#276 - Professionalisierung und Kommerz im Ultra Radsport? Pro und Contra
Shownotes
276 - Professionalisierung und Kommerz im Ultra Radsport? Pro und Contra
In dieser Episode diskutieren Straps und Flo über die Professionalisierung im Ultra-Cycling. Wo liegt die Balance zwischen Kommerz und Sportsgeist? Ist die Professionalisierung im Radsport eine rein positive Entwicklung, welche Nachteile bringt sie, oder braucht es auch hier einfach eine gute Balance?
Straps und Flo teilen in dieser Folge ihre persönlichen Erfahrungen und reflektieren über das Gleichgewicht zwischen professionellem Anspruch und der Freude am Radfahren. Eine wichtige Message: Sponsoren sind nicht die Ursache für gute Resultate, sondern folgen auf viele Entbehrungen und Investitionen. Sponsoren sind kein Privileg, sondern man muss sich die Unterstützung erarbeiten, und selbst dann, können Partnerschaften in Form von hoher Erwartungshaltung und Leistungsdruck ihre Schattenseiten haben. Die Kommerzialisierung macht den Sport im Grunde sichtbarer und durch die höhere Anzahl an Veranstaltungen auch zugänglicher. Trotzdem gibt es noch genügend nicht-kommerzielle Events – für jene, die sich von dieser Entwicklung nicht angesprochen fühlen.
Was ist eure Meinung dazu? Wir freuen uns über Feedback!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen bei Sitzfleisch.
00:00:07: Mit Christoph Strasser.
00:00:22: Sehr gut, das war tatsächlich ein sehr professionelles Intro.
00:00:30: Das ist eigentlich ganz unspektakulär das heutige Thema.
00:00:35: Also, ohne dass jetzt im Intro da ein großes Rätsel präsentiert wurde, sondern ganz gerade aus.
00:00:42: Wo wir heute reden über Professionalisierung in unserem Lieblingssport, ob das gut ist, ob das schlecht ist, ob das Vorteile hat, ob das Nachteile hat.
00:00:51: Immer wieder liest man das irgendwo, dass das teilweise irgendwie unerwünscht ist oder dass das irgendwie einfach die Stimmung... und durch den Teilnehmern vielleicht beeinflusst, dass das gar nicht so gewollt ist, dass man das ursprüngliche beibehalten möchte.
00:01:07: Es gibt ja auch Ideen, dass man sagt, irgendwie professionell organisierte Events haben, natürlich Vorteile und erreichen mehr Leute.
00:01:14: Und da gibt es viel zum Reden und das werden wir heute versuchen aus unserer persönlichen Sichtweise.
00:01:24: Falls jemand ein Primer braucht, vielleicht für uns für diese Episode jetzt, wir haben einmal über den Spirit geredet und wenn dann das interessiert, vielleicht vorher die Folge anhören und dann die aktuelle oder umgekehrt.
00:01:38: Ich jedenfalls beide anhören.
00:01:41: Aber bevor wir jetzt richtig reingehen, starten wir mal mit einem
00:01:47: Feedback der Woche.
00:01:52: Uns erreichen ja regelmäßig viele wirklich nette und respektvolle und lustige und anerkennende Zuschriften.
00:02:01: Und natürlich kann man nicht alle vorlesen, aber einige werden wir doch immer wieder mal präsentieren.
00:02:08: Und ich habe mir heute ans Raustuch vom Roland, das habe ich extrem gut gefunden und es passt irgendwie zum heutigen Thema.
00:02:17: Von Folge zu Folge sprecht ihr über das Bikepacking in seinen tausend verschiedenen Formen.
00:02:22: Herrlich, vom Race bis zur Genuss-Tour, von akribischer Vorbereitung aller Menschmaschinen Rick Steffen bis zur fast ohne Vorbereitung mit dem Kompass der Sonne entgegen Chaos Queen Lottie Power, also der Carlotta Schumacher.
00:02:40: Doch egal wer, was und wie, es geht dabei immer auch um Troubleshooting.
00:02:45: Und diesbezüglich möchte ich von einer sehr seltsamen Beobachtung berichten.
00:02:49: Im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer, im Sommer Auch nicht.
00:03:16: Netter Moe an Bootschen, wie ihr sagen würdet.
00:03:19: Troubleshooting, Null Komma Null, Fehl Anzeige, gar nichts.
00:03:24: Was ich sagen will an euch beide und alle da draußen.
00:03:27: Gar keine Probleme sind auch keine Lösungen.
00:03:31: Sollte auf euren Touren mal wieder alles drunter und rüber gehen, das Ventil abreißen, das Licht nachts einfach ausgehen.
00:03:39: Katzen, Pisse.
00:03:40: Ich glaube, ihr hast es vom Himmel fallen, also ich vermute einfach extrem starker Regen.
00:03:46: Das Supermarkt für Eure Nase schließen und so weiter und so schlimm.
00:03:49: Denk dran, ganz ohne Katastrophen ist es auch ein Bisschen Fahrt.
00:03:54: In diesem Sinne, zu meinem Sechzigsten möchte ich mir die Teilnahme am Trends-Kontinenten schenken.
00:03:58: Ich glaube, ein Schenken.
00:04:00: Mal schauen, ob das klappt.
00:04:01: Oder wie sagt der Fritz Meinecke zu schön, wer Ultra bestellt, bekommt auch Ultra.
00:04:07: Liebe Grüße.
00:04:08: und alles Gute aus Uelzen.
00:04:12: Sehr, sehr gutes, sehr nettes Feedback.
00:04:16: Es freut uns immer sehr, wenn wir so ein positives Feedback kriegen.
00:04:22: Ja, sehr schön und kann einerseits Glück sein, kann aber auch ein Zeichen davon sein, dass sich der Roland sehr, sehr gut und akribisch vorbereitet hat.
00:04:35: Ja, und es hilft auch noch ein bisschen, wenn wir wieder mal... verzweifelt ist und mit seinem eigenen Unglück ein bisschen in Selbstmitleid versinkt, weil wenn wieder mal irgendwas schief geht, dass man sich einfach bewusst ist, das gehört irgendwie einfach auch zu dem Sport dazu, Probleme zu lösen unterwegs, dass es nicht immer so läuft, wie man es gerne hätte.
00:04:52: Und wenn es da auch so läuft, perfekt läuft quasi, dass es vielleicht sogar das ein bisschen was fühlt.
00:05:02: Ja, bevor wir jetzt komplett reingehen, wir nehmen jetzt auf.
00:05:07: schon weit im Jänner drinnen.
00:05:10: Bist du jetzt schon mal draußen rall gefahren oder behältest du dir das vor für später?
00:05:16: Ich habe das Rad noch nicht aufgepumpt.
00:05:19: Ich glaube, die DITU ist leer, die Luft ist aus dem Reifen heraus und bis ich das jetzt wieder einmal anwerfe, warte noch, bis es ein paar Grad Plus hat.
00:05:29: Also momentan noch nicht.
00:05:31: Und bei dir?
00:05:32: Heute hat es ein paar Grad Plus gehabt und ich bin... Ich war draußen heute, aber es war mein erster Radfahrt, im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.
00:05:39: Also, es ist jetzt gut gegangen, ich war lang rick und rick und war less zent wegen der OP.
00:05:47: Und jetzt gehts Radfahren, glaube ich, langsam wieder.
00:05:50: Muss mir ein bisschen ran tasten, aber heute draußen und leichte Plusgrade.
00:05:57: Es war super.
00:05:59: Wüsst du jetzt wieder Kudos erhaschen mit der Ansage?
00:06:04: Nein, gar nicht.
00:06:05: Ich wollte es nur erzählen, weil wir das letzte Mal darüber geredet haben.
00:06:09: Aber weißt du schon, ansprichst und ich schwere, das war nicht abgesprochen.
00:06:15: Für mein TCR, für die erste Etappe habe ich neunhundertneunzig Kudos.
00:06:22: Und ich meine, bitte.
00:06:24: Die zehn, die müssen auch jetzt noch irgendwo herkommen.
00:06:28: Wir wissen alle, was zu tun ist.
00:06:34: Ja herrlich, ich freu mich auch schon, wenn das Wetter ein bisschen wärmer ist.
00:06:38: Aber was nicht gut ist, ich habe zum Beispiel so wie heute beim Training herinnen mir auf die Episode vorbereiten können oder bis ich Infos zusammen suche und recherchieren, ein paar Gedanken aufschreiben und insofern finde ich auch Indoor Training auch immer ganz gut, wenn man die Zeit daneben da ein bisschen nutzen kann.
00:06:59: Also man sieht es so wie ein ganzen Tag vor dem Computer, dann ist draußen ganz angenehm, wenn man sich da nochmal eine Runde drehen kann.
00:07:08: Ja und wie gesagt, hier haben wir heute ja unter den vielen Zuschriften eben das Feedback der Woche rausgesucht, weil man das irgendwie gefallen hat, dass er es eben die verschiedenen Formen anspricht, vom reinen bis zur Genustur und von akribischer Vorbereitung bis zum bissel chaotischen einfach drauf losfahren und irgendwie sind das also die Facetten.
00:07:30: die unseren Sport so scheinen und so bunt und divers machen und gleichzeitig sagen, dass eben es Rennen und Veranstaltungen gibt, die wirklich sehr niederschwellig sind und welche die professioneller sind und irgendwie ein bisschen höheren Anspruch vielleicht haben ans Teilnehmerfeld und besser vielleicht organisiert sind.
00:07:56: und ich glaube damit können wir ins Thema starten.
00:08:00: Ja, vielleicht sollte man überhaupt gar nicht am Anfang einmal versuchen, die Kritik an der Professionalisierung irgendwie einmal zu fassen und vielleicht zu definieren.
00:08:12: Also, wenn immer so das anschauen, was wird eigentlich kritisiert und was wird gemahnt, wenn davon gesprochen wird, der Sport professionalisiert sich immer mehr und dadurch geht irgendwie was verloren.
00:08:28: Also was wird davon gemeint, dass wir überhaupt einmal vom gleichen reden?
00:08:32: und wenn ich mir das so anschaue, was mein Eindruck ist, was der Hauptkritikpunkt ist, ist, dass irgendwie was vom Spirit und der Anführungszeichen verloren geht, dieses Gemeinschaftsgefühl, dieses Gefühl so irgendwie eine kleine Community zu sein, wo jeder jeden kennt und jeder jeden mag.
00:08:58: Und dass das dadurch verloren geht, dass Leute an diesen Rennern teilnehmen, die explizit auf Sieg fahren, die vielleicht jetzt nicht vor dem Start ein Backelchick rauchen und ein Bier trinken, sondern durchstehen und Sie Gels einschießen und vielleicht mit einem professionellen Trainingsplan, dort speziell hintrainiert haben, eine Nährungsstrategie haben und dort auch mit Ansage auf Sieg fahren.
00:09:35: Dass das so damit gemahnt ist und ich denke, wenn wir das auf das eingreifen, dann reden wir über das Gleiche, dann wissen wir, wofür wir reden.
00:09:46: Und natürlich, dass, wie du sagst, die Leute, die vielleicht ... ein hochwertiges, fifteen tausend Euro gesponsortes Radl haben und die Kram-Kohleneutrade pro Stunde genau berechnen, das mit einem professionellen Coach erarbeitet haben und dann ihre gesponsorten Bikebackentaschen damit anfüllen und irgendwie alles perfekt ausgerichtet haben.
00:10:08: Das ist das eine.
00:10:09: und dann das vielleicht noch Sponsoren, Mitspülen, auch Finanzsponsoren, dass auch die Events irgendwie kommerzialisiert werden oder irgendwie ein... daran orientiert sein, maximal viel Gewinn zu machen und und Geld zu verdienen.
00:10:25: Das ist oft auch ein Kritikpunkt, weil es gibt ja nach wie vor Rennen, die einfach mehr oder weniger kein Staat gehört haben.
00:10:32: Zum Beispiel die Tour Divide.
00:10:33: Du möchtest die an, fährst hin und fährst mit und ich bin mir nicht sicher, dass Staat gehört ist, ist glaube ich minimal und das Anmeld der Prozedere ist sehr, sehr einfach.
00:10:44: Und das ist halt das, was manchmal halt gewünscht ist, einfach das Jeder kann mitmachen und es gibt keine großen Kriterien und es ist Platz für jeden.
00:10:54: Ja, ich muss einmal da vielleicht schon einmal die Prämisse hinterfragen, weil ob das jemals so war, das war ich zu bezweifeln.
00:11:05: Wir kommen jetzt schon einmal aus einer komplett anderen Sportart.
00:11:11: Wir kommen eigentlich vom Supported Ultra rennen.
00:11:15: und sind nicht von Anfang an dabei.
00:11:16: Das heißt, wir wissen jetzt nicht, wie die Stimmung am TCR Nr.
00:11:21: I. in London war.
00:11:26: Wobei, ich möchte uns beiden zu gut erhalten, dass wir uns sehr, sehr viel mit einem beschäftigen.
00:11:32: Wir sind jetzt nicht ignorant, dass wir sagen, wir steigen da jetzt ein und mischen auf und wir sind so super, sondern ich bin extrem demütig und habe mich vor meiner ersten TCR-Titel damit wahnsinnig viel mit dem ganzen beschäftigt, was da ... Die Stimmung ist, wie die Regeln sind, wie das Ganze einfach ablauft, weil ich wollte überhaupt niemanden von Kopf stoßen.
00:11:51: Ich glaube, da gibt es schon Leute, die einfach nicht so viel nachdenken wie das Ganze für wir.
00:11:56: Also, wir wissen nicht alles, wie du sagst.
00:11:58: Wir waren nicht von Anfang an dabei, aber ich glaube, wir bemühen uns sehr, das Ganze zu fassen und zu verstehen.
00:12:07: Genau, und wir wollen auch fair sein, aber es ist... Meiner Meinung nach unrealistisch, dass selbst beim ersten TCR das so eine enge Community war, wo jeder sie mit jedem verstanden hat und alle das gleiche wollten, aufs gleiche hinaus wollten, die gleichen Ziele, die gleichen Pläne haben, wie sie das Rennen weiterentwickeln wird, wie sie die Szene weiterentwickeln wird, sondern denkt, dass... diese Unteranfangszeichenrisse auch schon damals bestanden haben, vielleicht nicht so offensichtlich, weil die Community viel kleiner war und weil jetzt nicht von außen so viel Rookies dazu gekommen sind mit ganz anderen Zielen.
00:12:56: Aber ich denke, das ist so in jeder Subkultur.
00:12:59: so einfach eine komplett normale Entwicklung und die würde jetzt noch nicht einmal unter dem Schlagwort Professionalisierung.
00:13:07: zusammenfassen.
00:13:08: Also, jetzt verrate ich wieder mein Alter, aber wie ich sehr jung war, da war das Skateboard und so, die totale Subkultur.
00:13:17: plötzlich hat seinen Riesen-Skateboard Boom gegeben, überall sind Leute mit Skateboard und am Arm herum gelaufen.
00:13:26: Und da hat es dann auch sehr viel Kritik gegeben, dass jetzt jeder Skatet und Skaten nicht mehr cool ist.
00:13:35: den Spirit kaputt machen und dass man nicht mehr am Skatepark gehen kann und heimlich rauchen und Bier trinken, weil lauter Leute das an denen man nicht kennt und die gar keine Ahnung vom Skaten haben, wie es eigentlich sein so in einem Skaten ist herum sitzen und Bier trinken und nicht Kontests fahren.
00:13:56: Also das ist glaube ich in jeder Subkultur, die ein bisschen am Boom erlebt.
00:14:07: Natürliche Entwicklung fast, würde ich sagen.
00:14:10: Ganz schön hast du das ja damals beschrieben, beim Thema Snowboarden, wenn man Episode gemacht bin, Benjamin Cardle und du hast du zu meiner großen Überraschung erzählt, dass du Snowboarden von früher quasi kennst oder wie sie das entwickelt hat unter Benjamin.
00:14:25: Karel ist ihm einer gewesen, der diese Professionalisierung vorauntrieben hat, der das irgendwie auf ein nice Level gehoben hat.
00:14:31: Das ist eine sehr, sehr interessante Folge, wenn man zu deinem Thema vielleicht noch mal in unserem Sitz Fleischarchiver ein bisschen was nachhören will.
00:14:41: Ja, da war es vielleicht noch krasser, weil es eben von diesem total untergrund Sport oder dieser extrem jungen Sport oder dieser Subkultur und plötzlich innerhalb weniger Jahre war das auch Olympische Sportart und da hat es auch sehr viel Brösel gegeben und von so einem Schub, und vor allem auch von einem Weltverband, der das dann so übernimmt und seine Regeln da rein drückt, davon sind wir sehr, sehr weit weg.
00:15:14: Aber super, dass du das mit dem kulturellen Vergleich irgendwie bringst.
00:15:20: Ich glaube, das bringt nämlich wirklich einen wichtigen Punkt an oder zu, nämlich einfach die Größe, die Ansage der Menschen, die den Sport betreiben, wie groß der Sport wird, wie bekannt der Sport wird, das ändert natürlich vieles.
00:15:33: Und ich glaube, wir sollten das erste Mal vielleicht das heutige Thema in zwar Schienen aufteilen, nämlich das erste Mal Veranstaltungen, Rennen und Events, die sie weiterentwickeln, die moderner, innovativer und professioneller werden.
00:15:50: Und da auch natürlich die Menschen, die den Sport ausüben, die Athletinnen, die Athleten, die einfach professioneller werden, Fragezeichen.
00:16:00: Da bin ich nämlich gar nicht so sicher, wo dann eventuell auch mehr persönliche und private Sponsoren im Hintergrund mitwirken, auch wieder mit Fragezeichen.
00:16:10: Da bin ich mir auch nicht sicher, ob das tatsächlich so ist oder ob es nur besser und stärker kommuniziert und dargestellt wird.
00:16:20: Also Rennen und Leute, glaube ich, Sportler können wir hier getrennt besprechen.
00:16:26: Und was mir ein bisschen auf die Idee überhaupt braucht, heute über das Thema zu reden, war auch ein Kommentar.
00:16:33: Ich glaube, das habe ich auf Facebook bekommen.
00:16:35: Da ist es nämlich darum gegangen, da habe ich geschrieben, dass ich das wieder beim TCR mitfahren möchte und da hat jemand so geschrieben.
00:16:43: Das TCR ist zu einem beinhart kommerzialisierten Herden-Event verkommen.
00:16:51: Und da haben wir gedacht, ja, okay, nehme ich so zur Kenntnis, bin mir aber nicht sicher, ob ich da wirklich komplett damit übereinstimme, weil wo es heißt, Beinhard kommerzialisiert.
00:17:05: Ja, also gerade beim TCR, das ist jetzt natürlich der große Leuchtturm in der Szene, das kann man ruhig so sagen, und wird sehr, sehr oft kritisiert für das... Prohibitiv hohe Startgarten.
00:17:23: Wir haben unsere genauen Kosten eh schon in unseren TCR-Folgen aufgeschlüsselt.
00:17:29: Braucht man nicht nochmal ins Detail gehen und ja im Vergleich zu vielen anderen ist es Startgarten extrem hoch.
00:17:36: Aber wir haben es auch schon mehrmals gesagt, wir finden es wird dafür den Athleten und Athletinnen sehr, sehr viel geboten.
00:17:46: Wenn das jetzt so auf dem ersten Blick, ja, okay, da hast du vier Checkpoints und eine Kartonkarte, die abgestempelt wird.
00:17:55: Aber das ist das ganze drum herum, die ganze Organisation, dass darauf geschaut wird, dass die Regeln wirklich sehr, sehr streng eingehalten werden, werden die Sicherheit der Teilnehmer, Teilnehmerinnen einfach auf die geschaut wird, dass da ... Gedanken dahinter stehen, wie man die Route plant, also die Checkpoints legt und die verbotenen Routen, also nicht die man selbst plant, wenn man teilnimmt, sondern die von der Organisation vorgegeben wird.
00:18:29: Und wenn man sich jetzt einmal ausrechnet, dass es sehr hohe Stadt gibt, mit der Anzahl der Teilnehmer, wenn man das multipliziert, dann kommt da jetzt nicht so wahnsinnig viel raus, also dass das So irre für Gott ist.
00:18:47: Ja, ich habe mir das durchgerechnet.
00:18:50: Jetzt zahlt jede Person.
00:18:53: Vierhundertfünfundachtzig Pfund.
00:18:57: Startgött.
00:18:57: Das ist auf zwei Teilbeträge auftalt.
00:19:02: Und das mal Vierhundert Teilnehmer ergibt in Summe also ungerechnet fünfhundertfünfzig Euro pro Person.
00:19:10: Er gibt in Summe zweihundertzwanzigtausend.
00:19:13: Und wenn man sieht es jetzt.
00:19:15: durchrechnen möchte oder kann und wenn man sie ein bisschen mit Veranstaltungsmanagement beschäftigt, dann sieht man, dass der Betroger eigentlich gar nicht so wahnsinnig hoch ist.
00:19:25: Jetzt sagen wir mal, zwei Personen organisieren das ganze Event hauptberuflich und dann haben wir zum Beispiel ein Monatsgehalt von zweitausend Euro netto.
00:19:37: Das sind im Monat viertausend Euro brutto und im Jahr ungefähr fünfzigtausend.
00:19:43: pro Person.
00:19:43: Jetzt machen das zwei Personen, sonst sind es hunderttausend, die quasi einfach nur es nicht übertrieben sind, sondern es normale Gehalt sind.
00:19:52: Dann bleiben noch hundertzwanzigtausend Euro über.
00:19:56: Jetzt sind zwei Vorzeige unterwegs während den Rennen.
00:20:01: Da fährt die Rennleitung mit, da fährt der Medienteam mit, da fährt ein Fotografen mit.
00:20:05: Wir wollen natürlich alle faire Bezahlung für die Arbeit, die Fotografen machen.
00:20:11: Dann braucht es noch die Webseite und das ganze System.
00:20:14: Das kostet natürlich alles gut.
00:20:16: Am Start gibt es meistens eine große Tourenhalle oder einen großen Saal, wo das Briefing stattfindet, wo der Technikcheck stattfindet, dafür ist Miete zum Zohlen.
00:20:26: Startgelände, Zielgelände, ich denke, da wird es auch irgendwie Gebühren geben, dass man sie dort quasi für die Veranstaltung einmieten kann.
00:20:34: Da bleibt also definitiv nicht
00:20:36: für übrig,
00:20:38: dass man sagen kann, Menschen bereichern sie, an dem am Start gehört.
00:20:44: Genau, das ist ein Rennen von sehr, sehr vielen.
00:20:48: Es gibt die kleinen Community-Events mit sehr geringem Start.
00:20:53: Start geht immer noch.
00:20:54: Und die sind auch nicht so schwer zu finden.
00:20:56: Also, ich denke, so divers wie die Szene an sich ist, so divers sind auch einfach die... die Rennen und die Möglichkeiten an so was teilzunehmen.
00:21:09: Also es muss ja nicht immer für jeden und jedes Jahr das TCR sein.
00:21:13: Es gibt so viele andere wunderschöne Rennen, wenn man eigene Episode drüber gemacht, was alles für coole Rennen gibt, die man gerne fahren möchte und der Kalender hat gar nicht so viele Tage, wie viele coole Rennen das es gibt.
00:21:26: Aber ist es nicht auch für zu sehr genial, wenn du einfach das Rennen mitverflugst, wenn das Einigermaßen gut organisiert ist?
00:21:37: Ja, also ich finde auch, das kostet auch Geld.
00:21:44: Und was wir jetzt in unserer Kalkollektion jetzt nicht drinnen haben, ist natürlich gibt es auch ein bisschen Sponsorengelder, aber wer weiß, wie die, also für die Veranstaltungen selbst, also die viele Rennern werden von irgendwelchen Sponsoren mitfinanziert.
00:22:01: Aber wer vielleicht ein bisschen beobachtet hat, wie es der Radsportbranche seit Corona geht, ist es auch relativ einfach auszurechnen, dass das Sponsorengeld eher nicht mehr wird und dass es auch von Anfang an wahrscheinlich nicht super hoch war.
00:22:20: Ich muss ehrlich sagen, ich finde es eine riesengroße und bemerkenswerte Leistung, eine Veranstaltung ins Leben zu rufen, eine Veranstaltung aufzubauen, weiterzuentwickeln und professionell aufzuziehen.
00:22:34: Das ist jetzt nichts, wo ich sage, das muss man kritisieren, sondern das ist, finde ich, einfach ganz was Großartiges, so was über viele Jahre hinweg zu organisieren und immer wieder zu verbessern.
00:22:46: Also das verdient sich, finde ich, extrem viel Respekt, wenn man das auf sich nimmt und nicht unbedingt kritik, dass man sagt, hey, da will ich jemand bereichen.
00:22:54: Natürlich ist er sehr voll nachvollziehbar.
00:22:58: Du baust ein Event auf.
00:23:02: Opferst oder investierst deine ganze Zeit, deine ganze Energie, das ist quasi dein Job.
00:23:07: Und natürlich ist es super, wenn du davon leben kannst.
00:23:09: Ich finde den Vorwurf jetzt nicht gerechtfertigt, wenn man sagt, okay, denen bleibt auch Geld über, das ist ja skandal.
00:23:16: Ja, finde ich auch.
00:23:21: Als jemand, der selbst schon diverse Events organisiert hat, es bleibt sollten wirklich was über und wenn.
00:23:34: dann ist es echt nicht viel.
00:23:36: Das muss man einfach ganz klar sagen.
00:23:40: Und um zum Ursprungsthema zurückzukommen, es ist natürlich auch super und es kostet auch was, wenn man auch Rennen von zu Hause aus gut verfolgen kann und ein bisschen auch was von der Stimmung mitkriegt und nicht nur Stur dothwatcht.
00:23:55: Und ich denke, das ist auch das, was die... gut und unter Anfangszeichen professionellisierten Rennen so interessant macht, dass man auch von zu Hause das sehr, sehr gut mitverfolgen kann und nicht alle zehn Stunden eine Liste von einer Durchfahrtszeit beim Checkpoint kriegt und dann dazwischen nie irgendetwas hört oder sieht.
00:24:21: Wie spauern wir zum Beispiel Tennis, wenn sie Erinnerst du aber Lenke und Igor Schwyonteik und Carlos Alcaraz und Janik Sinner?
00:24:29: Irgendwo in der Pampa treffen, keiner kriegt was mit davon und sie spülen einfach irgendwo heimlich Tennis.
00:24:36: Ist natürlich nicht so cool, ich meine, richtig gut wird der Sport, weil es einen Centercourt gibt, weil es große Turniere gibt, weil es TV-Autragerung gibt, weil du als Zuschauer vor Ort sein kannst, weil du einfach was geboten kriegst.
00:24:47: und der Vergleich ist jetzt sicher nicht supergut, aber ich denke mal jetzt schon, es geht ja entweder um... den sport einfach bekannter zu machen und dass viele zuschauen können wie oft wir feedback kriegen dass das leute hört einfach jetzt ultra seitlich entdeckt haben zum beispiel über diverse filme oder unseren podcast oder weil sie rennen mit verfügen.
00:25:09: also das verbreitet sich ja und umso mehr Leute es mitverfolgen, weil es gut gemacht ist.
00:25:16: Und so mehr Leute entdecken vielleicht die eigene Freude am Radelforn.
00:25:20: Das ist ja auch ein weiterer Pluspunkt.
00:25:22: Und wenn das jetzt in so geschlossenen Communities stattfindet, keiner kriegt es mit.
00:25:27: mag das vielleicht romantisch sein irgendwie, aber es hat natürlich schon viel positive Effekte, wenn viele Leute das mitverfolgen können.
00:25:34: Und wie macht es zum Beispiel wahnsinnig?
00:25:36: Ich habe immer entweder mal so das Trans-M Bike Race so auf meiner Wunschliste gehabt, also ansupportet durch die USA, weil es irgendwie einfach zum Race Across America mich selbst einmal interessiert hat, wie schnell kann man durch die USA Radl fahren?
00:25:50: ansupportet.
00:25:52: Aber das ist für mich so ein Beispiel, du findest, nicht einmal ein Webseite.
00:25:57: Der ist no schlechter als vom Racer Cross in America.
00:26:01: Und du kannst das nicht gescheit mitverfügen.
00:26:03: Es gibt einige schlossene Facebook-Gruppe, wo du anfragen musst, ob du rein darfst.
00:26:09: Und da gibt es irgendwie ganz komische, schwindelige, unprofessionelle Updates.
00:26:13: Und wenn nicht, manche Teilnehmer selber irgendwie auf ihre Social Media Kanäle ein bisschen Updates posten oder Stories machen, kriegst du von dem Rennen nichts mit.
00:26:22: obgesehen davon, dass sehr, sehr wenig Teilnehmer sind.
00:26:23: Ich finde das wirklich schade.
00:26:25: Das war eines der ersten Rehnern, in der er spurt hat und das ist einfach absolut unprofessionell.
00:26:32: Und das finde ich irgendwie extrem schade.
00:26:35: Also vielleicht kurz unsere Position zusammenfassen.
00:26:38: Wir sehen das nicht so kritisch, dass sie die Events professionalisieren.
00:26:42: und wenn jemand das nicht möchte, es gibt genug Events, die weniger Unter Anfangszeichen durchkommensialisiert sind, die aus der Community entstanden sind, immer noch in der Community sind.
00:26:59: Und ich denke, dann kann man einfach sie für so eins anmeiden.
00:27:04: Ohne das jetzt zu werden, die sind genauso cool.
00:27:06: Also ich denke ernst, die sind die sehr beliebtesten Beispiele.
00:27:11: Es sind die diversen Dead End Rennen, die genauso sind.
00:27:16: Und dann kann man... Kann man sich für so einen sagen, man.
00:27:20: Es gibt so viele, genau.
00:27:22: Und man muss nicht beim Badlands dabei sein, wenn man Gravel rennend fahren will.
00:27:26: Man muss nicht beim Silk Road dabei sein.
00:27:28: Das finde ich auch so eine Leuchtturmrennen ist, vom Auftritt her und vom Mythos her, der sich drum entwickelt hat.
00:27:36: Es gibt viele kleine Sachen, die sehr niederschwellig sind und deutlich günstiger.
00:27:42: Und es ist wirklich für jeden was dabei.
00:27:44: Absolut.
00:27:47: Apropos zum Thema noch sehr, sehr bekannte Rennen, irgendwie glaube ich auch, dass sie so und dann mit der Zeit ja auch von selbst regeln, oder?
00:27:57: Weil manche Veranstaltung haben einfach einen wahnsinnigen Zuspruch und sind ausgebucht und du kriegst kaum einen Startplatz.
00:28:04: und manche, bei manchen ist das Ganze das Gegenteil, ich schaue zum Beispiel jetzt nochmal auf die Starterliste vom Racing Cross America.
00:28:11: Ich hoffe, dass da noch mehr... sich anmelden, momentan sind vierzehn Soloteilnehmer dabei und eine einzige Achterstaffel und eine einzige Viererstaffel.
00:28:24: Und irgendwie sagt es halt, dass die Leute fahren tut mit, was irgendwie Lust drauf haben und was einfach jetzt momentan gut passt und du kommst aus Veranstalter, das ist sowieso nicht Erzwinien, das heißt, momentan sind sehr, sehr viele Ansabordetrainer absolut beliebt aus unterschiedlichsten Gründen, was ich deutlich kostengünstig ist, wo du viel weniger Aufwand hast.
00:28:49: Und ich glaube auch, weil das die Einstellung von Füden so ist, das irgendwie zurück zu den Wurzeln und das ganz einfach halten und du bist der Laden mit dir unterwegs und auf dich gestellt und löst deine Probleme selber, erlebst den Abenteuer und ich glaube für viele ist das nämlich so erstrebenswert, vielleicht so komplett durchorganisiert.
00:29:13: Bei einem riesengroßen Rennen dabei zu sein, wo du richtig viel Geld brauchst.
00:29:17: Zum Glück nach wie vor, weil ich finde Racer Cross America großartig.
00:29:21: Und da steckt eine große Portion Herzblut immer bei mir drinnen.
00:29:26: Aber man sieht einfach, es wird weniger von Zeit zu Zeit.
00:29:30: Und bei Ansabordetrennen wird es einfach mehr.
00:29:34: Gehen wir dann auch zum zweiten Thema.
00:29:35: Und ich glaube, das ist dann schon vielleicht ein bisschen kontroverser als das, was wir bis jetzt gesagt haben.
00:29:45: Ja, möglicherweise.
00:29:48: Nämlich, dass immer mehr Sportler Sponsoren haben.
00:29:57: Oder
00:29:58: sich auch die Sportler und Sportlerinnen professionalisieren.
00:30:03: Und da muss ich glaube ich schon wieder ein bisschen die Prämisse an sich hinterfragen.
00:30:09: Wohin bei den allerersten Rennen, die es da gegeben hat, waren die Leute nicht auch sehr, sehr gut trainiert, sehr, sehr gut vorbereitet, sehr, sehr motiviert und hat sicher auch einige gegeben, die dort am Start gestanden sind, um zu gewinnen.
00:30:29: Also da bin ich hundertprozentig davon überzeugt, dass das auch von Anfang an Teil davon war.
00:30:37: Und natürlich muss man sagen, zum jeweils aktuellen Stand der Technik oder zum Stand der Trainingswissenschaft, was man halt zu der Zeit verfügbar gehabt hat oder gewusst hat.
00:30:50: Und das ist sicher auch ein wichtiger Punkt.
00:30:52: Das war einfach, wenn ich daran denke, wie der Wolfgang Fasching erzählt hat von seinem oder auch der Franz Spiedlauer, da haben wir eine eigene Podcast-Episode gemacht mit ihm.
00:31:01: Vorbereitung fürs Race Across America damals.
00:31:04: Es hat keine Videos geben.
00:31:06: Es hat keine Bücher geben.
00:31:08: Es hat teilweise noch keine... Also es hat das Internet noch nicht gegeben.
00:31:14: beim Franz Spielauer.
00:31:15: Das einzige, was er gehabt hat, war ein Magazinartikel von einer amerikanischen Sportzeitung.
00:31:20: Und heute hast du da auch wirklich durchs Trainingswissenschaft für die Langstrecken, die immer besser wird.
00:31:28: Du hast richtig viel Know-how, du kannst Podcasts sehen, du kannst auf YouTube tausende Filme anschauen zum Thema, du kannst da richtig viel Infos, so wie nun natürlich, ist jeder, der sich zusammenrennen anmüttert, besser vorbereitet.
00:31:42: Ja, und dazu ist die ganze Technik noch einmal um einiges besser waren.
00:31:50: Also das fängt an mit Fahrradcomputern und geht über die Scheibenbremsen.
00:31:58: Also das ganze Setup ist einfach auch viel, viel besser geworden.
00:32:02: Und natürlich sind auch jetzt sehr viele, die jetzt deutlich jünger sind, als wir schon einfach auch aufgewachsen mit Wattkurbel.
00:32:13: Die kennen gar kein anderes Training mehr.
00:32:15: Und die sind dann auch einfach in sehr jungen Jahren auf einem ganz anderen Niveau.
00:32:21: Warum
00:32:23: glaubst du, endlich wird es so kritisch gesehen?
00:32:25: Was vermutest du?
00:32:27: Was ist der Grund dafür, das kritisch zu sehen, wenn Leute Sponsoren haben?
00:32:33: Ja, also vielleicht sollte man das einen abschließen, also dass die Leute sehr, sehr akribisch, sehr, sehr gut.
00:32:41: darauf vorbereiten und in der bestmöglichen, körperlichen Verfassung am Start stehen.
00:32:47: Und das Ziel haben zu gewinnen, ich glaube, das wird einmal weniger kritisch gesehen.
00:32:52: Ich glaube, das wird inzwischen akzeptiert.
00:32:56: Oder ich glaube, da hat es am Anfang schon noch Stimmen gegeben, die gesagt haben, ja, es soll schon der Beste gewinnen, aber man soll halt einfach drauf losfahren und schauen und nicht so verbissen, ehrgeizig sein.
00:33:08: Ich glaube, das einfach, dass dem verbissen sein und ehrgeizig sein, ein bisschen amakel angehaftet ist, glaubt gar nicht, also ich hab nicht mehr das Gefühl, dass das jetzt noch so kritisch gesehen wird, aber das ist mir vorkommen, das war am Anfang ein bisschen mehr so.
00:33:28: Dann hat mir das abgeschlossen und dann können wir wieder Sponsoren.
00:33:30: Ja,
00:33:31: ich glaub, das ist eine Wege, da fließt der Übergang, weil ich mir halt denke, was kritisch gesehen wird, ist das, dass man sich vielleicht Vorteile haben, erstens mehr Zeit und mehr Zugang zu Wissen und zu Unterstützung auf jegliche Art und Weise.
00:33:48: Und dass halt andere, die diesen Zugang diese Zeit für das Training, für die Vorbereitung nicht haben, dadurch einen Nachteil haben.
00:33:56: Und ich glaube, die Grundidee ist einfach, man hätte gern, dass jeder, die komplett gleichen Voraussetzungen hat, keiner benachteiligt ist und keiner privilegiert oder bevorteilt wird.
00:34:12: Teilweise der Wunsch, aber ich denke, das ist einfach nicht die Realität.
00:34:18: Es gibt immer Leute, die das ein bisschen... Jetzt muss ich lachen, die das ein bisschen schwerer haben.
00:34:25: Karna hat es so schwer wie der Flo.
00:34:27: Aber es gibt auch viele Leute, die das um die Anführungszeichen... Das fängt ja damit an, wo du geboren wirst, in welchem Land, in welchem Umfeld wirst du geboren?
00:34:36: Was hast du für eine Möglichkeit in deiner Kindheit?
00:34:39: Wirst du in einer Radsportfamilie geboren?
00:34:41: Sind deine Eltern supersportlich?
00:34:44: Mechaniker?
00:34:47: Oder sowas?
00:34:47: Oder musst du dir selber im Prinzip das ganze Wissen und alles uneignen?
00:34:53: Es ist niemals ganz fair und ich denke, Sponsoren ist jetzt wirklich so... Ein bisschen ein Reizwort fast für mich, weil, wie kommandt mich vor, dass man glaubt, Sponsoren kommen einfach und sagen, hey, Flo, bitte, ich hätt gern, dass du DCR gewinnst, dürfen dich bitte sparen sein, wir geben dir bitte ganz viel Geld und bitte trainieren und wir hätten gern, dass du das machst.
00:35:16: und dann sagst du, ja, okay, da habts mein Kantonummer, bitte so jetzt ein und dann fahr ich halt.
00:35:22: So ist es nicht.
00:35:23: Sponsoren kommen nicht, das sind nicht die Ursache, dass jemand gut wird und erfolgreich ist.
00:35:29: Sponsoren sind die Folge, wenn du es aus eigener Kraft schaffst, gut zu werden.
00:35:34: Erfolge einzufahren, kommen später dann die Sponsoren.
00:35:38: Das ist für mich irgendwie eine ganz klare Sache.
00:35:41: Ja, und ich glaube, dem liegt da irgendwie so ein bisschen ein Fehlannahme zugrunde wie für Ressourcen.
00:35:49: Sponsoren dann tatsächlich in so einer Nischen-Sportart zur Verfügung stellen.
00:35:55: Also, der Tade Bogacar verdient, ich glaube, die letzte Zahl, die gehabt hat, sieben Millionen im Jahr.
00:36:00: Das ist jetzt auch verglichen mit Fußballprofis bewusst nicht gesendert.
00:36:08: Weil weibliche Profis verdienen nichts davon.
00:36:11: Ist das nicht viel, also wenn man vergleicht, was mittelmäßige Bundesliga-Kicker verdienen.
00:36:18: sind die sieben Millionen von Bogacar nicht so unglaublich fühl.
00:36:24: Aber das ist wirklich das Top-Level des Sports und das Straßen-Rennradfahren.
00:36:32: Das ist ein richtiger Breitensport, ein Massensport.
00:36:34: Da ist es richtig für Gott dahinter.
00:36:37: Und das kann man vom Ansupport oder vom Support-Ultrasport einfach in keinster Weise behaupten.
00:36:44: Also wir sind da echt nicht in diesen Dimensionen.
00:36:47: dass man davon so viel Geld rennt.
00:36:49: Also ich denke, das wird einerseits ein bisschen überschätzt, wie viele Ressourcen da überhaupt zur Verfügung stehen und auch glaube ich, wird der Impact überschätzt.
00:37:00: Weil natürlich würden es die Radhersteller gerne hören, dass
00:37:06: du
00:37:06: nur aufgrund dieses Produkt, dieses Rennen gewonnen hast.
00:37:12: Die Wahrheit ist aber auch, dass das wahrscheinlich auf jedem anderen Rad auch gewonnen hätte.
00:37:17: Weil die Unterschiede, ob am gewissen Level, also mit dem ... ... sechshundert Euro ... ... Baumarktrad ... ... wahrscheinlich nicht, aber ob am gewissen Level ... ... sind die Unterschiede ... ... nicht so groß, dass sie körperliche Defizite ... ... ausgleichen könnten.
00:37:34: Ja, ich möchte noch mal ganz kurz ... ... zu meinen ersten Sponsoren was sagen.
00:37:39: Ich muss dann oft schmumseln, wenn ich heute her ... ... naja, es ist in Filmfährt, der Straße hat so gute Sponsoren oder so.
00:37:45: Aber es war ein sehr, sehr, sehr langer Weg und ich habe wirklich sehr, sehr viel Zeit investiert.
00:37:52: Ich weiß noch, ich habe zuerst einmal ein Radl bekommen, das ein bisschen günstiger war.
00:37:58: Irgendwie zu einem Freundschaftspreis oder zu einem Spezialpreis mit drei oder dreiß Prozent Rabatt oder so.
00:38:02: Dann, wenn wir vierhundert Euro gut haben, bekommen wir beim Franz Spielauer Großhandel Riedi und Gels und Sportgetränke bestöhn dürfen.
00:38:11: Für vierhundert Euro kostenfrei quasi.
00:38:15: Dann habe ich ein paar Kisten Entschuhr gratis gekriegt.
00:38:17: Dann habe ich das erste Mal hundertfünfzig Euro von der Bankfiliale in unserem Ort gekriegt.
00:38:22: Das waren so meine ersten kleinen Sponsoren.
00:38:24: Dann habe ich kleine Vorträge gemacht bei mir zu Hause im Dorfsaal oder im Clubhaus von einem Radlverein.
00:38:31: Und bis zum ersten Geldsponsor war es ein richtig langer Weg.
00:38:34: Und bis zum ersten S-Works Radl hat es auch einige Jahre dauert.
00:38:38: Und dann zur kompletten Begleidungsausstattung von Ohio zum Beispiel.
00:38:43: Das habe ich auch nicht einfach so gekriegt, sondern da habe ich zuerst schon richtig viel investieren und leisten müssen.
00:38:50: Und mein erstes Rhyme zum Beispiel, wo ich noch zu fünfzig Prozent selber bezahlt, da bin ich einfach in alle Sommerferien arbeiten gewesen, habe niemand studieren noch einen kleinen Job gemacht und habe einfach Geld gespart, damit ich mir das erleisten kann.
00:39:03: Und natürlich, nachdem ich dann ein paar Rhymes siege gehabt habe, war es so, dass das Sponsoren mehr geworden sind.
00:39:08: Und dann irgendwann ist mal am Ende des Jahres was übergeblieben und dann habe ich echt davon leben können.
00:39:12: Und dann sind mehr Vorträge angefragt worden und Sabine und ich haben mittlerweile unseren Der mittlerweile echt gut läuft, unseren Ultra Cycling Shop aufgebaut, aber es ist nicht so, dass ihr jetzt nur daheim sitzt und im ganzen Tag nur trainiert und mit Götter schon laufelt, sondern auch als Ratsprofi und der Anführungszeichen ist rundherum vor allem in deinem Sport noch richtig viel Arbeit zu machen.
00:39:38: Das übersehen Leute auch, das heißt es ist nicht so, dass ihr nur trainiert und ruten plane, sondern ihr habt richtig viel rundherum zu tun.
00:39:47: und Mit jedem Sponsor, den du hast, entsteht halt auch Erwartungshaltung.
00:39:52: Irgendwie Leistungsdruck, auch wenn es nicht direkt ausgesprochen wird, aber trotzdem ist da irgendwas da, dass du sagst, hey, jemand setzt auf mich, jemand unterstützt mich und da geht es natürlich darum, irgendwas wieder zurückzugeben in Form von Sichtbarkeit und von Leistung und von guten Resultaten.
00:40:11: Dann musst du mal neue Produkte testen und ein Feedback dazu schreiben und Fotos machen und die Sponsoren nutzen dann die Fotos, das muss alles organisieren, dann kommen Medien an, fragen Interviews und das kannst du alles Zeit und es ist alles super.
00:40:29: Aber es ist etwas, was man sich richtig erarbeiten muss und es ist nicht so, dass das große Privileg ist.
00:40:36: Der hat es einfach von Haus aus immer gehabt, diese guten Rahmenbedingungen und deswegen ist es jetzt quasi leistungsmäßig irgendwie voraus.
00:40:45: Das ist viel, viel Aufbauarbeit.
00:40:48: Und wenn es einmal schlecht läuft, kann das auch ein bisschen eine Belastung sein, weil wenn du zum Beispiel Flo sagst, du hast jetzt an einem Rennen teilgenommen, es ist absolut nicht gut gelaufen und du bist nicht ins Typ gekommen, wirkt sich das vielleicht gar nicht so.
00:41:01: auswarte, sagen wir mal ein normales Leben geht normal weiter.
00:41:05: Bei mir hängt dann schon recht viel Traum und wenn es einmal zum Beispiel ein komplettes Jahr nicht gut läuft, dann wirkt sich das bei mir schon mehr aus.
00:41:14: Und deswegen kann ich es absolut nachvollziehen, wenn zum Beispiel Die Fiona Colbinger bei uns im Podcast sagt, sie wollten nicht Sponsoren haben, weil sie nicht von jemandem abhängig sind oder sie nicht dem ganzen ausliefern, sondern sie will weiterhin ihren Beruf nachgehen und fort einfach radeln, auch wenn sie noch so gut ist, trotzdem quasi mit dem Mindset es hobbymäßig zu machen, nur für sich zu machen und niemand anderem rechenschaftschuldig zu sein.
00:41:40: Ja, ich finde gut, dass du das jetzt so da legst.
00:41:42: Ich denke, Teil des Missverständnisses kommt vielleicht auch daher, dass es schon auch eine Phase gegeben hat.
00:41:52: So die Hochphase dieses Influencer-Marketing, nenne ich das jetzt einmal, wo schon ein bisschen so der Eindruck entstanden ist, dass für relativ wenig sportlicher Leistung, ich betone das jetzt, weil auch wenn du gerne darüber gelächelt ist, aber Influencer, Influencerin ist ein Vollzeitjob und es ist kein einfacher Job und mit viel Aufwand verbunden, dass da, sagen wir so, die Geldbörse sehr locker gesessen ist.
00:42:21: Erstens möchte ich sagen, die Phase ist definitiv vorbei.
00:42:27: Also die großen Influencer-Marketing-Budgets gibt es nicht mehr.
00:42:33: Und wenn man sieht die großen... Fahrradinfluencer, Influencerinnen anschaut, dann sieht man das auch deutlich, die Kooperationen sind weniger geworden, die Reisen sind weniger geworden, die Reisen sind kürzer geworden, die Hotels sind weniger luxuriös geworden, also das sieht man schon, dass dort deutlich weniger Geld unterwegs ist und vielleicht war das nicht immer mit der allerhöchsten sportlichen Leistung verbunden, aber es ist ein Fulltime Job.
00:43:05: der früher fordert und zu der Zeit so bezahlt wurde.
00:43:11: Das ist vielleicht noch so, so ein bisschen drin in den Köpfen kommt mir vor, das habe ich auch so aus vielen Gesprächen mit, wenn man das da so ein bisschen das herkommt.
00:43:20: Aber ja, wie gesagt, sehe ich nicht so, weil auch wenn vielleicht nicht immer der Einzer vorne steht in der Ergebnisliste, für die Marken hat das auch sehr viel Sichtbarkeit gebracht.
00:43:35: Und ja, also gerade seit Corona sieht man sich ja, wie viel weniger Geld in der Branche überhaupt unterwegs ist.
00:43:42: Und diese Riesenbudgets gibt es einfach nicht mehr.
00:43:47: Wobei ich persönlich sagen muss, ich glaube, das sind doch zwar getrennte Paar Schuhe irgendwie, weil wenn jetzt jemand, der aufgrund seiner großen Community und Follower und Likes und so weiter spricht, Influencer, die sehr bekannt sind.
00:44:05: Wenn es so jemand mitfährt bei einem Rennen, der nimmt ja jetzt sportlich wahrscheinlich keinen Spitzenplatz ein und nimmt deswegen auch keinen anderen Spitzenplatzierung weg, wenn es darum geht.
00:44:17: Wenn es heißt, ich mache gerne gut vorne mitfahren, aber ich habe keine Chance gegen den vollgesponserten Typen, der da mit dem besten Outfit und Geldsponsoren alle anderen um die Ohren fährt.
00:44:30: Das ist ja dann bei Influencer nicht passiert, weil das war dann nicht ein unbedingt Siegfahrer.
00:44:35: Aber ich weiß, was du meinst.
00:44:36: Manche haben sich dann beschwert, dass man sagt, hey, ich bringe super Leistungen, ich habe gute Resultate und ich finde keine Unterstützung und irgendwer anderer, nur weil er oder weil sie gute Videos macht und gute Fotos macht, aber sportlich wenig Leistung bringt, kriegt so viel Zuspruch.
00:44:51: Aber man braucht es nur probieren.
00:44:53: Ich zum Beispiel tu mir extrem schwer mit regelmäßig auf Instagram Sachen zu posten.
00:45:00: Wir gehen die Ideen aus.
00:45:02: Ich habe nicht so viel Zeit, ich habe nicht so viel Kreativität, dass du auch zwei mal die Woche ein richtig gutes Video, ein real Foto postest und regelmäßig Stories.
00:45:12: Das ist so viel Arbeit.
00:45:14: Und ich habe aber die letzte Folge mit dem Sebastian in Basti Trinkbahn gut gefunden, weil der das irgendwie auch gut kombinieren kann.
00:45:20: Oder zum Beispiel Herr Fritz Meineke, aber du siehst mal, das ist richtig viel Aufwand.
00:45:26: Es gibt ganz, ganz Söten, da ist vielleicht der Basti wirklich eine Ausnahme im positiven Sinne, die das kombinieren können, nämlich einen richtig guten Auftritt und richtig gute Leistungen.
00:45:37: Meistens das eine oder das andere.
00:45:41: Da zu Basen vielleicht auch noch ein positiver Aspekt der Kommerzialisierung und Professionalisierung.
00:45:49: Es sind jetzt in der Worldtour, Rafa ist kein... Begleitungssponsor in der Worldtour mehr.
00:45:59: Dadurch ist Marketingbudget frei geworden von Rafa und wenn man vielleicht aufmerksam durch Instagram scrollt, wird man sehen, dass einige in unserer Szene jetzt mit Rafa Klamotten herumfahren.
00:46:15: Also das hat auch und das wäre nicht passiert, wenn sie die Szene nicht professionalisiert hätte und dadurch auch interessant
00:46:26: wird
00:46:28: für Radmarken da auch einzusteigen.
00:46:30: Das Gleiche ist mit Faktor-Bikes, die sind auch rausgeflogen aus der World Tour und plötzlich ist der ein oder die andere in unserer Szene jetzt mit Faktor-Bikes unterwegs.
00:46:41: Und ich denke, da ist es ein bisschen so eine Ei, ist es jetzt, weil es professionalisiert wurde, wird es interessant oder wurde es dadurch interessant, weil schon früher Leute mit Sponsoren und hoher Reichweite reingegangen sind.
00:47:02: Also, ich denke einfach, das hat sich so gegenseitig einfach verstärkt und dadurch stehen wir jetzt da, wo wir stehen.
00:47:11: Ja, und auch dass jetzt Leute mit einer riesengroßen Community den Sport betreiben.
00:47:16: Ich glaube, der Fritz, meine ich, ist ein gutes Beispiel.
00:47:20: Damit wird auch wieder das erreicht, dass Also nicht, dass das jetzt eine Absicht war.
00:47:25: Er hat einfach den Sport entdeckt und er findet das wahnsinnig geil.
00:47:28: Wir haben zwei Episoden mit ihm gemacht, da hört man das glaube ich extrem gut.
00:47:31: Aber natürlich folgen ihm viele Leute und die Szenen sind einfach ein Ultra Cycling geiler Sport.
00:47:37: Probiere vielleicht auch mehr aus und ich habe jetzt Bock auf Radlfahren gekriegt.
00:47:41: Also finde ich da absolut nur ein positives Traum.
00:47:44: Vor allem, weil er das wirklich sehr ... ernst nimmt und die Situation jetzt nicht drüber stellt, nur weil er jetzt halt vielleicht speziell in Deutschland sehr bekannt ist, dass er sagt, er ist jetzt irgendwie der große Superstar und wenn er hinkommt, dann spürt er noch seinen eigenen Regeln, sondern er nimmt das alles sehr ernst, was ich sehr, sehr angenehm finde.
00:48:03: Und damit erreicht man wieder mehr Leute.
00:48:08: und da geht es jetzt nicht darum, dass man dann mehr Teilnehmer zu den Rennen noch bringt, sondern einfach, dass mehr Leute wieder als Radelfahrn entdecken.
00:48:17: Ich bin inzwischen auch der Meinung, dass man, wenn man so eine Welle hat, dass man die einfach abreiten soll, weil es ist nicht gesagt, dass es so bleibt.
00:48:30: Ich habe schon viele Subkulturen einfach kommen und gehen gesehen.
00:48:35: Skateboard,
00:48:36: Highttalk zum Beispiel, ganz anders.
00:48:39: Genau.
00:48:40: Mein Vater hat in den Achtzigerjahren zum Windsurfen angefangen.
00:48:46: Und dann hat es einen riesigen Boom-Game, die die Windsorff-Profis, die haben auch Helikopter und Ferrari's gehabt und haben in Willen auf Hawaii gelebt.
00:48:57: Und ja, der Weltmeister von zwei Tausend vierzehn fünfzehn, den habe ich letztes Jahr im Sommer getroffen, am Stubenbergsee.
00:49:11: Da war er für ein Exhibition und der arbeitet im Winter in der Nachtschicht, um sich im Sommer Windsurfen leisten zu können.
00:49:20: Also es kann dann auch wieder in die andere Richtung gehen.
00:49:25: Und eben Skateboarding das gleiche, das war riesengroß, den Sport gibt es noch immer, aber die großen Summen verdient man nicht mehr.
00:49:33: Das gleiche Snowboarding ist schon Geld vorhanden, aber Ich habe auch diesen kompletten Fixie-Hype mitgemacht und erlebt und auch den Downfall wieder erlebt.
00:49:53: Und das wäre so vielleicht die Überleitung auch für ein Thema, was wir noch nicht so richtig besprochen haben.
00:50:02: Da hat es diese Fixie-Rennen gegeben und dieses Red Hook-Kriterium und das war irgendwie so ein Fahrradboten-Ting und das war dort all cool und plötzlich sind da Amateure, und mit Amateure meine Profis, die in der Amateurklasse fahren, also richtige Radprofis, die Kriterien fahren, sind dort dann plötzlich auftaucht und haben das dominiert.
00:50:25: Und da war auch viel Kritik aus der Szene.
00:50:29: Das ist ja jetzt unser Fahrradbootending, aber nah, jeder, der eine Fixi hat, kann da mitfahren und die besten sollen gewinnen.
00:50:40: ganz so lange her und wahrscheinlich auch mitten in diesem Prozess der Gravel Sport.
00:50:46: Da war auch am Anfang sehr, sehr viel Kritik als der ehemalige World Tour Profis aufgedaucht und mitgefahren sind.
00:50:55: Und inzwischen zeigt sie aber, dass das den Sport bereichert hat in dem Sinne, dass es einfach zeigt, dass das ganze Level sich einfach so verbessert hat, also bei der letzten Gravel WM waren Worldto-Profis am Start und in den Top-Zwanzig waren von denen nicht so viel zu sehen.
00:51:19: Das waren dann dann schon hauptsächlich Leute, die aus der Gravel World Series kommen.
00:51:25: Und das zeigt dann schon, dass das so ein Input von außen, vielleicht am Anfang ist es ein bisschen überfordernd, wenn da jemand kommt mit einem ganz anderen Background und ... mit ganz anderem Trainingsvorsprung.
00:51:40: Aber es hat dann die ganze Szene auf ein höheres Level gehoben.
00:51:44: Und es ist jetzt nicht so, dass ein Worldto-Profi sich beim Gravel-Rennen an den Start stellt und dann automatisch gewinnt, sondern muss richtig dafür arbeiten.
00:51:53: Und das ist nicht selbstverständlich.
00:51:55: Super, dass du das jetzt ansprichst.
00:51:57: Du würdest dir sowieso fragen, du bist ja im Gravel-Sport ein bisschen mehr drinnen, als ich.
00:52:02: Wie hat das angefangen und wie hat sie das jetzt entwickelt?
00:52:05: Weil es hat irgendwann die UCI angefangen, Gravel WM auszurichten, eine World Series auszurichten und das ist quasi von der ungezungenen Community zu einem richtig professionell Sport geworden.
00:52:23: Genau und es kann aktuell sehr gut meiner Meinung nach nebeneinander bestehen.
00:52:31: Also es war natürlich Vorher diese großen, unter anderem, also Indie- und Anführungszeichen, Rennen in den USA.
00:52:43: Da war große Community, da war Festivalstimmung.
00:52:47: Aber da ist auch trotzdem richtig Radrennern gefahren worden.
00:52:51: Das war kein Coffee Ride, sondern das waren richtige Rennen.
00:52:54: Natürlich hat es so so ungeschriebene Regeln gegeben, dass man bei der Labestation ... zusammenwortet, wenn man da als Dreiergruppe hinfährt, als Dreiergruppe wieder wegfährt oder beim Botchen vielleicht sie gegenseitig ein bisschen hilft.
00:53:10: Das war dann natürlich weg, weil wie dann, wie es dann richtig um was gegangen ist, ist nicht mehr stehen geblieben worden.
00:53:17: Und dann ist man auch nicht mehr bei der Labestation zu wegfahren, sondern ist man irgendwo am Anstieg, wo man langsamer war, hat man Betreuer oder Betreuer inkruptiv Flaschen und Gels gereicht.
00:53:30: Das ist schon weg und das wird auch kritisiert und dem wird nachgetraut.
00:53:35: Aber im Allgemeinen ist es jetzt so, dass man sich für die Gravel-WM als Hobbyvorher theoretisch qualifizieren kann.
00:53:52: Es sind bei der Gravel-WM fünf, sechs Tausend Leute am Start aus der ganzen Welt.
00:53:57: die nicht auf Sieg fahren.
00:53:59: Die Elite startet ein paar Minuten vorher und dann starten die einzelnen Altersgruppen.
00:54:04: Also es ist schon noch beides.
00:54:09: Und man muss ja nicht diese UCI-Rennen fahren, man muss nicht WM fahren.
00:54:14: Es gibt auch danach diese anderen Events.
00:54:19: Wie ist das mit der Preisgeldentwicklung mit dem Sport?
00:54:24: Da habe ich zu wenig Zeit.
00:54:25: Das war sie gar nicht, weil ...
00:54:28: Aber es ist schon so, dass man da jetzt ordentlich Preisgeld mitnehmen kann, wenn man bei den ganz großen Witz zum Beispiel beim Anbauen oder so.
00:54:37: Das weiß ich wirklich nicht.
00:54:38: Da möchte ich jetzt nichts falsches sagen.
00:54:41: Aber ja, ich finde es durchaus positiv, wenn man... Also es ist nicht so, dass jeder oder jede sich für die WM qualifizieren kann.
00:54:52: Aber es ist durchaus für ambitionierte Hobbelsportler, Hobbelsportlerinnen möglich.
00:54:56: Und dann hat man... Wie oft hat man die Möglichkeit, dann mit dem Mathieu van der Poel am Start zu stehen bei einer WM, auch wenn man nie sehen wird.
00:55:06: Aber wie gesagt, man muss ja nicht die U.C.
00:55:09: Rennshere fahren, es gibt genug andere Rennen und es hat einfach zu so einer Professionalisierung geführt, dass jetzt einfach die Worldto-Profis nicht mehr den Gravel-Profis oder den Gravel-Fahrern automatisch um die Ohren fahren, sondern... Die müssen richtig drum kämpfen.
00:55:29: Ich kann mich noch erinnern, in einer von unseren ganz ersten Episoden, da haben wir über einen Glockner-Ment gesprochen, den wir mal im gleichen Jogh vorn sind.
00:55:37: Da haben wir uns doch gar nicht so gut gekannt.
00:55:39: und da hast du, das war es ja noch ganz genau gesagt, was dich an dem Ultra Cycling-Sport so fasziniert, du kannst als absoluter Einsteiger im gleichen Rennen vorn wie irgendein Ein Weltmeister.
00:55:54: Ich hab damals den Klagschmack gewonnen gehabt, ja, der vor war quasi Titelverteidiger und das hat sich damals, warum auch immer, Ultraradmardan Weltmeisterschaft genannt, war einfach ein selbstefundener Begriff vom Veranstalter.
00:56:08: Nicht offiziell.
00:56:09: auf jeden Fall war das jetzt so und dann hab ich jetzt irgendwie Weltmeister mich nennend dürfen, war mir immer ein bisschen unangenehm, weil das so komische Bezeichnung war, wo keiner weiß, warum das eigentlich so heißt.
00:56:18: Aber du hast dich sogar ... Du bist da im gleichen Rennen gefahren wie der Ultra-Weltmaster und das war jetzt sehr cool und die Möglichkeit gibt es nicht in viel Sportorten.
00:56:28: Und ich glaube, das bleibt da weiterhin, das bleibt da weiterhin bestehen.
00:56:32: und wenn ich jetzt zum Beispiel gesehen habe, beim Gran Kuanche vor, ich weiß nicht, ein, zwei, drei Jahren oder vielleicht schon mehrfach, sein Ex-Profis mitgefahren.
00:56:41: Zum Beispiel der Thomas Decker, der Lawrence Tendam, die waren alle bei der Tour de France dabei.
00:56:46: Ich finde, nehmen wir niemand anderen einen Platz weg.
00:56:50: bringen eigentlich ich finde es super.
00:56:52: ich finde es hat vorteile.
00:56:54: das ist das ist das ist irgendwie anerkennung der suche leidbar suche reinen mitfahren und wenn du ein startplatz haben möchtest wirst sicher nicht wegen dem doma stecker den startpuls nicht kriegen.
00:57:06: oder der paul foss der gravel profis und früher auch world tour profi war ist auch das krankwansche mit von und hat gewonnen.
00:57:14: ich glaube nicht dass jetzt ihr und jemand sagt mal ich hätte es krankwansche gewonnen, wenn nicht der Paul Foss mir unfairerweise, weil er halt Ex-Profis mir den Sieg weggeschnappt hätte.
00:57:24: Also, damit muss man halt, glaube ich, einfach in einem Sport, wo es um Platzierungen geht, schauen, dass es solche Leute gibt, die besser sind.
00:57:35: Ja, ich glaube, es ist einfach, also, nicht für jeden und jeder.
00:57:41: Es gibt die Leute, die das nicht so in sich haben.
00:57:44: Aber, wenn es irgendwo eine Startlinie und eine Ziellinie gibt, und eine Stop-Uhr, die läuft, dann wird es immer Leute geben, die da versuchen, als erster oder erstes über diese Stillinie zu fahren.
00:57:58: Das ist, glaube ich, einfach, da gibt es sehr viel, die das drin haben in sich.
00:58:04: Und bitte vergesst mir nicht, ich kann keine Rennen im Ultrarad-Sport, wo es Preisgeld gibt, zumindest extrem wenig.
00:58:14: Es hat früher mal beim RAM zum Beispiel Zehntausend Dollar Game für den ersten Platz.
00:58:18: wo es in keiner Relation steht, zu den Fünfzig, Sechzig, Tausend, die du brauchst, um mitzufahren, dann hat es beim Razegross die Alps ein bisschen Preisgüter mitgegeben.
00:58:27: Ich glaube, jetzt beim Razegross-Ausdruck gibt es auch ein bisschen was, aber das sind alles so minimal Summen, deswegen stellt sich da kein Ex-Profi hin, damit du da fett verdient.
00:58:37: Genau, und es ist ja immer noch nicht gesagt, dass die dann automatisch auch gewinnen werden.
00:58:47: Ich habe noch einen Punkt notiert, das ich auch so wahrgenommen habe.
00:58:51: Irgendwo wurde mal geschrieben und wurde gemutmast.
00:58:54: Es gibt jetzt anscheinend auch Sponsorenvereinbarungen, wo man sogar Prämien kriegt für gewisse Resultate oder für gute Platzierungen und dass das jetzt überhaupt das Ärgste ist.
00:59:07: Und dann habe ich mir gedacht, aber wo ist jetzt genau das Problem?
00:59:11: Das ist auch hin.
00:59:13: Du machst da zum Beispiel in der Privatwirtschaft mit deinem Arbeitgeber Jahresziele aus.
00:59:17: Und wenn du da natürlich gut erreichst, gibt es vielleicht einen kleinen Bonus.
00:59:22: Wenn du da nicht erreichst, gibt es keinen Bonus.
00:59:23: Ich finde es jetzt grundsätzlich immer voll okay.
00:59:25: Ich habe auch Jahre gehabt, wo ich mit meinen Sponsoren sowas gehabt.
00:59:30: Also wenn ich beim Race Across America ein Podiumsplizierung schaffe, gibt es einen kleinen Bonus oben drauf.
00:59:36: Und wenn ich nicht ins Tykum oder wenn ich eben keine gute Leistung bringe, gibt es keinen Bonus oben drauf.
00:59:42: Und ich finde das absolut nicht verwerflich, sondern irgendwie auch fair, weil natürlich die Sichtbarkeit von einem erfolgreichen Ergebnis ist ganz andere wie von einem schwachen Ergebnis.
00:59:57: Aber es wird natürlich dann bemängelt und das kann ich absolut nachvollziehen, dass es natürlich sein kann, dass jemand riskant agiert oder über seine Grenzen geht, nur... um so ein Bonus zum Beispiel zu erreichen oder weil man dann irgendwie unter Leistungsdruck steht.
01:00:16: Das kann ich absolut nachvollziehen.
01:00:17: oder dass dann vielleicht die Verlockung dazu kommt irgendwie unfair zu agieren, zu betrügen, sich über die Regeln hinwegzusetzen, in welcher Form man immer verstehe ich absolut.
01:00:29: nur, ich kann nur sagen, Wenn es von einem Sponsor einen kleinen Bonus gegeben hat, war das nie in so einer Relation.
01:00:36: Das zog es dafür.
01:00:36: Seht ihr jetzt, wie alles aufs Spül oder dafür mache ich lebensgefährliche riskante Aktionen.
01:00:45: Wie siehst du das?
01:00:48: Ja, ich denke, das kommt einfach ein bisschen aus der Denke, dass das einfach überschätzt wird, wie viel Gott tatsächlich dahinter steht.
01:01:02: Wenn man in... Fußballprofi-Dimensionen denkt, dann mag das vielleicht noch vollziehbar sein.
01:01:08: Aber es gibt auch Betrugsfälle in Sportarten, wo es überhaupt kein Geld gibt.
01:01:15: Also ich denke, das wird nicht dazu führen, dass mehr betrogen wird oder weniger.
01:01:23: Und das Risiko, das man eingeht, ich denke, wenn man gewinnen will, dann will man in den allermeisten Fällen gewinnen, um zu gewinnen und nicht für ein paar hundert oder vielleicht sogar ein paar tausend Euro mehr am Konter.
01:01:45: Weil ich denke, diese Motivation ist nicht stark genug, um all das zu tun, was notwendig ist, um auch Ultrarennen zu gewinnen.
01:01:57: Das ist einfach nicht der richtige Treiber dafür.
01:02:05: Vielleicht ist es meine privilegierte Position, dass ich es sagen kann, aber ich denke, wenn man sich anschaut, was ist notwendig, was muss man tun, was muss man investieren, um so Rennen zu gewinnen,
01:02:20: dann
01:02:21: wird so ein Bonus meiner Meinung nach nicht den Ausschlag geben.
01:02:28: Was dummes zu tun, was unüberlegtes zu tun.
01:02:32: ist ich es ganz gleich, ist ich es wirklich ganz gleich, weil du geht es nicht um Unsummen, du geht es um eine kleine Anerkennung.
01:02:42: Und im Fußball, wie du das Beispiel auch jetzt irgendwie gerade gebracht hast, ich habe bis bis ich achtzehn oder neunzehn Jahre alt war, Fußball gespielt und es war in den unterklassigten Vereinen, das ist einfach ganz normal, da gibt es einfach eine Punkteprämie für drei Punkte noch am Sieg.
01:03:01: Gibt's eine Prämie für Unentschieden mit einem Punkt?
01:03:03: Gibt's eine Prämie und für ein verlorenes Match?
01:03:06: Gibt's halt keine Prämie?
01:03:07: Das ist irgendwie das allernormalste.
01:03:09: Und niemand strengt sie mehr oder weniger an, wenn's im Dörr wie gegen St.
01:03:15: Michael geht wegen die paar Euro, sondern man will einfach gegen St.
01:03:19: Michael um jeden Preis gewinnen.
01:03:21: Und nicht geht's um
01:03:22: die Emotionen und
01:03:24: nicht wegen die paar Euro jetzt.
01:03:28: Ja, es tagt sich sehr, sehr auf, dass... dass mit Geld, ich weiß nicht, im Fussball kann man das ein bisschen besser nachvollziehen, aber dass du mit Geld nicht die beste Mannschaft kaufen kannst oder die dann am besten funktioniert und leistungsbereit ist, aber gut, über Team-Dynamik zwischen den Spielern, das würde jetzt zu weit führen, aber die Grundauslage ist, glaube ich, dass man kaum niemanden mit Geld zu irgendwas motivieren, das er nicht von selbst aus möchte.
01:03:54: Genau, das vielleicht... Da haben wir da einen riesengroßen blinden Fleck, weil wir recht privilegiert sind.
01:04:03: Aber, ja, das sagen wir jetzt einfach mal so.
01:04:08: Uns immer sagen, ich kann doch sehr, sehr viele denen Sport betreiben.
01:04:12: Und ich habe nirgendwo gehört, dass es jetzt die letzten Jahre bergauf geht mit Sponsoren.
01:04:18: Also überall wird das Geld ein bisschen weniger, überall wird ein bisschen gekürzt, überall muss ein bisschen gesport werden, was absolut nachvollziehbar ist.
01:04:26: Es ist jetzt nicht so, dass jetzt gerade das goldene Zeitall dafür Sport, Sponsoring, Vereinbarungen besteht.
01:04:33: Also ich merke es auch bei mir selber, dass ich überall Rundherum zu hören bekomme, ja es ist Leistung ist super und alles, aber trotzdem, es ist halt finanziell gerade schwierige Zeit.
01:04:44: Das kann man sich gleich noch irgendwie einfach so in Erinnerung rufen, dass es die Professionalisierung der Rennen, die Professionalisierung in der Vermarktung der Rennen, Weil einfach viel gute Arbeit investiert wird, aber es ist nie mehr so viel Geld im Umlauf, wie es vor ein paar Jahren gewesen ist.
01:05:02: Und gerade bei den gesponserten Sportlern ist das einfach momentan ziemlich zach.
01:05:10: Ich glaube, das kann man einfach so sagen.
01:05:12: Ja, und man darf, wenn man das so kritisiert, ernsthaft vergessen, es gibt da draußen sicher Leute, die an diesem reinen Teil nehmen, komplett in... in schwarz komplett in weiß ohne ein einziges sichtbares logo irgendwo die einfach geerbt haben reich sind an superjob haben was ihr vermögen verdienen und viel zeit zum trainieren haben soll sie alles geben und die haben dann vielleicht in vielen fällen sogar mehr ressourcen als jemand der ein paar sponsoren pickerlauf sein tricot hat
01:05:53: ja und keine Verpflichtungen zum Beispiel.
01:05:56: Als ich meine, wahrscheinlich hat sich jeder selbst was erarbeitet, das kann man und will mich jetzt nicht beurteilen, aber man weiß nie, wie es bei den Leuten wirklich ausschaut.
01:06:06: Genau,
01:06:06: und man sieht es halt einfach nicht so, welche Ressourcen da im Hintergrund stehen.
01:06:11: Es gibt Leute, die sind komplett durchgesponsert, die schlafen auf der Straße und dann gibt es jemanden, Jeden Abend in ein Fünf-Sterne-Hotel.
01:06:25: Auf das Gespann soll der nur ein bisschen da anscheinend.
01:06:28: Ich hätte zum Beispiel Sponsoren gehabt, die hätten gerne gehabt.
01:06:32: Logo und Amtrikot und mit der Webseite verlinken und drei Seiten Vereinbarung unterschreiben und Fotospiele vom Fotografen, die sie nutzen wollen und was sie dafür bekommen.
01:06:46: Drei Ausrüstungsgegenstände im Wert von Vierhundert Euro, wo ich mir gedacht habe, hey bitte, da habe ich mehr Arbeiter mit, das interessiert meine die Kauf und den Blödsinn und dann habe ich meinen Frieden.
01:06:56: Und Macauna war natürlich dann so, ich habe einen riesen großen Sponsor und das auf die große Glocke hängen.
01:07:01: Das heißt, nur weil jemand so aussieht als wäre ein großartiges Sponsor, hast es nicht, dass da wirklich im Hintergrund so viel passiert.
01:07:09: Da ist manchmal ein bisschen die Fassade einfach gut aufgeputzt.
01:07:13: Man kann es nicht wissen, was im Hintergrund wirklich ablauft und so vielleicht ein bisschen vorsichtig sein mit der Meinung, die man sich bildet, weil man einfach nicht weiß, was ablauft.
01:07:28: Genau.
01:07:29: Und die Wahrheit liegt wie so immer auf der Straße, auf der Rennstrecke.
01:07:37: Es war vielleicht ein ungewöhnlicher Folge, ein bisschen a tour de force, aber ich hoffe... Es hat euch gefallen, trotzdem.
01:07:45: Ich hab's uns gern zugehört, wie wir so drüber denken.
01:07:49: Und ja, wie denkt ihr drüber?
01:07:53: Schreibt's uns in die Kommentare.
01:07:55: Bitte
01:07:56: ein Feedback, das würde mich echt interessieren.
01:07:58: Genau, also ja, vielleicht persönlicheres Feedback auch gern bei Mail, aber vielleicht kann unter in den Kommentarspalten ein bisschen kleine Diskussionen entstehen, wie wieder die Meinungen da draußen sind.
01:08:13: Zwar Sachen habe ich noch.
01:08:14: Ein Lachlernmorton, ehemalige World Tour Profi.
01:08:20: Ich würde so geil finden, einmal mit ihm im gleichen Rennen zu fahren.
01:08:23: Er fährt sehr oft so ein bisschen Außerkonkurrenz, weil halt Medienteam dabei ist.
01:08:26: Zum Beispiel die Tour Divide, fährt er nicht mit als Rennen, sondern drei Monate später oder so.
01:08:31: Wegen einer vielen Produktionen, das wäre dann nicht genehmigt worden.
01:08:35: Findest du das schade, dass zum Beispiel so ein tatsächlich guter Ex-Profi Netz mehr bei solchen Rennen mitfährt, obwohl er doch irgendwie in dem Sport drinnen ist.
01:08:45: Ja, gerade in dem Fall finde ich es sehr schaut.
01:08:49: Ich würde
01:08:49: es super finden.
01:08:51: Ja, also wenn man sich jetzt die Startauffelder derzeit anschaut, es ist in kaum Fall garantiert, dass der irgendeiner Rennen gewinnt.
01:09:06: Also er ist sehr, sehr gut.
01:09:09: kann sehr schnell Rad fahren, aber nur weil er mal Profi war und weil er coole Videos macht, heißt es damit tatsächlich wirklich nicht, dass der automatisch einen Rennen gewinnt, bei dem er am Start steht.
01:09:24: Also ob er dem Robin Gemberley, dem Victor Passoni, den Martin Moritz um die Ohren fährt, weiß ich nicht.
01:09:31: Ich würde mich auch gern hinstellen und einmal schauen, ob der Lachlern wirklich schneller ist als ich oder ob ich da... ein schneller sein kann, würde mich extrem faszinieren.
01:09:40: Ich glaube, es wäre für ihn sehr, sehr schwierig.
01:09:42: Aber natürlich hat er wahnsinnig guten Hintergrund.
01:09:45: und ja, abschließend möchte ich noch sagen, wie haben wir irgendwie schon gesagt, beim Transcontinental gibt es viele Einschränkungen bezüglich Medien, also man hat kein Medienteam dabei, wegen, wegen Support, aber umso schöner finde ich es, dass es immer wieder viel mehr gibt, die trotzdem auch von den Teilen, die man teilweise selber gemacht werden, mit Handy und im Nachhinein selber geschnitten.
01:10:07: Und von mir hat sie vorhin so eine ORF-Doku gegeben, großartig als mit Selfie-Material und ein paar Interviews nach dem Rennen und beim Training.
01:10:15: vorhin bin ich begleitet worden.
01:10:18: Auf der ORF-DVT ist sie das noch ein Monat verschwunden, aber jetzt gibt es auch auf zwei Online-Plattformen, wo man sie kostenlos anschauen kann.
01:10:27: Und zwar auf For Some und auf Relay.
01:10:30: Ich hab die Plattformen bisher nicht gekannt, auf jeden Fall sind es dort.
01:10:33: Und den Link gehen wir natürlich in die Shownots, also falls jemand... Beim Training, eine coole Toko anschauen will, dann bitte einfach den Link aufrufen, würde mich freuen.
01:10:46: Ja, und wir hören uns nächste Woche wieder.
01:10:51: Ja, wir hören uns nächste Woche und bis dahin einfach Sie nicht verleiten lassen.
01:10:57: Nur weil irgendwer professionell ausschaut, vielleicht steckt doch gar nicht so viel dahinter.
01:11:01: Und es geht in Wirklichkeit einfach um die Liebe zum Radlfahren.
01:11:05: seine Grenzen kennen zu lernen, oben da zu erleben, zu schauen, wo es alles möglich ist, wenn man sich gut vorbereitet und einfach den Spaß am Radl fahren, nicht zu verlieren.
01:11:16: Nur weil irgendwo vielleicht noch mal kritische Stimmen aufkommen.
01:11:21: Ja, sehr, sehr guter Punkt.
01:11:23: Vielleicht sage ich das jetzt auch noch.
01:11:25: Meine Rennen und meine Erfahrung und mein Abenteuer, was auch immer, das wird ja dadurch nicht entwertet.
01:11:35: dass irgendjemand da mit Sticker am Trikot herumfährt oder schneller fährt als ich, weil er einen anderen Background hat.
01:11:44: Zumindest ist es bei mir so.
01:11:47: Ich mache es für mich, ich mache es für die Erfahrung, ich mache es um mir selbst was zu beweisen und das hängt nett davon ab, was andere machen.
dieRadlfee
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