17: So, das war halt ein bisschen schwierig.

01:05:21: Dann war aber irgendwann nachts, hatte ich wirklich nach achtzehn Uhr, war ich das erste Mal, ich war müde, ich wollte aber noch nicht schlafen.

01:05:28: Dann habe ich um elf Uhr ... oder um zwölf ungefähr, mein ersten zwanzig um PowerNap gemacht, weil ich dachte eigentlich, RaceCostGermany kannst du auch ohne Schlaf durchfahren.

01:05:38: Vielleicht am Ende mal ein PowerNap, aber das ist ja wirklich im Vergleich zum Hellenic deutlich kürzer.

01:05:43: Und auch nach dem Hellenic, kam mir das RaceCostGermany so viel kleiner, als es ja eigentlich ist.

01:05:48: Also, tausend, ein paar Kilometer ist ja auch schon eine Distanz.

01:05:51: Aber nach diesem Hellenic, hatte ich im Kopf so, ja, was ist, kann jetzt alles kommen.

01:05:54: Also, jetzt ist mir gerade alles gefühlt egal vom Kopf her.

01:06:00: Hab dann auf jeden Fall um elf das erste Mal geschlafen, bin weitergefahren, musste zwei Stunden später irgendwie nochmal zwei Stunden, zwanzig Minuten schlafen, weil ich was nicht gereicht hat.

01:06:10: Und dann dachte ich schon so, ich habe mir wirklich, ich sag auch im Video, du hast dir vorgenommen, nicht zu schlafen, jetzt schläfst du hier schon das zweite Mal, das geht doch nicht.

01:06:18: Aber ich habe es trotzdem gemacht, weil ich halt vernünftig auch sein wollte.

01:06:20: Das war auch mein allerwichtigstes Ding, war so keine Alluzination, keine dummen Entscheidungen, sondern einfach vernünftig und gesund.

01:06:28: Gut durchkommen.

01:06:29: Und, ähm, ja, dann ging's da durch die Nacht, nächster Tag.

01:06:34: Und irgendwann hab ich realisiert, okay, du hast jetzt zweieinhalb Stunden Rückstand auf Platz eins.

01:06:40: Du liegst aber ziemlich gut mit über zwei Stunden Vorsprung, oder einer Stunde, relativ, also bis zum dritten auf Platz zwei.

01:06:48: Also ich hatte den sehr, sehr fix, diesen zweiten Platz.

01:06:51: Und dann hab ich gesagt, okay, du gehst jetzt noch einmal zu einer Tankstelle, du hast hier noch einmal Gummi-Bärchen.

01:06:56: Machst noch ein, zehn Minuten Powernap, weil ich wieder müde war.

01:06:58: Mittags dann.

01:07:00: War ich schon wieder müde, hab wieder geschlafen, hab dann aber nur zehn Minuten geschlafen, irgendwo in nem Feld.

01:07:04: Und dann hab ich gesagt, du gehst jetzt einfach noch die letzten ... ... zweihundert Kilometer all out.

01:07:11: Also, ich bin dann wirklich noch mal all out gefahren.

01:07:15: Bin um jede Kurve auf letzter Rille, bin aus den Kurven raus beschleunigt.

01:07:20: Ich hab mich zwischendurch gefühlt wie in so nem Kriteriumsrenn.

01:07:23: Also vom Feeling, weil das war wirklich noch mal ... Nachhin dann auch absurd, wie das ging.

01:07:28: Ich weiß auch gar nicht genau, wie das ging.

01:07:30: Aber ich hatte so eine zweite Kraft und so eine zweite Luft und habe dann auch noch gesehen, weil du kannst diese zweiundachtzig Watt hier gerade länger halten.

01:07:37: Du kannst um die Kurven raus beschleunigen und da auf die Vierhundert auch mal hochgehen.

01:07:40: Die gucken drüber, drücken mit Vierhundert Watt.

01:07:42: Und ich dachte, was passiert hier?

01:07:44: Aber es war halt so wie so ein Flug.

01:07:47: Und habe dann auch gemerkt, okay, du hast jetzt schon eine Stunde aufgeholt.

01:07:51: Du hast eineinhalb Stunden aufgeholt.

01:07:54: Du hast zwei Stunden aufgeholt auf den Erstplatzierten und da hatte ich halt nur noch zwanzig Minuten Rückstand.

01:08:00: Hab dann aber auch gemerkt, okay, jetzt bin ich auch fast im Ziel, jetzt wird's knapp.

01:08:04: Und dann kam ich wirklich nach sieben und dreißig Stunden und vierzig Minuten, glaube ich, oder fünfundfünfzig Minuten, zwanzig Minuten nach dem Erstplatzierten an, hatte den Streckenrekord gebrochen, war nur zweiter, also Philipp Tellen hat gewonnen.

01:08:20: Glückwunsch auch nochmal an der Stelle, das war wirklich richtig auch im Nachhinein, wir waren dann im Ziel und sich dann darüber nochmal zu unterhalten, er meinte zu mir, ich hätte ihm die letzten sechs Stunden, ich habe dann in sechs Stunden ja über zwei Stunden aufgeholt und er meinte zu mir nochmal, ich habe ihm das Leben zur absoluten Hölle gemacht, weil er wirklich Angst hatte, dass ich wirklich noch näher kam, aber ich fand dieses Bettel, was wir da hatten, Und da waren wir uns einig, also wir haben uns dann länger noch mal drüber unterhalten.

01:08:47: Das war irgendwie geil.

01:08:49: Weil oft ist es ja so, dann hat man diese Entscheidung, ist irgendwie relativ früh klar, wer fällt vorne, wer fällt weiter hinten.

01:08:54: Aber dass das so eng war, auf zwanzig Minuten, ja das war schon, es war geil.

01:09:00: Also jetzt auch im Nachhinein, ich denke auch sehr gerne dran zurück.

01:09:03: Und auch da, dass ich da zweiter bin, ich bin sehr, sehr happy, dass ich überhaupt da diese Stunden noch mal aufholen konnte.

01:09:09: Und ja.

01:09:12: Philip war einfach noch mal ein bisschen schneller, würde ich sagen.

01:09:16: Ja, sehr mitreißend, wie du das erzählst.

01:09:18: Hey, danke, dass du uns das so mitnimmst.

01:09:20: Echt in die Gänse haut.

01:09:22: Sehr cool.

01:09:23: Danke fürs Feedback.

01:09:24: Das freut mich.

01:09:25: Um

01:09:25: jetzt nochmal den Bogen zu spannen, zum Ganzen von Anfang an, also der Straps ist auf dich aufmerksam geworden mit deiner Aussage, am Ram teilnehmen zu wollen.

01:09:37: Und hat vergessen, dass er schon mal bei dir im Stream war, aber das lassen wir uns ja mal unter den Tisch fallen.

01:09:42: Und vielleicht machen wir den Bogen zu und, äh, oder, naja, schließen den Kreis.

01:09:50: Egal, die Metta verwirrt nichts mehr.

01:09:53: Vielleicht sagst du uns, wie konkret sind die Pläne und sehen wir dich, zwanzig, siebenundzwanzig, beim Ram?

01:10:00: Ja, also stand jetzt ist es so, dass ich das Ram auf jeden Fall... fahren werde.

01:10:06: Also ja, doch, also wir werden mich hoffentlich beim Ram sehen.

01:10:11: Und mein Real, was ich ja hochgeladen hatte, was glaube ich jetzt auch angesprochen hat, da sage ich ja nicht nur, dass ich es fahren will, sondern ich setze mich da ziemlich provokant vor die Kamera oder stelle mich vor die Kamera und sage im Wortlaut hei, ich bin Basti und im Jahr und zwei tausend siebenundzwanzig gewinne ich das Race Across America und dann führe ich weiter fort.

01:10:33: So.

01:10:35: Ich musste dazu sagen, eigentlich ist das gar nicht so meine Art, wenn ich ganz ehrlich bin.

01:10:41: Und ich wusste auch, dass das gewisserweise vielleicht von einem oder anderen komisch aufgefasst werden könnte.

01:10:53: Das Feedback tatsächlich war im Nachhinein zu, ich würde sagen, ninety-fünf oder neunneinzig Prozent positiv.

01:11:00: Ich glaube, viele, die es komisch fanden, haben einfach gar nichts gesagt.

01:11:03: Und ein paar von denen, die es komisch waren, haben sich doch getriggert, gefühlt und mir geschrieben oder halt einen Kommentar geschrieben, so von wegen überheblich arrogant und ich weiß es nicht.

01:11:12: Das sollte es auf jeden Fall in keinster Weise sein.

01:11:14: und es soll auch, ich glaube auch in der Ultra-Bubble, jetzt im Nachhinein, ich glaube, ich würde es auch ein bisschen komisch aufnehmen, so ich weiß nicht, wie ihr es aufgefasst habt oder wie es so ankam, ich glaube im Nachhinein, gerade auch auf die Bubble oder auf diese, auf den... Und das zeigt den Bereich bezogen, würde ich so vielleicht nicht nochmal formulieren, was mein Ziel aber war, war halt, wir wissen alle, dass das RAM nicht einfach ist zu finanzieren und mein Ziel ist damit einfach so eine gewisse Aufmerksamkeit.

01:11:47: oder war es eine Aufmerksamkeit zu erzielen und direkt den Leuten auf Instagram zu sagen, hey, daran könnt ihr mich messen, ich will es gewinnen, jetzt folgt rein und Begleitet das.

01:11:57: und

01:11:58: über die Reichweite, ja gar nicht so, sondern dass man halt die Reichweite aufbauen kann, um halt für Sponsoren interessant zu werden, um das überhaupt machen zu können.

01:12:06: Das war so ein bisschen die Idee.

01:12:08: Ja,

01:12:09: aber ich würde mich mal interessieren, was so eure Gedanken waren, als ihr das Video gesehen habt.

01:12:16: Das würde mich sehr, sehr interessieren.

01:12:17: Und wann ihr es gesehen habt.

01:12:19: Und ob ihr irgendwie von irgendwie, ob ihr mal damit mit irgendwie darüber gesprochen habt.

01:12:26: Ja, ich bin jetzt auch ganz ehrlich.

01:12:28: Erstens, du hast mich ja im Video markiert, also ich bin wie eine Benachrichtigung kriege, ich habe es mir dann angeschaut.

01:12:34: Und ich war dann schon überrascht, wirklich.

01:12:37: Also ich habe mir gedacht, wow, dann habe ich natürlich kurz geschaut, was hast du bisher gemacht?

01:12:42: Einmal, zweiter Platz, Fraser Cross Germany und jetzt sagst du, du gewinnst das Ram in eineinhalb Jahren.

01:12:50: Dann habe ich gesehen, dass sehr, sehr viele Leute geschaut haben und sehr, sehr viele Leute kommentiert haben und es ist ja cool.

01:12:56: Und der Großteil war wirklich so, hey, super Einstellung, Zielsetzung, Motivation, Mindset und genau das braucht es, wenn du wirklich was Großes erreichen müsst, was ja auch stimmt.

01:13:06: Und da bohr haben wir gesagt, okay, der ist schon ein bisschen irre, der hat bis zu den zweiten Platz und jetzt Räder vom Rameseek.

01:13:12: Vielleicht soll er mal klar anfangen oder so.

01:13:15: Und was ich immer halt auch ehrlich gedacht habe, Ich habe mir das schon gedacht, dass du da an das Marketing vielleicht auch denkst, genau das passiert, wenn das dann, ich weiß nicht, ob man das jetzt viral gehen, nennen kann, ob es das Ausmaß gehabt hat oder so.

01:13:31: Auf jeden Fall, es hat Aufmerksamkeit erreicht, aber ich habe mir noch gedacht, ich hoffe, Du warst wirklich, was du auf dich zukommt und ich hoffe, du unterschätzt es nicht, weil Ram ist jetzt schon ein richtigen Nummer, nämlich in sehr, sehr vielen Hinsichten.

01:13:48: Das war eigentlich so mein Gedanke.

01:13:50: Ja, und Flo, ich glaube, ich habe es von dir weitergeschickt, oder?

01:13:53: Und dir, auch von ein paar Leuten,

01:13:54: K.R.T.,

01:13:55: hast du das Video gesehen, da wird ja auch noch den Ram-Sieg oder den jüngsten Ram-Sieg abnehmen, weil du wärst dir dann erst siebenundzwanzig oder so.

01:14:04: Das steht ja quasi auch noch am Spiel, oder?

01:14:06: Ja, ich wär sogar, ich würde siebenundzwanzig werden, aber ich bin dann noch sechsundzwanzig, ja.

01:14:12: Also, ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab's nicht negativ aufgefasst oder irgendwie Größen wahnsinnig, aber ich hab mir wirklich gedacht, ich hoffe, du warst, was das Rain bedeutet.

01:14:22: Okay, also erst mal finde ich gut, dass du's nicht negativ aufgefasst hast, weil das war mir schon irgendwie wichtig.

01:14:27: Ich hatte tatsächlich, dass ich schon einmal dann nochmal, ich wollte dir das noch einmal weiterleiten, Und dir dann schreiben, ich hoffe, du verstehst, wie ich das meine oder irgendwie.

01:14:37: Ich war kurz davor, noch was zu schreiben.

01:14:40: Ich habe das dann aber nicht gemacht.

01:14:41: Ich wollte das eigentlich auch mal dem Philipp, Philipp Keider, wollte ich das eigentlich auch mal schicken und sagen, weil für mich ist halt wichtig.

01:14:49: Also mein Ziel ist, ich glaube, wenn man rennen fährt, ist Gewinn, also man will ja schon irgendwie das Maximale rausholen.

01:14:56: Was mir aber wichtig ist einfach, dass keiner sich da angegriffen fühlt oder so denkt so.

01:15:02: Also zum einen, was ist das für ein arroganter Typ, aber zum anderen soll das auch keine andere Leistung irgendwie schlechter darstellen, weil ich komme da hin, habe wenig vorzuweisen.

01:15:14: Vielleicht mit dem Weltrekordversuch jetzt noch mal ein bisschen mehr oder das, dass man da sagt, okay, jetzt hat da wenigstens mal ein bisschen was gezeigt.

01:15:20: Aber ja, das ist mir eigentlich so das Wichtigste, dass das auch nicht irgendwie andere Leistungen schmälter oder irgendwie komisch darstellen soll.

01:15:31: Ja.

01:15:32: Deswegen finde ich auch gut, dass wir gerade mal darüber

01:15:34: reden.

01:15:34: Ja, voll.

01:15:35: Und grundsätzlich, ich bin schon ein Freund davon, irgendwie mal klein anzufangen oder so Schritt für Schritt, oder das erste Mal was machen und dauernd darüber reden, aber ich kann es absolut nachvollziehen, dass das in gewisser Sinne was bringt oder Sinn macht, sich so große Ziele zu setzen.

01:15:54: Und ich glaube, das ist ja wirklich individuell.

01:15:56: Also, manche sind von... extrem großen Zielen ein bisschen über Vorrat.

01:16:00: Manche brauchen das, um wirklich so die maximale Motivation in sich selbst zu finden.

01:16:05: Und ja, Geduld ist jetzt ganz was Wichtiges.

01:16:11: Und ich habe schon von ganz vielen jetzt auch von Philipp Keider wieder gehört.

01:16:15: Ungeduld ist ganz oft das Thema, wo sehr viele dann mit sich selbst ein bisschen kämpfen, wenn sie so ungeduldig sind und somit gedacht, okay, erster Antritt.

01:16:26: Ich hoffe, du musst nicht zu viel lernen, sondern lernst bis dahin schon genug, dass es dann auch gleich gut geht.

01:16:32: Ja, danke.

01:16:32: Ja, ich hoffe, ich hoffe.

01:16:34: Also ich finde es super in mehrerer Hinsicht.

01:16:36: Einerseits, dass es zeigt, dass es RAM nicht tot ist und dass es da immer noch Leute gibt, die sich dafür begeistern können.

01:16:44: Das ist auch mal für mich persönlich cool.

01:16:47: Und das andere ist auch, ich habe die Aussage sehr, sehr cool gefunden, weil ich stehe einfach auf vielleicht freche Aussagen und vielleicht Also jemand, der ein bisschen aneckt, vielleicht.

01:17:00: Es wird sich immer darüber beschwert, es gibt keine sogenannten Typen mehr im Sport.

01:17:05: Und wenn einer was sagt, dann wird gleich draufgekaut.

01:17:07: Und natürlich, bestes Beispiel der Leonard Karl, ich meine, der Ormebuess XII sagt, er möchte nicht sein Leben lang bei den Bayern spielen und mit denen in Pension gehen.

01:17:18: Und dann wird er auf den draufgekaut.

01:17:19: Und dann, auf der anderen Seite, regt man sich auf das Fußballer nur so Standardfloskeln von sich geben.

01:17:24: Ja.

01:17:25: Ich würde gerade das gleiche sagen, ja.

01:17:27: Deswegen finde ich es einfach auch gut, ehrlich und frech.

01:17:31: Und natürlich glaube ich, wenn man ganz ehrlich auf das Video schaut, auch das hat jeder so ein bisschen verstanden.

01:17:38: Der Markt ist peinhart, Social Media ist peinhart, das Ram kostet auch Vermögen und das muss man natürlich auch bei so einem Real im Hintergrund behalten.

01:17:47: Aber ich finde es super, dass jemand so mutig vorangeht.

01:17:52: Ja, und

01:17:52: was

01:17:53: ich noch dazu sagen möchte, ich finde, das was du jetzt glaubst, Flo kann nun unterschreiben, es gibt so oft, ob es jetzt Fußball ist oder Skifahren oder so, immer wieder so die Standard-Interviews, so ja, ich möchte der Mannschaft helfen.

01:18:06: oder ja, wir schauen von Spiel zu Spiel oder so.

01:18:09: Und wo wir wirklich merkt, Positivstabeln für die Kamera eingelernt.

01:18:14: Und das ist empatiert nicht der Fall.

01:18:18: Was ich genau so komisch finde, und es ist gerade bei den Ansehbordetrennen folgt mir das extrem auf.

01:18:23: Man muss fast ein schlechtes Gewissen haben, wenn man sagt, mein Ziel ist dort zu gewinnen.

01:18:31: Das finde ich so arg, ich fahre auch rennen mit und es wird... Man wird schief angeschaut, wenn man sagt, ich bin da, weil ich ein gutes Ergebnis habe, weil ich Quienen fühle.

01:18:39: Weil da geht es nicht mehr um die Erfahrung, um das Erlebnis, um das Abenteuer und um fremde Länder kennenlernen natürlich.

01:18:46: Das ist alles super und gehört dazu.

01:18:48: Aber trotzdem ist es, also in meinem Fall, ich würde sagen, es ist Transcontinental Race und nicht Transcontinental Coffee Ride.

01:18:55: Und ja, es ist ein Rennen und da will ich voran sein.

01:18:58: Also von dem her verstehe ich es voll und finde es eher... Auch das, wie gesagt, befremdlich, dass man das nicht aussprechen sollte.

01:19:05: Oder auf die Schiefe angeschaut wird, wenn man es ausspricht.

01:19:08: Ja, das beruhigt mich gerade.

01:19:10: Euer Feedback ist sehr, sehr gut.

01:19:12: Vielen, vielen Dank auf jeden Fall.

01:19:15: Weil ich sage, wirklich zwischendurch drüber nachgedacht.

01:19:17: Also, was mein Ziel eigentlich ist, aber warum ich das auch fast alles filmen oder die Leute auch mitnehmen will, ich finde halt diesen Ultracycling-Sport.

01:19:27: Der erzählt so coole Geschichten eigentlich oder viel, aber oft ist die Kamera leider nicht dabei.

01:19:33: Und das will ich, ich will den irgendwie noch mal so ein bisschen, auch in manchen Bereichen noch ein bisschen nahebarer machen.

01:19:39: Und wenn man dann die Leute, wenn man da nicht ehrlich ist und dann nicht, wenn das halt das Ziel ist, das war auch so ein bisschen mein Gedanke, wenn das Ziel ist, das zu gewinnen, warum soll ich es nicht sagen dürfen.

01:19:48: Es war vielleicht wirklich dann ein bisschen sehr provokant gesagt, aber wenn ihr auch das auch bei euch gut aufgenommen wurde, beruhigt mich das auf jeden Fall.

01:19:56: Und jetzt kommen wir noch zu einer Frage, das würde ich in Fritz Meinecke auch schon fragen, da waren wir schon zu spät oder ihr habt es dann nicht vergessen.

01:20:04: Und das passt jetzt perfekt.

01:20:06: Glaubst du, schließen sich gute Videoaufnahmen, die du selbst bei Anserbordetrennen unterwegs machst und ganz vorne ins Ergebnis, in die Ergebnislisten rein von also auf Sieg zu fahren, schließt dich das gegenseitig aus, Fragezeichen.

01:20:22: Weil, meistens ist so, dass die was die besten Teilnehmer sind.

01:20:29: Kaum.

01:20:30: Irgendwie Inhalte produzieren.

01:20:32: Videos, Fotos oder so.

01:20:33: Die müssen das wirklich sehr, sehr geil dokumentieren.

01:20:35: Und Social Media machen und all das über YouTube.

01:20:38: Die fahren nicht weiter hinten, weil sie wirklich viel Energie und Zeit in das Dokumentieren investieren müssen.

01:20:44: Wie glaubst du, kannst du das unseren Hut bringen?

01:20:49: Ja, also... Beim Hellenic war halt für mich wirklich der Fokus ein geiles Video zu haben.

01:20:54: Oder an sich, ich finde halt diese Idee dahinter, Ultra-Siking nahebar zu machen und die Leute in diese Situation mitzunehmen, wo normalerweise keine Kameras sind.

01:21:02: Also in den Moment, wenn du einen Hunger hast, da denkst du ja normalerweise, viele nicht dran die Kamera anzumachen.

01:21:07: Oder wenn du die Halluzinationen hast, aber ich finde genau da selber die Kamera anzuhaben, das jetzt zu sehen, finde ich auch für mich einfach... einfach geil irgendwie irgendwie cool das zu sehen zu wissen.

01:21:18: okay du hast das gemacht du hast auch ein Video und kannst du mal nach erleben.

01:21:22: und beim Hellenic war es tatsächlich so ich hatte zweieinhalb Kilo Kamera Equipment dabei zweieinhalb Kilo.

01:21:30: so die Leute versuchen eigentlich ein Setup maximal zu minimieren und ich habe eine.

01:21:35: die komplette Oberrotage war voll.

01:21:37: ich hatte zwei GoPros dabei ich hatte einen Media Mod dabei ich hatte eine dreihundertsechzig Grad Kamera mit einem anderthalb Meter Selfie Stick dabei Und hab halt dann, ich bin das Rennen eigentlich, es gibt ein paar coole Fotos, wo ich über irgendwelche größeren Hindernisse mein Fahrrad trage und hab halt so ein zwei Meter Selfie-Stick in der Hand.

01:21:57: Und ich war auch dann für den Veranstalter, war ich einfach nur The Filming Guy.

01:22:01: Die haben mich auch am Anfang komplett belächelt und unterschätzt.

01:22:05: Da hieß es einfach nur, da kommt der mit der Kamera, als ich noch auf Platz acht, neun war.

01:22:08: Und als ich dann irgendwann weiter vorne war, da haben die auf einmal realisiert, Wie funktioniert?

01:22:12: Also die haben sich irgendwie die gleiche Frage gestellt.

01:22:15: Und das war auch, warum ich mich sehr oft verquatscht habe am Checkpoint, weil der Veranstalter mich ausgefragt hat, wie kann ich das machen, dass ich irgendwie weit vorne bin, aber filme.

01:22:25: Und jetzt kommen wir auch dann zu deiner Frage.

01:22:27: Ich glaube, das schließt sich nicht unbedingt aus.

01:22:31: Ich glaube, in gewissen Punkten kann das sogar einen mentalen Vorteil haben.

01:22:38: Weil man einfach weiß, du machst hier ein Video, du machst sogar noch Instagram Stories, da gucken parallel Leute, die gucken ganz genau, was du hier machst.

01:22:46: Und du hast das auch auf Video, was du hier machst.

01:22:49: Und wenn man dann weiß, okay, das gucken ein paar tausend Leute im Nachgang dieses Video, dann macht das auch ein bisschen was mental mit einem schon im Rennen, glaube ich.

01:22:59: Ich glaube, das ist sogar ein gewisser Vorteil.

01:23:01: Nachteil ist natürlich, wenn man zweieinhalb Kilo Kamera-Equipment dabei hat, dann ist man automatisch natürlich langsamer.

01:23:07: zweieinhalb Kilo habe ich jetzt beim Atlas nicht mehr dabei.

01:23:09: Da habe ich jetzt eine GoPro, drei Ersatzakkus und eine Powerbank.

01:23:13: So, das sind vielleicht noch fünf, sechshundert Gramm.

01:23:16: Und was ich jetzt noch überlege, mir noch eine feste Kamera vorne direkt am Lenker festzumachen, wo ich einfach nur drauf klicke, wenn ich irgendwas sagen will, aber ich gerade in der Position, in der Situation, wo ich nicht die Hand vom Lenker nehmen will.

01:23:27: Weil ich hatte auch beim Helinik dann mit acht Stunden Videomaterial am Tag, alles mit Selfie-Stick, acht Stunden lang Selfie-Stick in der Hand beim Rennen.

01:23:35: So.

01:23:37: Ja, ich glaube, das schließt dich nicht aus.

01:23:40: Ich glaube, was ich immer sage, wenn ich jetzt gefragt werde, was ist dein Fokus und dein Ziel eigentlich?

01:23:46: Also wo ist denn jetzt der Fokus?

01:23:47: Machst du Videos?

01:23:48: Bist du jetzt YouTuber oder bist du Rennfahrer?

01:23:53: Ich glaube, ich bin eher, also mein Ziel ist eigentlich immer, das bestmögliche Ergebnis mit geilem Video.

01:24:02: Das ist jetzt gerade bei den ansupporteten Sachen mein Ziel, weil... Ich nehme lieber, und das sage ich auch so, ich nehme lieber Platz drei mit einem geilen Video als Platz eins ohne.

01:24:12: Das ist so ein bisschen mein Gedanke dabei.

01:24:15: Gerade bei den unsupportet Sachen, bei den supportet Sachen, ich mache jetzt auch nächstes Jahr oder dieses Jahr, wir haben jetzt schon sechsundzwanzig, zwei supportet Sachen.

01:24:22: Einmal das Race Around Austria und dann noch ein YouTube-fähiges Projekt.

01:24:27: Das ist kein Rennen, sondern das ist ein eigenes, wo ich mit der Crew wegfahre.

01:24:32: Und da habe ich dann halt für die supportet Sachen.

01:24:35: Ein Kameramann dabei, weil da darf man ja ein Kameramann dabei haben, aber ansupportet geht das ja gar nicht.

01:24:40: Und da ist es dann das erste Mal, dass ich mich ausschließlich auf die sportliche Leistung konzentrieren kann und werde.

01:24:48: Aber bei diesen ansupporteten Sachen fühle mich, ich weiß auch nicht, ob mich das wirklich langsamer macht.

01:24:54: Ich denke wahrscheinlich schon, weil auch so Situationen, da muss man auf einmal das Fahrrad tragen.

01:25:00: andere fahren direkt Fahrrad hoch und los.

01:25:03: Ich hole die Kamera raus und sage hier, Leute, hier liegen jetzt ganz viele Steine und ja, hier muss ich jetzt das Fahrrad übertragen.

01:25:08: Jetzt seht ihr das aber auch mal.

01:25:09: Das kostet natürlich irgendwo ein bisschen Zeit.

01:25:11: Ich will das jetzt beim Atlas minimieren, weil ich auch da jetzt ... wir werden sehen.

01:25:17: Also ich will es minimieren, ja?

01:25:19: Aber Ziel ist trotzdem ein geiles Video.

01:25:21: Es muss das Ziel sein.

01:25:23: Aber wie du jetzt sorgst, dass das Count auch motivierend sei, ne?

01:25:27: Also ... Flo und ich kennen es vom Ram, zum Beispiel, wenn ich am Radl sitze und das Kamerateam empfiehlt dich, dann macht das was mit dir.

01:25:36: Du sagst, du sagst ein bisschen von deiner besseren Seite, du sitzt ordentlich am Radl.

01:25:41: Es motiviert irgendwie und ich glaube, den Effekt hast du schon auch, wenn du dich selbst fühlst und du weißt, da wird im Nachhinein irgendwas draus gemacht.

01:25:48: Aber ja, du musst dort vielleicht mehr moderieren oder mit Arnau und den Selfie-Steak halten, das macht natürlich auch langsamer.

01:25:55: Aber ich finde, du hast das perfekt auf den Punkt gebracht, ne?

01:25:58: besser Platz drei mit geilem Video als Platz eins und kann auch irgendwie im Nachhinein sehen oder kriegt es mit so in die Richtung.

01:26:07: Und bin gespannt, wie es dir bei den Supportetrainern geht.

01:26:09: Das wäre nämlich meine Abschlussfrage gewesen.

01:26:11: Aber du hast ja gesagt, Gracerang Austria steht am Plan.

01:26:14: Ultrasäglichen WM.

01:26:16: Jetzt das Adlers Mountain Race.

01:26:18: Du hast sehr viel vor.

01:26:21: Das sind ja nicht die einzigen, du hast noch einiges vor und ja, wir drücken alle Daumen.

01:26:26: Und vor allem auch, dass Wir werden es jedenfalls weiter beobachten und wir freuen uns auf deinen weiteren Weg.

01:26:36: Wünschen dir auf diesem Weg alles Gute und danke, dass du dir für uns Zeit genommen hast.

01:26:42: Ja, vielen Dank.

01:26:43: Danke, dass ich da sein durfte.

01:26:44: Danke, dass ihr euch Zeit genommen habt.

01:26:46: Und ja, ähm, danke schön.

01:26:50: Das kann ich auch sagen.

01:26:51: Wir können mit ihr am

01:26:51: besten mitverfolgen bei den nächsten Rennen.

01:26:54: Instagram, YouTube.

01:26:56: Ja also beim.

01:26:57: es kommen jetzt noch zwei Videos online vor dem Rennen.

01:27:00: also eins kommt jetzt wahrscheinlich In zwei Wochen.

01:27:03: also eine Woche vor dem Rennen kommt ein Trainings tags Video, wo ich einfach mal ein Trainings tag zeige wie ich durch den fluss laufe Und dann kommt noch am Renntag, am Start des Rennens, kommt abends, abends noch das, wo ich schon in Marokko war, die dreihundertfünfzehn Kilometer abgefahren bin.

01:27:18: Daraus habe ich auch ein Video gemacht, das wird sogar ein längeres Video, das kommt auch zum Rennstart online.

01:27:23: Und beim Rennen mache ich jede Menge Instagram Stories, also gerne auch auf Instagram folgen, Sebastian Unterstrich, Trimbron.

01:27:29: Vielleicht geht ja Platz eins plus geiles Video.

01:27:33: Das würde ich nehmen, das würde ich sofort unterschreiben.

01:27:37: Schön, dass du da warst, vielen Dank.

01:27:40: Ja, danke schön.

01:27:41: Vielen Dank und ja, bis bald mal.

01:27:43: Tschau.

01:27:43: Ich würde uns mal persönlich irgendwo sehen.

01:28:20: Tschau.

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