#292 - Kurt Matzler: Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter!

Shownotes

In dieser Folge von Sitzfleisch starten Straps und Flo mit viel Schmäh, Rasierpannen und Alltagsfailures. Sie erzählen von Ultra-Rennen und akuter Vorfreude auf kommende Abenteuer, bevor es ernst und tiefgründig wird.

Zu Gast ist heute Kurt Matzler, RAAM‑Finisher und Autor, der offen über sein zweites Race Across America als Solo Teilnehmer spricht – über Corona-Folgen, Nackenprobleme, Shermer's Neck, mentale Tiefpunkte und die brutale Realität eines Rennens, das bei jeder weiteren Teilnahme neue Probleme mit sich bringt. Aus diesen Erfahrungen leitet er zentrale Lebens- und Führungsprinzipien ab: Warum Planung vor allem psychologisch wirkt, weshalb man nie am Tiefpunkt aufgeben sollte, warum aufkommende Probleme gelöst werden sollten solange sie noch klein sind, wie Vertrauen im Team entsteht und wieso Erfolg kein Ziel, sondern ein Ergebnis ist. Sein neues Buch „Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter“ verknüpft Extremsport mit Haltung, Gelassenheit und Entscheidungsstärke – Themen, die weit über den Radsport hinausgehen.

Gewinnspiel: Kurt Matzler verlost 5 signierte Exemplare seines neuen Buches. Beantwortet die Frage und schickt die Antwort per Email an sitzfleisch@christophstrasser.at

Wieviele Finisher gibt es in der Geschichte des RAAM seit 1982? a) circa 400 b) circa 800 c) circa 1600

Das Gewinnspiel läuft bis 24.5. um 23:59 Uhr!

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Transkript anzeigen

00:00:03: Also wenn es für die okay ist, ich hätte ein Intro.

00:00:06: Ich hätte eins!

00:00:08: Aber na, mach du ans.

00:00:14: Herzlich willkommen bei Sitzfleisch.

00:00:17: Den Podcast der eure Herzen erobern wird...

00:00:22: Mit Florian Kraschitzer

00:00:24: und Christoph Strasser

00:00:28: Sehr gut, ich nehme an das Spielteil von seinen Gastern.

00:00:31: Ich bin schon sehr gespannt aufs, was damit zu tun hat.

00:00:36: Ich auch absolut.

00:00:36: also.

00:00:37: Wir haben heute jemanden eingeladen, der glaube ich vor fast einem Jahr viele unserer Herzen erobert hat mit seiner Leistung und seinem Durchhaltevermögen beim Race Across America.

00:00:51: Und bevor wir jetzt noch Innsbruck schalten, haben wir eigentlich nur mal ganz kurz etwas Aktuelles zu besprechen oder was anzukündigen... ...oder was wichtigzustellen!

00:01:03: Erstens ich hab extra Props mit, weil ich gedacht habe bin wieder fürs Intro dran.

00:01:09: Ich werde das jetzt nicht die ganze Länge aufziehen, die Wolke sondern nur ganz kurz anspülen... ...weils sonst wirst du!

00:01:19: Sehrt nicht auf!

00:01:24: Großartig!

00:01:25: Das müssen wir jetzt ertragen bis es aussieht.

00:01:28: Die haben zu weit rausgezogen und es ist aufziehstückend.

00:01:30: Gehen wir gleich rein ins Feedback der Woche, oder?

00:01:39: Ja ich muss noch zuerst sagen besöhne ich das Feedback von mir an dich zur Schaustide überragend aus.

00:01:48: Es ist ein Podcast.

00:01:51: man soll uns hören und nicht schauen weil wenn man eine Stunde ins Handy reinglotzt um einen Podcast zu schauen mache ja manchmal also no judgement hier aber hört es sitzt über eine Stunde am Rad und hört uns an, dann müsst ihr auch meinen Anblick nicht ertragen.

00:02:09: Wir müssen mitten im Rassieren von beiden Rassierern der Akku ausgangen.

00:02:20: Das sieht man nur im Hinterkopf, das sieht man zum Glück nicht wie es da hinten ausschaut.

00:02:24: aber den Schnauzer wird man natürlich vorherstehen lassen.

00:02:26: Das mache ich immer so als wäre ich zwölf.

00:02:30: wenn ich mir rassiere lass ich einen Schnauzer stehen und dann ganz zum Schluss kommt er erst weg Und dafür

00:02:36: ist der Akku jetzt ausgegangen.

00:02:38: Das kommt jetzt dann nachher, wenn wir fertig aufgenommen haben, dann kommt noch der Hinterkopf nochmal dran ordentlich weil der ist sehr fleckig und der Schnauzer kommt da rein.

00:02:48: Ja aber harmoniert sehr gut mit dem Pinkel-Sitzfleisch-Pulli muss ich sagen.

00:02:54: Aber das heißt gewähren uns heute nicht zu lange Zeit lassen damit du noch zum Rasieren kannst?

00:03:01: Sonst vielleicht kann ich es morgen in der Früh anprobieren und sonst werde ich morgen bei meinem wichtigen Business Meeting so daherkommen.

00:03:11: Gut, gehen wir zum nächsten!

00:03:22: Ich fange gleich mit am Feedback an.

00:03:24: Das ist eigentlich schon von der vorletzten Episode.

00:03:28: Das verfolgt uns jetzt schon lange dieses GPS-Thema.

00:03:31: Wir sind beide einfach sehr blank.

00:03:34: benutzen die technologie einfach nur und haben nur gefährliches halbwissen der oder die weil sie fest auf youtube kommentiert dass dieser Die künstliche signalverschlechterung?

00:03:49: die gibt seit zweiten fünften zweitausend nicht mehr.

00:03:52: also da sieht man wie alt mein gefährliches halb wissen ist.

00:03:57: Und auch günstige head units Zum Beispiel der Garmin Edge-Fünf-Dreißig nutzen auch Glossners und zivile Skaliläo.

00:04:07: Also, auch günstige Head Units sollten sehr, sehr genau sein!

00:04:13: Danke für das Feedback!

00:04:15: Genau, das war zum Thema.

00:04:17: Da haben wir gesagt dass wir nicht genau wissen wie genau Koordinaten erstens sind was beim Unknown Race dieses Thema gehen wird und auch nicht wir genau wissen... wie genau GPS-Geräte empfangen können.

00:04:29: und jetzt wissen wir einiges mehr.

00:04:33: Und ich habe auch noch einen Feedback der Woche, und zwar Servusstraps, Servus Floh.

00:04:40: Ich höre seit langem jede Folge von Sitzfleisch!

00:04:43: Vielen lieben Dank für euren Podcasts.

00:04:45: Das Trendskontinentland eure Berichte darüber sind immer mein Highlights des Jahres und einer der Gründe warum ich aktuell mit dem Rat unterwegs bin.

00:04:56: Gerade bin ich in Kalamata.

00:04:59: Und heute bin ich einen Teil des letzten Sparkurs vom kommenden TCR gefahren und musste dabei auch immer wieder an euch und die anderen Teilnehmerinnen denken.

00:05:07: Macht bitte weiter so mit den Superinterviews und all dem Hintergrundwissen, dass ihr uns hören vermittelt!

00:05:13: Euer Podcast bringt einen dazu auf dem Rad über seine Grenzen zu gehen wo auch immer die Gerades sind.

00:05:19: Pfiert Euch der Volker!

00:05:25: Wunderbares Feedback.

00:05:26: Danke für mal, es ist sehr schön und das freut uns!

00:05:31: Vielen Dank Volker.

00:05:32: und ich habe heute die Seite ausgesucht weil das schon ein bisschen so den Bogen spannend auf die zukünftigen Ziele, nämlich für mich wird sei wieder das Transcontinental sein wo ihm das Ziel in Kalamata sein wird.

00:05:44: aber ich habe jetzt mein nächstes sportliches großes Ziel das kommt schon sehr bald nämlich um zweiundzwanzigsten fünften rund um Sachsen neunhundert Kilometer wo es zwei Kategorien gibt, nämlich einerseits mit Betreuerteam.

00:05:59: Das ist ja die Ultrasighting Europameisterschaft.

00:06:02: Ich war aber ansupportiert.

00:06:03: Es ist die zweite Kategorie und hat mir trotzdem ganz ein freches Ziel gesetzt, nämlich in der Gesamtwertung vorne mit dabei sein.

00:06:14: Und genau da habe ich jetzt noch bis über eine Woche Vorbereitungszeit bin in der finalen Abstimmung und freue mich schon sehr drauf!

00:06:25: Das ist jetzt so die Phase, wo wir reden ja beide für mich Max.

00:06:29: Er sagt da muss er seine Athletinnen und Athleten immer am meisten einbremsen.

00:06:34: So kurz vor einem großen Event noch Panik, Trainingsblöcke versuchen einzuschieben, möglichst viel und das möglichst gut machen.

00:06:42: dabei sollte zu dem Zeitpunkt jetzt wirklich die Hauptaufgabe erledigt sein weil... Jetzt reißt man nichts mehr raus!

00:06:53: Na stimmt, ich habe aber über den ganzen Winter sehr viel rausgerissen.

00:06:56: Insofern bin ich glaube ich ganz gut in Form.

00:07:00: Das war übrigens während der Schul- und Unizeit immer so wenn alle Vorderprüfungen noch in der Pause davor oder auf der Uni am Gang gelernt haben.

00:07:10: da war er immer komplett entspannt und hat gesagt Wenn es jetzt nicht kann im D-Fünf Minuten wäre das auch nicht mehr erlernen und du hast dann nichts mehr dran!

00:07:18: Das war für mich immer die beste Zeit.

00:07:23: Aber ich muss sagen, besser fünf Minuten lernen als Null Minuten.

00:07:28: Ich mein, so gier als einer der seine Studium nicht fertig gemacht hat.

00:07:31: Also vergesst mir das gleich wieder!

00:07:35: Ja vielleicht noch ganz kurz, ich weiß nicht ob ich es schon mal erzählt habe, aber wie bei den letzten Wochen wieder dran gedacht.

00:07:41: also was für schöne Urlaubserinnerungen ich an Calamata einfach hab weil ich da mit der Familie im Wohnmobil so oft war und ich wirklich da fast ein bisschen wehmütig bin beim TCR dort nicht dabei sein zu können.

00:08:00: Vielleicht ist es auch besser so, weil jetzt traf ich schöne Erinnerungen dran und denke gerne daran zurück.

00:08:05: wer weiß ob dann so ein finnisch Parkour diese schönen Erinnerung vielleicht nicht komplett ruinieren könnte.

00:08:14: Da steckt einiges an Wahrheit drinnen.

00:08:16: Apropos dieses Wochenende noch stattfindet... Entschuldigung!

00:08:21: Ich wollte

00:08:22: nochmal apropo Schöne Erinnerungen an Finnish Parkour.

00:08:26: Wie oft hast du jetzt in den letzten Tagen irgendwelche Nachrichten bekommen wegen Chiro-Start in Burgas?

00:08:38: Also das ist jedenfalls von mir und noch in einer WhatsApp Gruppe, in der ich auch bin die Frage bekommen wie sehr du es feierst!

00:08:47: Ja schon einige Male, ich finde es echt immer... Sehr interessant, wo der Giro überall die Auftakt-Etappen fort.

00:08:56: Ja, Burgas war auch Strans Continental Finish, zwanzig zwei und zwanzige habe ich vom Ergebnis her oder dafür dass das mein erstes Mal ansupportet war echt eine gute Erinnerung.

00:09:09: aber richtig schön war es dort nicht im Vergleich zu anderen Plätzen wo das Rennen schon geendet hat.

00:09:17: Und letztes Jahr sind wir mit der Fährerin... Tourist in Albanien angekommen

00:09:23: und

00:09:24: da war letztes Jahr der Grande Partezparteza vom Giro.

00:09:30: Also irgendwie treffen sie Giro-und TCR-Routen häufiger als man vermeintlich glauben möchte.

00:09:42: Wo der Giro nicht hinkommt, zumindest noch nicht ist es Waldviertel wo nämlich das Resonant Niederösterreich startet.

00:09:51: Jetzt Freitag, also sprich wenn der Podcast herauskommt morgen.

00:09:56: Die sechshundert Kilometer rund um Niedersdreich haben wieder ein riesengroßes Starterfeld ist sehr beliebt bei allen die so Rennen zum ersten Mal machen und da gibt es wieder einen Livestream und da bin ich auch schon gespannt das mit zu verfolgen und zu beobachten gleich wie er das Lost.

00:10:12: Dot One Oh One das jetzt gerade läuft.

00:10:16: Und

00:10:17: dann kann ja schon zu Ende sein wird wenn der podcast raus kommt

00:10:21: Genau.

00:10:21: Und darüber werden wir sicher in den nächsten Wochen auch noch mal im Detail sprechen und haben uns schon etwas dazu überlegt?

00:10:29: Ja, vielleicht kannst du ganz kurz unseren Jingle einspülen.

00:10:34: Das habe ich jetzt nicht vorbereitet.

00:10:35: Jetzt erwische die Kalt zum Fehl der Woche.

00:10:48: Das wäre dann wohl ich.

00:10:54: Sonntag war ja Muttertag Auch gleichzeitig der Geburtstag von meiner Schwiegermutter, deswegen war großes Familienessen.

00:11:03: Und wie das jetzt so ist mit Kind und Kegel, wie man es auch schön sagt, packt mir das Auto ordentlich voll wenn man für ein paar Stunden das Haus verlässt!

00:11:15: Wir haben das irgendwie so geplant gehabt dass ich dann von dort wo wir gegessen haben mit dem Radl weiter vor nach Hause war ein kleiner Schwänker dass ich auf meine dreieinhalb Stunden komme und habe natürlich alles einpackt, Fahrrad, Fahrradschuhe, Helm, Fahrerthose.

00:11:36: Die ganzen wichtigen Sachen hab aber meine Trinkflaschen vergessen!

00:11:42: Und meine Cups.

00:11:43: und es war extrem extrem harte Training.

00:11:48: also sehr sehr lang dreieinhalb Stunden.

00:11:50: und die drei Stunden wirklich extrem hart ständig Aufzug keine irgendwie in der Wahl pausen kann mal ein bisschen rollen lassen, sondern wirklich dreieinhalb Stunden voll auf Zug.

00:12:03: Aber mein Glück war das in der Beschreibung standen ist Verpflegungen wie im Rennen.

00:12:10: und was macht man dann am Sonntag?

00:12:11: Dann fährt man natürlich zu erstbestem Tankstelle und verpflegt sich wie im Rennern.

00:12:17: aber ich muss sagen da eigentliche Fail in meinen Augen ist du bist bei einem großen Festessen und hast direkt danach Hunger.

00:12:27: Nein, ich habe nicht direkt danach Hunger.

00:12:28: Aber ich weiß ja was Trainingsplanmäßig auf mich zukommt und dass sie dreieinhalb Stunden nett mit dem was ich beim Festessen gegessen hab.

00:12:40: Das wird nicht reichen!

00:12:45: Und ja aber nachdem ich heute die Trinkflaschen vergessen habe, habe dann meine Getränke in den Nullkommu fünf Liter PET Flaschen in der Trikotasche In zwei von drei, und in der dritten Rekordasche dann drei Packungen Gummibären.

00:13:04: Also es war wirklich Rennverpflegung!

00:13:08: Und es war nicht geil.

00:13:10: also da haben wir es mir dann richtig schlecht.

00:13:12: Es war echt nächstes Mal wieder vielleicht mit ein bisschen besserer Nutrition so ein hartes Training angehen.

00:13:22: Also das war brutal, ich habe gerade noch durchzogen.

00:13:25: aber Versorgungs- und verpflegungsmäßig Sagen wir so ein gutes Training für einen Rennen.

00:13:33: Vorausgesetzt, es gibt doch deinen Tankstellen-Shop!

00:13:36: Ja klingt noch an sehr herausforderndem Sund okay?

00:13:43: So aber damit man nicht deine Zeit zum Rasieren jetzt verbrauchen und vergäuden würde ich sagen schalten wir zu unserem Gast in Innsbruck.

00:13:53: Wartet Kurt Mazzler auf uns denn wir vom Race Across America letztes Jahr alle kennen die unseren Podcast hören.

00:14:02: Vom Kurt gibt es jetzt auch ein neues Buch.

00:14:04: Du möchtest ihn gleich vorwegnehmen, bitte bleibt's bis zum Ende Trauen!

00:14:07: Es wird dann einen Gewinnspiel geben mit fünf signierten Exemplaren und worum es im Buch geht und wie es dem Kurt noch den beschwerlichen Rennen letztes Jahr geht soll er uns am besten selbst erzählen.

00:14:21: Hallo Kurt

00:14:23: Servus Christoph hallo Flo

00:14:25: Servus.

00:14:25: Danke dass du ein bisschen gewartet hast auf uns und dass du dir so spät für uns Zeitnummern hast.

00:14:31: Sehr gerne.

00:14:34: Wir haben im Intro das nochmal allen in Erinnerung gerufen, dass du vor einiges Jahr ganz, ganz vielen Leuten und allen die uns zugehört haben, glaube ich, die für eine Erinnerungen geblieben bist.

00:14:48: Du hast das Race Across America gefinischt als Solist und hast dabei wirklich einiges durchgemacht.

00:14:56: Hast du aber nicht abhalten lassen vom erfolgreichen Insziel kommen?

00:15:01: Und du hast ganz viele Herzen erobert, weil du uns einfach so mit allen Emotionen und Hoch- und Tiefsmittnummern hast.

00:15:09: Jetzt natürlich einmal die erste Frage ist jetzt doch schon fast elf Monate her...

00:15:16: Wie geht's deiner Stimme?

00:15:18: Genau!

00:15:19: Du deine Stimme geht es wieder gut hat allerdings tatsächlich drei Monate gedauert.

00:15:26: Ende September habe ich wieder so fast normale Stimme gehabt, bündlich zum Semesterstart.

00:15:33: Und das hat man ja ziemlich große Sorgen gemacht, weil die Stimme ist mein Kapital, das ist mein Job und mein Werkzeug.

00:15:40: Die haben mir echt Sorgen gegeben, wenn es mit der Stimme nicht besser wird.

00:15:44: Dann habe ich ein großes Problem.

00:15:45: Das war das eine, was ich hatte mit der STIMME.

00:15:48: Es gab noch zwei nach dem Rennen.

00:15:50: Das machte man noch fast mehr Sorgen.

00:15:54: Das war in New York nach dem Rennen.

00:15:56: Wir sind nach New York gefahren, zwei, drei Tage haben wir dort verbracht und da bin ich in der ersten Nacht aufgewacht im Hotelzimmer.

00:16:04: Ich war allein im Zimmer und habe keine Luft gekriegt.

00:16:08: So richtige Atemschwierigkeiten, Kurzatmigkeit.

00:16:11: Dann habe ich so Panikzustände gekriegzt und hab mich dann aufgesetzt im Bett, hab gewartet.

00:16:18: Irgendwann ist das besser geworden.

00:16:21: Und dann zurück in Innsbruck ... ein paar Tage später genau das gleiche.

00:16:26: Mitteln der Nacht aufgewacht, es war sehr heiß, eine kurze Atmigkeit, so richtig Flachatmung und Panikzustände, ich krieg keine Luft.

00:16:37: Es war mitten in der Nacht, ich bin dann in den Unterhose auf die Terrasse gegangen, da bin ich dann eine Stunde gesessen, habe mir ein bisschen abzukühlen und hab mir gedacht, was passiert in meinem Körper?

00:16:48: Irgendwas stimmt doch nicht!

00:16:51: Ich bin dann ... Ich war dann bei mehreren Ärzten HNO, bei zwei HNOs.

00:16:59: Stimmpantheidin war die erste Diagnose, die war falsch und nachdem nichts geholfen hat bin ich noch mal zu meiner Hausärztin gegangen hab ihr beschrieben wie man es gingen ist beim Rennen, die ganzen Symptome die gehabt haben mit Halsschmerzen, mit Stimpferlust usw.

00:17:16: Und wie man's jetzt geht... Das kommt ihr sehr bekannt vor.

00:17:20: Im Juni hat es in der Praxis mehr solche Fälle gehabt.

00:17:24: Ich soll einen Covid-Antikörpertest machen, den habe ich gemacht und der ist durch die Decke gegangen.

00:17:31: D.h.,

00:17:32: ich habe ja Formrennen beim Training in der Wüste ... Halsschmerzen gehabt, hab dort schon Heißerkeit gehabt.

00:17:41: Das ist dann zum Rennen hin besser geworden.

00:17:44: aber so wie es ausschaut habe ich mich auf den Flug in die USA mit Corona infiziert und da wüsste beim Tränen Corona gehabt.

00:17:51: Beim Start war alles gut aber ist dann wahrscheinlich wiederkommen und dann habe ja ab der Hälfte des Rennens Nackenprobleme gehabt.

00:18:02: Schirmersnack oder beginnendes Schirmasnack und sehr wahrscheinlich ist es auch auf die Corona-Infektion zurückzuführen gewesen, weil die damalige Variante stark auf den Rückenmuskulatur gegangen ist.

00:18:17: Und dann hat man noch die üblichen Leiden wie... Ja das war diesmal eigentlich besonders stark, weil ich bin ja dann zweieinhalb Tausend Kilometern nicht mehr auf dem Aufleger gefahren.

00:18:27: Das habe ich mit den Händen abgestützt in der Philipp Keider Position, d.h.

00:18:32: so gefahren.

00:18:35: dann natürlich irgendwann mal waren beide Hände total taub und das hat ja wirklich lang gedauert, drei Monate ungefähr bis es wieder alles okay war.

00:18:45: Aber ich habe mich da natürlich komplett durchgecheckt bin wieder voll im Training und es geht weiter.

00:18:53: Das ist leider bei Rennen wie Race Across America und ähnlichen Distanzen Ähnlichen Bewerben, die so über so eine Distanz gehen.

00:19:02: Wenn einmal ein gröberes Problem da ist und folgen die nächsten sofort.

00:19:05: Das hängt so viel miteinander zusammen.

00:19:07: Und mit Sitzproblemen ist es ähnlich.

00:19:10: wenn du so viele Sitz-Probleme hast und nicht mehr gescheitert sitzen kannst, fährst vielmehr im Stehen dann schlafen die Hände ein, dann kriegts Knieschmerzen, dann kommt auch so ein ganzerraten Schwanz an Problemen mit.

00:19:21: Ja... Du hast das volle Paket... ...das volle Parkett erleben müssen!

00:19:27: Ja, es war eigentlich total interessant.

00:19:29: Weil manche von den typischen Problemen habe ich zwanzig fünf und zwanziger nicht gehabt.

00:19:35: Beispielsweise Knieschmerzen war überhaupt kein Thema.

00:19:38: Das waren zwanzige, zweiundzwanzig richtig arg.

00:19:42: Philipp Keider beschreibt das ja in seinem Film so als würde jemand ein Messer in dieses Knie ramen.

00:19:49: So stark sind die Schmerzen.

00:19:50: Es war richtig arg!

00:19:52: Aber die Sitzprobleme waren zwanzig, zweieinzweiundzig viel schlimmer.

00:19:56: Das ist eigentlich alles nicht aufgetaucht, aber dafür halt komplett andere Probleme.

00:20:00: Eines was ich noch vergessen habe zu erwähnen, leichtes nunene Idee.

00:20:03: wenn die Rocky Mountains auf dem Kuchara Pass hatte und eines ist auch noch dazugekommen das war ab Tag drei glaube ich da hat sich ein Zehn Nagel abgenöst.

00:20:16: Das heißt bei jedem Tritt spürst du das sechzigtausendmal am Tag und mit der Zeit nervt es richtig.

00:20:26: Wer Ram macht, der weiß es kommen Probleme und damit muss man halt irgendwie umgehen.

00:20:31: Und wer Ram nicht macht, spätestens jetzt sind alle motiviert weil das klingt doch sehr verlockend oder?

00:20:37: Obgelöster Zegennagel, Lungenethem, Schörmersnäck, eingeschlaffene Finger, grandios!

00:20:44: Aber trotzdem ist es unglaublich geil.

00:20:48: Es ist schon sehr spannend wenn man das hört... jetzt zwanzig fünf und zwanziger gegangen ist, weil du warst ja schon einmal bei uns.

00:20:57: Und da war man eigentlich schrabs und ich beide wirklich beeindruckt von der Ort-und-Weise wie Du das Rhyme geplant hast, wie Du es angangen bist und wie das dann auch beim ersten Mal eigentlich so mehr oder weniger komplett noch planen gelaufen ist.

00:21:14: Dann würde man denken, einmal perfekt vorbereitet, perfektes Rennern erlebt Dann macht man es noch einmal und dann passiert das.

00:21:26: Es war jetzt nur ein kleiner Auszug von dem, was dir da über elf Tagen passiert ist.

00:21:33: Ja, immer ein Rhyme... Man steht am Start weiß man hat fünftausend Kilometer vor sich und keine Ahnung was passiert oder passieren kann weil das jedes mal komplett anders ist.

00:21:44: Und es ist so komplex.

00:21:46: Es reicht oft ein kleiner Unterschied, der dann eine Kettenreaktion auslöst und zu ganz vielen Problemen führt.

00:21:53: Aber im Grunde ist man zwanzig fünfundzwanzig extrem gut gelaufen.

00:21:57: Wir haben die gleiche Strategie gehabt wir waren mega gut vorbereitet Und erster Teil des Rennens ist ja deutlich besser gelaufen als wir uns vorgestellt haben.

00:22:08: Wir haben detaillierte Zeitpläne gehabt und es ist wirklich super gelaufen.

00:22:14: mit der Schlafstrategie war niemals das Ziel, habe auch niemals damit gerechnet.

00:22:19: Bis zur Hälfte des Rennens an dritter Stelle und ist trotz all dieser Probleme die wir alle im Griff gehabt haben bis zum Nackenproblem ist es wirklich super gelaufen.

00:22:33: aber wie gesagt ich hab ja damals die Sprache Nachricht geschickt.

00:22:39: Ich glaube das war am dritten Tag des Rennes weil ich gesagt habe es läuft alles nach Plan.

00:22:45: Aber man kennt es, Mike Dyson.

00:22:48: Alle haben einen Plan ein bisschen Schlag ins Gesicht bekommen und das habe ich irgendwie keine Ahnung warum ich das gesagt hab.

00:22:54: aber dieser Schlag in's Gesicht ist angekommen und alles was wir geplant haben war dann natürlich über Boot zu werfen und alles neu zu planen

00:23:04: Was ja einer der wichtigsten Faktoren ist sagen wir beide auch immer wieder bei so einem Ultrarennen dass man seine Pläne jederzeit adaptieren kann und das manchmal gut genug reichen muss, weil man irgendwann unterwegs perfekt nicht mehr zusammenbringt.

00:23:29: Und dann muss man auch sich mit weniger Zufrieden geben.

00:23:34: Absoluter Plan for the worst and hopeful to best!

00:23:39: Also wir haben schon die Philosophie alles im Detail zu planen Aber dann muss man halt auf Flexibles sein und wenn es andere Umstände gibt, um zu planen.

00:23:51: Aber ich glaube auch jemand der im Detail geplant hat alles, der tut sich dann viel leichter auf den Plan B umzusteigen weil er sich ja vorher schon so viele Gedanken gemacht hat als jemand der planlos ins Rennen geht und dann passiert irgendwas und dann bricht Chaos aus?

00:24:10: Ich denke immer, es ist ganz gut viele Szenarien durchzuspülen.

00:24:15: Also du kannst niemals alles Szenarin durchspielen weil es kann so viel passieren mit dem du nicht rechnen kannst.

00:24:21: aber mit vielen Dingen kannst du rechnern.

00:24:23: Du kannst mit Knieschmerzen rechnert und du kannst mit Zitzprobleme rechnet.

00:24:26: Du könntest mit Schirmersnäck rechneten Und wenn man für alle möglichen Szenaren schon weiß was man tun wird Wenn's soweit isst dann ist das finde ich vor allem auch im Kopf eine riesengroße Erleichterung, wenn du stehst an einem Start und hast das Gefühl, egal was passiert.

00:24:42: Ich bin auf alles eigentlich vorbereitet und kann nichts aus der Huhe

00:24:45: bringen.".

00:24:45: Ja!

00:24:46: Und ich glaube diese psychologische Funktion der Planung wird total unterschätzt weil vor allem in der Management-Literatur oder den Unternehmen hört man immer wieder es hat überhaupt keinen Sinn langfristigen Plan zu machen.

00:24:59: also bald der Plan steht ist er eh schon überholt.

00:25:02: kein Businessplan überletten Kontakt mit mehrsten Kunden und niemand außer Venture Capitalists oder die späte Soviet Union verlangen, machen fünf Jahrespläne.

00:25:13: Stimmt ich planen?

00:25:16: Und es passiert vieles und muss auch vieles über Brot werfen.

00:25:20: aber solche Aussagen vergessen ganz eine wichtige Funktion der Planung und die möchte vielleicht die psychologische Funktion da planen.

00:25:27: Die möchte vielleicht mit einer netten Geschichte erklären kann man nachlesen bei Karl Weichsens Making an Organizations und er schreit vor vielen, vielen Jahren.

00:25:37: in der Schweiz hat so ein Militärmanöver gegeben im Winter mitten in den Bergen.

00:25:43: Und da hat man ungarische Truppen eingeladen und der junger Leutnant schickt dann Spätruppe aus.

00:25:49: Das war mit dem Winter und die sollen die Berge erkunden das kommt der Schneesturm und die soll Daten gehen.

00:25:55: verloren Kommen immer zurück und der junge Leutnant denkt sich, er hat es ihm totgeschickt.

00:26:01: Aber nach zwei Tagen kommen sie zurück.

00:26:04: Er ist total erleichtert und dann fragt das sie wie sie den Weg zurückgefunden haben.

00:26:08: und dann sagt einer der Soldaten wir haben abgewartet bis die schlimmste vorbei war.

00:26:13: Dann habe ich eine Karte aus meinem Rucksack gezogen und die Karte hat uns den weg zurück gezeigt.

00:26:18: Und dann schaut sich der Leutant diese Karte an und stellt mir das dauernd fest Es war keine Karte der Schweizer Alpen sondern eine Karten der Pyreneen.

00:26:26: Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, wir finden mit der falschen Kauti den richtigen Weg.

00:26:31: Aber die spannendere Frage ist ja was wäre passiert wenn er diese falsche Karte nicht rausgezogen hätte?

00:26:37: Er hat natürlich gewusst dass es die falsche kautis hat's niemand gesagt.

00:26:41: Was wäre passiert?

00:26:42: vielleicht hätten wir die Hoffnung verloren, vielleicht hätten sie aufgeben, vielleicht hätte man sich zerstritten wären unterschiedliche Richtungen gegangen und das ist denke ich eine wichtige Funktion der Planung.

00:26:54: Manchmal tut es eine falsche Karte.

00:26:57: Jeder Plan ist eigentlich bei der Definition schon fast falsch, weil niemand kann die Zukunft vorhersagen aber wir können sie gestalten und in dem er Plane beginnen wird zu entscheiden und mit diesen Entscheidungen gestalten wird die Zukunft.

00:27:11: oder ich könnte mir nichts vorstellen am Start zu stehen beim Riser Cross America ohne alles wirklich im Detail durchdacht zu haben.

00:27:22: Optimismus, das gibt da Sicherheit und es gibt da Gelassenheit.

00:27:29: Perfekt zusammengefasst!

00:27:31: Jetzt haben wir eh schon fast mitten drinnen in deinem neuen Buch, dass jetzt seit ein paar Wochen rausgekommen ist im E-Gottverlag.

00:27:40: Aber bevor wir dort hier vereinsteigen, ist mir jetzt einfach spontan eine Frage eingefallen.

00:27:45: Du bist ja bisher... Neben deinen beiden Razor Cross America Teilnamen, auch mal beim North Cape Viertausend mitgefahren und supportet.

00:27:53: Das war ein einmaliger Ausflug sozusagen.

00:28:01: Wie hast du das Tag gemacht mit Planen?

00:28:02: Weil du ist es natürlich weniger gut möglich oder du musst noch viel mehr improvisieren.

00:28:08: Ja, das ist eine gute Frage!

00:28:12: Ich habe natürlich geplant, ich hab Strecken geplant.

00:28:14: Da haben wir genau angeschaut wo werde über Nacht und so weiter.

00:28:18: Ich habe ihn voraus gebucht.

00:28:19: das ist bei einem Notkapfjahrtausend möglich.

00:28:22: Das ist jetzt nicht so streng wie beim TCR.

00:28:26: Und erste Etappe kann man erinnern hat geführt von Turin nach Lausanne über die Alpen und gestartet mit der Riesenhektik, vorne mittag beifahren usw.

00:28:40: Und dann bin ich etwas an, mache meine erste Schlafpause.

00:28:44: Ich habe immer die ganze Nacht durchgeschlafen und sehe wie die anderen weiterfahren.

00:28:50: Dann denke man eigentlich, wozu stresse mich da jetzt mitzufahren?

00:28:56: Eigentlich will ich ja das reinen fahren, weil ich es genießen möchte!

00:29:01: Und dann ist aus dieser Hektik was anderes entstanden, nämlich wirklich ein Genussfahren und das in den Tag hineinzufahren.

00:29:11: Und da passiert es mit einem sehr viel weil man eine Ruhe entwickelt, eine Gelassenheit entwickelt, irgendwann einmal zählen nicht mehr die Kilometer, man lebt im Moment, man beginnt die Natur zu genießen, die vorher irgendwie auch Hintergrundkulisse ist und entwickelt so eine hauztdurchige Genassenheit.

00:29:35: Ich kann mich erinnern, wie ich die erste Banne hatte.

00:29:38: Das war in Holland, da war eine Straße gesperrt aus Faltierungen arbeiten waren hier.

00:29:45: Und das waren gerade hundert Meter und die wollten durch.

00:29:48: Die haben mich nicht durchgeblasen und gesagt, ich muss da einen Riesenumweg fahren ein paar Kilometer auf den Schotter Weg.

00:29:53: Habe ich mich furchtbar geelgert, fahre dort drüber und natürlich habe ich einen Patschen!

00:29:58: und kam dort hin, wo sie die gearbeitet haben.

00:30:01: Ich habe meinen Patschen repariert, die mir richtig geärgert.

00:30:03: Sie haben mir zugeschaut.

00:30:05: Aber irgendwann einmal hat sich das total gelöst, weil man dann diese Dinge ganz locker nimmt, ganz gelassen nehmt, die stören einen nicht mehr.

00:30:18: Das hat mich ein bisschen erinnert an die historische Philosophie.

00:30:24: Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen.

00:30:28: die wir davon haben.

00:30:30: Also eine Banne ist ja im Grunde nichts Schlimmes, ich repariere es und fahre

00:30:34: weiter.".

00:30:35: Und dann später vielleicht mal Geschichte dazu... Da ist man das nochmal bewusst geworden, das war in Schweden.

00:30:41: Wir haben ja von diesen vierzehn Tagen habe ich zwölf Tage Regen gehabt.

00:30:44: Das war jetzt nicht immer lustig.

00:30:47: Und am Anfang ärgert man sich natürlich Regen- und Wiederregen.

00:30:50: Es ist kalt und unangenehm Und das war nach Oslo und da hat es geschüttet, können Sie euch nicht vorstellen.

00:30:59: Dann bin ich stehen geblieben, dann war's auf Vordach... ...und schau so raus und fang das so langsam ein bisschen zu genießen, weil es einfach wunderschön ist, es riecht

00:31:07: gut!

00:31:08: Und dann denk ich mir jetzt mal auf und ich denke die Kamera im Kreis kommt ans andere Ende von Gebäude und dort steht auch einer.

00:31:18: der hat genau das gleiche gemacht.

00:31:20: Da haben sich unsere Kameras getroffen wie wir den Regen gefilmt haben und mir schauen beide hinter der Kamera raus mit einem Riesengrins an.

00:31:29: Und da ist mal eines bewusst geworden, du kannst über dem Regen schrimpfen oder die Ärgerung.

00:31:39: Oder du kannst drüber lachen.

00:31:41: Das ist deine Entscheidung was du draus machst.

00:31:43: Es sind nicht die Dinge selbst sondern immer die Vorstellungen, die wir davon haben.

00:31:48: Da hat man eigentlich das Notkopf Eigentlich schon sehr viel gelehrt über so eine gelassen historische Lebensführung, wo man Dinge lockerer nimmt.

00:32:00: Wo man mehr genießt und nicht immer Hektik und Stress und Kilometer und Watt.

00:32:08: Ja ich kenn den Spruch auch so... Es ist besser du freust dich über schlechtes Wetter weil wenn du dich nicht rüber freust dann regnet es trotzdem

00:32:17: Ganz genau!

00:32:22: Da muss jetzt ganz uneigennützig und so Rheinfrank.

00:32:27: Sommer in Norwegen, lange Regenhose ja nein oder reicht er kurze?

00:32:35: Also in Deutschland war es kälter als oben dann.

00:32:40: Oben hat's trotz Regen dann immer so fünfzehn Grad gehabt?

00:32:43: das heißt das ging auch mit der Kurzen aber ich glaube das waren außergewöhnlich warmer Sommer.

00:32:49: Aber je weiter wir raufgekommen sind, um so ... vielleicht war es nur meine Wahrnehmung.

00:32:55: Und so angenehmer ist das dann geworden?

00:33:02: Der Flo hat ja noch nicht erzählt, warum er in der Resse einen norwegischen Klima hat.

00:33:10: Dann

00:33:10: gibt's auch Rennen!

00:33:11: Das sind Trondheim-Starten, kann das sein?

00:33:14: Ja, aber du bist der Flo und nicht dabei.

00:33:16: Ich mache mir

00:33:18: auch schon ein bisschen Kopfzerbrechen weil beim Transcontinental wird es ja dieses Jahr so sein... Also das ist immer so, das ist auch nicht der Regeln!

00:33:27: Du startest mit dem Gebäck, dass du miet hast und du bringst dein Gebäk bis ins Ziel.

00:33:33: also du wirfst nicht unterwegs Ballast ab, oder du schickst nicht mit der Post die Winterjacke nach Hause.

00:33:40: Wenn du dann in Albanien bei vierzig Grad fährst und wenn du halt in Norwegen ... weiss ich nicht... eine Daunenjacke und ein Softshelljacke unter Regenjackel hast.

00:33:47: Unter langer Regenhose?

00:33:48: Dann hast du sehr viel Gebäck bis ins Ziel!

00:33:50: Deswegen nimmt man so wenig mit wie irgendwie möglich, aber hat gerade so viele wie notwendig ist.

00:33:56: Und da hast du ein bisschen Fingerspitzengefühl zu haben.

00:34:00: Genau weil sonst hast du Viererhalb Tausend Kilometer lang, sehr viel Gebeck mit dabei.

00:34:05: Viel

00:34:06: Spaß bei der Planung!

00:34:11: Was ich immer früher noch gedacht habe, Kurt wie du erzählt hast, dass das beim zweiten Race Across America ganz anders laufen ist als beim ersten Mal... Ich glaube oder zumindest bei mir war es so und ich glaub vielleicht auch beim Lukas Kaufmann war's so wenn du das Jahr nach einem erfolgreichen Jahr das zweite Mal quasi mit dabei bist, glaube ich ist es besonders schwierig.

00:34:38: Jetzt war's für dich so bei der ersten Teilnahme und Anführungszeichen noch planen und ohne ganz kurwe Probleme gelaufen.

00:34:46: Beim Lukas Kaufmann war's, er ist beim ersten Jahr zweiter geworden und bei mir war's... Ich bin dann erst mal ausgeschieden aber habe am zweiten Mal gewonnen, für mich war's die dritte Teilnahme also das Jahr nach dem Sieg und da hab' ich das für mich so gelernt oder so jetzt rückblickend irgendwie verstanden, dass man dann irgendwo vielleicht nur unterbewusst ganz weit hinten im Hinterstübchen glaubt.

00:35:11: Wenn es einmal gut gelaufen ist, das man beim zweiten Mal schon mehr Erfahrung hat und dass man daraus gelernt hat, dass es vielleicht ein bisschen leichter geht oder dass man seine Erwartungen aufbauend auf dem ersten oder vorhergehenden guten Ergebnis ein bissel nach oben schraubt.

00:35:26: Und das ist halt dann wahnsinniger schwierige Situation!

00:35:31: eine Volkserlebnis quasi als Rückenwind, ein bisschen höhere Erwartungen und dann die brutale Erkenntnis.

00:35:38: Es ist genauso schwer wie immer vielleicht ist es sogar noch schwieriger und auf das ist man vielleicht mental nicht ganz so vorbereitet.

00:35:47: Von mir warst du zumindest so?

00:35:49: Ja...es ist schon so dass man vieles vergisst vor allem des Schwieriges, des Schlimmes.

00:35:59: Ich glaube, das ist so ähnlich wie beim Geburtsschmelz.

00:36:02: Den vergisst man auch irgendwann.

00:36:04: Aber wenn man dann wieder dort ist, kommt die brutale Realität.

00:36:08: Dann spürt man wieder, wie heiß es in der Wüste ist und wie kalt sie sind im Rocky Mountains, wie lange die geradenen Känsel sind und wie brutal der Seitenwind ist und Schlafentzug usw.

00:36:20: Also ich glaub dass uns da die Erinnerung ab und zu ein bisschen den Trick spielt nämlich, ausgeblendet wird und dass man im Nachhinein auch so ein bisschen romantisiert.

00:36:33: Aber was ich mir schon vorstellen kann, das war vielleicht bei mir etwas anders.

00:36:38: Was ich mir vorstellen kann ist, wenn man einmal sehr erfolgreich gefahren ist, sich dann selber ein bissel Druck macht und die Erwartung hat, dass es das zweite Mal besser läuft.

00:36:55: Bei mir war's vielleicht ein bisschen anders weil Für mich war Platzierung eigentlich nie ein Thema.

00:37:03: Das hat mich nicht wirklich interessiert, ich bin das immer für mich gefahren.

00:37:07: Ich bin ja vorher viermal im Führer-Team gefahren, aber die zwei Soloteilnahmen sind für uns ein Spendenprojekt.

00:37:15: Und bei der Pressekonferenz vor dem Rennen bin ich gefragt worden was mein Ziel ist und ich habe gesagt was ich immer gesagt habe.

00:37:25: Unser Ziel ist zu finnischen Unser Ziel ist sicher anzukommen.

00:37:30: Wir sind da am Spenden zusammen und wir möchten, dass wir uns in einer live-ame Experience für die Crew haben.

00:37:37: Darum geht es!

00:37:39: Die Platzierung spielt für uns keine Rolle.

00:37:42: Aber dann während dem Rennen ist etwas passiert was sich bei mir ein bisschen geändert hat.

00:37:51: Es ist deutlich besser gelaufen als wir es uns vorgestellt haben und ich war trotz meiner Langen Schlaufbausen bis zum Halfwaypoint an dritter Stelle.

00:38:04: Und natürlich habe ich das mitbekommen, ich habe immer Sitzfleisch gehört, ich hab mit bekommen dass man darüber spricht und plötzlich hat sich bei mir was geändert nämlich dritter Platz.

00:38:18: ist es vielleicht möglich ist es sogar möglich noch ein bisschen aufzuholen?

00:38:23: Was wenn der Lukas, dem ist er sich auch nicht gut gegangen.

00:38:26: Was wenn dieser lange Schlafpause braucht?

00:38:28: und plötzlich kommt dann die Platzierung im Vordergrund?

00:38:32: Plötzlich denkt man dann das Ergebnis!

00:38:34: Und dann habe ich mit begannen auf ein Erfolg zu konzentrieren... ...und dann hab' ich begann in falschen Entscheidungen zu treffen.

00:38:41: Weil Lionel Bajo, der war der Schweizer, der War hinter mir, so vier fünf Stunden ungefähr,... ...und der hat keinen Zeitvorrat gehabt.

00:38:49: Und ich hab gewusst.... Wenn ich jetzt Kansas auf dem Zeitfahrrad fahre, dann bin ich vier, fünf km schneller.

00:38:55: Und da kann einen unglaublichen Vorsprung aufbauen und bin auf einem Zeitfahrrat geblieben.

00:39:01: Das hat sicher auch eine Rolle gespielt bei meinen Nackenproblemen.

00:39:06: Dann holt mir schon mal das Neck aus dem Sattel und das hat mich wieder daran erinnert... worum es uns eigentlich geht, die Platzierung spielt für uns keine Rolle.

00:39:18: Es geht um das Fahren selber, es geht um den Finnischen und Spendenprojekt.

00:39:26: Und dann ist man bewusst geworden dass Erfolg kein gutes Ziel ist.

00:39:32: Erfolge sein Ergebnis.

00:39:35: Der Psychiater Viktor Frankl hat das formuliert folgendermaßen Nach Erfolg streht, umso weniger wird man den Erfolg erreichen.

00:39:48: Weil wenn der Erfolg im Vordergrund tritt dann verlagert sich der Fokus nach außen Status Anerkennung und Vergleich Und lenkt von dem ab was man Erfolg eigentlich ausmacht nämlich die Leidenschaft und die Begeisterung In dem Fall für das Radfahren selber.

00:40:09: Das habe ich bei mir richtig gespürt und dann haben wir uns wieder auf das fokussiert, was uns wirklich wichtig war.

00:40:22: Mit Philipp Keider habe ich dann angesprochen und der hat gesagt – und ich glaube es kommt in seinem Film so vor – er war bei vielen Rennen Der Tal verkrampft.

00:40:34: Er wollte mit der Brechstein gewinnen und hat immer wieder Probleme gehabt, ist immer wieder gescheitert.

00:40:42: Und dann hat er gesagt, fährt er das Ram und das erste Mal total entspannt weil er gesagt hat, er möchte das Rennen fahren mit möglichst wenigen Problemen.

00:40:56: Er hat es dann gewonnen Und er hat gesagt, rausgekommen war der Sieg.

00:41:01: Das war ein Ergebnis aber das war nicht sein Ziel und ich glaube du hast es Christoph auch irgendwann einmal gesagt.

00:41:09: Es geht eigentlich darum dass der Weg des Ziele ist.

00:41:13: und wenn man das verliert, wenn man nur noch für ein Ergebnis fährt dann geht sehr viel verloren.

00:41:19: da geht die Leidenschaft irgendwann mal verloren.

00:41:22: Ich habe mir das jetzt vorher gerade aufgeschrieben.

00:41:25: das war jetzt ein super schönes Zitat von dir.

00:41:29: und ja, ich denke das ist manchmal schwierig weil wenn man gefragt wird was das Ziel ist.

00:41:39: Wenn man jetzt tut steht der Philipp Keider der wird es in diesem Jahr wahrscheinlich auch er wird... Ich kann mal vorstellen wie er denkt und wie er mental drauf ist.

00:41:50: aber irgendwann stehst du dann vor der Kamera bist Titelverteidiger und musst du über dein Ziel sprechen?

00:41:54: Und wenn Du als Titel-Verteidiger sagst Meidzy ist ein scheines Erlebnis, ein geniales Obendreher mit dem Team.

00:42:00: Sonst durchkommt.

00:42:01: das wirkt halt so wie wenn du tief stapelst und irgendwann erwarten die Leute dass du sagst ja natürlich ich bin da um zu gewinnen meidzyl ist es zu gewinnern.

00:42:13: aber das eine ist heute das was Du sagst für die Show des anderes was Du sorgst weil es dir wirklich hilft oder weil es deine innere Überzeugung ist.

00:42:23: Das ist dann nicht unbedingt tiefstabbeln, wenn man sagt, mein Süßes anzukommen.

00:42:27: Sondern das ist so wie du jetzt gesagt hast.

00:42:29: Das eigentliche Ziel und Gewinn ist die Konsequenz daraus?

00:42:34: Genau ja!

00:42:36: Aber es wird oft missverstanden.

00:42:37: Ich habe.

00:42:38: gerade der Floh und ich haben letztens mal geredet über ein Trucker, über das fünfhundertsechzig Kilometer lange Gravelrennen Der Robin Gempernle, der nicht ins Zühlkommunismus in einem technischen Defekt hat vor am Start gezogen.

00:42:50: seit Ziel ist der Sieg.

00:42:54: Er ist sehr erfolgreich die letzten Jahre, hat sehr viele Rennen gewonnen und die Leute wollen das von ihm hören.

00:43:01: Aber trotzdem ist es immer ein bisschen eine Gratwanderung des auch auszusprechen nicht aus Bescheidenheit oder weil man was spielt sondern einfach weiß wirklich der innere Einstellung irgendwie vielleicht verändert.

00:43:13: Ja ich glaube du hast jetzt selber gesagt dass eine ist was man sagen muss in einer solchen Situation was Menschen hören wollen aber das andere ist die Frage was dich selber bewegt Und ich glaube, das ist entscheidender.

00:43:29: Um das ganz kurz aus einem reinen Sportkontext jetzt zu sagen... Mir ist es in der Drenausbildung eingeschärft worden, da ist immer gesagt worden, Erfolg kann man halt nicht planen!

00:43:44: Man kann seine Leistung planen und man kann auch seine Leistungen beeinflussen.

00:43:52: aber der Erfolg, der hängt von sehr vielen externen Faktoren ab.

00:43:57: Weil, bestes Beispiel für mich der London Marathon, der der Dritter wird, läuft einfach Streckenrekord und wird nur unter Anführungszeichen Dritter weil er keinen Einfluss darauf hat dass zwei Leute vor ihm unter zwei Stunden an Marathon laufen wenn er seine Ziele smart gesetzt hat und sagt er lauft Strecken rekord.

00:44:26: Wird er vielleicht zufrieden sein, wenn er sagt, er möchte gewinnen?

00:44:29: Dann könnte es sein, dass er enttäuscht ist.

00:44:34: Weiß nicht mehr wer das einmal gesagt hat.

00:44:36: Ich glaube ich war ein Tennis-Spieler.

00:44:38: Der ist gefragt worden wie er zufriedene ist mit der Leistung.

00:44:41: Er hat nicht gewonnen und er hat gesagt absolut zufriedenen.

00:44:44: War alles top!

00:44:46: Und dann wird nachgefragt aber du hast ja nicht gewinnen.

00:44:49: Dann sagt er Ja aber ich habe mein Bestes gegeben... ...und darauf kommt's letztendlich an Nämlich, dass du mit Leidenschaft versuchst dein Bestes zu geben.

00:45:01: Und wenn du dann scheiterst... Wenn du trotzdem nicht gewinnst, dann ist es kein Scheit und solange du dir sagen kannst ich habe mein Bestes

00:45:09: gegeben.".

00:45:29: fix quasi in seiner Zieldefinition drinnen hat.

00:45:33: und ich möchte dann zurückschauen auf acht Tage, wo er in jeden Moment mein Bestes gegeben habe.

00:45:38: Genau!

00:45:39: Und da steckt einiges drinnen?

00:45:44: Vielleicht jetzt werden wir auch so in dieser Diskussion drinnen sein mit Zielsetzung und schreibst du das schon angesprochen hast im Zielsein.

00:45:55: Es ist ja ganz wichtig sich dessen bewusst zu werden was dann passiert im Ziel und wie man damit umgeht, um eben nicht in diesen so typischen Blues zu kommen nach so einem Rennen.

00:46:12: Weil man sich... weil man falsche Erwartungen davon gehabt hat, was es bedeutet, zu einen Rennen zu finnischen oder gar zu gewinnen?

00:46:22: Absolut!

00:46:25: Man stellt sich das über die ganzen Jahre des Trainings und während dem Rennen vor, wie es ist.

00:46:30: Wenn man dann im Juni-Zweiundzwanzig oder im Junio-Zwanzig-Fünfundzwanzige in den Apollos oder in Atlantic City über die Ziellinie fährt, welche Emotionen man da hat, wie man das feiert und was das für Glücksmomente sind ... Und dann kommt man dahin, fahrt über die Zielinie und dann ist nichts.

00:46:51: Dann ist einfach nichts!

00:46:52: Man freut sich ein bisschen Und dann die Tage danach ist plötzlich das große Ziel weg.

00:46:59: Und Flo wie du es formuliert hast, da gibt's tatsächlich einen wissenschaftlichen Begriff.

00:47:03: Das ist tatsächlich wissenschaftlich untersucht Post-Olympic Plus oder Post-Achievement Plus, das ist häufig beschrieben und ich glaube, dass hat jeder von uns schon einmal erlebt der lange Zeit ganz hart auf ein Ziel hingearbeitet hat, an das Ziel erreicht hat Antriebslosigkeit, Melancholie.

00:47:27: Und bei der britischen Olympionik ist das einmal untersucht worden und denen ist es gefragt worden wie es Ihnen nachher geht?

00:47:35: Und eine hat es folgendermaßen geschrieben und die Klasse bringt es wirklich gut auf den Punkt.

00:47:40: Ich sage, das ist so wie bei der Hochzeit!

00:47:43: Du planst monatelang die Hochzeit du freust dich unglaublich auf diesen Tag.

00:47:48: Das wird ein wunderschöner Tag dann auch noch schön Aber dann kommst du zurück und dann gehst du in deinem Supermarkt wieder einkaufen, und dann ist Alltag da.

00:48:00: Und kein großes Fest mehr davor, das dir ist.

00:48:04: Das ist etwas mit dem viele große Schwierigkeiten haben.

00:48:09: Michael Phelps beispielsweise hat dort die Goldmedaille gewonnen, der leidet darunter Depressionen, sagt er auch öffentlich, aber er hat es gesagt vor allem nach den Olympischen Spielen war's bei ihm am schlimmsten.

00:48:22: Da ist ein Monat der Lambe, oft hat er sich nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen.

00:48:28: Und ich glaube da sind zwei Dinge ganz wichtig.

00:48:33: Das erste ist man muss sich das wirklich bewusst machen und sich vorbereiten auf das danach.

00:48:41: D.h.,

00:48:42: sich überlegen was mache ich nachher bevor ich das große Ziel erreicht habe?

00:48:50: Ich glaube, man muss es so sehen.

00:48:51: Ein Ziel ist kein Endpunkt, sondern ein Übergang zum nächsten Ziel, zum übergeordneten Ziel, zu einem höheren oder ganz anderen Ziel.

00:48:59: Ich glaube das ist das eine.

00:49:02: und das zweite was da ganz gut hilft ist... Man versucht zu reflektieren statt dem auszuweichen oder zu fliehen.

00:49:13: Und was ich da gemacht habe war Das habe ich mir vor dem Rennen schon überlegt, die möchte nachher ein Buch schreiben.

00:49:18: Und damit habe ich diese Lehre dieses Loch ganz gut überbrückt.

00:49:22: und dann irgendwann einmal kamen die Gedanken schon die Ideen für das nächste Projekt.

00:49:29: Ja, und was nicht?

00:49:31: zum Beispiel auch an... Also das Tuck-Soggest stimmt absolut wenn man weiß, Race Across America ist vorbei egal wie es ausgegangen ist aber ich hab da noch etwas zu tun, ein paar Wochen, ein Paar Monate später, dann folgt man jetzt soweit in das Tief hinein oder in dieses Loch hinein.

00:49:48: Und was ich merke, da wo der größte Irrtum ist du glaubst doch Hause zu kommen und glücklich sein durch und durch vielleicht bis ins Ende deiner Tage.

00:50:01: Du hast etwas Großes geschafft.

00:50:04: es war wahnsinnig viel Vorbereitung.

00:50:06: Du hast jahrelang trainiert Du hast alles gegeben Du schaffst das dann und dann bist du zufrieden und einfach glücklich.

00:50:12: Und es ist überhaupt nicht so, du bist dann auch noch nicht glücklicher als vorher.

00:50:16: Glücklich bist du wenn du beim Training Spaß hast, wenn du an den kleinen Schritten Tag für Tag Spaß hast.

00:50:21: Wenn die Tessin wie erfüllt aber das jetzt ein finnischer Trikot im Kleiderschrank hängt oder ein Hutsbrett an der Wand hängt, oder du ein paar schöne Fotos hast, das macht dich auf Dauer nicht glücklich, glücklich ist immer... Also glücklich macht ich wenn du etwas arbeitest, nicht wenn du auf etwas zurück schaust.

00:50:40: So ist das in meiner Wahrnehmung immer gewesen.

00:50:46: Absolut und ich glaube, das ist ja ein tiefes menschliches Bedürfnis sich immer weiterzuentwickeln.

00:50:55: Das heißt auch immer wieder die Komfortzone zu verlassen, neue Dinge zu starten und dadurch zu wachsen innerlicher oder äußerlich.

00:51:08: Kurt, du hast dir schon die perfekte Überleitung nämlich ganz konkret geliefert auf das Buch, das du geschrieben hast?

00:51:16: Es ist jetzt der zweite Buch zu deinem Thema.

00:51:19: Wenn du in der Hölle bist, fahr weiter!

00:51:21: Ist der Titel.

00:51:22: und bevor wir über das Buch reden habe ich noch eine Frage an dich.

00:51:26: Du hast es nämlich einmal erzählt und es sowieso so spannend gefunden.

00:51:30: Wir haben uns da beim Ram-Film von Philipp Keider getroffen und du hast doch erzählt dass du eigentlich relativ regelmäßig, sag ich mal bücherliste mich ganz oft während dem Training Wichtig, also ich nehme vor, keine Ahnung drei Bücher bis vier Bücher im Jahr zu lesen und es ging total irre wenig.

00:51:52: Es gibt Leute die lesen gar nix und ich denke mal so mindestens ein Buch pro Quartal.

00:52:00: Und dann habe ich gehört wie viel Bücher du liest und das waren zwei, drei vielleicht mehr als ich.

00:52:07: Floh, wie viele ist du eigentlich?

00:52:10: Ja aktuell leider nicht mehr soviel... Ich habe es immer geliebt zu lesen, also ich bin wirklich von klein auf als Kind immer alles gelesen.

00:52:22: Wirklich auch viele Bücher, große Bücher Romane und alles.

00:52:26: Dann ist ein Studium gekommen das zu neunundneinzig Prozent aus Lesen bestanden hat und dann das Leben und seither vielleicht wenn ich auf fünfzehn Bücher komme im Jahr bin ich zufrieden.

00:52:41: Also jetzt außerhalb Das Arbeitskontext, das ist vielleicht wichtig.

00:52:45: Also wirklich Freizeit und auch Spaß an der Freude!

00:52:49: Weil mein Arbeit besteht auch zu einem Neunzig Prozent auslesen.

00:52:54: Aber es ist also selektiv.

00:52:56: Man liest halt so einen Kommentar oder ein Nachschlagewerk nicht von Cover to cover sondern wenn man was braucht holt man's raus und liest dann da hin.

00:53:07: Ja, lesen gehört ja zu meinem Job für mich sehr wichtig.

00:53:11: aber ich lese auch sehr gerne Und ich lese jedes Jahr auf der Rolle.

00:53:16: Das muss man sich so vorstellen, ihr habt da das Indoor-Bike, vorne ist ein Redner-Bult und da ist dann mein Lesematerial.

00:53:23: Ich lese so einen Meter Bücher pro Jahr ungefähr, es sind so gut, dreißig bis vierzig nur auf die Rolle beim Training.

00:53:31: Dazu kamen noch viele wissenschaftliche Artikel.

00:53:34: also ich lse mal sicher fünfzehntausend bis vielleicht zwanzigtausend Seiten pro Jahr während dem Primieren.

00:53:42: Aber wie gesagt, ist mein Job.

00:53:43: Lesen is mein Job!

00:53:47: Die Anzahl der Bücher die man liest im Meter anzugeben ist sehr interessant.

00:53:50: Kannst du es vielleicht in Kilogramm auch sagen?

00:53:53: Kilogramme weiß ich nicht aber mit dabei aus, weil das ist genau die Regalfläche.

00:54:02: Aber jetzt kommen wir zu deinem Buch.

00:54:05: Was Extrem Sport Überführung und Leben Leert Is Der Untertitel Und Du hast das Schein in Kapitel Aufbereitet.

00:54:15: über einige Sachen haben wir jetzt eh eigentlich schon gesprochen, ohne dass wir uns ganz konkret die Reihenfolgen im Buch gehalten haben.

00:54:22: Und Flo, du hast da gerade was herausgesucht, das da unter den Nägeln brennt?

00:54:28: Ja um dann zu lernen, dass es nicht im aktuellen Buch drinnen steht sondern im Alten.

00:54:35: Aber das hat man einfach gekatscht weil es so war finde Und vielleicht kann man ganz kurz darüber reden.

00:54:45: Also kleine Probleme werden groß, wenn man sie ignoriert und das ist ja jetzt auch... Da schreibst du ja jetzt Auch als Teil der Management Literatur.

00:54:58: Das ist keine Sportler Biografie oder eine Nacherzählung vom RAM Sondern du versuchst da schon Schlüsse zu ziehen.

00:55:06: und des finde ich wirklich aus dem Arbeitsalltag dem Privatleben wirklich sehr, sehr wahr und spannend.

00:55:18: Ja löse Probleme so lange sie noch klein sind.

00:55:23: das klingt ziemlich trivial ist es aber nicht unter hintergrund?

00:55:28: vielleicht vom Ram her?

00:55:30: wie ich wieder drauf gekommen bin das so zu formulieren war immer immer gewundert warum So viele, dass Reim nicht schaffen.

00:55:40: Warum scheitern über fünfzig Prozent?

00:55:42: Und habe dann alles gelesen was es zu lesen gibt alle Sitzfleisch-Episoden gehört Alle Dokumentationen und so weiter.

00:55:51: ich bin da noch vom Buch gestoßen von Nehls Alexander oder Michael weiß jetzt nimmer.

00:55:58: Das ist Michael

00:56:00: Nehl sehr genau der Dalje Arzt und er hat sich die Arbeit angetan eine ganz lange Liste zu machen Von Gründen warum so viele scheittern

00:56:08: Nostalga vor allem.

00:56:14: Und haben wir dann gedacht, für jeden dieser Gründe suche ich mal Symptome?

00:56:19: Was sind die ersten Symptomen, die auftauchen?

00:56:22: und dann haben wir uns zur Philosophie gemacht oder zum Prinzip gemacht wenn ein Symptom auftaucht wird das Problem sofort gelöst weil es viel leichter ist ein Problem zu lösen wenn es noch klein ist.

00:56:33: Weil wir haben vor darüber gesprochen, wenn man ein Problem ignoriert kommt es relativ schnell zur Kettenreaktion und das geht jeder außer Kontrolle.

00:56:42: Und das hat ziemlich gut funktioniert und wir haben eigentlich immer auch beim zweiten Rennen immer alles unter Kontrolle gehabt trotz der Nackenprobleme.

00:56:54: Nach dem ersten Ram kann ich mir erinnern habe im Hotel in einer Nepalist zwei getroffen die es nicht geschafft haben Und beide haben es immer gleich erzählt.

00:57:05: Der eine hat Sitzprobleme gehabt, der andere hat auch schon was Neck gehabt und beide haben sich gesagt die Probleme sind aufgetaucht.

00:57:13: Die Sitz-Probleme ist von Kaldannen, man hat offene Stellen ... Sie haben's halt ignoriert weil sie sich gesagt haben Es läuft im Moment ganz gut können wir uns später darum aber irgendwann war noch mal etwas zu spät.

00:57:26: Deshalb lösen Probleme, solange sie noch klein sind.

00:57:30: Mit dem kann man sich wunderbar vorstellen, da gibt es dieses Broken-Windows-Phänomen.

00:57:35: Das hat man beobachtet in amerikanischen Städten.

00:57:39: Wenn ein Haus verlassen wird, dauerts oft nicht lange bis jemand die erste Fensterscheibe zerstört.

00:57:46: Und wenn die nicht sofort repariert wird, schmeißt am nächsten Tag jemand die zweite Fensterscheibe rein und dann die dritte, vierte ... Dann geht's ganz schnell!

00:57:54: Und dann ist das außer Kontrolle.

00:57:56: Das heißt, repariere die kaputte Fensterscheibe sofort und damit hast du das Problem gelöst.

00:58:02: Und ich glaube es sich als Grundsatz zu machen in vielen Dingen auch beim Job bei Konflikten beispielsweise.

00:58:09: Oft neigt man dazu Konflikte laufen zu lassen weil man sich denkt sage jetzt nichts.

00:58:17: Nur das Problem ist man kommt dann irgendwann mal in eine Konfliktphase wo man gar nix mehr retten kann.

00:58:23: Und wenn man da die Dinge löst, solange sie noch klein sind geht es halt einfach viel leichter.

00:58:27: Dann

00:58:29: komme ich jetzt zum aktuellen Buch.

00:58:31: auch also... Warum das Wort Hölle im Titel?

00:58:41: Also es ist ja oft so gerade im Journalismus dass man sich seine Titeln nicht selber aussuchen darf und dann was Reiserisches reinkommt vom Verlag vielleicht rein reklamiert Hast du denn den Titel selber ausgesucht,

00:58:56: als die

00:58:56: erste Frage?

00:58:57: Ja.

00:58:57: Den Titel habe ich selber aus gesucht und habe auch drauf bestanden weil dieser Titel einen Hintergrund hat nämlich das hat mit einem Schaum aus Neck zu tun was Schaumaß-Neck aufgetauscht ist.

00:59:11: Und wie gesagt bis dahin sind schon einige Probleme aufgetaucht wie das Lungenödem der Zinnnage der sich abgelöst hat dann Schlafentzug die ganzen Dinge und jetzt kommt Schirmers Neck.

00:59:27: Und das ist eine Situation, wo dann viele vielleicht sagen, Lass sie!

00:59:32: Jetzt gib ihr auf.

00:59:35: Und mein Learning-Wart trifft niemals die Entscheidung aufzugeben wenn du gerade am Tiefpunkt bist.

00:59:42: Beim Brand gibt es ja den Spruch Never Quit At Night, never quit during a breakdown weil dort ist man emotional in einer sehr schlechten Verfassung.

00:59:55: Man sieht alles negativ, man dramatisiert.

00:59:59: Man ist nicht mehr in der Lage klar zu denken.

01:00:03: und wenn du unter Hölle bist fahr weiter.

01:00:05: heißt versuche nicht in diesem Zustand eine Entscheidung zu treffen sondern warte ab bis sich der Zuschauern bessert wie bei mir schon mal Snack aufgetaucht ist.

01:00:15: Selbst was wir getan haben, ich habe gesagt wir machen jetzt fünf Stunden Schlafpause und dann entscheiden wer wie es weitergeht.

01:00:21: Und das war gut so, weil nach fünf Stunden Schlafpause hat die Welt ganz anders ausgeschaut.

01:00:27: Da haben wir wieder viel positiver gedacht und viel optimistischer.

01:00:30: Das habe ich schon zweimal vorher erlebt.

01:00:33: Das erste Mal, es war beim Resur and Astria XXI, mein erstes Resor & Astria, da hatte ich nach einem Großglock eine wirklich höllische Knieschmerzen gehabt.

01:00:45: Ich hab bis dahin nicht gekannt, dass das normal ist... ...und ich war beim Aufgeben, weil wir einfach sparen.

01:00:51: Es ist nicht mehr gegangen.

01:00:52: Und da hat mein Crew Chief, der Soli gesagt... Nein wir geben jetzt nicht auf!

01:00:58: Wir schauen noch, dass wir nach Innsbruck kommen.

01:01:00: Das waren noch siehzig Kilometer nach Inmsbruck.

01:01:04: Dort haben wir eine Schlafpause und nach der Schlaf Pause entscheiden wir.

01:01:08: Nach der Schlaufpause von neunzig Minuten stehe ich auf und die Welt schaut ganz anders auf.

01:01:13: Und wir sind weiter gefahren und wir sind ins Ziel gekommen.

01:01:21: Dort haben wir mal ein großes Missgeschick gehabt.

01:01:24: Da habe ich zwei Schlaftabletten bekommen in einer Schlafpause.

01:01:30: Kann man uns alle nicht erklären, wie das passiert ist?

01:01:31: Aber es ist passiert!

01:01:32: Und nachher mit zwei Schraftablettern aufs Rad steigen kann man sich vorstellen, wie es einem dabei geht.

01:01:39: und was dann dazu gekommen ist, dass war muskelschwächelnden Oberhaumen Wahrscheinlich eine Konsequenz der Schlafterpletten Und das war so dramatisch, dass sie den Lenker nicht mehr abhalten können.

01:01:52: Berg auf!

01:01:53: Wir mussten auf dem Aufleger fahren weil ich nicht genug Kraft gehabt habe den Lenkern zu halten und Berg ab war es natürlich eine absolute Katastrophe, Rahmenflattern und alles.

01:02:02: und irgendwann haben wir gesagt Es geht nicht mehr und wir müssen's lassen ist einfach zu gefährlich.

01:02:07: Und aber genau das gleiche gemacht.

01:02:09: Mein Crew chief hat gesagt Gut, wir machen jetzt fünf Stunden Schlafpause und dann entscheiden wir Und nach diesen fünf Stunden Schlafpause hat die Welt wieder anders ausgeschaut und wir haben gefinnest.

01:02:20: Deshalb denke ich, dass das ganze wichtige Lektion im Job oder in privaten Leben trifft niemals die Entscheidung aufzugeben wenn du gerade am Tiefpunkt bist weil man da einfach nicht klar denken kann.

01:02:36: Versuch abzuwarten, versuche zu entscheiden wenn sich der Zustand gebessert hat Oder was auch guter Trick ist, schaffe psychologische Distanz.

01:02:47: Das heißt, frage dich beispielsweise, was würdest du einem Freund empfehlen in dieser Situation?

01:02:54: Da denkt man ein bisschen anders, da denkt man nicht so negativ.

01:03:00: Das ist ja ein guter Punkt nämlich – was würdest du einen Freund empfählen?

01:03:04: Du hast dein eigenes Kapitel zum Thema Vertrauen und dann schreibst du das Vertrauen die Bereitschaft ist sich verletzlich zu machen im Glauben, dass der andere richtig handelt.

01:03:19: Und da ist es glaube ich auch so ein Grundsatz in Disziplinen wo man mit Teams zusammenarbeitet, sprich in unserem Fall Racer Cross America du bist unterwegs mit Betreuerteam vertraust deinen Betreuern im Idealfall blind.

01:03:35: Du weißt das was die sagen.

01:03:38: Das passt wenn der Flo zu mir sagt Es gibt keinen PowerNap Jetzt formen wir noch weiter oder jetzt ist wieder Zeit für ein Endschuh.

01:03:47: Dann war sie einfach, das ist okay.

01:03:50: vielleicht ist es nicht genau meine Meinung aber im Endeffekt war sie die Leute in Betreutung haben einen klaren Blick.

01:03:58: Die können obwiegen und vorausschauen.

01:04:00: Die haben die Wetterprognose des Ernährungsprotokolls, den Streckenplan, dem Höhenprofil, die Zwischenstände alles was man braucht um gut zu entscheiden und ich habe eigentlich nur meinen Tunnelblick.

01:04:10: Deswegen ist Vertrauen so wichtig uns.

01:04:13: Ja, du hast dem ganzes Kapitel gewidmet in dein Buch.

01:04:17: Ja weil wie Du sagst ... In so einem Projekt oder nicht nur ein so einem Projekte in jedem Unternehmen spielt Vertrauen enorme Rolle.

01:04:25: Das war einer der wichtigsten Faktoren damit Teams gut funktionieren und beim RAM ist es natürlich ganz extrem Weil... Natürlich in der Planung, in der Vorbereitung trifft man viele Entscheidungen selber gemeinsam mit den Team aber sobald man an der Staltlinie steht gibt man jede einzelne Entscheidung ab.

01:04:44: Das Einzige, was ich selbst entschieden habe war wenn ich Klopause brauche.

01:04:47: Alles andere wird vom Team entschieden und das heißt man braucht ein Team den man hundertprozent vertrauen kann wie am Kujara was mein Bulls in die Höhe gegangen ist.

01:05:01: Ich kam nur Luft gekriegt hab' und meinen Arzt dann gesagt hat er hört's Rasseln in der Lunge.

01:05:07: Ich habe ihn natürlich mit großen Augen angeschaut und er hat mir gesagt, es sei noch hundert Meter rauf.

01:05:14: Wenn du das irgendwie schaffst dann gehts achtzehnhundert Meter runter und beim Lungen-Edem kommen eh noch eines so schnell wie möglich runter.

01:05:22: Wenn Du das schaffest, kann das funktionieren!

01:05:25: Und ich hab ihm in der Situation zu Hundert Prozent getraut.

01:05:29: Es ist mein Arzt, er hat die Kompetenz des zu entscheiden.

01:05:35: Dann wird es später schon mal Snack aufgetaucht.

01:05:39: Das war noch viel dramatischer, weil du siehst ja nichts mehr.

01:05:42: Du siehst kein Verkehrszeichen.

01:05:45: Jetzt haben die vom Begleiffahrzeug bei Funk mir gesagt, bleibt stehen ist ins Rot?

01:05:51: Es ist grün, du kannst fahren, es kommt Verkehr von der Seite oder es liegt was auf der Straße und das ist echt brutal!

01:06:00: Also da musst du hundert Prozent vertrauten haben.

01:06:03: Und das Thema Vertrauen ist ja eigentlich sehr gut untersucht, wie Vertrauen entsteht.

01:06:12: Es sind eigentlich drei ganz zentrale Faktoren die dafür verantwortlich sind dass Vertrauen entsteht in einem Team.

01:06:19: Das eine ist natürlich Kompetenz,

01:06:20: d.h.,

01:06:22: die Leute mit denen du zusammen arbeitest, denen musst du natürlich kompetenz zuschreiben oder die müssen Kompetenzen ausstrahlen.

01:06:29: Aber das zweite, was auch ganz wichtig ist, ist Integrität.

01:06:33: Das heißt, dass die nach Prinzipien entscheiden, die deinen eigenen Werten auch entsprechen.

01:06:40: und das dritte, man nennt es Wohlwollnis nämlich, dass du drauf verlassen kannst, dass sie in deinem Sinne entscheiden.

01:06:47: Und das sind drei Faktoren, die zentrale Rolle spielen.

01:06:50: vertrauen.

01:06:52: aber wie du sagst Vertrauen ist Bereitschaft sich verletzlich zu machen und die Hoffnung oder der Glaube des Anderen dann für dich richtig entscheiden.

01:07:04: Was natürlich so wichtig ist, dass man da eingespült ist und schon sich gut kennt damit man eben sicher sein kann, dass Kompetenz da ist, das in meinem Sinne entschieden wird... Und ja wie war es denn für dich am Weg zum Nord Cup ohne Team?

01:07:24: Ganz auf dich alleine gestellt zu sein?

01:07:27: Weil ich habe bei meinen ersten Ansupport jetzt Erlebnissen nie verstehen können, warum manche sagen.

01:07:38: Sie kann jetzt nicht vorstellen mit einem Team unterwegs zu sein, weil das ist eine wahnsinnige Belastung!

01:07:41: Du wirst unter Druck gesetzt, du wirst gepusht wenn du vielleicht müde bist.

01:07:46: Du kannst nicht selber noch Lust und Laune deine Entscheidungen treffen.

01:07:49: Du hast vielleicht ein schlechtes Gewissen denen gegenüber.

01:07:53: die Leute nehmen sich Urlaub ab von ihrer Freizeit nur für dich und dann läuft es nicht so.

01:08:00: Du hast das Schlechtes gewissen, weil alle es sind für dich da und du lieferst nicht die Leistung, die du gern liefern würdest.

01:08:08: Und ich würde mir das nie vorstellen können, weil ich habe ausschließlich super gute Erfahrungen mit meinem Betreut.

01:08:12: im Kopterwiss gibt tatsächlich auch Situationen wo es keine positive Erfahrungen gibt wenn eben wohl wollen Integrität oder Kompetenz vielleicht nicht verhandeln sind oder einfach das gegenseitige Vertrauen.

01:08:25: aber Für mich war es dann nicht umgekehrt ganz ganz schwierig ohne Team unterwegs zu sein.

01:08:33: Es ist ganz was anderes und man muss es auch mögen.

01:08:36: Weil du bist halt dann wirklich auf dich selbst angewiesen, aber das hat abends wirklich tolle Seiten.

01:08:44: Ich glaube, dass hast Du selber einmal beschrieben oder so erzählt.

01:08:51: Nämlich irgendwann mal wird man ruhig und gelassen und schimpft nicht mehr oder ärgert sich nicht mehr weil niemand da ist Der zuhört.

01:09:03: Und das macht was mit einem, man genügt sich dann viel mehr selbst und ist dann... Man lernt auch es braucht nicht immer viele andere Leute um nicht mal Problem zu lösen.

01:09:19: ich kann vieles aber wenn du was vorher selber nicht zugetraut hab selber schaffen und Probleme selber lösen Es dauert vielleicht ein bisschen länger.

01:09:29: Das ist totale Spannende Erkenntnis, die ich beim Notcup gewonnen habe.

01:09:34: Also es ist so eine Art Reise zu sich selbst, Selbstfindung.

01:09:41: Gut, ich hab noch eine Frage zum Inhalt.

01:09:46: Du hast einen Punkt im Buch das heißt Reframing und ich denke mal manchmal wenn etwas beschissen ist oder wenn etwas ein Problem ist Dann lüge mich nicht so über einen, ich rede es mir nicht selber schön.

01:10:05: Es ist nämlich eine Grundeigenschaft von uns Menschen.

01:10:08: wir können und selbst nicht verarschen.

01:10:10: Also man kann sich vielleicht an gewisse Zeit etwas einreden dass das total toll ist.

01:10:15: Nämlich reframing jetzt vielleicht oberflächlich betrachtet aber irgendwann kommen wir drauf he?

01:10:20: Ich habe natürlich sowieso was vorgelogen.

01:10:22: in Wirklichkeit ist es einfach gerade komplett ungut und komplett beschissen.

01:10:27: um ehrlich zu sein Wie siehst du das und wie schaffst du es dir zum Beispiel, die Sachen anders zu formulieren?

01:10:36: Reframe hast ja quasi in einem anderen Licht zu sehen oder einen anderen Licht betrachten.

01:10:41: Aber dich nicht selbst anzulügen und dir nicht selbst irgendwie am Märchen zu erzählen, dass da eigentlich nicht einmal selber glauben kannst.

01:10:48: Ja ist ein guter Punkt!

01:10:50: Und ich glaube du bringest wirklich gut auf den Punkt.

01:10:53: Es geht ja nicht darum, dass man sich selbst belügt sondern Dinge haben immer unterschiedliche Seiten Und Reframing heißt ja eigentlich nur, dass ich versuche etwas aus einer anderen Perspektive zu sehen.

01:11:07: Ich glaube Arnold Schwarzenegger hat einmal gesagt, ich liebe den Schmerz der mich zum Champion macht und das ist eigentlich eine superspannende Aussage weil ich kann beim Training wenn da jetzt steht, wenn man dann Max für nächsten Mittwoch brutale Intervalle aufschreibt Dann kann ich das so sehen, es sind brutale Intervalle und Mittwochen.

01:11:27: Es ist ein Scheiß-Tag!

01:11:28: Und es wird nicht vorbei gehen, es wird richtig hart.

01:11:31: Ich kann's so sehen... ...und dann ist es richtig schlimm.

01:11:35: Oder ich kann sagen diese Schmerzen bei den Intervallen sind notwendig, dass ich meine Leistung verbessere.

01:11:42: Das ist auch so.

01:11:44: Und dann gehe ich aber mit denen ganz anders um.

01:11:49: Das heißt Reframing.

01:11:50: D.h.,

01:11:51: ich versuche Dinge eine andere Bedeutung zu geben ganz viele Studien und total interessante Experimente.

01:12:01: Bei Studenten beispielsweise die Prüfungsangst haben, da hat man denen gesagt, versuche die positive Seite der Prüfungssangster mal zu sehen.

01:12:11: Und sobald sie eine positive Seite einer Prüfungen angesehen haben, haben sie fünfzig Prozent weniger Fehler gemacht.

01:12:18: Und was gerade die positive Seiten von einer Prüffungsangste sein, solange es nicht panik ist ... Angst wirklich positiv sein, weil die setzt uns in ein Zustand höherer Aktivierung, wo wir bessere Leistungen erbringen können.

01:12:34: Und Reframing habe ich auch beim Raman gewendet, beim Rennen selber, da gibt es ja wirklich Dinge, wo viele Respekt haben oder Angst davor haben – das ist die Hitze der Wüste, die Höhe an den Rocky Mountains und Kansas.

01:12:47: Ich kann das jetzt sehen als große Schwierigkeit oder ich kann das reframen?

01:12:52: Und ihr versucht das für mich zu reframern nämlich das zu sehen, dass das Teil von meinen ist.

01:12:57: Dass das eigentlich den Mythos überhaupt ausmacht.

01:13:01: und ich habe dann all diese Schwierigkeiten versucht zu sehen wie Art Test oder Prüfung die absolvieren muss damit sie ins Ziel kann.

01:13:11: Und es hat bei mir so gut funktioniert, wenn ich in Ostern seit dem Start war hab ich mich gefreut.

01:13:16: wann ist endlich die Wüste da?

01:13:18: Wann sind endlich die fünfundvierzig Grad da?

01:13:20: Weil wenn die da sind bin ich mitten drinnen Und wie aus der Wüste draußen war, habe ich mich gefreut auf den Wolf Creek.

01:13:29: Wann sind endlich die Drei-Thausend-Treihunderts da?

01:13:32: Check!

01:13:33: Ich kann es abhackeln.

01:13:34: und dann haben wir mich wirklich gefreud auf Kansas aus dem gleichen Prinzip.

01:13:41: Es geht wieder darum, wie ich Dinge sehe... ...ich kann sie so sehen oder so und Reframing heißt ganz einfach dass ich den Dingen eine Bedeutung gebe, die für mich positiv ist.

01:13:55: Nur eine kleine Ergänzung.

01:13:58: Manchmal hilft es trotzdem, wenn das im ersten Moment nicht gleich ersichtlich ist... ...dass man mal kurz Dampf ablässt, dass man mal des Rades einschreit und die Pumper kaputt ist.

01:14:12: Man kann den Reifen nicht reparieren und du wirst von einem Hund gebissen in Bosnien.

01:14:17: Und wenn du

01:14:17: das total

01:14:18: im nächsten Moment sagst, nein es ist alles total super und ich werde gerade auf die Prüfung gestellt.

01:14:22: Ich werde das gut bewältigen.

01:14:24: Das geht vielleicht noch einer gewissen Zeit.

01:14:25: Im ersten Moment darf man dann ruhig einmal ein bisschen Dampf ablassen.

01:14:29: Und das hilft manchmal auch damit man wieder ruhiger und klarer denken kann.

01:14:33: Oder das Rad an einem Baum schleudern, dass du mich das gemacht hast bei meinem.

01:14:38: Es gibt immer Momente wo man die Kontrolle verliert!

01:14:44: Mit Blick auf die Uhr, wenn wir da jetzt langsam zum Ende kommen.

01:14:48: Bevor wir richtig zum Ende gekommen sind.

01:14:52: Annapolis oder Atlantic City?

01:14:59: Was ist das schönere Ziel auch?

01:15:03: Eigentlich Annapolis.

01:15:06: Wahrscheinlich war es mein erstes Ram aber Annapolis ist deutlich schöner.

01:15:13: Das ist der schöne Yachthafen, das ist den schönen lokalen Atlantic City.

01:15:17: Das ist ein Casino-Stadt mit vielsterlichen Hotels.

01:15:26: Aber natürlich dem größeren Namen für Ram Finishes auch, oder?

01:15:30: Also schon das legendärere Finish?

01:15:36: Es macht legendärer Klingeln aber ein Apple-Ise ist einfach schöner!

01:15:42: Ein Apple-Ease war mir ganz kurz vor ein paar Wochen oder Monaten Hauptstadt der USA in einer politischen Übergangszeit... Bevor er jetzt was falsch sagt, sage ich gar nichts.

01:15:52: Es war kurz einmal die Hauptstadt des Bauses sicher.

01:15:54: Das war Atlantik City nicht.

01:16:00: Strapz du hast ein Gewinnspiel angekündigt?

01:16:05: Ich hab

01:16:05: kein Briefing bekommen!

01:16:06: Ich kann nur sagen es gibt einen Gewinntspiel aber... ...die Frage musst du stellen oder...?

01:16:12: Ja kurz.. Die wichtigste Frage ist, darf der Flo

01:16:14: mitmachen?!

01:16:17: Er hat das neue Buch offensichtlich noch nicht gelesen.

01:16:19: Wollen wir ihn ausnehmen oder darf er mitspülen?

01:16:22: Sagen wir so, er darf mitspielen aber gewinnt nicht.

01:16:26: Und wie um uns vor überlegt also es soll nicht ganz leicht sein ist jetzt kein Gewinnspiel irgendwo Instagram Herzl vergeben und Liking und Folgen sondern Es gibt schon eine Frage zu beantworten und Vielleicht Flo warst du auf Anhieb zumindest weißt du was man nachschauen muss.

01:16:45: Kurz welche frage hast Du dir überlegt?

01:16:50: Das RAM gibt es ja seit twoundundundzehnundachzig und die Frage ist, wie viele Solo-Finisher gibt es seit oneunundzehneundachzig beim RAM?

01:17:01: Es gibt drei Antwortmöglichkeiten A. Vierhundert, circa vierhundert B. Circa achthundert und C. Cirka tausendsechsundhundert.

01:17:13: Flo, tu dir das das Wiesen oder?

01:17:17: Nachdem ich nicht nach der genauen Zahl gefragt wurde, kann ich ganz klar eine Tendenz erkennen.

01:17:25: Aber, wie gesagt ... Ich werde es jetzt nicht sagen.

01:17:30: Weil ... Nämlich den Leuten den Spaß am Miträtseln.

01:17:38: Aber Flo, tust du das immer wieder betont?

01:17:41: Razor Cross America Finisher im Vergleich zu Mount Everest-Besteigungen.

01:17:46: Bitte wiederholen das noch mal als kleinen Hinweis!

01:17:49: Ja, man... Das war vielleicht in den Zwei Tausendern Anfang der Jahrzehnte auch ein cooler Vergleich, weil es deutlich weniger waren.

01:17:57: Inzwischen ist halt dieser Mount Everest Tourismus so ein Massenphänomen, dass die Antwort sehr eindeutig ist, dass es viel mehr Mount Everest-Besteigungen gibt inzwischen.

01:18:09: Das hat wahrscheinlich vor zwei Jahren wie dieser lange Stauffo an dem einen Tag mehr Summits gegeben als Rhyme Finishes.

01:18:18: Ganz so schlimm war's nicht.

01:18:19: aber ja...

01:18:22: Bei der Ram-Zieleinfahrt ist definitiv weniger los, als beim Stau am Mount Everest.

01:18:29: Also wie viele Ram Finisher ungefähr gibt es bisher?

01:18:33: Zirka vierhundert, circa achthundert, circa tausend sechshundert und bitte schreibt die Antwort nicht in einen Kommentar.

01:18:40: wir freuen uns immer über Kommentare auf Spotify oder auf Campfire oder auf Instagram wenn Promotion gepostet wird, aber in dem Fall damit jeder selbst mitdenken darf wieder per E-Mail.

01:18:53: Sitzfleisch at christosstrasser.ac.

01:18:56: und kurz wie viele Bücher haben wir zu Verlosen die von dir signiert wurden?

01:19:01: Fünf Bücher!

01:19:03: Genau fünf Bücher und... Die Bücher gibt's auch bei mir im UltrasikingShop.com zu bestellen.

01:19:10: Ja und dann wünschen wir Viel Spaß beim Lesen, Kurt.

01:19:16: Dir viel Spaß beim Training!

01:19:20: Was steht heuer für dich als Saisonhöhepunkt

01:19:26: an?

01:19:45: Bisschen anders wahrscheinlich, oder?

01:19:47: Dieses Jahr ein bisschen anders.

01:19:48: Start ist in Rovereto, geht dann durch Innsbruck, München, Berlin, nach Polen mit der Fähre rauf und dann durch Schweden rauf.

01:19:58: Kann sein dass wir uns treffen!

01:20:01: Wann startest du?

01:20:02: Äh...Sechsundzwanzigster

01:20:05: Juli.

01:20:06: Wir starten am neunzehnten Juli und fahren dann irgendwo wahrscheinlich durch Schwedern Richtung Tschechen und Slaberkaisern.

01:20:13: dann die nächsten Checkpoints.

01:20:15: Bis ich in Innsbruck bin, bist du wahrscheinlich schon unten.

01:20:21: Aber bei dir geht es ja wahrscheinlich viel weiter drüben runter.

01:20:28: Ganz genau ist die Strecke noch nicht geplant.

01:20:30: Das ist heuer sehr aufwendig durch ein Spinnennetz an Bandroads in Polen, indem man sich verheddert.

01:20:39: Es ist echt heuer, sehr anstrengend flow.

01:20:42: Du versäumst nichts bei der guten Planung, zumindest.

01:20:47: Das ist nicht unbedingt ein Höhepunkt in meinem Planungsvorbereitung momentan

01:20:52: aktuell.".

01:20:53: Ja ich bin vor ein paar Jahren mit dem Auto durch Polen gefahren und das war an Straßen.

01:21:01: da würde ich nicht mit dem Fahrrad fahren wollen.

01:21:04: wahrscheinlich also kann ich mal gut vorstellen dass da einige Bandroads aus sehr sehr guten Gründen gebannt sind.

01:21:15: Vielen Dank, Kurt.

01:21:17: Danke, dass du eine Zeit aufhörst!

01:21:21: Ich

01:21:22: schaue jetzt, ob mein Rasierer genug Akku hat damit ich morgen für meinen wichtiges Business-Meeting ein guter Frisur habe.

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