#286 - woom: Wie aus 50 Rädern eine Weltmarke wurde

Shownotes

Straps und Flo haben für diese Episode ihre Aufnahmestudios getauscht – gegen ein Hotelzimmer im Post Family Resort in Unken. Passend zum Ort sind die Gäste des Tages keine gewöhnlichen: Christian Bezdeka und Markus Ihlenfeld, die beiden Gründer von woom Bikes, erzählen, wie aus einer zufälligen Begegnung bei General Motors ein Unternehmen mit über 200 Mitarbeitern wurde.

Die Geschichte beginnt schlicht: Ein Wiener Designer, ein zugereister Deutscher mit Garage – und die gemeinsame Frustration, dass es kein einziges wirklich gutes Kinderrad am Markt gibt. Die Räder waren zu schwer, ergonomisch falsch, mit Erwachsenenbremsgriffen bestückt und – schlimmste aller Sünden – ausgestattet mit dem Rücktritt. Was damals als Notlösung für schlechte Bremsen funktioniert hatte, hatte längst keine Daseinsberechtigung mehr. Also haben die beiden ein neues System gebaut, von Grund auf, mit einem eigens erstellten Datenmodell für Kinderkörpermaße, angepasster Sitzgeometrie und dem entscheidenden Detail: einer farbcodierten Bremse. Was als Idee mit einer Klingel begann – „bremse da, wo die Glocke ist" – wurde zum grünen Bremshebel, der heute jedes woom-Rad ziert.

50 Stück wollten sie bauen. Am nächsten Abend waren alle verkauft.

Das Gespräch reicht tief: von der Philosophie hinter dem perfekten Kinderrad bis zur Frage, warum die Fahrradindustrie insgesamt den Weg der Komplexität gegangen ist – und warum das langfristig nicht funktionieren kann. Beide Gründer sind sich einig: Fahrräder waren einmal wartbar, reparierbar, simpel. Das war ihre Stärke. Software-Updates am E-Bike und proprietäre Standards stehen dem diametral entgegen.

Dann wird's persönlich. Straps erinnert sich an sein erstes Rad – ein Überraschungsei zu Ostern mit einem Schlüssel drinnen, der Schatz versteckt hinter der Regentonne. Flo dagegen bekam mit dem Fahrradführerschein ein Mountainbike, das so gar nicht zu ihm passte – und fast hätte er seine Liebe zum Radfahren dabei verloren. Beide Geschichten machen deutlich, worum es woom im Kern geht: der erste magische Moment auf zwei Rädern soll ein guter sein.

Am Ende sprechen die vier über die Parallelen zwischen Sport und Unternehmertum – Delayed Gratification, Konsequenz, das Auf und Ab als Normalzustand – und darüber, warum man das als Gründerteam zu zweit doch viel leichter trägt. Und über die wichtigste Schraube für die Zukunft des Radfahrens: nicht der Verband, nicht die Politik. Die Familie. Wer mit dem Rad zum Eisessen fährt, legt den Grundstein.

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Gewinnspiel zur neuen Cyclite nano Serie: / straps_377

Marcus Ihlenfeld auf LinkedIn: / marcus-ihlenfeld-a13b433 Christian Bezdeka auf LinkedIn: / bezdeka
Das aktuellste Projekt der beiden: https://tinyurl.com/yck54tzk www.woom.at

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen bei Sitzfleisch,

00:00:03: dem Podcast aus deinem Schlafzimmer

00:00:06: mit Christoph Strasser

00:00:08: und Florian Kraschitzer.

00:00:11: Ja also diese Videopodcasts das Format macht es uns nicht einfach wenn wir unterwegs sind.

00:00:16: Wir sind jetzt in einem Hotelzimmer.

00:00:18: ein Drittel des Pets ist angeblich drauf auf dem Video aber wir müssen mit dem arbeiten was wir haben.

00:00:24: Ich bin

00:00:24: mir schön, dass man das Kotchen durch hinten ins Szene gesetzt.

00:00:27: Also wir geben alles dass er es so gut wie möglich ausschaut.

00:00:33: Ich würde eigentlich heute gar nicht viel Smalltalk machen, du hast gemerkt, wir sollten ein, zwei Minuten kurz sagen was es aktuelles zu sagen gibt?

00:00:40: Ja!

00:00:40: Du in deinem Chat-Z Live kommst von der Cycling World Messe bis da fliegst bald nach Spanien zum Unknown Race und wenn der Podcast rauskommt ist das Unknown Race wahrscheinlich schon vorbei...

00:00:55: ich war auf der Cyking World Düsseldorf Ein paar Sponsorenpartner und auch ein paar tolle Firmen besucht.

00:01:05: Am Staun, die man sagen wollte ich war das erste Methode.

00:01:06: Ich war vor vielen Jahren noch mal auf der Eurobike.

00:01:09: Und habe es als relativ stressig empfunden.

00:01:12: Die Cyclingwirt ist total entspauend für Familiärer.

00:01:16: Ja, ich war bei Specialized, die war bei Cycler oder Kigo... ...und bei Supernova habe ich ein neues Rücklicht bekommen.

00:01:23: Bündlich fürs erste Rennen, fürs Unknown Race!

00:01:28: Ja, total schön die Atmosphäre und dann haben wir am Abend noch meinen Vortrag dort gehabt.

00:01:33: Und da sind wir heimgefahren.

00:01:36: und jetzt da, bis ich dich gebockt hatte im Inkolender, sind wir in Unken?

00:01:42: Ja, im Post Family Resort in Unkeln!

00:01:46: Ich bin heute ankommen, hab mein Radl mitgenommen, total motiviert, gehe jetzt eine Runde rauf fahren, das Baby schreit.

00:01:52: Da muss man mal stunden spazieren gehen, bis das Baby nicht mehr schreiht Und dann hast du siechzehn Uhr pünktlich Aufnahme und dann bleiben fünfevierzig Minuten zum Radl fahren.

00:02:02: Aber da hinten gibt es einen schönen Berg, der reicht genau für sechs Minuten in der Walle.

00:02:07: Für zehn Minuten in die Walle reicht er nicht?

00:02:08: Die habe ich probiert!

00:02:09: Ich bin da sechs Minuten aufgefahren in fünf bis vierzehn Minuten so viel wie es geht.

00:02:15: Habe mir geduscht und jetzt sind wir hier!

00:02:19: Ja und zwar sind wir heute bei den WUM Experience Days.

00:02:24: Wir haben die große Freude dass der Markus und der Christian heute bei uns sind, ihr seid die beiden Gründer von Wun.

00:02:30: Wir freuen uns, dass wir uns heute ein bisschen über alle Themen rund ums Radl austauschen und ein bissel über eure Viehme in Philosophie.

00:02:38: Ja, euch auch ein bisschen kennenlernen.

00:02:39: also wir haben jetzt gerade bevor wir begonnen haben, haben erklärt das du Markus im Gym da warst und Radl gefahren bist.

00:02:50: Und der Christian hat gesagt, er ist auch fleißig auf seinem Bauhof unterwegs.

00:02:54: Ja, fleißiges relativ!

00:02:56: Wir wollen gleich mal den Anschein zerstören dass wir irgendwas mitfahren, dass wir irgendeinerweise das ambitioniert machen.

00:03:03: Wir wollen nicht... Wir

00:03:04: machen das Bär-Minimum.

00:03:08: Das Minimum an Rad fahren?

00:03:10: Wir sind aber die Leute, die diese Branche wahrscheinlich am Lauf wahlen.

00:03:13: Weil wir versuchen unsere fehlende Fitness Ero-Komponenten am Laufen zu halten.

00:03:20: Ja,

00:03:20: Material scheitert es nicht!

00:03:22: Okay also machen wir vielleicht noch mal.

00:03:24: ganz kurz Danke dass wir da sein dürfen und wir freuen uns wahnsinnig auf dem Podcast und wir fallen uns auch Wahnsinnig oft das Gespräch.

00:03:35: ja also wie ist er nahe?

00:03:36: Ganz gespannt, ich habe Tausende Fragen Aber... Schiss los!

00:03:42: Ist immer ein cooler Einstieg denke ich, dass man sich das ja beide Begeisterte Radfahrer seid auch, wenn ihr es jetzt zeitlich und lasst nicht zu so viel fahren.

00:03:52: Wir sind radlmarisch aber das heißt in unterschiedlichen Lebensphasen.

00:03:56: also du hast vorher gerade gesagt mit dem Kind in unterschiedliche Lebensfasen ist das unterschiedlich intensiv Aber die Liebe im Herzen ist immer groß.

00:04:07: Vielleicht fangen wir wirklich ganz basic an.

00:04:09: woher kennt sie ihr zwar euch weil wenn man nur den Podcast hört und eure zwei Stimmen hört dann Hört man als erstes, ihr kommt nicht aus der gleichen Ecken.

00:04:19: Also...

00:04:20: Na?

00:04:21: Erster typische Wiener!

00:04:24: Ich bin der Biefke.

00:04:27: Ja ich bin der Quoten-Deutscher.

00:04:29: Alleiner muss immer dabei sein dieses Geld.

00:04:32: Ja, ich bin zugereist in Österreich.

00:04:35: Kinder sind aber österreicher mittlerweile.

00:04:37: Jetzt ist

00:04:37: es raus und überlege auch jetzt nach fünfzehn Jahren Österreich als Deutscher die Staatsbürgerschaft zu übernehmen.

00:04:44: Also das geht jetzt langsam in die Richtung, wir werden da nicht mehr wegziehen und fühlen uns hier eigentlich Pude wohl.

00:04:49: Okay, und ihr kennt sich dann aus Wien sozusagen?

00:04:52: Sehr zufällig ist es die

00:04:54: Beweglichung... Ja also wirklich auch Zufallsbegegnungen kann man sagen.

00:04:56: Und ich habe Markus kennengelernt, der war bei General Motors.

00:05:02: Ich war dort für eine Agenturdesigner, hab damit Markus zu tun gehabt Und hab gesehen, da kommt dann aus der Autoindustrie der Fahrt mit dem Radl in die Arbeit.

00:05:11: Das ist ja auch nicht allzu... und dann haben wir jetzt übers Radl zum Blaudern begonnen und über Kinder zum Blauden begonnen.

00:05:18: Über Kinderräder, dass es da nichts gibt.

00:05:21: Dass wir da eigentlich mal was gemacht hatten und so ist eins zum anderen gekommen.

00:05:24: Dann war man relativ bald einig, dass wir da etwas machen.

00:05:28: Nun sind wir da noch.

00:05:30: Es ist so wegweisen wie wir seit fast fünfzehn Jahren miteinander irgendwo tun.

00:05:34: Ist einfach dieses naive Das hört sich gut an.

00:05:39: Lass uns das mal probieren, wie schlimm kann das sein?

00:05:42: Und dann kommt halt so was raus.

00:05:44: und es ist jetzt die Antwort auf eine andere Frage aber sehr naiv angefangen mit dem Thema zu beschäftigen.

00:05:49: Es hat halt geholfen dass Christian Industriedesigner ist und weiß wie ein Fahrrad funktionieren soll muss und das ist eigentlich gar nicht so einfach ein gutes Fahrrad zu machen Und so was Spaß war.

00:05:59: Das war ich da, der der Echsel auf dem Computer hatte, der dann auch wusste wie man die Finanzen macht oder mit einer großen Garage.

00:06:05: Ich hatte eine große Garage und dann haben wir gesagt das hört sich doch gut an.

00:06:09: Jemand, der weiß wie man Fahrräder macht und der andere, der die Garage hat, dass dem recht steht nix im Raum.

00:06:16: Machen wir doch etwas draus!

00:06:17: Bevor wir jetzt zur Gründungsgeschichte schon kommen vielleicht nochmal das Problem also dass sie dort zwar treffen und sagen es gibt keine gescheiten Kinderfahrräder.

00:06:28: Jetzt bin ich siebenundachtzig geboren und bin schon auf Kinderfahrrädern gefahren.

00:06:33: Ich habe zwar mit Stützrädern, das wird man wahrscheinlich nicht mehr anfangen aber durch alle meine Körpergrößen also es gibt von mir ab zwei Jahren gibt's Fotos von mir am Fahrrad bis jetzt siebunddreißig.

00:06:49: Also was war die Analyse?

00:06:55: Kinderfahrwert oder es gab keine zu dem Zeitpunkt?

00:06:57: Das war eigentlich der große Gap zwischen dem was wir als Erwachsenen Radeln für einen Anspruch haben und dem, was es für Kinder gab.

00:07:08: Also die Radeln waren schwer erst mal.

00:07:12: Und die Radelen waren ergonomisch nicht besonders gemacht für Kinder.

00:07:17: Die hatten teilweise Erwachsene im Bremshebeln und die Griffdurchmesser waren für Erwachserne.

00:07:22: das ist Karockezeins dass das für Kinder nicht gescheit ist.

00:07:28: Und generell in vielen Aspekten war klar, dass das besser geht und dass die den Aufwand dem man für wachsenden Räder macht in der Entwicklung, dass der bei den Kinderrädern eindeutig nicht gemacht wurde.

00:07:43: Da haben wir einfach gesagt ja eigentlich für unsere Kinder wollen wir bessere Rädern.

00:07:47: Dass wir alle mit irgendwelchen alten Godern auch Radfang gelernt haben Das spricht ja eigentlich für die Kinder und für die Motivation der Kinder, um Dinge zu lernen.

00:08:02: Aber man kann es halt Kindern leichter oder schwerer machen.

00:08:05: Und das haben sich aber auch die Zeiten geändert weil in Wahrheit bei den Kindern mittlerweile unsere größte Challenge sind die Screens, dass sie sich überhaupt genug bewegen.

00:08:20: Ich glaube ein geiles Radl ist da etwas was immer gewinnen kann gegen eine eine Nintendo Switch oder ein Handyspiel, oder was auch immer.

00:08:30: Ich bin als stolzer Onkel, habe in meinem Neffen einen Wun-Bike geschenkt vor ein paar Jahren.

00:08:37: Das war das erste Radl, dass er gekriegt hat und ich hab da im Vorfeld nicht so wahnsinnig viel über die letzten Jahre dieses Thema so im Auge gehabt.

00:08:45: aber ihr habt dann zu dem Endler so genauer geschaut.

00:08:48: Und was mir bei den Wunbikes aufgefallen ist sie haben einmal keinen Rücktritt Was bei Kinderradlen für mich ganz neu war Zwar Bremsen natürlich, aber zwar Bremskriefe und Bremshavel in unterschiedlichen Formen.

00:09:01: Und da haben wir dann schon gedacht das ist irgendwie gut weil du lernst es dann glaube ich nicht falsch.

00:09:05: Ich kann mir heute noch erinnern dass Rücktritt vorn als Kind Rücktritte bremsen einfach eine Katastrophe ist weil Du lernest das irgendwie falsch und du nimmst dann was richtig Lernen.

00:09:16: und jetzt sind wir wachserne Alter.

00:09:17: oder wenn du ein Stoprad hast mit Rücktritten?

00:09:20: Es ist nicht geil!

00:09:21: Du stehst an der Ampel die Position ist falsch, du kannst in einer Position bremsen.

00:09:25: Das ist aber die falsche Position zum Wegfahren.

00:09:27: und so haben wir gedacht eigentlich total fein wenn das die kleinsten schon impulsiv richtig lernen.

00:09:32: Und dass es also du stehst bei der ampel die position ist falsch?

00:09:36: Du kannst jetzt radelfahren ein bisschen zumindest.

00:09:40: Aber stell dir vor du fernkst gerade

00:09:42: an Ich kann weiter oder lang radelfahren.

00:09:44: Trittreich und penglich bin ich ja nicht der Beste.

00:09:46: Ja aber stell da vor du bist grade einen Ein Anfänger und kämpft mit der Balance, dass die richtige Startposition vom Pedal essentiell wichtig.

00:09:56: Und die Kinderräder mit dem Rücktritt erlauben das nicht!

00:10:00: Der Rücktritte

00:10:01: war viele Jahre gut weil die anderen Bremsen so scheiße waren.

00:10:06: Mit einer V-Break hat sich das aber geändert.

00:10:09: Eine V Break ist mit relativ wenig Handkraft produziert die eine gute Bremsleistung.

00:10:15: Das für Kinder total in Ordnung.

00:10:17: Früher gab es diese Blechbremsen.

00:10:20: Egal, wie es fester anzogen hat, das hat nicht bremsen.

00:10:23: Da warst du froh wenns ein Rücktritt hattest.

00:10:26: Der Rücktritte-Einzige Bremsen, die funktioniert hat mit V-Break gibt's als Thema nicht und mit V Break gibt's überhaupt keinen Grund mehr wieso man einen Rücktritten fahren müsste.

00:10:36: Aber alle Kinderräder waren mit Rückträt.

00:10:38: Du hast jetzt eine Riesenproblembeschreibung einmal gemacht.

00:10:44: was waren so die ersten Schritte?

00:10:48: Das ist das größte Problem, das gehört als erstes gefixt.

00:10:50: Oder seid ihr da ganzheitlich angegangen?

00:10:53: Wir fangen mit einem leeren Blatt Papier an und designen ein Kinderrad wie es gern hätten oder wir fangen einmal an mit Bremsgriffen, mit Breamsen und dünneren Durchmessern.

00:11:04: also was war euer Prozess?

00:11:05: Also das erste war mal wirklich das Verstehen von Kindern und das Verstein von den Skills der Kinder in unterschiedlichen Alter.

00:11:17: Das fängt schon damit an, wie groß ist eigentlich ein sechsjähriges Kind und wie lang ist der Oberschenkel und der Unterschenkel?

00:11:24: Und wie lange sind die Arme.

00:11:26: Welche Griffe hat denn ein sechs-jähriges kind?

00:11:29: Da sollte man meinen da gibt es gute verlässliche Daten, die gab's aber nicht.

00:11:33: also das erste was da wirklich angestanden war Daten zu sammeln.

00:11:38: aus ganz unterschiedlichen Quellen haben wir dann einen die alle in einer großen Exzeltabelle zusammengetragen und haben unser eigenes Datenmodell gebaut, wie groß Kinder des alten... sechsjährige Kinder zum Beispiel sind.

00:11:53: Also wir haben da so gestaffelt jedes Alter gehabt.

00:11:56: das ergibt dann so Kurven und dann die Proportionen ändern sich ja auch von den Kindern.

00:12:01: also die kleinen Kinder haben im Verhältnis viel größere Köpfe als die grossen Kinder.

00:12:06: Die gehen dann schon nach Richtung Erwachsenen-Proportionen bleiben aber zum Beispiel noch wahnsinnig schmal.

00:12:13: Also Schulterbreite wächst erst später.

00:12:16: Und es sind alles Faktoren, die beim Radl und einer Fahrradgeometrie wichtig sind.

00:12:22: Und dann kommen so Dinge dazu wie eine Sitzposition, die bei einem Erwachsenenrad machst du das ja auf Leistung.

00:12:30: Das heißt, du hast eine sehr gestreckte Sitz-Position.

00:12:35: Beim Erwachsendenrad werden auch alle Die ganze Innovationskraft, die ganzen neuen Entwicklungen werden im Rennsport kommen und die zuerst zum Tragen.

00:12:45: Das heißt aus dem Rennsport dort gibt es den neuen heißen Scheiß.

00:12:49: auf der Messe wird das dann so irgendwann einmal runtergeschrumpft für die normalsterblichen Menschen und das wurde herunter geschrompt für Kinder was aber überhaupt nicht der Fall ist weil wenn du rennen fasst hast ja ganz andere Anforderungen als wenn du gerade zum Radeln anfängst.

00:13:08: Das Gleichgewicht zum Beispiel.

00:13:09: Du brauchst beim Kinderrat für einen Anfänger keine gestreckte Sitzhaltung, weil da geht es nicht um Effizienz... Die Post

00:13:16: schaut wo die Ära-Auflieger sind.

00:13:18: Genau!

00:13:18: Wo sannten Äraauflieger

00:13:20: wirklich weglossen?

00:13:22: Also da ist es viel wichtiger das das Gleichgewichtsorgan, dass das Gehör in einer aufrechten gewohnten Position ist so dass Kinder leicht Balance lernen, denn das ist die Challenge in dem Alter.

00:13:37: Und da sehr viel Verständnis für Kinder zu kriegen, das war mal der erste Ansatz.

00:13:43: Das zweite war dann

00:13:44: Gewicht.

00:13:45: Das waren qualitativ hochwertige Dinge.

00:13:48: einbauen auch an den versteckten Stellen wie an den Lagern im Dreadlager die Dinge, die man nicht sieht.

00:13:56: Da wurde ja auch immer sehr gespart bei Kinderfahrrädern.

00:14:00: Das haben wir nicht weil das macht letztendlich ein langlebiges Produkt.

00:14:05: Und dann sind es viele, viele kleine Details.

00:14:08: Ein gutes Radl ist eine Komposition aus vielen stimmigen guten Details.

00:14:15: Das ist nicht die eine Sache, die passen muss.

00:14:18: Das sind viele Dinge, die zusammen passen müssen sie zusammen ein gutes Fahrgefühl ergeben und eine effiziente Maschine.

00:14:26: Da ist das Fahrrad wirklich eine Kcomposition Und das kennen wir alle.

00:14:30: Wir sind alle auf Fahrradern gesessen, wo irgendetwas nicht passt und da passt einfach das ganze Raden nicht.

00:14:35: Es müssen einfach alle Details gut zusammenpassen und dann funktioniert es und macht doch Spaß!

00:14:41: Flo hast du mir die Situation gehabt dass du irgendwann auf einem Leihfahrrad oder du bist irgendwo aus jetzt hast ein Radel ausborgen und plötzlich seinen Vorder-Hinterbremsen vertauscht?

00:14:51: Das ist nämlich ganz schlimm wenn du irgendwie eingelernt hast rechts Hinterbremse links vorderbremseln plötzlich ist das anders verbaut.

00:14:59: Ich habe mal ein englisches Fahrrad gehabt, da war das genauso.

00:15:04: Ich hab mir dann auch gewöhnt und jetzt mache ich immer noch so beim Rennrad fahren, immer beide Rennen bei den Bremsen gleich zu ziehen.

00:15:10: Ja, es will nicht alles machen, aber trotzdem... Es kommt in deinem Kopf dann irgendwie komisch vor wenn die Bremse vertauscht sind weil du natürlich die Futterbremsen nicht so hart ziehst als die Hinterre Und mir tässeln bei dem Kinderrädern vorhin dass der auch vorab hier markiert ist.

00:15:27: Das kam aus einer Zeit wo wir natürlich Den Kind immer gesagt haben, wir haben ja sehr viele Kinder ins Fahrradfahren beigebracht.

00:15:33: Auch bei uns in der Garage am Anfang.

00:15:34: Rechts und links ist mehr zu einfach?

00:15:36: Genau!

00:15:36: Und dann das andere rechts.

00:15:38: Dann hat man mir angefangen Klinging also Glocken rechts draufzumontieren.

00:15:44: Wir hatten am Anfang nur zwei schwarze Bremsen.

00:15:49: Dann haben wir mal eine Glocke drauf gemacht.

00:15:50: Dann habe ich gesagt du bremst da wo die Glockel sind, dass du es besser dosierst.

00:15:55: Und irgendwann kam Christian und sagte, lass das mit der Glocke sein.

00:15:57: Ich mache den einfach grün.

00:15:59: oder sagen wir du bremst nicht rechts, sondern du bremsen bei

00:16:01: grün.".

00:16:02: Und so kam es dann eben.

00:16:03: Und so ist das was Christian sagt permanent diese kleinen Innovationen eben die permanent eingeflossen sind in das was wir getan haben.

00:16:11: Ja und Nicht aufhören zu lernen, nicht aufhären zu verstehen was Kinder für Kinder wichtig ist Was Kindern hilft?

00:16:22: Ja, bedeutet das dann für die Kinder mehr Spaß am Radelfahren und der Freude dran.

00:16:27: Und dass sie lieber Radelfan gehen.

00:16:29: War von Anfang an die Idee so ein Business zu bauen oder wolltet ihr einfach nur für eure eigenen Kinder ein gutes Rad?

00:16:37: Also tatsächlich war es am Anfang tatsächlich nur für unsere Kinder.

00:16:41: also ich habe als externer Designer, als selbstständiger Designer für internationale Radmarken gearbeitet, konnte Prototypen bauen bauen lassen in Taiwan und da war tatsächlich die erste Idee, wir machen da was nur für die eigenen Kinder.

00:16:59: Dann haben aber so viele Freunde und Nachbarn von Freunden schon gesagt ja, aber baut sie uns auch gleich welche mit?

00:17:06: Da haben wir halt jetzt... Wir haben einmal mit Fünfzig Stück gestartet, waren mal mal Fünfzig Stück, dass die alle einen Folgen geben und das man es doch blicken lassen kann.

00:17:19: Und diese fünfzig Stück haben dann Wann dann an einem Abend verkauft.

00:17:23: Und dann haben wir halt mehr gebaut und mehr gebaut, das ist eigentlich irgendwie nie abkreußen.

00:17:29: Also da haben wir offensichtlich was gefunden, wo es wirklich viel Bedarf gaben.

00:17:38: Und lustigerweise in der Fahrradbranche haben uns alle vorher gesagt hochwertige Kinder radeln und das ist nichts.

00:17:46: Das braucht mir erst wenn man sieht ein Vollkabon Radl kauft oder?

00:17:50: Litte irgendwann über dreißig oder so, wie man dann zum Rennradsport kommt.

00:17:56: Also ich verstehe prinzipiell auch die Idee dahinter warum man das sagt.

00:18:01: Die Margen in der Fahrradbranche, wenn wir es in der letzten oder vorletzten Episode besprochen sind jetzt bei Massenprodukten nicht wahnsinnig groß und ich sehe sie jetzt selber beim meinem Kind.

00:18:16: also Die ist jetzt acht Wochen alt und wir haben schon die erste Garnitur gewandt aussortiert.

00:18:21: Es wird ja beim Fahrrad nicht für anders sein, also hohe Qualität hat seinen Preis.

00:18:29: und dann ist es Kinder wachsen sehr schnell hat man es auch nicht sehr lang.

00:18:33: wie habt ihr das gelöst?

00:18:37: Jetzt aus Business Sicht dass man sagt Wir können so teuer verkaufen obwohl nur kurz genutzt.

00:18:44: Das

00:18:44: hat sich eigentlich selbst gelöst.

00:18:46: und zwar ist das, dass der Schlüsselwort ist Nachhaltigkeit.

00:18:49: Und das wussten wir gar nicht wieder siehst als wir angefangen haben bei dem Ganzen.

00:18:52: Wir haben mal gesagt es ist Qualität, das ist das was Christian von Ihnen gesagt hat mit.

00:18:56: Das ist gedichtete Innenlager, das reparierbarer Style und was heute eigentlich nur mal zwei oder drei Grund von Leuten die Wohnräder kaufen.

00:19:05: für ihre Kinder ist sehr wiederverkaufspreis.

00:19:08: Du verlierst halt in zwei Jahren maximal fünfzig oder sechzig Euro an einem Fahrrad Und damit ist es halt extrem, extrem nachhaltig auch für den Geld.

00:19:18: Für die Geldbörse du hast einen Investment und für dir ist kein Geld.

00:19:21: Kannst jetzt ein Rad kaufen für hundertfünfzig oder für zweihundert Euro?

00:19:25: Stellt das dann auf Willhaben und bist dann froh wenn sie jemand geschenkt abholt.

00:19:28: Bei Wummen bist es tatsächlich so, du stellst es auf Will haben oder auf eBekleinern zeigen.

00:19:32: Das ist am nächsten Tag weg für fast Neupreis.

00:19:36: Es macht's halt eben so spannend da.

00:19:38: Das hab ich echt gesehen.

00:19:40: also ihr habt das für meinen Nevenkauf.

00:19:44: zwanzig, einundzwanziger rum also in der corona-Zeit.

00:19:46: du warst wahrscheinlich sowieso noch spezieller mit nachfrage und verfügbarkeit und preis und so.

00:19:51: aber da hast du auch gesehen dass die gebrauchten wunbergs alle quasi den gleichen preis gehabt haben wie neu.

00:19:58: Und das war für mich ja so.

00:20:00: ich sag apä das kann ich auch kaufen wenn es jetzt her schenke oder so.

00:20:04: aber was auf euch das kann man dann echt verkaufen und ist damit kein geld verloren sondern die wird immer loskriegen.

00:20:10: Das ist mir damals

00:20:13: Das

00:20:13: ist den Leuten ganz wichtig, dass du einfach sagst okay das kriege ich ja wieder gut los und breitem anderen Kind freut.

00:20:20: Wir sehen ja die Räder, die wir damals in der Garage mit der Hand zusammengebaut haben.

00:20:24: Die sehen wir heute noch auf der Straße fahren und da will ich immer mal anhalten und sagen du das haben wir mit eigenem Schweiß noch dran an dem Rad!

00:20:32: Und es ist jetzt wie lange her?

00:20:33: Das ist jetzt dreizehn Jahre her und die fahren heute noch.

00:20:36: Sie werden noch viele Jahrzehnte halten.

00:20:38: Die können auch noch fünfzig Jahre fahren, aber versuch das mal mit einem Rad von irgendeinem Klumpadrad keinen Namen nennen und da wirst du halt sehen es funktioniert halt nicht.

00:20:52: Also ich glaube ein Wummerrad wird hundert Jahre alt.

00:20:55: Das glaub' ich wirklich weil es sind alle Teile die Verschleißteile sind und hinwähren können.

00:21:01: also die Mental-West-Tauschen müssen innerhalb der Hundert Jahre.

00:21:06: Ich sehe da keinen Grund, warum es nicht so lang halten sollte.

00:21:10: Du hast durch deine Connections in die Fahrrad-Panche deinen ersten Prototypen in Taiwan fertigen lassen?

00:21:16: Da reden wir nur vom Rahmen!

00:21:18: Die Komponenten habt ihr dann selbst zusammengeschraubt?

00:21:21: Wir haben also den Rahmen in Taiwan machen lassen und wir haben die Komponenten auch größtenteils in über Taiwan eingekauft.

00:21:31: Das waren am Anfang.

00:21:35: Mittlerweile macht man ja fast alle Komponenten selber.

00:21:38: Am Anfang waren das, sag ich mal, Customized Asiakomponent die wir irgendwie versucht haben möglichst gut zu machen, also möglichst dort hinzukriegen wo wir jetzt sind mittlerweile und zusammen gebaut haben wir das alles selber.

00:21:59: Das war die Prototypen, die ersten fünfzig Rahmen oder Die ersten fünfhundert, glaube ich sogar, haben wir in Tschechien schweißen lassen bei einer kleinen Manufaktur Katastrophe.

00:22:14: Da war jeder Rahmen unikat und wir haben sehr viel Zeit in der Garage verbracht das alles gepasst hat und dass er aus jedem Radler auch ein Gutsradl waren ist.

00:22:30: Später sind wir dann nach Asien gegangen, nach Taiwan wieder und haben auch dort die Räume bauen lassen.

00:22:36: Für mich war früher, das ist jetzt schon zwanzig Jahre her, das schöne am Fahrrad selber basteln, selber schrauben einfach dass nicht alles aber sehr viele Teile standardisiert waren.

00:22:52: oder es hat zumindest nur drei Standards gegeben und man hat Trädlager tauschen können, man hat Steuersatz tauschnen können.

00:22:58: Es hat standardisiert, man kann das alles zusammen kaufen.

00:23:03: Wahrscheinlich nicht für Kinderräder, oder?

00:23:04: Also ihr habt's da...

00:23:06: Naja also da wurden schon noch Standardbauteile verwendet aber sehr oft passt der Erwachsenenstandard halt einfach nicht für kinder.

00:23:15: Ein normales Trellager ist viel zu breit für ein Kinderbecken mehr oder weniger, der das Maß einmal für den Pedalabstand horizontal vorgibt und teilweise haben wir dann andere Standards verwendet.

00:23:33: Teilweise haben wir Bahnrad-Standards zum Beispiel verwendete, wo viele Kraner ausgeführt waren und haben uns halt versucht, da möglichst das Beste zu finden in der ganzen Fahrradwelt.

00:23:46: Ich merke gerade wieder, dass Sie jetzt zwar technikam reden miteinander...

00:23:51: Also

00:23:53: ich

00:23:54: kann jetzt auch sagen, also sitze sicher schon zehn Jahre her, da war mein erstes Rennrad nicht mein erstes Rennrad, aber das erste Rennrad mit Pressfit-Lagern und da war dann für mich so die Serverschrauberei dann langsam vorbei.

00:24:08: Ich habe dann auch zum Arbeiten angefangen und weniger Zeit gehabt.

00:24:11: Aber ich wollte mir das nicht antun in einen Carbon-Ramen-Server des Lager rein zu pressen im Traubstock und seither gehe ich eigentlich zum Mechaniker meines Vertrauens und mache das nicht mehr selber.

00:24:24: jetzt.

00:24:25: Es ist

00:24:27: aber auch, dass darfst du nicht vergleichen was wir mit unseren Rennrädern und so weiter machen.

00:24:31: Mit einem Kinderrad das holt es aus der Verpackung drauf und das läuft also da ist auch nicht groß.

00:24:38: Also das wirst du... Ganz selten mal ein Tretlager aufmachen müssen.

00:24:41: Das ist

00:24:41: keine Baslavis?

00:24:42: Ja genau, da kann man auch keine Carbon-Teile reinbauen oder keine Keramik.

00:24:47: Man sollte auch keine Karabikteile rein bauen.

00:24:50: Aber ist

00:24:50: es jetzt so dass du dann eine Radle aussuchst für die Tochter oder doch eher für dich selbst vielleicht ein bisschen das wieder was schrauben kannst?

00:24:58: Schauen wir mal ob wir noch irgendwo Rahmen setzen oder sowas umliegen

00:25:00: haben.

00:25:04: Du sprichst einen spannenden Punkt an... Weil ich finde, dass eine Qualität vom Fahrrad war immer seit es das Fahrrad gibt.

00:25:13: Dass die Technik sehr simpel war.

00:25:16: Sehr sichtbar!

00:25:17: Das ist nicht wie beim Auto da seine Hülle drüber ist und drinnen ist die Technika alles... Alles ist sichtba, alles ist leicht verständlich auch für einen Nicht-Techniker Und alles ist wartbar am Straßenrand wenn's sein muss und überall auf der Welt.

00:25:30: Ja also ganz kurz Rheingrätschen Die Mechaniker in Rwanda, also wirklich in jedem Dorf ist ein Radlmechaniker.

00:25:40: Die haben zwei Schraubenschlüssel, eine Zange an Hammer und der Luftpumpe und die reparieren die jedes Rad.

00:25:47: Ja!

00:25:48: Und euch schon fliegen können sie.

00:25:49: Aber

00:25:50: was wir... Ich war mal auf dem Drei-Zwölfer Mallorca um meinen Freund Lazi hat vor abends bei der Registrierung, wo am Startnummern holen, sie mir einen Kabel rausgerutscht aus seinem Rennrad Und dann hat er irgendeinen Spezialschlüssel gebraucht.

00:26:03: und wir sind da drei Stunden über die ganze Insel gegondelt, und haben den Spezial- schlüsselgebraucht.

00:26:07: Das ist halt die Horrorseite von

00:26:10: der ganzen.

00:26:11: Aber genau darauf wollte ich hinaus, dass das die Fahrradindustrie ein bisschen verloren hat diese Qualität und es war immer ein wichtiger Faktor beim Fahrrad.

00:26:23: Es waren eines der Dinge warum das Fahrrad so gesiegt hat als... als Ding, dass es einfach zu warten war und das haben wir ein bisschen verpudelt und vernudelt.

00:26:39: Es ist alles viel zu kompliziert worden.

00:26:40: die Standards machen überhaupt keinen Sinn für den Konsumenten sondern sind nur irgendwelche internen Spielchen Und ich finde da muss die Fahrradindustrie auch wieder ein bissel zurückfinden.

00:26:54: Zu einer Einfachheit und zu einer Wartbarkeit Auch mit E-Bikes ist das ja noch schlimmer geworden, weil da muss man den Software Update machen und blibberblöne Computer geht da gar nix.

00:27:07: Und es ist eine Katastrophe!

00:27:08: Wenn du durch Rwanda fahren möchtest, wirst beim e-Bike einen Arsch offen haben.

00:27:13: Ich

00:27:13: habe viele Hersteller versucht einfach ihre eigenen Komponenten zu verbauen und keine anderen mehr zuzulassen von Tritia-Stellern.

00:27:23: Das ist

00:27:23: irgendwie sehr scharf.

00:27:24: Zu

00:27:24: welchem Preis?

00:27:26: zu Lasten von Konsumenten.

00:27:27: und alles was zu Laste vom Konsument geht, geht glaube ich langfristig nicht gut.

00:27:32: Das ist nicht nachhaltig!

00:27:33: Wenn du dann der Konsument musst zufrieden sein und der Konsumant soll dem Mittelpunkt deines Tuns stehen, den musst du zufriedend machen.

00:27:42: Der muss glücklich sein.

00:27:44: Den musst du positiv überraschen.

00:27:45: Und wenn du das nicht wirklich machst oder dann so nachhaltiger draufkommst, ganz so super ist es doch nicht.

00:27:54: dann schau das da längerfristig selber, da bin ich mal ganz sicher.

00:27:57: Wollen wir noch einmal kurz über Kindheitserinnerungen reden?

00:28:01: Und wie man schöne Anekdote vorbereitet, gell?

00:28:03: Weil irgendwie so... Ich glaube es ziel ist es ja bereit im Kindesalter die Freude am Radelfahren zu vermitteln oder weil diese sind wie so echter Antriebe.

00:28:15: Man fährt gern Rad und hat dann Spaß dabei!

00:28:17: Man hat vielleicht eben ein schönes Bike oder die Kinder haben ein schönes Bike.

00:28:21: Und da hast du gleich Feuer und Flamme für das Ganze.

00:28:25: Kannst Du Dir noch rinnen an Dein erstes

00:28:26: Rad?

00:28:27: Du hast so gesehen... Wie

00:28:29: war's denn, wie Du Dein Erstes kriegst?

00:28:32: Boah!

00:28:33: Das war sie nicht.

00:28:34: Zwei, drei.

00:28:35: Jedenfalls Stützräder.

00:28:38: Es war blau Aber wie es jetzt ist mit solchen Kindheitserinnerungen und Anführungszeichen kann ich mich daran erinnern.

00:28:44: Oder habe ich die Fotos und Videos gesehen und weiß es deshalb.

00:28:48: Ich weiß es nicht.

00:28:49: Es war blau mit Stützrädern und wir waren schon extrem viel draußen unterwegs.

00:28:55: Mein Bruder und ich in der ganzen Nachbarschaft mit diesen Fahrrädern, ja.

00:29:00: Bei mir war es immer nicht davor sicher ein richtiges Kinderrad, aber das Erste, was dann halt ein bisschen mehr war oder wirklich dann, wo ich ganz bewusst daran erinnern kann – das war zu Ostern!

00:29:10: Und der Brauch ist überall gleich oder dass man zu Osterm Dinge geschenkt kriegt?

00:29:14: Man muss etwas suchen.

00:29:16: Also ich bin halt im Garten herumgehend Und war so enttäuscht, weil ich in Daniel einfach nix gescheites bekam und halt nur so ein bledes Körper mit ein paar Eier drin und so eine Kinderüberraschung sei.

00:29:27: Sonst nix!

00:29:28: Kein Spülzeug, nix... Ich war schon komplett frustriert und wollte eigentlich gar nicht mehr irgendwie weiterschauen.

00:29:33: und dann hat er jetzt meine Eltern gesagt, schau bitte mal in das Kinder-Überraschungs-Ei.

00:29:37: und die haben sich gedacht, warum soll ich da eine schauen?

00:29:39: Da sind ja so ein Plastik drinnen oder so ein Minispielzeug.

00:29:44: Dann haben meine Eltern wirklich ganz behutsam Zuerst aufgemacht und den Schoko irgendwie mit so einem heißen Draht getrennt hat.

00:29:51: Und dann in der... ...gelben Plastikkugel drinnen haben sie quasi ein Schlüsleinigem für abgesperrtes Radl, das haben Sie wieder eingewickelt.

00:30:00: Und ich habe das Ei heute aufgemucht total frustriert, habe einen Schlüssel gesehen und dann habe ich gesagt, da gibt es noch mehr.

00:30:05: und dann hab' ich noch mal weitergesucht und irgendwo quasi hinter der Regendahne beim Wasserbasin vom Regenwasser war unten drin mein erstes Radl also zur Regenbogenform gehabt sogar schon hinten Borggänge, Gangschaltung und also Neongrün.

00:30:22: Genau deine Formen!

00:30:24: Und eben das war so eine schöne Erfahrung.

00:30:26: Das weiß ich heute noch ganz genau.

00:30:28: Nicht weil es ein Fotos klingt, sondern das weiß ich noch.

00:30:31: Ich weiß, dass die nächste Radlose kriege, aber das weiß sie nicht mehr so genau.

00:30:34: Aber das erste hat sich echt einbrennt und ich glaube das ist schon für mich ein Zeichen, dass das das erste Mal wenn's der schönes Rad hat, das ist eine Erinnerung für ewig und hoffentlich auch da antrieb, dass man die Freude am Radfahren findet.

00:30:48: Wahrscheinlich bis doch gleich mal tausend Kilometer fahren mit dem Radl!

00:30:52: Nein das Blöde war ich mir dann echt sofort eine Runde in der Siedlung gefahren und dann ... blöde Geschichte war das Gartendorf von den Nachbarn offen und da haben wir einen Hund gehabt, er hat mich dann ein bisschen attakiert.

00:31:04: seitdem habe ich etwas Angst vor Hunden aber er hatte so mittlerweile auch schon den Griff gekriegt.

00:31:07: aber dem hat es radanschönert auch sehr gut gefallen.

00:31:11: Ja also in jedem Fall ist Das erste Radl oder Radfahren lernen ist so ein Magic Moment in der Kindheit, das bräunt sich ein und das merkst du dann ganzes Leben lang.

00:31:24: Das ist was wahnsinnig Wichtiges!

00:31:26: Und wenn es positiv läuft und das Radl cool ist und Spaß macht, dann wird sich das auch auf dein Verhältnis zum Radelfahren auswirken... ...und radelt man wie du vorhin gesagt hast, dass lernst nicht mit dreißig Passiert in der Kindheit diese Liebe zum Radfahren und diese Liebe zur Bewegung und zum Draußen sein.

00:31:50: Und das geht, dass es genau das Pudelskirm.

00:31:53: Ja also ich kann mich an mein erstes Erwachsenenrad erinnern und da war... Das hat fast den gegenteiligen Effekt gehabt, das war nämlich alles halt zum Fahrradführerschein gekriegt und das war ein Mountainbike.

00:32:10: Das muss dann Ende der Neunziger gewesen sein.

00:32:13: Und das war halt das Problem, jetzt kann ich das analysieren.

00:32:17: Damals habe ich einfach mit diesem Rallkopf frei gehabt.

00:32:20: Es war ein wachsendes Bike runtergeschraubt für einen Kind und also die Federgabel war natürlich... Die hab' ich nicht eine drucken können, da hätte ich ja ein Stahlgabel nehmen können.

00:32:36: Da hätte ich fast die Freiheit am Rallfahren verloren weil dieses Rad gar nicht auf mein Gewicht, auf meine Körperteile gepasst hat.

00:32:49: Ihr habt es klar angefangen?

00:32:51: Habt ihr jetzt was an eure größten Räder?

00:32:55: beziehungsweise mit wieviel Jahre kann man noch ein Wombike fahren?

00:32:58: Naja, es gibt bis sechsundzwanzig Zoll.

00:33:02: das ist das Wombsex.

00:33:04: Altersmäßig kann man das nicht so genau sagen weil halt die Kinder dann am Anfang sind sie halbwegs gleich groß, aber je älter sie werden, desto mehr variiert die Größe.

00:33:17: Und ja... Also es ist ein Zollerad, fahr noch kleine Erwachsene.

00:33:23: Wir verkaufen's auch an der einen oder anderen Mama oder ich hab' auch schon Oma's damit herumfahren gesehen.

00:33:29: Zu eurer Firmengeschichte, ihr habt zu zweit angefangen.

00:33:36: Mittlerweile hat sich das verändert.

00:33:38: Ihr macht's nicht mehr!

00:33:39: Die Räder.

00:33:40: zu zweites?

00:33:42: Unternehmen oder setzt du eigentlich auch nicht mehr so ganz aktiv dabei, aber wie viel Mitarbeiter hat jetzt Wung?

00:33:50: Wie viele Menschen haben dort Beschäftigung gefunden?

00:33:52: und wie ist es somit?

00:33:54: Unternehmensphilosophie oder mit eurer Führungsidee.

00:34:01: Also die Philosophie... Entschuldigung, du wolltest was sagen!

00:34:09: Wir wollen Millionen von Kindern die Liebe zum Fahrradfahren vermitteln und an der Philosophie hat sich auch nichts geändert.

00:34:18: Das ist das, was wir tun, dass was jeder Wunm-Mitarbeiter cool findet, dem sich jeder Wummitarbeiter auch verschreibt persönlich – das ist einfach eine coole Mission in die man sich investieren kann!

00:34:37: Und das war eigentlich von Anfang an unsere Vision und Mission.

00:34:41: Da waren nur nie Millionen vor, sondern das war nur vorher.

00:34:43: Wir wollen Kinder in die Liebe zum Fahrrad vermitteln und damit die Welten ein bisschen besser machen.

00:34:48: Die Idee war was beizutragen für die Mobilitätswende und hat eben wie gesagt das Purpose, dass das dann irgendwann als wir gemerkt haben okay das funktioniert richtig gut oder es kann gut funktionieren.

00:35:01: Als wir das aufbauen, dann haben wir irgendwann mal eine Million davor geschoben.

00:35:06: Wie kann so was eigentlich nur zu Millionen werden oder zu den Zahlen werden, wie es heute ist?

00:35:10: Wir haben heute über zweihundert Mitarbeiter bei WUM.

00:35:15: Das kann ja natürlich nur funktionieren wenn du das richtige Team dazu hast.

00:35:18: also dass wir machen is ein Teamsports.

00:35:20: Das war von Anfang an eine Teamaktivität.

00:35:22: Wir sind zwar die Die nach außen hin die Gründer sind oder die die in der Garage gestartet haben aber wir sind bei weitem nicht die die dafür verantwortlich sind dass das Heute das ist was es ist.

00:35:31: Also da brauchst ganz viele Menschen die damit auf das Boot steigen und Richtung Westen fahren und dann einen anderen Kontinent zu finden.

00:35:43: Was es aber, was wir vorgegeben haben war die DNA würde ich behaupten und war wirklich die Vision dieses Purpose Driven.

00:35:50: was wir damals das waren ganz wichtig dass Leute zum Grund haben zu uns zum arbeiten zu kommen.

00:35:57: zwar auch immer unsere vision des leute ist nicht immer alles einfach es ist auch nicht alles gold was glänzt das muss man auch sagen.

00:36:04: es ist viel harte arbeits noch viele Viele, viele Downs.

00:36:08: Auch viele, viele Abs!

00:36:10: Aber unser Anspruch war immer zu sagen dass die Leute, die bei uns gearbeitet haben oder angefangen haben, dass sie später wenn Sie meinen Rente sind, sagen wollen das war der coolste Ritt den ich in meinem Leben miterlebt habe.

00:36:24: Egal wie lange es sich bei uns da ist.

00:36:25: Es war immer der Anspruch da was auch den Mitarbeitern zu bieten in Bezug auf ein Ritt, ein Erlebnis dabei bei WUM dabei zu sein und ich glaube, dass das bis heute hin immer noch so ist.

00:36:42: Dass es ganz spezielles ist, dass die Atmosphäre was Spezielles ist.

00:36:44: Das Team hart arbeitet.

00:36:47: natürlich etwas Positives wenn du Kinderräder verkaufst oder produzierst und entwickelst.

00:36:55: Du wirst von diesem Lächeln der Kinder befeuert dich in deinem täglichen Ton.

00:37:00: also heißt du hast einen wirklich positiven Impact auf die Welt.

00:37:05: Macht uns sehr stolz, dass das heute so

00:37:07: ist.

00:37:07: Ja ein mega cooles Team mit megacoolen Leuten und das spürt man auch glaube ich wenn man bei WUM es in der Atmosphäre was da für ein Drive ist und wie die Post abgeht.

00:37:21: Und ja wir sind nicht mehr operativ tätig.

00:37:25: also Markus und ich wir sind vor ein paar Jahren aus dem operativen Geschäft hinausgegangen Wir sind nur mehr Mitteigentümer bei Wum Und das hat ein paar Gründe.

00:37:37: Also ein Unternehmen vom Start-up bis zum Scale up, bis zur großen Unternehmensphase hat so ganz unterschiedliche Phasen.

00:37:46: einfach und

00:37:49: als

00:37:50: Persönlichkeit, als Führungspersönlichkeit sage ich einmal bist du nur für eine gewisse Phase der geeignete?

00:37:59: Das haben wir irgendwann gemerkt dass Als diener der sache gesehen wir waren immer für wohnt da wo miss wie ein wie unser Unser drittes kind und irgendwann merkst du dass Da eigentlich andere skills gefragt sind und andere Und dann spürst einfach da muss da muss ein anderes führungsteam her.

00:38:25: das merke relativ schnell.

00:38:26: am anfang schon merkst Du dass du deine grenzen kommst mit der buchhaltung wenn du das nie gelernt hast oder mitten mit der Lageradministration oder mit Logistik und Zöllen usw.

00:38:36: Und dann waren wir immer die von Anfang an, die uns schnell Leute reingeholt haben, dass wir möglichst schnell die dümmsten im Raum

00:38:43: waren... Das war immer das Ziel!

00:38:44: Wenn Leute einstellen, dass wird die Depperten am Tisch sind?

00:38:48: Die

00:38:49: Mieterweiterinnen besser Bescheid wissen als ihr.

00:38:52: Ja,

00:38:52: die

00:38:54: sollen uns sagen wie es geht.

00:38:56: Aber dann hast du die richtigen eingestellt.

00:38:58: Es war uns eigentlich wurscht, wie die Hochregallager aufgestellt sind und wie sie befüllt werden.

00:39:02: Wie wir es am effizientesten rausbringen, wenn man da Leute wissen, die das effiziente machen.

00:39:08: Dann hat uns das gar nicht groß interessiert.

00:39:10: Da konnten wir uns auf andere Dinge konzentrieren und haben es dann irgendwo geschafft.

00:39:13: Und unser Ziel war eigentlich immer nicht im Unternehmen sondern am Unternehmen zu arbeiten.

00:39:17: Das haben wir irgendwie geschafft indem wir uns immer versucht haben eben gute Leute reinzuholen und immer ein bisschen mehr an der Strategie mitzuarbeiten so wie jetzt eigentlich

00:39:24: auch.

00:39:25: An unserer sage ich mal Flughöhe zu arbeiten.

00:39:28: und

00:39:30: im Sport sagt man immer, man lernt aus Rückschlägen sehr viel.

00:39:34: Wenn man irgendwo wenn man eine Zühne erreicht, wenn man ein Misser vollkommt wie man scheitert, wenn wir ausscheidet jetzt beim Radlrennen zum Beispiel ist es im Unternehmentum genauso.

00:39:46: und

00:39:47: hundert Prozent

00:39:49: oder welche Lektionen hat sie z.B.

00:39:52: aus Dingen gelernt denn nicht gut funktioniert?

00:39:54: Die Kunst dabei ist dass du dass es möglichst früh rausfindest im Unternehmertum.

00:40:01: Beim Radrennen hast du dann deinen Schmerz und dein Stolz und ein Ego, das haste im Unternehmer-Tum auch aber die falsche Richtung.

00:40:09: ein sehr spätes Scheitern im Unternehmertum kann existenzielle Auswirkungen haben auf das Ganze unterfangen.

00:40:19: Kann dich eben in die Insolvenz bringen.

00:40:20: deswegen ist bei uns immer das Ziel möglich Mögen es beim Warm-up schon in den Muskelfaserriss beim Warm up zu haben, dass man gar nicht erst diese ganzen Kerzen abbrennen.

00:40:38: Fehlfast und Lernfast also.

00:40:41: ein Grundprinzip das eigentlich aus dem Industriedesign kommt, dass wir aber über alle Business Bereiche gezogen haben ist es schnell Prototypen zu bauen.

00:40:49: Das heißt habe eine Theorie probier's aus im kleinen im mini-kleinen Bereich, wo es wenn's schief geht dir nicht wehtut aber lern und wenns funktioniert dann bau drauf auf unskalier.

00:41:05: Und das ist so wie man Prototypen baut.

00:41:07: Wenn ein Produkt entwickelt, baust du mal einen Prototyp, lernst raus, probiers das aus verbesserst ihn, baus den nächsten Prototypin.

00:41:14: Genauso haben wir es auch in Business gemacht und das war unsere Methode Dinge zu tun im Business, die wir zuvor noch nicht getan haben.

00:41:23: Von dem wir eigentlich maximal eine theoretische Ahnung gehabt haben aber keine praktische Erfahrung.

00:41:30: Was war euer größter Fehler oder wo vielleicht anders formuliert?

00:41:37: Wo habt ihr am meisten gelernt?

00:41:39: Also ich würde sagen es gab mich zu den einen großen Fehler.

00:41:45: Es gab viele Dinge.

00:41:48: da würde ich mir wünschen dass man die... schnelleres Learning gehabt haben, hätten oder dass wir das früher erkannt hätten.

00:41:58: Es waren sehr oft Hirings, die falschen Persönlichkeiten mit den falschen Rahmenbedingungen ausgestattet.

00:42:13: Du kannst sagen du hast jetzt die falsche Leute geheiert aber sehr oft sind auch die falscheren Rahmenbedingerung für diese Menschen geschaffen.

00:42:23: Und da haben wir sehr viel dazugelernt.

00:42:26: und das war auch mit ein Grund, warum wir nachdem wir bei WUM aus dem operativen heraus sind und in das Advisor Report gegangen sind gesagt haben jetzt machen wir noch einen Unternehmern und wollen wir erstens einmal schauen was haben wir alles gelernt?

00:42:45: Und zweitens einmal herausfinden was war alles glück?

00:42:52: Was kann man eigentlich machen, wenn man es von Anfang an gläutermacht?

00:42:56: Diese oder versucht gläuter zu machen.

00:43:00: Wir machen jetzt neue Fehler Aber wir haben dann gesehen dass wir doch mehr gelernt haben als wir gedacht haben auf neun von zehn fragen haben eine antwort wusst und Haben auch dann irgendwie Und sogar darauf fokussiert auf diese zehnte frage eine antwoord zu finden.

00:43:19: das ist ein glaube ich auch.

00:43:20: was uns antreibt ist so eine gewisse Neugier, so ein Entdeckertum und so einen herausfinden wie es geht.

00:43:36: Das war eigentlich der Grund oder einer der Gründe warum wir Poptop gegründet haben und das gleiche was man mit Fahrrädern gemacht hat auch mit Kindermöbeln machen.

00:43:45: weg von den Möbelnen.

00:43:46: nochmal zu den Fahrräder ist jetzt nur mehr beraterisch tätig.

00:43:51: gibt's noch innovationen?

00:43:53: kann man das Kinderfahrrad noch einmal von Grund auf verbessern oder ist da jetzt ein gewisses Plateau erreicht?

00:44:00: Nein,

00:44:01: also wir haben von Anfang an, wo die Räder immer verbessert und verändert.

00:44:09: Die Welt dreht sich weiter, die Kinder verändern sich, das Umfeld der Kinder verändert sich... Also eigentlich die Kinder verwenden sich nicht!

00:44:16: Das Umfeld einer Kinder verendet sich, die Eltern verendeten sich, um die Fahrradwelt zu verändern.

00:44:25: Da gibt's wahnsinnig viel, immer noch zu lernen.

00:44:27: Wahnsinnig viele immer noch besser zu machen.

00:44:30: und da kann ich auch versprechen dass die Innovationen nicht abreißen werden.

00:44:35: Riesenteam von Entwicklern mit extrem begabten Leuten Und da Köchlinge Dinge in der Küche auf Wiener sagt man Sag ich jetzt nicht.

00:44:48: Also ich habe ja eben in der letzten Episode unserem Branchenkenner versucht so ... der next big thing herauszulocken.

00:44:55: Vielleicht habe ich es bei euch, also seht ihr jetzt branchenweit vielleicht oder speziell in der Kinderfahrradbranche?

00:45:01: Seht ihr so eine große Innovation die jetzt bald ansteht... ...oder sind das immer weiterhin graduelle Verbesserungen?

00:45:08: Ja wir sehen eine große innovation aber die dürfen man jetzt nicht klar haben!

00:45:13: Aber auch viele

00:45:15: graduelle Verbesserungen.

00:45:17: Viel ums Fahrrad, viel auch um Komponenten.

00:45:20: Viel um Details vom Fahrrad wo es wirklich noch viel Potenzial gibt zu verbessern.

00:45:26: Auch Zubehör das nochmal Individualisierung und unterschiedliche Nutzerszenarien dann nochmal verbessern.

00:45:36: also da gibt's ganz ganz viel noch zu tun.

00:45:40: Das wird nicht fahrt!

00:45:41: Ich würde die Frage nämlich eh ähnlich stellen wie Two Float du bist wieder aufs technische abgetrifftet.

00:45:45: ich will mehr so auf die Motivation oder auf die parallele Sport und Business kommen, weil was im Sport oft die Voraussetzung ist um erfolgreich zu sein oder zu bleiben.

00:45:58: Ist nämlich die Eigenschaft auch wenn du, wenn du was gut laufen musst hast ein Erfolg gehabt, du hast Ziele erreicht dass du dich dann nicht zurücklehntst und sagst hey super ich kann mich jetzt da drauf ausruhen oder das genießen sondern natürlich feierst du machst Pause oder genießt es, was du geschafft hast.

00:46:18: Aber dann geht auch wieder so die Phase dazu, was wie der neigen Antrieb findest und denkst.

00:46:24: auch wenn's bisher gut gelaufen ist bin mir sicher ich kann mich oder ich kann meine Leistung oder mein Auftreten oder was er immer noch weiter verbessern.

00:46:32: das heißt nicht gesättigt zu sein sondern weiterhin hungrig zu sein an kleinen Schrauben zu drehen und Innovationen voran zu treiben oder sich weiterzuentwickeln.

00:46:43: Und wie schafft ihr das?

00:46:46: Ist das dann euer Antrieb oder haben sie da auch Menschen bewohnt, die es vorauntreiben?

00:46:51: Dass du sagst hey wir gehen uns nicht zufrieden sondern wir finden Motivation weiter noch voranzuschauen.

00:46:56: Ja also dass ist dieses Stay Humble.

00:47:00: und da auch mit den Füßen am Boden zu bleiben auch wenn's gut reinge und zu wissen dass man dran bleiben muss und dass er nichts geschenkt wird und auch nix Gott gegeben ist.

00:47:13: Du musst einfach dafür arbeiten und daran arbeiten.

00:47:18: Ich glaube, so sind wir zwei auch gestrickt.

00:47:22: Das ist ein bisschen die Persönlichkeitsstruktur.

00:47:26: Und das haben wir WUM zu hundert Prozent weitergegeben.

00:47:30: also da gibt es keine Höhenflüge bei WUM nur weil wir gut verkaufen oder Kunden zufrieden sind, sondern wir wissen.

00:47:44: Wir müssen da immer dran bleiben und es wird auch nichts

00:47:47: geschenkt.".

00:47:49: Also auch wenn's jetzt nur Persönlichkeit im Sport beobachtet ist oder es ist auf ganz ein interessanter Moment jemand hebt vielleicht ob oder wird Größen wahnsinnig das gibt sie im Geschäftsfeld genauso.

00:48:01: man glaubt man muss jetzt irgendwie super Org expandieren oder Konkurrenz zusammen kaufen übernimmt sich dann irgendwann und das ist nicht nachhaltig langsam gewachsen, sondern halt kurzfristig aufgebläht.

00:48:13: Und Sport-Besönigkeiten gibt's auch, wo man glaubt, hey jetzt lauft so mit Guren und jetzt heben die Leute ob und dran durch.

00:48:20: Also so am Boden bleiben, Scheiben bleiben aber trotzdem halt voraun kurbeln und in kleinen Schritten vorwärts denken.

00:48:26: Ja voll!

00:48:27: Das ist im Business hundert Prozent genauso wie im Sport.

00:48:30: Es gibt ganz viele Parallelen und wir sind noch ein großer Fan von Sportlern im Business weil das einfach Ja, du bist so gestrickt.

00:48:44: Das ist nicht ... das liest in kein Buch!

00:48:47: So bist Du einfach.

00:48:48: Dass Du weißt, Du musst weiter beißen und ein kurzer Höhenflug ist jeden vergönnt.

00:48:58: aber Du weisst ja dass nächste Rennen kommt und die Konkurrenz schlaft nicht.

00:49:03: und wenn ich da jetzt nicht dran bleibe dann werde ich es von hinten sehen.

00:49:09: Da die Konsequenz oder?

00:49:10: täglich irgendwie zu wissen, ich muss täglich trauen bleiben.

00:49:13: Nicht quasi hoch so tiefst, dass da eine Phase, wo es richtig Gas gibt, voll euphorisch bist und dann noch mal Phasen, wo du quasi einmal durchhängen hast und das läuft schlecht, sondern irgendwie ... Ich glaube, das sportliche Denken ist jetzt so, dass das war's.

00:49:28: Konsequenz und langfristig trauenblem macht eben den Unterschied um VM, wenn man in der Emotion drinnen ist.

00:49:35: Du bist enttäuscht, du bist niedergeschlagen, du denkst alles ist komplett scheiße Alles komplett am Boden.

00:49:42: Und beim nächsten Mal denkst du, es ist alles super und bist in Euphorie und Trastik.

00:49:45: Aber

00:49:45: weißt du was?

00:49:46: Dass man das

00:49:46: Mittel irgendwie halten kann.

00:49:49: Weißt du, was der Unterschied ist wenn wir zu zweit so wie wir das sind... Wenn ich an dem Boden bin und niedergeschlagen bin sagt Markus komm jetzt schau über die Höhe da springen wir auch noch und umgekehrt!

00:50:02: Und irgendwie... Okay manchmal sind wir beide komplett im Arsch Das gibt's auch.

00:50:08: Manchmal sind wir auch beide komplett übergeschnappt, auch das gibt es.

00:50:10: Aber zu zweit fangt man sich da schneller wieder und sagt komm auf Getscher!

00:50:17: Über die Hürde springen wir und wüsst dich gar nicht wie ich das alleine machen könnte.

00:50:25: Das wissen wir beides nicht, das hätten wir beide nicht allein geschafft.

00:50:27: Ich glaube eine Charakter-Eigenschaft, die alles verbindet auch und das auch erklärt was du sagst... ist dieses Delayed-Cradification.

00:50:34: Dass du jetzt da deine sechs Minuten in der Walle vorherfährst und so weiter, nicht weil er Wochen in den Rennen fährst sondern weil er weiß die Mai haste irgendein Höhepunkt oder irgendwas einfach das verbindet den Business, den erfolgreichen Unternehmern auch mit dem erfolgreichen Sportler ist Stunden und Stunden hin zu investieren und zu wissen, dass werde ich irgendwann mal abrufen müssen oder es wird immer hinterm Kommama einen Erfolg geben dafür.

00:50:57: Und das ist einfach das was Du weißt, Du hast Deine Höhen und Tiefen Und du wirst scheitern.

00:51:02: und bei uns als Unternehmer ist halt der Unterschied zum Angestellten, dass du halt eben drei Mal am Tag scheiterst bevor du deine Erfolgserlebnisse hast.

00:51:10: Und trotzdem da.

00:51:12: aber deswegen wenn es erst zwischendurch aufwachsen, denkst du alles ist gut, komm die erste E-Mail und dann... Du bist wieder resettet auf den Null und dann geht's wieder los!

00:51:20: Da musst du dich wieder hoch kämpfen, ne?

00:51:22: Das sind eh fast die perfekten Schlussworte würde ich sagen.

00:51:26: Ich bin jetzt tatsächlich froh, dass ich das noch zwischen reingequetscht habe weil wenn ich jetzt raus schau Jetzt würde ich es sicher nicht mehr aufs Rad gehen, da in dem Schnee Regen und Wind.

00:51:37: Und ich werde mir jetzt noch eine Gratification holen indem ich meine Einheiten vorhin auf Straber hochlaube.

00:51:43: Das ist ja nicht mehr ausgehend vorher.

00:51:45: Ich habe für mich selber meinen Indoor-Trainer mitgenommen, ob die Wetterprognose gesehen hat oder ob schon ein Gewusst draußen fahren wird schwierig werden.

00:51:52: Ich werde morgen eine Indoor Training-Session einbauen.

00:51:55: Zuerst!

00:51:56: Und

00:51:57: ich bin der Sache mit.

00:51:58: Ich finde das so weich wie du.

00:52:01: Ich gehe morgen im Schnee raus!

00:52:03: Flo, ich möchte jetzt zum Schluss trotzdem noch eine Frage stellen und zwar was denkt ihr?

00:52:10: Was können wir in der Zukunft einfach noch irgendwie beitragen alle zusammen dass sich jetzt einfach das Radfahren insgesamt in der zukunft irgendwie gut etabliert vielleicht sogar noch verstärkt vielleicht sogar nochmal einzug findet egal ob jetzt im Alltag als Freizeitgesundheitssport oder vielleicht sogar wenn man es leistungsmäßig betreibt.

00:52:32: An welchen Schrauben können wir da vielleicht noch drehen, außer die kleinsten schon vom Rad zu begeistern?

00:52:37: Die größte Schraube sind wir als Eltern und sind wie als Erwachsener als Vorbilder für die Kinder.

00:52:42: Die Kinder eifern uns nach – ob das wollen oder nicht!

00:52:44: – in positiven wie im negativen.

00:52:47: Und wenn die Kinder uns sehen, wie wir uns auch wenn's draußen schier ist aufs Rad schaffen und fahren dann wollen die Kinder das auch und wollen uns nachhaben.

00:52:57: Das ist unsere größte... Aufgabe als Familie, da die Bewegung auch.

00:53:01: und da geht es nicht nur ums Fahrradfahren sondern es geht generell um die Gesundheit von den Kindern.

00:53:05: Wir reden über longevity heute wie wir also fünfzigjährige Vitamin D oder irgendwas nehmen ja oder die Mitochondrien wieder aufpeppen.

00:53:13: das fängt ja im kleinen Alter an.

00:53:14: Es fängt in den kleinen Kindern an drei vier fünf Jahre die für longevity vorzubereiten.

00:53:19: Das fängt er nicht mit Fünfzig an Sondern die Spaß eine Bewegung zu bringen dass sie eine Körperhaltung haben, dass sie aufrecht durch Leben gehen dass die in der aktiven Umgebung aufwachsen.

00:53:31: und es fängt mit der Familie an.

00:53:32: Und in der Familie sind die Vorbilder, die anderen Vorbildern sind auch wichtig aber wir als... Wir haben da eine Vorbildfunktion und wir haben die Verpflichtung mit den Kindern gemeinsam auch mal das Auto stehen zu lassen um zum Eissalon im Beratel zu fahren.

00:53:46: Das ist das wo's eigentlich anfängt im Kleinen und nicht immer im Großen und wir sind immer so.

00:53:50: wie brauchen die Verbände?

00:53:51: der österreichische Ski- und Fahrradverband?

00:53:54: Ja okay bla bla bla.

00:53:56: Aber es fängt zu Hause an.

00:53:58: Ich fahre mal im Rad, mag ein Eis essen oder irgendwelche Bären sammeln oder Bärlauch flücken.

00:54:06: Da fängt's an und das ist das was jeder Haushalt tun kann und jede Eltern.

00:54:11: Ja auch sozusagen das Gegenteil von der Bewegung, Screen Time zum Beispiel.

00:54:17: wenn sich Eltern beschweren dass Kinder zu viel am Handy sind dann sollten sie sich auch mal fragen wie viele sie selber am Handy eigentlich sind

00:54:27: Auch

00:54:27: ein Vorbild für die Kinder sind und dann bei den Kindern einfordern, dass sie weniger am Handy sind aber selber die ganze Zeit draufhängen.

00:54:34: Also das ist auch sein Aspekt des Ganzen.

00:54:39: Ich weiß noch für mich war natürlich auch Vorbild der Papa.

00:54:43: also ich bin nie so zu Leistungssport oder so irgendwie motiviert worden Aber ich habe einfach meine ersten Touren mit meinem Papa gemacht Und das war mal die Entdeckung überhaupt.

00:54:53: Das hat er noch ein bisschen geruht und später dann habe ich einfach wie mit der Uni, so mit Anfang-Zwanzig habe ich den Sport wieder intensiv entdeckt.

00:55:04: Und da hab' ich aus eigenen Stücken angefangen mit dem Radelfahren.

00:55:09: Eine Schulfreiein zum Beispiel, die war sehr früh, sehr kurz bei einem Team mit Trainingslagern, mit Trennen bei den Unionen

00:55:16: usw.,

00:55:16: die war es sehr gut.

00:55:17: Der Turnier war später die Freude am Radelfahrt ein bisschen verloren weil man halt vielleicht das Gefühl hat, dass man versamt ist.

00:55:23: als Jugendlicher Partys gefeiert.

00:55:26: Und ob später mit dem Rad von angefangen und das ist finde ich dann auch ein Zugang, weil es nicht wie nachhaltig ist.

00:55:33: also da ist vielleicht nur von mir als Nicht-Papa meine persönliche Erinnerung.

00:55:40: Es ist nicht immer nötig dass man schon ganz früh mit dem wenn man jetzt auf Leistungssport bezogen sieht, dass man ja ganz früh irgendwie Mit deinem Anfang, sondern einfach nur die Freude vermitteln.

00:55:52: und dann später...

00:55:53: Habe man sich nur den Kleber seine Karriere anschauen.

00:55:56: Die ist auch nicht durch alle Kader und alle Akademien gelaufen.

00:56:00: und jetzt... Also

00:56:02: der Spaß ist das Wichtigste!

00:56:04: Und für

00:56:04: mich waren dann Vorbilder z.B.

00:56:06: Wolfgang Faschinger bei Trace Across America im Fernsehen gesehen und hab Bücher gesen und da waren halt schon diese Vorbild-Persönlichkeiten später dann irgendwie ganz prägend für me Und der Flo natürlich sagt, du hast es vorbildet.

00:56:20: Ja ich sage danke dass ihr euch die Zeit für uns knummern habt.

00:56:24: das war mal ganz anderes.

00:56:26: aber für mich jetzt auch sehr interessante Einblicke.

00:56:30: und wann kann man eigentlich mit Radfahren anfangen?

00:56:34: Was ist das kleinste Wombai?

00:56:36: Das Wombau ist sobald ein Kind stehen kann.

00:56:39: Also mit acht Monaten kannst du in einem Boombau hinstellen.

00:56:43: Das ist ja rosaroteine Lieblingsform, das ist schon gesehen.

00:56:48: Ist also für dich jetzt schon möglich?

00:56:50: Nein noch nicht ganz!

00:56:52: Warte mal Kopfhalten selber, ist der nächste Meinungszeitpunkt.

00:56:56: Ach so, Acht Wochen

00:56:57: und

00:56:58: Gott will noch acht Wochen.

00:57:01: Ich

00:57:01: sag's dir was ich habe zu recherchieren begonnen welches Kinderrad mein Kind einmal fahren wird.

00:57:08: Da waren wir noch gar nicht heraus.

00:57:13: Also in sechs Monaten, sagt ihr?

00:57:15: Ist das so weit?

00:57:16: Acht, acht!

00:57:18: Zwar habe ich

00:57:20: ja schon.

00:57:21: Manche muss man vielleicht auch geben Zeit.

00:57:26: Das ist aber auch... also Kinder entscheiden das selber.

00:57:28: wenn sie spoket es gibt Kinder die fangen Die entwickeln sich ganz unterschiedlich.

00:57:35: Manche sind motorisch wahnsinnig begabt, die können schon als kleiner Super Radl fahren oder Spinnenfußball oder was auch immer und andere blabbern wie noch was aber stolpern über jede Teppichkante.

00:57:49: also das ist ganz unterschiedliche.

00:57:52: lernen uns dann alle.

00:57:54: Die Begabung reicht dann bei allen.

00:57:58: Also lass das Kind entscheiden, wann du es möchtest.

00:58:00: Gibt's ihm zur Verfügung?

00:58:02: Das ist ja bisher immer die Gefahr wenn die Pappas zu viel wollen.

00:58:07: Du darfst dir die Vorbausuche flogen

00:58:10: beim ersten aber wir sehen relativ bald entscheidet dann das Kind.

00:58:15: Nehme mit für mich selbst, also mich selbst ein bisschen zügeln.

00:58:19: Danke fürs coole Gespräch.

00:58:21: Wir sagen auch danke!

00:58:22: Vielen lieben Dank

00:58:24: ihr!

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